Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet
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Samstag, 10. August 2024

Ferienwanderung am Baumschutz-Engelpfad - die Marienkapelle bei Ramersdorf

  Eine Familie Fendl, die etwas unterhalb der damals noch nicht erbauten Kapelle damals gewohnt hat, wurde schwer in Kummer versetzt, weil 2 Kinder im Alter von 7 und 9 Jahren wegen schlechtem Wasser gestorben waren. Werden die anderen Kinder auch sterben müssen? Und dann kam auch noch ein Feuerbrand. Inständig baten die gläubigen Waldler Mutter Maria um Beistand und Hilfe. Und siehe: Alles wurde gut. - - - -  Zum Dank errichtete die Familie 1859 diese Kapelle. Der Bielmeier Bernhard hat sie später renoviert, denn sie war ziemlich verfallen. Das Anwesen der Familie Fendl ist heute nur noch am alten Backofen zu erkennen. 

Im Jahr 2020 wurde die Kapelle zur Einweihung des Baumschutz-Engelpfades neu gestrichen. Es fand ein Gottesdienst vor der Kapelle unter freiem Himmel statt: das war am Johannistag, 24. Juni 2020.

Diese schöne Marienkapelle mit Aussicht über die Berge des Bayrischen Waldes ist der Einstieg und das Ziel des Rundwegs Baumschutz.-Engelpfad. In den folgenden Tagen möchten wir mit Ihnen in Gedanken und Betrachtung eine meditative Wanderung in 9 Stationen entlang der Engel im Wald machen - in Betrachtung der wunderbaren Impulse von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann. 

Ferienfestival! 🌲🌲🌲🌲🌲🌲 

Die Marienkapelle in Ramersdorf wird von Familie Bielmeier gepflegt und ist gerne besucht


Diese steinerne Tafel befindet sich im Eingangsbereich der Kapelle

  Nochmal zur Geschichte der Kapelle:

Eine Familie mit dem Namen Fendl lebte in ihrem Anwesen in Ramersdorf. Durch einen Blitzeinschlag kam der Dachstuhl des Wohnhauses in Brand. Mit den gefüllten Milchkrügen konnte jedoch das Feuer gelöscht werden. Desweiteren starben mindestens  4 Kinder wegen schlechtem Wasser. Die Fendls baten Maria um Hilfe und wurden von weiteren Todesfällen verschont. Zum Dank erbauten sie 1859 die Kapelle, in welcher heute eine steinerne Inschrift-Tafel über diese Vorgänge informiert. 

An der Eingangsfront der Marienkapelle bei Ramersdorf wacht  der ehern Erzengel Michael

Donnerstag, 28. März 2024

Uralte Spuren im Felsen - Sei stark mit Wolfgang!

 

Die Wolfgangskapelle auf dem Wolfgangsriegel bei Böbrach liegt wildromantisch unter Felsen geduckt. Hier hat einer alten Sage nach der heilige Wolfgang auf seinen Weg nach Böhmen im wilden Wald Rast gehalten. Foto: Pilger Rudi Simeth 

 Der heilige Wolfgang ("der mit dem Wolf geht") lebte vor über 1000 Jahren um die Jahrtausendwende zum ersten Jahrtausend. Er liebt die Einsamkeit und hielt sich am liebsten in den unberührten Wäldern auf, wo er seine Spuren hinterließ. Er hatte keine Angst vor Fuchs, Bär, Wolf und Luchs, vor Dunkelheit und den Geheimnissen des harten und entbehrungsreichen Lebens im Wald. 

Er hatte auch keine Angst vor dem Teufel! 

Als Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen am Wolfgangsriegel rastete, wo heute die Wolfgangskapelle prangt, gefiel ihm der Ort ganz besonders, sodass er beschloss, hier eine Kapelle zu bauen. Das wollte der Teufel verhindern und wollte einen der gewaltigen Felsen auf Wolfgang herunter stürzen. Doch Wolfgang war stark! Mit der Faust hielt er den Felsen auf, sodass der Teufel keinen Schaden anrichten konnte.

Die Wucht und die Kraft waren dabei so groß, dass man noch heute im Felsen den Abdruck von Wolfgangs Faust erkennen kann. 

Nicht nur an diesem sagenumwobenen Ort hat Wolfgang Spuren im Fels hinterlassen. 

