Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet
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Dienstag, 24. Februar 2026

Gunther kehrt zurück - Gunther-Festspiele Rinchnach 2026

Darstellung in Blech bei der Bergkirche Zwiesel 
Gunther und Wolfgang 

Der heilige Gunther lebte um 1000 und hat viel gemeinsam mit dem heiligen Wolfgang, der auch in dieser schwierigen Zeit lebte und wirkte. Beide hielten sich auf in den wilden Wäldern des Bayerischen und Böhmerwaldes, zogen lange Wege durch die Wildnis und waren in Kommunikation mit Wald und den Wildtieren. Beide bevorzugten das einfache Leben, beide waren voller Demut und Gottergebenheit, beide waren Benediktinermönche. Beide bewirkten sie großartige Kultur und rodeten Wälder zur Besiedelung 

Der Weg 
 Gunthers Weg führte ihn von Niederalteich nach Lalling, dann nach Rinchnach und später dann auch nach Böhmen. Auf dem Guntherweg kann man heute diese Strecke auch über mehrere Etappen erwandern und stößt überall auf Gunthers interessante Lebensgeschichte und sein Wirken. 

Festspiele in Rinchnach 

Rinchnach, auch "Kloster" genannt, machte Gunther zur Keimzelle der Besiedelungsgeschichte im mittleren Bayrischen Wald. Und genau dort wird ihm noch heute gedacht: Seit fast 50 Jahren  zählen die Gunther-Festspiele in Rinchnach zu den kulturellen Highlights im Bayrischen Wald. Nach fast 15-jähriger Pause dieser Aufführung kommt es heuer wieder auf die Bühne. 

Vom 30. Mai bis 20. Juni 2026 finden die imposanten Festspiele in Rinchnach statt.

Das Stück wurde nun neu erarbeitet und neu inszeniert von Julian Niedermeier. Mit einem engagierten Team befinden sich bereits jetzt die Vorbereitungen in vollem Gange. Moderne Ton- und  Lichttechnik und sogar eine eigene Festspielmusik sollen uns in die Zeit vor über 1000 Jahren hinein versetzen, in das außergewöhnliche Leben Gunthers und der Menschen um ihn herum. 100 Darsteller werden daran beteiligt sein. Die Freilichtbühne bietet Patz für rund 400 Zuschauer. Die Zuschauer werden schon 2 Stunden vor den Aufführungen und in den Pausen mit passenden Schmankerln und Getränken aus den Verkaufsständen versorgt. 

Rinchnachs Bürgermeiterin Simone Hilz und Kurt König, 1. Vorsitzender des Guntherbund e.V. betonen die große Bedeutung der Festspiele für das kulturelle Leben in der Gemeinde Rinchnach und der Region.  

Beeindruckende Freilichtbühne - Foto aus "Der Bayerwald", Heft 1/2026


Das Leben von Gunther vom Krieger zum Mönch und Einsiedler 

In der unruhigen und widersprüchlichen Welt des Mittelalters zur Jahrtausendwende um 1000 versucht der thüringische Gaugraf Gunther seinen Platz und seine Bestimmung zu finden. Er steigt zu einem erfolgreichen Krieger und klugen Ratgeber des deutschen Kaisers auf, ist bei vielen Machthabern ein gern gesehener Gast, selbst nachdem er mit 50 Jahren all seinen Besitz aufgibt und in den Benediktinerorden eintritt. 

In der von Endzeitstimmung geprägten Zeit der Jahrtausendwende beginnt Gunther mit der Rodung des Bayrischen Urwaldes (Nordwald), gründet und leitet das Kloster Rinchnach und zieht sich schließlich im hohen Alter von 94 Jahren als Einsiedler in die Böhmischen Wälder zurück, um dort seine letzte Bestimmung zu finden.

Sogar sein Tod ist voller legenden. Eine Hirschkuh soll eine Jagdgesellschaft zu dem schwer erkrankten Gunther geführt haben. 

Günther Iberl hat uns freundlicherweise diese Geschichte mit der Hirschkuh in ausführlicher Fassung zukommen lassen:

 St. Gunther hat ja die letzten Lebensjahre bei Gutwasser am Guntherfelsen verbracht. Es heißt, am Ende seines Lebens war er schon zu schwach, um aufzustehen. Da kam täglich eine Hirschkuh und nährte ihn mit ihrer Milch. Als der böhmische Herzog Břetislav mit dem Prager Bischof in der Gegend zur Jagd war, verfolgten sie und das Gefolge genau diese Hirschkuh, die sie schließlich zu Gunther führte. Břetislav erkannte ihn als seinen Taufpaten und auch, in welchem Zustand er war. Am nächsten Tag erschien der Bischof mit dem Allerheiligsten, um ihm die Wegzehrung zu geben. Gunther starb, und Břetislav gab die Anweisung ihn nach Prag zu bringen und im Kloster Břevnov bestatten zu lassen.