Die Falkensteinkapelle in Österreich, Salzkammergut

Bei der Falkensteinkapelle, die übrigens als Vorbild für die Wolfgangskapelle diente, warf der heilige Wolfgang das berühmte "Wolfgangs-Hackl" bis nach St. Wolfgang am Wolfgangsee, wo heute die berühmte Wallfahrtskirche St. Wolfgang steht. Auch am Falkenstein war der Teufel hinter dem stillen und starken Einsiedler her. Und ebenfalls wollte der Teufel einen Felsen auf Wolfgang stürzen! Doch mit seinen Schultern hielt er den riesigen Gesteinsbrocken auf. Noch heute sieht man die Abdrücke seiner Schultern im Felsen.

Der "Bolfanek"(="Wolfgangchen") in Chudenice, Tschechien - Foto: Pilger Rudi Simeth

In Chudenice, wo der sagenumwobene "Bolfanek" steht, hat der heilige Wolfgang Fuß-Spuren im Stein hinterlassen.

Zwei Wolf-Skulpturen bewachen den Eingang zum Bolfanek.  Foto: Pilger Rudi Simeth

 Unser wunderbarer "Pilgerbruder Rudi" hat vor wenigen Tagen (am Palmsonntag) zusammen mit seinem Wanderfreund Paul Zetzlmann eine stattliche Wandergruppe in einer seiner eine "Heilsamen Wanderungen" zur Wolfgangskapelle unter Einbeziehung alter Baumdenkmäler geführt.

Palmsonntag 2024: Pilgergruppe mit meinem "Pilgerbruder Rudi" (5.v.l.) bei der Wolfgangslinde am Anwesen St. Wolfgangshof unterhalb der Wolfgangskapelle (Bericht folgt demnächst hier!)

Die Wolfgangskapelle  Foto: Pilger Rudi Simeth
 

Dorothea Stuffer berichtet: Fürchte dich nicht vor dem Teufel und sei stark im HERRN!  sagte der heilige Wolfgang indirekt zu mir bei einem kürzlichen Telefongespräch mit meiner Wolfgangsfreundin Hildegard Weiler, die mir von den Stein-Abdrücken erzählte. Und sofort zogen sich die Furchtgedanken in ihre Höhlen zurück und blieben weg.

Der heilige Wolfgang auf dem Weg zur Wolfgangskapelle, Zeichnung von Dorothea Stuffer 



Dienstag, 21. Januar 2020

Stundepilgern am Wolfgangsweg und einige Pilgergedanken




Über die Brücke des Riedbach am Wolfgangsweg-Herzstück 

 "Stundenpilgern" - das ist Pilgern am Wolfgangsweg, so ungefähr eine oder 2 Stunden lang. Es muss nicht immer die ganz große weite Pilgertour sein, über Tage und Wochen hinweg zum großen Ziel und zurück. Wir machen uns bei "Zauberwetter" auf dem sogenannten "Herzstück" vom Wolfgangsweg auf zum Stundenpilgern am Riedbach entlang Richtung Distelberg.

Der Wolfgangweg ist mit dem dreifarbigen "W" markiert


Infos zum Wolfgangsweg:

Damals in 2015, da ist Pilger Rudi Simeth schon die ganz große Tour hier gegangen! Sein Weg führte hier entlang. Er pilgerte diese Strecke bis zum Pröllergipfel, weiter nach Kloster Kostenz bis Schwarzach, Niederalteich. Auf der sich im Aufbau befindenden Ostroute des Wolfgangsweges, die ziemlich identisch am Via Nova verläuft, kam er nach langer Wanderung und vielen Pilger-Erlebnissen über die Falkensteinkapelle in Österreich, nach welcher die Wolfgangskapelle bei Böbrach nachempfunden ist, über den Mondsee nach St.Wolfgang am Wolfgangsee im schönen Salzkammergut. Die Westroute führt nach Regensburg, wo die Gebeine des heiligen Wolfgang in der alten St.Emmeramskirche aufbewahrt sind. Diese Strecke haben wir uns in erster Linie zu erschließen vorgenommen. 

Mit unserem Pilgerhund Snoopy machen wir uns heute auf Spurensuche. Ob wir Spuren vom heiligen Wolfgang entdecken? Vielleicht eine Wolfspur? Den Heiligen Wolfgang begleitete nämlich gern ein legendärer Wolf, wenn er durch die wilden Wälder vor über 1000 Jahren nach Böhmen ging. Der Sage nach - und das ist wohl Fakt - haben ihm aber weder Bär noch Wolf, weder Wildschwein, geschweige denn der Luchs etwas angetan, dem heiligen Wolfgang. Er übernachtete mitten im ungezähmten Wald. Und als er nach Böhmen zog, wo in Chudenice heute der Bolfankek, das ist der "Wolfgangchen" steht, ein historischer Turm,  nächtigte Wolfgang furchtlos unter den Felsen der heutigen Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach. Ein wildromantischer Ort! Zur Erinnerung daran wurde später vor etwa 300 Jahren die Wolfgangskapelle erbaut, ein Kleinod, zunächst aus Holz, später aus Stein - wie gesagt nach dem Vorbild der sagenumwobenen Falkensteinkapelle in Österreich, wo der heilige das Hackl geworfen hat, was in St.Wolfgang landete, und wo dann die Wolfgangskirche am schönen Wolfgangsee gebaut wurde.