Die Aufführungstermine 

Premiere 30. Mai sowie am 3. - 5. - 6. - 11. - 12. - 13. - 19. - und 20. Juni 2026

Beginn jeweils 20.00 Uhr  - Einlass ab 18.30 Uhr 

Karten online über OK-Ticket und vor Ort im Heimat- und Tourismusbüro Rinchnach.  Preis: 28 Euro




Montag, 15. Januar 2024

Pilger Rudi Simeth: Im Außen und Innen gut gerüstet - und fest verwurzelt sein - auch durch "Heilsame Wanderungen 2024"

Pilger Rudi Simeth ist derzeit im eisigen Bayrischen Wald unterwegs

 Liebe Pilger- und Wanderfreunde,

 wenn ich mich so „umschaue“ scheinen die (LEBENS)Wege für viele immer vereister zu werden. Manche spüren keinen Halt mehr unten den Füßen. Meinen, nicht mehr fest verwurzelt in der Heimaterde zu sein.

So kommt es jedenfalls rüber – wenn wir auf die Medien hören und schauen.

Ich schicke euch heute Sinnbilder, wie wir trotz mancher eisiger – und zugegeben auch gefährlicher und unüberschaubarer Wege – wunderbare und tiefe Heimaterlebnisse – auch in unserer „inneren Lebensheimat“ haben können.

Wenn wir alles tun, um fest verwurzelt zu sein, wirft uns auch so mancher (Lebens)Sturm nicht um.

Wenn wir gut gerüstet sind, können wir uns auch eisigen (Lebens)Wegen anvertrauen.

Davon können auch Paul, Edeltraud und Rudi „ein Lied singen“

 

Mit diesen Erlebnissen im Herzen gehen wir der Sonne und dem „Auswärts“ entgegen.

 

Dabei könnt ihr uns gerne nicht nur symbolisch, sondern auch persönlich und zu Fuß von Frühling (ab 24. März) bis Sommer (14. Juli)wieder begleiten bei den

 

Heilsamen Wanderungen 2024

VERWURZELT SEIN

Baumdenkmale und Kraftorte im Waldgebirge

 

Das Projekt läuft in Zusammenarbeit mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Cham E.V.


Wir freuen uns auf euch.

 Schöne Grüße, Rudi Simeth, Bilder & Touren, Stachesried, Schloßstraße 12, 93458 Eschlkam

 Tel:      09948 1454     Mobil: +49 173  5947879

Mail:   waldaugen@t-online.de

Web:   www.waldaugen.de

Fichte am Abgrund 

Fichte am Abgrund 

Eisbach im Wald 

Eisiger Bach

Gefahren im Wald 

Sonnen-Lichtbogen 

Der Kälte und dem Wind ausgesetzte Fichtengipfel auf den Gipfeln der Bayerwaldberge 

Fichte am Abgrund

Wir alle stehen am Abgrund,

am Saume von Leben und Tod.

Und wie diese Fichte doch siegte,

besiegen auch wir manche Not. 

Wir stehen im Grunde des EINEN,

der Wurzeln uns gibt und Licht. 

"Da habt ihr nun Erde und Stürme,

nun wachset und fürchtet euch nicht!"

(Mathilde Baumann)


Der Wanderplan der Heilsamen Wanderungen 2024 "Baumdenkmale und Kraftorte"


Donnerstag, 19. Oktober 2023

Andere um Hilfe bitten

Claudia Sommerauer bei ihrer Predigt

 Pfarrerin, Heilpraktikerin und Psychotherapeutin Claudia Sommerauer zu Gast 

Am vergangenen Sonntag hatte die evangelische Kirchengemeinde die Möglichkeit, in den seelsorgerlichen Genuss einer Predigt von Claudia Sommerauer zu kommen. Die Pfarrerin, Heilpraktikerin und Psychotherapeutin lebt in Tafertsried- Gotteszell, wo sie eine therapeutische Praxis betreibt. Der bekannte Pfarrer Sommerauer war ihr Schwiegervater! 

Das Thema der Predigt war die Heilung. Bezugnehmend auf verschiedene wunderbare Heilungen durch Jesus und Anleitungen zum Umgang mit Kranken aus dem Jakobusbrief führt Claudia Sommerauer aus, dass krank sein und schuldig sein nicht zwangsläufig zusammengehören müssen, auch wenn vielleicht manchmal ein Zusammenhang zwischen seelischen Verletzungen und Krankheit bestehe. Jeder Mensch könne krank werden, jeder Mensch könne schuldig werden. "Wir alle sind vor Gott nicht vollkommen und müssen es auch gar nicht sein."ermutigte die Pfarrerin.

Kranke werden gemieden

Was habe ich verbrochen, weil ich so schwer krank bin? Habe ich nicht genug Gutes getan oder vielleicht zu wenig gebetet? Solche und andere quälenden Fragen beschäftigen so manche Patienten. Die Kranken verlieren oft den Mut, andere um Hilfe zu bitten. Oder sie werden von ihren Mitmenschen gemieden, entweder aus Angst, die Krankheit würde sich übertragen oder sie als Helfende überfordern. "Und so leiden Kranke nicht nur unter der Krankheit an sich, sondern - vielleicht manchmal noch mehr – darunter, dass sie sich in ihrer Krankheit allein und verlassen fühlen." erklärte Claudia Sommerauer. Deshalb sei der erste Schritt der Heilung: Heraustreten aus der Isolation, zur eigenen Schwäche und Bedürftigkeit stehen und andere Menschen um ihre Hilfe und Zuwendung bitten. Das zweite sei im Jakobusbrief an die Helfenden gerichtet: sie sollen Gebete über die Kranken sprechen. Durch das gemeinsame Gebet entstehe eine heilsame Verbindung, welche die schädliche Isolation auflöse."Jeder Kranke ist vor Gott sehr kostbar."