Mit Hund Snoopy auf Spurensuche 


Doch Snoopy entdeckt heute nur Rehspuren. Ein Reh - das ist eher ein Begleiter vom Heiligen Gunther, wie wir aus so manchen Darstellungen wissen.  Der heilige Gunther zog ebenfalls pilgernd im Zwiegespräch mit Gott vor etwa 1000 Jahren im Bayer- und Böhmerwald einfachst lebend umher, stets Gottes Ruf im Herzen. Es gibt heute zu diesem Thema den sogenannten Gunthersteig.

Frische Rehspuren im Schnee


Die Heiligen untereinander kennen sich! Sie sind über Zeit und Raum verbunden über Gottes Auftrag und Segen, über Gottes Gnade und Wunder, die an ihnen sichtbar, erkennbar, erlebbar werden, verbunden über ihre Lebenshaltung, die uns heute zum Vorbild dienen mag, und weswegen sich heute viele Menschen auf Spurensuche machen, um Heilung und Orientierung für ihr gestresstes Leben zu finden...

Bei Weg-Kreuzen, Marterln, Kirchen und Kapellen hält der Pilger inne und richtet den Sinn über die Grenzen....

Pilgern, das ist ein Wandern mit Gebet, Gedanken, Spurensuche und oft mit einem schweren Rucksack, der immer leichter wird, je tiefer man ins Mysterium eindringt. Pilgern, das ist ein Suchen nach und Finden von dem, was den Heiligen eine unerklärliche Tapferkeit, Kraft und Autorität verliehen hat, die bis in spätere Zeiten wirkt, und zu welcher der heutige Pilger durchaus Zugang finden kann.

Mystisches Pilgertor 




Donnerstag, 14. Juli 2016

Die Flamme der Inspiration - ein Bericht über die ertsen Anfänge des Wolfgangsweges bis heute

Hildegard Weiler und die ehrene Pilgerkerze, August 2003
Licht in der Finsternis: Möge die Flamme des Wolfgangangsweges stets brennen! Der Heilige Wolfgang: "Leuchte Gottes in dunkler Zeit"

Eine Betrachtung in der Mitte des Weges von Dorothea Stuffer

Es war im Jahr 2003, im November, als wir unseren Verein Pilgerweg St. Wolfgang im Kreuzbergstadel-Wirtshaus gegründet haben. Als historische Stätte des Pferde-Wechselns für auf alter Handelsstraße Reisende aus dem Osten ist das Kreuzberg-Stadel  - der denkmalgeschützte Pferdestall der Familie Spitzenberger Viechtach -  ein markanter Punkt auf dem sogenannten "Herzstück" des Wolfgangsweges.

Das Wolfgangsweg-Herzstück zwischen Viechtach und der Wolfgangskapelle bei Böbrach ist der Beginn der großen Tour unseres Vereins auf den Spuren des Heiligen Wolfgang.

In der Viechtacher Stadtpfarrkirche St.Augustinus, dem "Dom des Bayerischen Waldes", steht eine wertvolle Wolfgangs-Statue, farbig gefasst, aus der Mitte des 17.Jahrhunderts.


Links ein Foto aus dem Bildband "Um Gotts Willen", herausgegeben von der Stadtpfarrei Viechtach, 2010, unter Leitung des damaligen Stadtpfarrerrs Berthold Helgert.    

Die Wolfgangskapelle auf dem Wolfgangsriegel ist ein mystischer Ort, wo der Sage nach der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen übernachtet hat. Sie wurde als Kleinausgabe, ein KLEINOD, nach dem Vorbild der Falkensteinkapelle im österreichischen Salzkammergut  gebaut, wo Wolfgang der Sage nach sein berühmtes "Hackl" nach dem heutigen St.Wolfgang geworfen hat.

Solch ein besonderes Juwel wie die Wolfgangskapelle inspirierte damals und heute unsere 1.Vorsitzende Hildegard Weiler, genauer nachzuforschen, was es um diesen heiligen Wolfgang eigentlich sei. Wohnt Hildegard doch direkt am Fuße des Kreuzweges zur Kapelle und ist zudem auch noch dort die Waldbesitzerin und damit sogar Eigentümerin der Wolfgangskapelle, die sie mit Karla Singer liebevoll schmückt und instand hält.

Die Viechtacher Künstlerin Dorothea Stuffer war zur Vereins-Gründerzeit gerade intensiv damit beschäftigt, die Blech- Wolfgangsschafe und "Wahrzeichen" des Wolfgangsweges aus Blech herzustellen. Diese originellen Objekte wurden alsbald mit Unterstützung der Gemeinden Viechtach und Böbrach am Herzstück aufgestellt  und zieren dieses bis heute. Von daher nennen Urlauber und Einheimische diesen Abschnitt des Wolfgangsweges auch gerne den "Schäfchenweg".

Bald stellte sich für uns heraus, welch weite, grenzüberschreitende Strecken der Heilige Wolfgang vor über 1000 Jahren zurück gelegt hat. Gleichzeitig nahmen mit uns von Österreich ausgehend Dr. Peter Pfarl und Anton Wintersteller Kontakt auf. Von Tschechien ausgehend kam die Gruppe OTISK, das heißt SPUR, auf uns zu. Gegenseitige Besuche, gemeinsame Aktionen und Treffen sind seitdem passiert.



Pressebericht, Kötztinger Zeitung, 25.November 2003: "Alter Pilgerweg soll wiederbelebt werden".
Man blickt seither auf unseren Verein und auf den Bayrischen Wolfgangsweg, dessen Wiederbelebung wir uns vorgenommen haben.
"Die erste Etappe hat den christlichen Segen" _ Presebericht von Konrad Limbeck im November 2004.

Bildunterschriften: Vor dem Eingang der Wolfgangskapelle: (von rechts) der evangelisch-lutherische Pfarrer Ernst-Martin Kittelmann, seine katholischen Mitbrüder Konrad Brunner, Böbrach, und Josef Hanus, Schönau, die Vorsitzenden des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang Hildegard Weiler und Dorothea Stuffer und Vereinsmitglied Hajo Bach.

Zahlreich kamen die Menschen trotz widrigen Wetters zur Einweihungs-Andacht des Wolfgangsweges Viechtach-Böbrach.


Seit wir diesem "Wolfgangswunder" begegneten, sind wir Feuer und Flamme! Stürme, Gewitter, Hitze, Schnee und Kälte konnten unsere Wolfgangskerze bislang nicht erlöschen. Unsere neuen Vereinsmitglieder, die wir hier und heute herzlich begrüßen möchten, tragen nun mit uns Gründungsmitgliedern die Fackel weiter. Ein besonderer Dank an Eva Maria Herzog, unsere neue Schriftführerin und an Friedel Dreischmeier, unserem neuen Kassier!

Auf dem Herzstück unterweg, vorbei am "Licht in der Finsternis" bei Großenau, Herzstück Viechtach-Böbrach.

Altabt Jungclaussen mit Hildegard Weiler und Pfr. E.M.Kittelmann iḿ Kreuzbergstadel, 2003


Nikolai spielt auf dem Akkordeon

Die Flötengruppe um Doris Kittelmann mit Jaromir Tichy, Tschechien, beim Auftritt von Altabt Emmanuel Jungclaussen aus Niederalteich im Kreuzbergstadel 2003
Im Kreuzbergstadel gab's in der Adventszeit 2003 Pilgersuppe, Blechkirchen, Hildegard-von-Bingen-Tee, Pilgersuppe, Gespräche, Begegnungen, Andachten, Andachten mit Schulklassen, Vorträge, musikalische Einlagen, Pilger-Strohlager, Dias zum Thema Pilgern, Blechinstallationen außen und innen ...

"Russischer Pilger und Schafe", eine Installation von Dorothea Stuffer am Kreuzbergstadel, aufgebaut vom Bauhof Viechtach.
Die Falkenstenkapelle im Salzkammergut: Vorbild der Wolfgamngskapelle auf dem Wolfgangsriegel im Bayerischen Wald.
Foto: Anton Wintersteller, Österreich 

Die Flamme des Wolfgang-Pilger-Lichts soll nicht erlöschen!


Sonntag, 13. Dezember 2015

Impuls zum 3.Advent von Dekan Dr.Werner Konrad - GLÜCK

Der heilige Wolfgang, "Leuchte Gottes in dunkler Zeit". Foto: Pilger Rudi Simeth

 Pferde tragen Boten, die sich für Gnade, Friede, Glück und Wohlstand auf den Weg gemacht haben. Die Pferde selbst sind Botschafter der Sanftmut und Menschenfreundlichkeit.