Schwächen eingestehen

Auch bei erkrankten Beziehungen, Streit und Missverständnissen könne das Problem der Isolation alles noch mehr verschlimmern. Schuld müsse benannt werden sonst könne ein Konflikt nicht gelöst werden. Trost und Erleichterung erfahre die leidende Seele durch ein offenes Eingestehen der Schwächen und der Verwundbarkeit. Ja, Schuld vereinzelt und isoliert – oft ebenso schmerzhaft wie Krankheit. Und keiner von uns ist davon frei, weder von der Möglichkeit, krank zu werden, noch von Schuld."
In diesem ganz besonderen Gottesdienst spielte Petra Grössl-Schneider die Orgel. Die Gemeinde sang kräftig mit.

Zur Person von Claudia Sommerauer:

Claudia Sommerauer hat 20 Jahre als Krankenhauspfarrerin am Universitätsklinikum in Großhadern gearbeitet, mit dem Schwerpunkt der Kinder- und Elternseelsorge und der Seelsorge um die Geburt herum, wenn sie keinen so glücklichen Ausgang hat. Nach dem Tod ihres Mannes 2010 hat sie sich beurlauben lassen und arbeitet seitdem als selbständige Psychotherapeutin in ihren beiden Praxen, sowohl in München, als auch im Bayrischen Wald (Tafertsried-Gotteszell) und am Klinikum in Deggendorf auf der Frühgeborenenintensivstation.

Wochenspruch für diese Woche:

Heile du mich, Herr; hilf du mir, so ist mir geholfen" (Jesaja 17,14)

Claudia Sommerauer erteilt den Segen 



Mittwoch, 23. November 2022

Schäfchen zählend zum Kolmstein - ein Pressebericht von Regina Pfeffer

 Im neuen Glanz erstrahlt das Schäfchen an der Gabelung Triftstraße-Schwarzhölzweg.

Regina Pfeffer erbarmte sich dieses Schäfchens 

Sie lieben und unterstützen den Wolfgangsweg - -  Um ein gutes Erscheinungsbild des Wolfgangsweges bemüht: (v. re.) Pfarrer Johann Wutz, Hildegard Weiler, Tobias Krenn, Künstlerin Dorothea Stuffer, Bürgermeister Gerhard Mühlbauer.- -  Fotos: Regina Pfeffer

 Im neuen Glanz erstrahlt das Schäfchen an der Gabelung Triftstraße-Schwarzhölzweg.

Schäfchenzählend zum Kolmstein - wie ein verrostetes Blechschaf wieder zu neuem Glanz kam 

Innere Ruhe, Kraft und Freude finden – all das kann man bei einer Pilgerwanderung auf dem Wolfgangsweg. Wolfgang von Regensburg (924–994) zählt zu den bedeutendsten Heiligen in Bayern und Österreich. Viele Orte berufen sich heute noch darauf, dass Wolfgang hier tätig war, in vielen Kirchen (so wie auch in Haibühl) wird er verehrt. Ein Teilstück des bekannten Pilgerwegs führt übers Eck an Haibühl vorbei nach Kolmstein und Neukirchen b. Hl. Blut, weiter über die Klosterorte Reichenbach und Walderbach nach Regensburg, wo seine Gebeine in der St. Emmerams-Kapelle liegen.

Was für eine verbindende Wirkung der Heilige auch in der heutigen Zeit noch hat, bewies vor kurzem der Besuch von Hildegard Weiler, die Vorsitzende des Vereins „Pilgerweg St. Wolfgang“ aus Böbrach. Anfang Oktober hatte die Pfarrei Haibühl eine Wallfahrt zur dortigen Wolfgangskapelle am Böbracher Wolfgangsriegel unternommen (wir berichteten). Mitgebracht hatte sie Dorothea Stuffer, jene umtriebige Künstlerin, die die geschmackvollen Blechschafe, die auch das Ortsbild Haibühls zieren, eigenhändig und jedes einzelne als Unikat gestaltet hat. Den beiden Damen ist es ein erklärtes Anliegen, dass der grenzüberschreitende Wallfahrtsweg stets gut gepflegt und ansprechend beschildert ist.

Eines der Blechschafe, angebracht bei der Wegkreuzung an der Triftstraße in Haibühl, war unansehnlich geworden und drohte vollends zu verrosten. Regina Pfeffer, die öfters mit Touristengruppen auf dem Teilstück des Wolfgangsweges unterwegs ist, fiel dies auf einer ihrer Touren auf und sie stellte den Kontakt her. Stuffer war sofort und gerne bereit, das verrostete Schaf auszutauschen. Von der Aktion Kenntnis erlangten auch Pfarrer Johann Wutz und Gemeindereferent Tobias Krenn sowie Bürgermeister Gerhard Mühlbauer, die sich zum Treffen dazu gesellten.

Wie Weiler erzählte, sei der Verein 2003 gegründet worden. „Seit 19 Jahren fühlen wir uns berufen, die größtenteils im Verborgenen liegenden Spuren des heiligen Bischofs Wolfgang wieder aufzudecken und für einen Pilgerweg zu erschließen“, so Weiler, die ihre Fürsorge für den grenzüberschreitenden Weg als Lebensaufgabe ansieht. Die wachsende Zahl derjenigen, die sich ebenfalls um die Wiederbelebung von Glaubenswegen bemühen und sich auf den Weg machen, beweise das zunehmende Bedürfnis der Menschen nach Neuorientierung und guten Wegweisungen. Wolfgang suchte stets die Einsamkeit, wo er im stillen Gebet in der Weite der Wälder mit Gott in Zwiesprache trat. Eine seiner wichtigsten Entscheidungen als Bischof war die Abtrennung des Bistums Prag, um diesem eine selbständige Verwaltung und Entfaltung zu ermöglichen. Deshalb wurde der Heilige auch in Böhmen sehr verehrt, was die Streckenverbindung von der Böbracher Wolfgangskapelle über Arnbruck und Eck auf dem traditionellen Wallfahrerweg oder über Höllhöhe nach Neukirchen b. Hl. Blut und weiter über den Grenzübergang Hofberg nach Chudenice zeigt.

Die Vereinsvorsitzende versorgte die Anwesenden mit zahlreichen Erzählungen über die Entstehung des Weges, an dessen Umsetzung elf Gemeinden beteiligt sind. Der Heilige, der in den kirchlichen Darstellungen oftmals als Hirte seiner Herde mit Schafen dargestellt ist, habe stets den Bezug zum Volk gesucht, nicht zum Klerus. „Wir freuen uns, dass Haibühl so wachsam ist und auf das Wohlergehen der Schafe aufpasst“, so Dorothea Stuffer glücklich, dass ihre Kunstobjekte nicht dem Verfall Preis gegeben werden. Pfarrer Johann Wutz sprach von einer inneren Wahrheit, die tief rein gehe. „Da wirkt der Heilige Geist. Gott hat es so gefügt, es hat sich so ergeben“, sagte der Geistliche, erfreut über den Kontakt. 

Mit im Gepäck hatte Stuffer einige neu gestaltete Blechschafe, die sie Bürgermeister Mühlbauer aushändigte, um weitere restaurierungsbedürftige Wegweiser ersetzen zu können.


Wir vom Verein Pilgerweg St. Wolfgang bedanken uns aufs Allerherzlichste für Ihre großartige Aktion und den ausnehmend schönen und informativen Bericht, liebe Regina Pfeffer!

Freitag, 28. Oktober 2022

Wanderug zur Wolfgangskapelle

Eine stattliche Wandergruppe hat das Ziel Wolfgangskapelle erreicht. Foto: Walter Raith 

 

Hermann Fuchs: 

Mit einer starken Gruppe war am 26. Oktober im Rahmen der Mittwochswanderungen der Tourist-Info Viechtacher Land unterwegs. Mit der Waldbahn von Viechtach entlang am Schwarzen Regen, zurecht auch "Bayerisch Kanada" genannt, fuhren wir bis zur Haltestelle Gumpenried - Asbach, wo die Wanderung startete. Durch schattige Wälder ging es dann in Richtung Böbrach. Es folgte dann ein rund 700 m langer steiler Aufstieg über den Kreuzweg mit vielen steinernen Stufen zur 1776 zu Ehren des Hl. Bischofs Wolfgang an einem Felsvorsprung errichteten kleinen Wallfahrtskirche, Hier bot sich eine herrliche Aussicht auf unseren "Woid". Am Beginn des Kreuzweges standen Birkenkreuze verschiedener Größen bereit, die zur Wolfgangskapelle getragen werden konnten. Nun erfolgte nochmals ein fordernder Anstieg hinauf zur Hochebene Frath, wo ebenfalls eine schmucke Kapelle steht. Im Gutsgasthof Frath erfolgte eine verdiente Einkehr, ehe wir gestärkt wieder den Rückweg über Asbach zur Haltestelle Gumpenried antraten. Es waren wieder erlebnisreiche 13 km mit unseren Wanderführern Jakob Pellkofer und Walter Raith. Wanderfreund Wolfgang Eckl gab auf der Strecke mehrmals schöne Geschichten und Lieder über unsere Woidheimat zum besten.

Anmerkung vom Verein Pilgerweg St. Wolfang: 

Vielen Dank für die Übermittlung!


Im Gespräch am Freitag, 28. Oktober mit Walter Raith:


Es war traumhaft! Wir waren mit 43 Personen unterwegs: Alle waren ergriffen, fotografierten und waren begeistert von der großen Volksfrömmigkeit, die man hier noch findet, besonders die Urlauber, denen das alles neu war. . Es gab auch einen sehr schönen Lied- Vortag und einen Wort-Vortrag über den heiligen Wolfgang. Es war muxmäuschen still, so konzentriert hörten die Leute zu.

Ein ganz großes Kompliment an euch vom Pilgerverein St. Wolfgang! Durch eure jahrelange Arbeit hat der Wolfgangsweg einen ganz immensen Zuwachs erfahren. Danke auch an Dorothea Stuffer, die mit ihrer Kunst und den Blecharbeiten neben den Wegen bleibende und dauerhafte Werke geschaffen hat, und die Leute damit direkt anspricht. Pilgern ist keine sportliche Leistung, sondern da ist auch was Innerliches dabei, tiefe Gedanken und ein Ziel des Glaubens.
Das Herzstück vom Wolfgangsweg ist das absolut schönste Stück vom gesamten Wolfgangsweg. Nochmals vielen Dank für eure großartige Leistung und für alles, was ihr zur Ehre des heiligen Wolfgang beigetragen habt! Ein großartiges Lebenswerk, welches die Zeit überdauern wird!