 Glück gilt als Inbegriff eines gelungenen Lebens. Unzählige Ratgeber glauben, das richtige Rezept für ein glückliches Leben zu kennen. Bin ich unglücklich, wenn ich einmal nicht glücklich bin? Neige ich dazu, unglücklichen Menschen aus dem Weg zu gehen? Kann ich an jedem Tag einen Moment des Glücks erkennen, z. B. in einem freundlichen Gesicht, das mich anblickt, in einer leuchtenden Wolke, die über den Himmel zieht?


Dienstag, 14. April 2015

Regensburger Bischof in Böbrach


Festgottesdienst am 12.4.2015 zur Einweihung des Böbracher Pfarrzentrums durch den Regensburger Bischof Rudolf Vorderholzer


Am vergangenem Sonntag (12.April 2015) kam der Regensburger Bischof Rudolf Vorderholzer zur Einweihung des neuen Pfarrzentrums nach Böbrach. Neben dem Einweihungs-Akt gab es einen Festgottesdienst und ein persönliches Gespräch mit unserer Wolfgangsweg-Vorsitzenden Hildegard und Vereinsmitglied Karla Singer!


Karla Singer fotografierte und berichtet:

Hildegard konnte dem Bischof Unterlagen über unseren Wolfgangsweg geben, und ich bekam auf die Schnelle ein Autogramm auf ein wie gewohnt von mir gebasteltes Tonpapier-Schäfchen, das natürlich in der Wolfgangskapelle plaziert wird!

Autogramm vom Bischof, dazu die Worte, die Jesus zu Thomas dem Zweifler sprach, nachdem dieser seine Wunden berührt hatte: "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben"


Vielleicht wird aus dem Versprechen des Bischofs tatsächlich Ernst, und er pilgert mit uns zur Kapelle! Leider habe ich versäumt, seinen Bischofstab zu fotografieren, der in seiner Krümme den heiligen Wolfgang zeigt. Ich hoffe, Hilde hat dieses Jahr Zeit, Kladroby zu besuchen. Zu diesem Kloster und damit zum Heiligen Wolfgang hat der Bischof von seiner Biografie her eine besondere Beziehung (über seine Mutter).

Dort soll der Heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Prag ein Kreuz aus Holz geschnitzt haben. Er steckte es in die Erde mit der Verheißung, dass hier einmal ein Hochaltar einer großen Kirche stehen wird. Im Jahr 1115 wurde das Kloster Kladroby gegründet. Am Hochaltar steht St.Wolfgang, zwei Meter groß! Bischof Vorderholzer feiert jährlich dort das Patrozinium.

Einweihung des Böbracher Pfarrzentrums

Österlicher Wolfgangsbrunnen im Zentrum von Böbrach




Dienstag, 3. Februar 2015

Kunst und Künstler - hinter die Schatten schauen

In Dörfl: Die Legende vom Ikonenmaler Alimpij - Foto: Josefa Schmid
 Marion Wittenzellner, Viechtacher Bayerwald Bote, berichtet:

Insgesamt 7 auserwählte Orte im Viechtacher Stadtgebiet und in der Gemeinde Kollnburg sowie 7 religiös-spirituelle Erzählungen aus aller Welt standen im Mittelpunkt dieses außergewöhnlichen Blechgemälde-Projekts von Dorothea Stuffer mit geistlichen Impulsen von Pfarrer Ernst-Martin Kittelmann, das die Anwohner wie auch viele Besucher aus nah und fern durch die Advents- und Weihnachtszeit begleitet hat. Höhepunkt waren die kurzen besinnlichen Gottesdienste, die vor Ort zu der jeweils ausgestellten Geschichte gefeiert wurden.

Die Dorfbewohner kommen zur Andacht - Foto: Josefa Schmid

Außer einem Bericht über den Verlauf der Andacht in Dörfl, einer Inhaltsangabe  der Legende vom Ikonenmaler Alimpij und einer interessanten Dorf-Info, gibt Marion in ihrem Zeitungsartikel die Quintessenz der Predigt von Pfarrer Dr.Werner Konrad wieder. Es ist mir ein Anliegen, sie an dieser Stelle hier im Blog abzutippen. Die Überschrift des Artikels ist übrigens:

"Die Kunst macht Heiliges sichtbar"