Herzliche Grüße von Walther Raith


Ein Dankeswort an Walter Raith

Lieber Herr Raith, im Namen der Wolfgangspilger und vieler Wandersleute möchten wir Ihnen unsere große Dankbarkeit aussprechen für alles, was Sie mit Ihren geführten Wanderungen und mit den sorgfältigen stets wachsamen Markierungsarbeiten für den Wolfgangsweg, besonders für unser wunderschönes Wolfgangsweg-Herzstück geleistet haben und immer noch leisten. Sie vollbringen Ihre Aufgabe mit einer tiefen Beziehung zur Region und auch zum heiligen Wolfgang. Es ist uns eine Ehre, dass Sie unsere Mühen für den Wolfgangsweg so tatkräftig und mit Herz unterstützen. 

In großer Dankbarkeit 

Ihre Dorothea Stuffer und Hildegard Weiler vom Verein Pilgerweg St. Wolfgang 

Dienstag, 19. Juli 2022

Heilsame Wanderung Rothbach - Schwarzer Regen "Bayerisch Kanada" am So, 24. Juli

Böbrach unterm Wolfgangsriegel - Foto: Pilger Rudi Simeth 

 Pilger Rudi Simeth lädt am Sonntag, den 24. Juli zu einer "Heilsamen Pilgerwanderung" ein.  Krönender Abschluss der Heilsamen Wanderungen 2022. Lesen sie selbst! 

Vorab möchten wir noch erwähnen: Die Bahn-Strecke "Bayrisch Kanada" im unberührten Regental ist bekannt als eine der schönsten Strecken Mitteleuropas. Unser ältestes Vereinsmitglied Milda (90), "Rollator-Pilgerin mit Herz"  ist schon mehrmals da gefahren und kann davon immer wieder neu Kraft zehren und davon schwärmen: "Ich bin verliebt!" 

Romantischer Rotbach - Foto: Pilger Rudi Simeth 

 Auf dem schönen Diavideo mit dem nachdenkliche Lied aus alter, armer Zeit im bayerischen Wald "Mei Hoamat" - vorgetragen von Pilger Rudi ist auch ein Blick zur Wolfgangskapelle zu erhaschen, ebenso die Erz-Wolfgangsfigur am Brunnen der Böbracher Ortskirche St. Nikolaus und noch mehr fromme Orte in herrlicher Sommerlandschaft. Es lohnt sich!

Doch nun spricht unser Pilgerbruder Rudi: 

 Liebe Pilger- und Wanderfreunde,

 langsam schließt sich der Kreis der „Heilsamen Wanderungen 2022 Wald – Wasser – Pilgerwege“

Fast genau am Jakobitag (25. Juli) findet tags zuvor unsere Wanderung zur Rothbachmündung in den Schwarzen Regen statt.

Dieses Gebiet vom Bärenloch über Teisnach nach Schnitzmühle Richtung Viechtach wird auch gerne „Bayerisch Kanada“ genannt.

Paul und ich waren begeistert, als wir die Wanderstrecke vor einiger Zeit erkundet haben.

Auch von der abschließende Einkehr im Biergarten der Brauerei Eck unter einer mächtigen Linde waren wir sehr angetan.

Der Rothbach kommt ja auch aus dem Riesloch und läuft durch Bodenmais.

Die Musiklehrerin Angelika Bruckbauer hat mir schon viele schöne Lieder zugesandt.

Mit einem davon – einem Seemannslied - ist auch das Album der Wanderung untermalt:

„Nehmt Abschied Brüder, schließt den Kreis. Das Leben ist ein Spiel! Und wer es recht zu spielen weiß, gelangt ans große Ziel“

24.7_Rothbach- Schwarzer Regen - Heilsame Wanderungen (waldaugen.de)


Die Presseankündigung:

 Heilsam Wandern in „Bayerisch Kanada“

Die für dieses Jahr abschließende Wanderung unter dem Motto Wald – Wasser - Pilgerwege als Projekt der KEB im Landkreis Cham findet am Sonntag, den 24. Juli statt. Start ist um 9.00 Uhr am Parkplatz der Brauerei Eck bei Böbrach. Natur- und Landschaftsführer Rudi Simeth aus Weiding hat dazu eine landschaftlich reizvolle Strecke von Böbrach zur Rothbachmündung in den Schwarzen Regen ausgesucht.

Die wildromantischen Flussabschnitte werden auch gern als „Bayerisch Kanada“ bezeichnet. Rudi Simeth bringt unterwegs heimatkundliche Beiträge und zeigt auch QiGong- und Atemübungen. Sein Pilgerfreund Paul Zetzlmann bereichert die Wanderung durch seine geschätzten spirituellen Impulse.

 

Die 10 km lange Wanderung ist mit etwas Wanderkondition gut zu bewältigen. Die Wurzelsteige entlang des Rothbaches erfordern festes Schuhwerk. Unterwegs gibt´s weite Ausblicke und kulturelle  Schmankerl wie die Böbrachmühle, das Kircherl St. Magdalena in Maisried und den Wolfgangsbrunnen am Kirchplatz in Böbrach zu sehen.

 

Teilnahmegebühr 10,- €. Dauer mit Impuls- und Brotzeitpause 4 – 5 Stunden. Nach der Wanderung ist eine Einkehr im schattigen Biergarten der Brauerei Eck vorgesehen. Anmeldung erforderlich, sowie weitere Infos bei Rudi Simeth per Mail: waldaugen@t-online.de oder über Mobiltelefon 0173 5947879. Streckenplan und Bilder einer Erkundung unter www.waldaugen.de


Und hier noch: 

Anna trägt einfühlsam das alte Waidlerlied "Mei Hoamat" vor (Ort: Pilgerstation Stufferhaus). Das Lied erzählt vom armseligen Leben der alten Häusler im Bayrischen Wald. Man hatte eine Kuh und ein paar Ziegen. Von 10 Kindern sind 3 gestorben. 4 Räume standen zur Verfügung. Und dennoch der liebste Ort, weil Heimat - 


Anna: Kühe am Schachten (Ölgemälde, Detail) 


 

Sonntag, 13. März 2022

Echtes Herzens-Pilgern - eine Betrachtung von Hildegard Weiler

Pilger Rudi Simeth ist ein wahrer Herzenspilger 

Pilger-Gedanken von Hildegard Weiler im Gespräch mit Dorothea Stuffer


Ein echter Pilger hat eine Sehnsucht ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Sein Pilgerweg beginnt grundsätzlich vor der eigenen Haustür. Zu seinem ausgewählten, ersehnten Ziel hin hat er seine Orientierungspunkte, über die er sich auf das Ziel hinbewegen kann. Das sind seine Stationen, an denen er auch Rast macht. Ob er 10 oder 30 oder 3 Kilometer geht, ist seine ganz persönliche Sache. 

Dies ist das eigentliche "Herzenspilgern". Der Pilger wird innerlich und durch seine Erlebnisse und Begegnungen unterwegs gewissermaßen geführt. Gerade in der heutigen Zeit, wo das feste Planen immer unmöglicher wird, ist eine offene Lebenshaltung, die sich von Gott führen lässt, das eigentliche Pilgern. So war es auch in den früheren, in den alten Zeiten. Beim Pilgern sollten feste Vorstellungen und Erwartungen nicht das Bestimmende sein. Pilgern ist nicht "Malen nach Zahlen" - das wäre eine stark "touristisch" orientierte Auffassung. 

Der heilige Wolfgang ist ein Vorbild und Fürsprecher in allen Lebenslagen. Als Leitfigur in allen Lebens-Situationen und Lebensfragen kann der heilige Wolfgang den Pilgern die Richtung weisen.


Der heilige Wolfgang - aktueller denn je - "EINE LEUCHTE GOTTES IN DUNKLER ZEIT"


Geh dorthin, wo dich dein Herz hinführt. Die Menschen sind mit sich im Reinen und sind dankbar für jeden Augenblick, den sie erleben dürfen. Es reinigt die Seele und macht den, der auf dem Pilgerweg ist, frei von all den Nebensächlichkeiten und den Sorgen. Natur atmen, sich reinigen und glücklich sein. (Sieghild) 

Sonntag, 5. Dezember 2021

Der Woid Woife am Lichterweg

Figurengruppe aufgestellt von 3. Bürgermeisterin Alexandra Fischl und Team

 Der Woid Woife ist ein realer Mensch, dessen bürgerlicher Name Wolfgang Schreil ist. Er ist bekannt geworden durch seinen feinfühligen Umgang mit den Wildtieren. Er verbringt die meiste Zeit im Wald bei Bodenmais, wo er Tiere beobachtet, sich kümmert, Jungtieren hilft, wo nötig, und menschliche Eingriffe verhindert, wo Wildtiere geschützte Ruhe-Räume brauchen. Mittlerweile ist der Woid Woife bekannt wie ein bunter Hund (bunter Wolf). Es gibt Filme, Dokumentationen und Bücher von und mit ihm. 

Künstlerin Dorothea Stuffer berichtet:  "Ich habe ihn indirekt vor einigen Monaten kennengelernt, als ich über Umwege (danke Karin!) erfuhr, dass er ein Siebenschläferbaby aufziehen könne, welches die Frau meines Tierarztes mutterseelenallein gefunden hatte. Der Woid Woife hat das Siebenschläferbaby mitgenommen und in seine Obhut gebracht. Daraufhin habe ich recherchiert und intuiert und eine Blechgeschichte über ihn für den Kollnburger Lichterweg geschaffen. Das Thema, welches ich mir für dieses Jahr gestellt habe, heißt "Engel, Mensch und Tier" - so wie es damals in Bethlehem war..."

Hermelin und Schafe

Seht, wie der blaue Blech-Hintergrund mit dem Himmel verschmilzt.


Hermelin, Hirsch und Luchs


Mit dem wunderbaren Impuls für all die 12 Blechgeschichten von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann 


Luchs: Man beachte das Blau und Hellgelb zwischen den Beinen, dazu den realen Hintergrund mit Schnee und Altgras! 


 

ENGEL, MENSCH UND TIER

KURZE HINFÜHRUNG AUF DEN LICHTERWEG 2021


Wenn es Weihnachten wird, dann geraten Mensch und Tier in Bewegung.Sie ahnen und spüren etwas von dem Geheimnis der Weihnacht: Gott ist nah!

Wo Gott ist, da zieht Friede ein. Da werden selbst die wilden Tiere zahm und lassen sich umarmen. Sie greifen nicht an, sind vielmehr ergriffen von der Botschaft der Liebe, die auch ihnen gilt.