 "Wir brauchen alle die Kunst, um unser Leben schöner zu machen, um Politisches auszudrücken, um Diskussionen anzuregen, um die Natur abzubilden und um das Heilige sichtbar zu machen." Gerade für die orthodoxen Christen seien Ikonen nicht nur einfache Bilder von Heiligen, sondern selbst etwas Heiliges, und sogar schon der griechische Philosoph Platon habe erkannt, dass die eigentliche welt die sei, die wir nicht sehen können - die "Welt des Göttlichen".
Nicht ohne Grund seien in früheren Zeiten Priester, Künstler und Heiler oft in ein und derselben Person vereint gewesen, denn einem Künstler sei die göttliche Gabe verliehen, hinter die Schatten zu schauen, betonte der Geistliche.
Daher war es ihm ein großes Bedürfnis, diese letzte Andacht zu nutzen, um Dori Stuffer auch namens seines evangelischen Amtbruders Kittelmann, der wegen einer Fortbildung leider nicht persönlich anwesend sein konnte, und namens aller Mitbetenden für ihre wunderbare Aktion zu danken, mit der der christliche Glaube weiter gestärkt worden sei. Darüber hinaus verbanden Pfarrer Konrad und die Vorsitzende des Vereins "Pilgerweg St.Wolfgang", Hilde Weiler, die anschließenden Fürbitten mit einem besonderen Gedenken an alle Künstler, auf dass der Herr ihnen weiterhin die Gnade verleihen möge, ihr Werk so fortzuführen, dass es auch künftig Gottes und unser aller Herzen erfreuen möge.
(Marion Wittenzellner, VBB/Stadtpfarrer Dr. Werner Konrad)

  Es folgt noch eine kleine Diashow mit Fotos von Josefa Schmid,1.Bürgermeisterin von Kollnburg:

 Annabell kommt mit einem Pferd zur Andacht
 Sich freuen
Predigt und Fürbitten
Pilger Rudi singt ein Gstanzl
Frauen, Kinder, Hund, Pferd
dankbarer Blick
andächtige Besucher 
Pilger Rudi am Schwedenfeuer
Kinder, Pferd, Engel
Der kranke Alimpij und der malende Engel
3 Dorfkinder im Schnee
Am stillen Dorf-Bach


Freitag, 30. Januar 2015

7. und letzte Andacht bei der Installation zum Ikonenmaler Alimpij in Dörfl

Engel und Schwedenfeuer bei der 7. Andacht  zu 7 Geschichten - diesmal in Dörfl
Am Mittwoch, den 28. Januar fand in Dörfl die letzte Andacht des interaktiven Kunstprojekts "7 Geschichten in 7 Dörfern" statt.

Dorothea Stuffer, 2. Vorsitzende des Vereins Pilgerweg St.Wolfgang  hat in Zusammenarbeit mit Hildegard Weiler, 1.Vorsitzende, und mit den Gemeinden Viechtach und Kollnburg (beide Gemeinden liegen am Wolfgangsweg-Herzstück) seit Sommer an der Verwirklichung dieser Meditation gearbeitet. Das Projekt wurde ein großer Erfolg.

Hildegard Weiler: " Ich sehe unter anderem besonders auch die Evangelisierung als eine grundlegende Aufgabe unseres Vereins, - dieses Projekt hat wunderbar dazu beigetragen. Die Künstler haben - wenn sie gute Kunst machen - immer einen speziellen Draht zum Himmlischen und können Unsichtbares sichtbar machen."

Während der Andacht - Foto: Josefa Schmid


Ähnlich äußerte sich auch in der Predigt der Viechtacher Stadtpfarrer Dr.Werner Konrad, der die Andacht leitete. Er ging auch auf die "heilende Kraft der Ikonen" ein, um die es in der Geschichte vom Ikonenmaler Alimpij diesmal ging.
Franz Würzner (Textvortrag) Pilger Rudi Simeth (Gstanzl), Max Kagermeier (Feuer), Hildegard Weiler (Fürbitten) und Pfarrer Dr.Werner Konrad (Predigt).

Der Text trug -wie schon bei den vergangenen Andachten - Franz Würzner vor. Video vom Vortrag HIER

Tee, Punsch, Brezen


Dank:

+ Nicht denkbar ohne die Unterstützung von Pfarrer Ernst-Martin Kittelmann, der die Idee mit den Andachten zu den Geschichten aus Blech hatte, und der 5 der 7 Geschichten ausgewählt hat -

 + Nicht denkbar ohne die wunderbare Josefa Schmid, 1.Bürgermeisterin von Kollnburg, die nun beim dritten Blech-Projekt von Dorothea Stuffer von Anfang an an den Erfolg geglaubt hat und die Aktion super unterstützte -
u.a. Erich Muhr, Josefa Schmid, Xaver Hagengruber, Hildegard Weiler, Pilger Rudi Simeth
 + Nicht denkbar ohne das Aufbau-Helferteam Xaver-Freidel-Elke und Freunde, die in 3 Dörfern die Figurengruppen aufstellten -

+ Nicht denkbar ohne die unverwechselbare Hildegard Weiler, die immer voll unterstützend dabei war, die Fürbitt-Gebete erstellte und zusammen mit Vereinsmitglied Karla Singer Punsch, Tee und Brezen mitbrachte -