Und es sind Menschen da, die tiefer sehen dürfen. Sie wurden berührt von der alles umgreifenden Liebe Gottes: der Hl. Wolfgang, St. Gunther; Antonius, Nikolaus, Franziskus. Gehören dazu nicht auch der Ziegen- und der Kuhhirte, der Pferdeflüsterer, u.a.?

Sie alle, Mensch und Tier, die Großen und die Kleinen, dürfen an der Krippe stehen mit Maria und Josef, mit Ochs und Esel, um mit in das Lied einzustimmen, das seit Weihnachten, der Geburt Jesu, um die Erde geht: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden!“

(Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann)

Schafe, Hermelin,Hirsch, Luchs, Maus, Habicht, Eichhörnchen, Hase, Fuchs



Sonntag, 19. September 2021

Hildegard von Bingen - Gedenktag am 17.September

Minitatur auf Blech gemalt von Dorothea Stuffer nach einem alten Vorbild - Hildegard ist in Klausur und empfängt göttliche Inspirationen. Sie hat in dieser Zeit der Klausur lediglich Kontakt mit ihrem Beichtvater, der ihre göttlichen Inspirationen niederschreibt.

 Anlässlich des Gedenktages der heiligen Hildegard von Bingen am 17.September hier ein kleiner Beitrag in unserem Wolfgangsblog. 

Da unsere 1.Vorsitzende vom Verein Pilgerweg St. Wolfgang Hildegard Weiler immer wieder gewisse Parallelen zu dieser großartigen Frau des Mittelalters zeigt, möge dieser Beitrag auch ein Gruß an unsere hochgeschätzte Hildegard Weiler sein. 

"Gott ist ewig, und Ewigkeit ist Feuer, und das ist Gott. Und Gott ist kein verborgenes, kein schweigendes Feuer, sondern ein wirkendes Feuer." (Hildegard von Bingen) 

Bereits 50 Jahre nach ihrem Tod + 1179 beginnt der Weg ihrer Heiligsprechung. Schon zu Lebzeiten wurde sie wie eine Heilige angesehen. Doch das Schiff der Kirche fährt langsam, und so wurde Hildegard erst im Jahre 2012 von Papst Benedikt XVI heilig gesprochen. Ihr Gedenktag ist der 17. September.

Die Äbtissin Hildegard gründete Abteien bei Bingen und Rüdesheim.

Sie war Visionärin und Naturwissenschaftlerin, Dichterin und Ärztin, Mystikerin und Politikerin, Ratgeberin der Großen ihrer Zeit, sie unternahm ausgedehnte Predigtreisen und erstellte ein umfassendes literarisches Werk. Sie komponierte heilige Gesänge, die in ihrem Klang ganz einzigartig sind. "Diese Gesänge sind von Gott eingegeben", sagt Hildegard "denn ich habe nie Gesang studiert, die Gesänge waren einfach da."

„Kosmos, Leib und Seele“ aus dem Liber divinorum operum I.4

Hildegard schaut den Kosmos - nicht als Welten des Zufalls, sondern als Schöpfung. Die Mitte ist Adam, der wohlgestaltete Mensch, der vor der Erdkugel steht mit ausgebreiteten Armen (wie der neue Adam am Kreuz) Der Makrokosmos umgibt ihn in verschiedenen Kreisen, mit guten und bösen, hellen und dunklen Kräften. Alle diese Kreise sind umfasst von Caritas, einer Frauengestalt (roter Kreis). Caritas, die glühende Liebe, über der das Antlitz Gottes steht. Groß steht der Mensch vor Hildegard, groß der Kosmos im positiven und negativen Kräften. Größer ist die Liebe, die alles zusammen hält. Wer auf diese Ganzheit blickt, erfährt Heil. (Bildinterpretation nach Schulz/Lechner/ Herder Verlag)



"Achte mit Sorgfalt darauf, dass durch die Wechselhaftigkeit deiner Gedanken die gründende Kraft, die du von Gott hast, in dir nicht dürr wird." Hildegard von Bingen)

ODER:  https://www.youtube.com/watch?v=mcQ3Y1inEjw


Hinweis:

Es gibt auch einen Hildegard-von-Bingen-Pilgerwanderweg! Er verläuft entlang ihrer Lebensstationen.

Montag, 13. September 2021

Wir gratulieren!

Beitrag im Heft 3 "Der Bayerwald" - Zeitschrift des Bayerischen Wald-Vereins e.V. 

 Ende Juli diesen Jahres wurde der Sonder-Kulturpreis des Landkreises Regen an die Viechtacher Familie Grotz verliehen. Mit großem Engagement bringt die Grotz-Family das Bewusstsein für die Geschichte der Region unter die Leute. Im Museum, welches Vater Helmut Grotz (+ 2013) hergerichtet hat - "Schmiedhaus" - gibt es immer wieder Ausstellungen und Führungen, die die beiden Töchter Marie-Luise und Elisabeth leiten. Aktuell gab es mit Elisabeth eine Führung mit Geschichts-Erklärung auf der Burgruine Neunussberg.

 Elisaeth Grotz ist Gründungsmitglied vom Verein Pilgerweg St.Wolfgang.

Wir gratulieren !

Freitag, 13. August 2021

Ein nachhaltig gesunder Wald in der heutigen Zeit des Klimawandels

Bernhard Bielmeier erklärt.