 + Nicht vollständig ohne ihn und so sehr bereichert durch Pilger Rudi Simeth's Gstanzl - Pilger Rudi kam zu jeder Andacht aus Weiding angereist und verband sein Kommen fast immer mit einer Wanderung und einem persönlichen Erlebnis.  Diesmal ist er mit Schneeschuhen mit seinem Engelkünstlerfreund Siegi (grüner Schneeanzug) am nahegelegenen Tausender, dem Hirschenstein gewandert, um anschließend das Gstanzl "Und eatz is´ hold Winter wordn" vorzutragen - VIDEO HIER        Diashow von der Schneeschuhwanderung HIER

Pilger Rudi Simeth: Gstanzl-Vortrag nach einer Schneeschuhwanderung auf den nahegelegenen Tausender Hirschenstein

 + Unendlich bereichert durch die lebendigen Lesevorträge der Geschichten durch Franz Würzner - Hier im Link: die Geschichte vom Ikonenmaler Alimpij

Video vom Vortrag vor Ort: HIER

+ Dank an Franz Wittmann, 1.Bürgermeister von Viechtach, an Erich Muhr, stellvertretender Landrat, an den Bauhof Viechtach, an Carola Pätzold für die Textkürzung der Geschichte "Advent im Hochgebirge", Dank an die Feuerwehr Pirka, Dank an Pater Josef aus Indien und nicht zuletzt Dank an Pfarrer Dr.Werner Konrad, der die letzten beiden Andacht so stark und spirituell leitete -

Gespräche

 + Ein besonderer Dank geht an Karin und Max, die drei stimmungsvolle Lagerfeuer/Schwedenfeuer gemacht haben. Excellent,Max!!! Und an Kathrin und Annabell, die mit den wunderschönen Pferd nach Dörfl gekommen sind!

Annabell, Engel, Pferd

Max

+ Extradank an Marion Wittenzellner, Autorin der nicht zu toppenden Presseberichte im Viechtacher Bayerwald Boten!

 + Extradank an Thomas Richwien für 2 Berichte mit echtem Künstlerherz in der Kötztinger Zeitung!

Mehr als 40 Personen trafen zur 7. und letzten Andacht in Dörfl ein.

Montag, 22. Dezember 2014

Andacht in Hilb mit Pater Josef

Franziskus und der Wolf - Beim Schwarzhof-Marterl in Hilb. Foto. Josefa Schmid
Begrüßung
Herr, mit guten Gedanken und Erfahrungen über die Gemeinschaft zwischen Mensch und Tier sind wir in diese Andacht gekommen. Umso stärker beklagen wir: Unsere Erde ist voll von Unterdrückung, Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Krieg zwischen Menschen und Tieren. Dies erfahren wir Tag für Tag. Aber wir wollen nicht wahrhaben, dass wir daran beteiligt sind und mitschuldig sind.

Schuld bekennen
Wir haben versäumt Unrecht zu verhindern oder die richtigen Schritte zu tun.
Wir haben geschwiegen, wo wir hätten reden müssen. Wir haben nur geredet, wo wir etwas hätten tun sollen.
Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er vergebe uns unsere Sünde und führe uns zum ewigen Leben. Gott, sieh nicht auf unsere Ungerechtigkeit, unser Schweigen und unsere Trägheit. Erbarme dich deiner Geschöpfe, die unter uns leiden, und schenke uns einen neuen Anfang durch Jesus Christus, deinen Sohn, der für uns gelitten und die Gerechtigkeit erworben hat, die vor dir gilt.

Gebet
Gepriesen bist du, lebenspendender Gott. Du hast alles geschaffen. Wir staunen über die Schönheit der Natur und die Vielfalt von allem was lebt. Hilf, dass wir begreifen, dass wir Menschen ein Teil deiner Schöpfung sind. Hilf uns, die Tiere als unsere Mitgeschöpfe zu achten und in der Fürsorge für sie immer tiefer zu erfahren, wie du deine Schöpfung liebst.

Fürbitten
Du hast alle Geschöpfe durch dein Wort geschaffen und heiligst sie durch deine Gegenwart.
Uns Menschen hast du die Sorge über die Erde anvertraut. Lehre uns, allen Tieren Raum zum Leben zu geben.
Befreie uns von aller Gleichgültigkeit und Nachlässigkeit gegenüber den Tieren und schärfe unser Gewissen ihnen gegenüber.
Menschen nutzen die Gaben der Tiere in vielfältiger Weise. Wir bitten dich um Sorgfalt und Respekt gegenüber diesen Tieren.
Lass uns erfüllen womit du uns beauftragt hast und in der Sorge für deine Schöpfung dir, dem Schöpfer allen Lebens, nahe zu sein. Dir sei Ehre in Ewigkeit. Amen.

Schwedenfeuer und Blechfiguren am Familienmarterl des Schwarzhof in Hilb - Foto: Josefa Schmid

Der Sonnengesang von Franz von Assisi
Sei gelobt, mein Herr, mit allen Deinen Geschöpfen, vor allem Herrn Bruder Sonne, der den Tag bringt und uns leuchtet; schön ist er und strahlend in großem Glanz: von dir, Höchster, ist er uns Gleichnis. Sei gelobt, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne, an den Himmel hast du sie gestellt, klar und kostbar schön. Sei gelobt, mein Herr, durch Bruder Wind und die Lüfte, und Wolken und heiteren Himmel und jegliches Wetter, durch welches du deine Geschöpfe erhälst. Sei gelobt, mein Herr, durch Schwester Wasser, sehr nützlich und demütig und köstlich und keusch. Sei gelobt, mein Herr, durch Bruder Feuer, durch den du die Nacht erleuchtest.. Schön ist er und und fröhlich und kräftig und stark. Sei gelobt, mein Herr, durch unsere Schwester, die Mutter Erde, die uns trägt und ernährt und vielerlei Frucht bringt und farbige Blumen und Gras. Lobt und preist meinen Herrn.

Gstanzl "Schön still wird's im Wald" - vorgetragen im Oberpfälzer Dialekt von Pilger Rudi Simeth:


KLICK: DIE LEGENDE Franziskus und Der Wolf

Sonntag, 30. November 2014

Unterwegs nach Wiesing zu Varenka - Pilger Rudi singt ein Gstanzl - "Eine empfundene Herbergssuche auf dem Weg zu mir selbst."

Die Bildtafel von Varenka stellte die Stadt Viechtach in Wiesing auf.
Pilger Rudi Simeth hat sich vor zwei Tagen auf den Weg gemacht, die 7 Geschichten in 7 Dörfern zu besuchen. Seine "Nordroute" führte ihn von der Christuskirche in Viechtach zunächst nach Wiesing zu Varenka.

Rudi Simeth berichtet:


"Die Wanderung am vergangenen Freitag zu zwei der Geschichten „7 Geschichten in 7 Dörfern“ wirkt unheimlich tief in mir nach. Ohne mich zu viel zu loben, sind die Bilder dieser Wanderung ein Kunstwerk unterwegs geworden.




Den Streckenplan muss ich nach der tatsächlichen Begehung noch etwas abändern.
Die Wegstrecke kann ich dann auch leicht und mit wenigen Sätzen beschreiben.

Hier schon mal eine Einstimmung auf Pirka:


Mit besten Grüßen 
Pilger Rudi

Dorothea sucht ein Zuhause für den ungeliebten Wolfsspitz "Rambo" (rechts) 

Zum Inhalt von Varenka: 

Varenka lebt in ihrer kleinen Hütte irgendwo in der Einsamkeit Russlands. Die Front des Krieges kommt immer näher, Menschen fliehen, doch Varenks hält in ihrer kleinen Hütte aus, um Notsuchenden Schutz bieten zu können. Ihr Gebet zu Gott, er möge eine schützende Mauer um die Hütte bauen, wird zunächst scheinbar nicht erhört. Erst nach Tagen, als Varenka einige Hilfesuchende aufgenommen hat, erfüllt sic ihr Wunsch: Das Hüttlein wird vollkommen eingeschneit, und die Soldaten ziehen vorüber.

Eine Andacht zu dieser Geschichte findet am 5.Januar um 17 Uhr mit der Feuerwehr statt. Die Andacht hält Pfarer Ernst-Martin Kittelmann.

Pilger Rudi:

Liebe Freunde von besonderen Wanderungen zu besonderen Orten. Als Einstimmung auf den Advent bin ich vergangenen Freitag zu zwei Geschichten in zwei Dörfern gegangen. Für mich ideale Nachbereitung meiner Pilgerwanderung zum Wolfgangsee und wieder heim. Diese Wanderung von Viechtach über Pirka zum Kronberg - weiter nach Wiesing und zurück nach Viechtach verzauberte der Nebel - gefolgt von Sonnenstrahlen und einem traumhaften Sonnenuntergang in eine mystische "Herbergssuche" auf dem Weg zu mir selbst.
Bilder der gesamten Wanderung folgen demnächst. Ich wünsche Ihnen/euch allen im Advent möglichst viele staade Stunden/noch besser Tage für euch selbst.