Eine meditative Wandergruppe am BaumschutzENGEL-Pfad. 

Waldbesitzer Bernhard Bielmeier erklärt unterwegs einiges zur Erhaltung eines gesunden, klimastabilen Waldes. 

Die Zuhörer lauschen interessiert zu.

Die Zuhörenden sind fasziniert.


  Wald-Lehr- Video: https://www.youtube.com/watch?v=1BngxVW36SE

UND: Impuls "Woidengel" in Mundart: https://www.youtube.com/watch?v=CI2jivv3WLA

Und weiter geht die meditative Wanderung.Vater und Töchter am Weg - 



Impuls-Vortrag "Woidengel"  in bayrischer Mundart



"Wir sind im Wald daheim"- Der Wald schützt mit den Bäumen auch unsere Heimat.

Impuls zum "Woidengel" von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann 



"Waldgestaltung ist ein Generationsprojekt. Denn was man im Wald heute entscheidet, hat Folgen für die nächsten 100 bis 150 Jahre." (Bernhard Bielmeier)



"Geh aus mein Herz und suche Freud" Liedstrophen von Paul Gerhard


 

Mittwoch, 30. Juni 2021

Der Wolfgangsweg, ein geistiger Pilgerweg

Hildegard Weiler 
Gestern trafen sich Hildegard Weiler und Dorothea Stuffer, die beiden Vorsitzenden des Vereins Pilgerweg St.Wolfgang nach dem "Gewitter-Wettersturm" zu einer  telefonischen Pilgersitzung und stellten die Frage:

Was macht einen geistlichen Pilgerweg aus?

Im Wirrwarr der vielen neu entstandenen und neu entstehenden Pilger- und Wanderwege ist der Wolfgangsweg insofern alt und neu, als er mit seiner Orientierungsfigur, dem heiligen Wolfgang eine Persönlichkeit im Zentrum der Betrachtung hat, der seit über 1000 Jahren die sich ständig im Zeitgeist wandelnden Epochen ungebrochen überstanden hat. 

Der heilige Wolfgang ist nach wie vor einer der beliebtesten Heiligen Europas. Er ist auch heute, in diesen schwierigen Zeiten,  "eine Leuchte Gottes in dunkler Zeit", wie ihn einer seiner Biografen genannt hat. Zitat: 

"O du Wundermann Deutschlands, eine Leuchte Gottes in dunkler Zeit!"  

Hier einige Gedanken von Hildegard Weiler im Gespräch mit Dorothea Stuffer

Die Bedeutung des Wolfgangsweges als geistlicher Pilgerweg

 Die geistige Botschaft wird immer transportiert auf irdischen Wegen.

+ "Stellt euch an die Wege und haltet Ausschau! Fragt nach den Pfaden der Vorzeit. Fragt, wo der Weg zum Guten liegt. Das Gute kommt von Gott. Geht auf dem Weg des Guten, wie Gott diesen Weg in seinem Wort kundtut, dann werdet ihr Ruhe finden für eure Seele."

+ In der Geschichte gibt es immer wieder neue Epochen. Das heißt nicht,  dass wir immer wieder die Welt neu erfinden müssen. Wir müssen, um die Menschen für den Wolfgangsweg zu interessieren, nicht immer wieder neuen Aktionismus bieten, um die Menschen zu rufen. es ist vielmehr ein Vorgang des Reifens. 

+ Viele Besucher?  Wenn EIN Mensch mit voller Hingabe und Liebe den Wolfgangsweg geht, dann hat das Ewigkeitswert.

+ Schenke deine Schritte, die du auf dem Wolfgangsweg gehst, in Liebe und Dankbarkeit Christus zurück, dann wiegt das so viel wie alle Verdienste der Heiligen. 

+ Jesus will in uns lebendig werden. Es geht nicht darum, dass wir etwa die Heilgen anbeten. Wenn wir MARIA sagen, dann sagt sie JESUS und führt zu ihm. Wenn wir WOLFGANG sagen, dann sagt er JESUS und führt zu ihm.  - In den heiligen lebt JESUS. Nicht etwa, dass sie so toll und perfekt sind, sondern JESUS ist in diesen Menschen lebendig. 

+ Der Wolfgangsweg ist wirklich ein Heiligenweg. Die Betonung liegt nicht auf Pilgerweg. Das Vorbild ist der heilige Wolfgang. Es handelt sich dabei nicht um eine Mode-Erscheinung.

+ Wer investiert, den sieht man ... 

+ Beim Wolfgangsweg wird man auch zu  den anderen Heiligen geführt, zum Beispiel zu den 14 Nothelfern, zu Maria, zum heiligen Gunther und anderen. 

 Rechne anders:

+ EIN Pilger mit Inbrunst ist mehr Wert als tausend gedankenlose Mitläufer. 

+ EIn Pilger mit Inbrunst wiegt so viel wie tausend Heilige.

+ EIN Mitläufer, der sich Gott öffnet, wiegt so viel wie tausend inbrünstige Pilger.


 Warum hat der heilige Wolfgang die Epochen so gut überstanden?

Er ist einer der beliebtesten Heiligen, denn er hat eine absolut integere Biografie. Er hat immer wieder Macht abgegeben, war immer in den Herzen, war ein Mönch der Stille, stets im Gebet in Kontakt zu Gott, auch als Bischof! Er war und ist heute noch beliebt beim Volk, denn er hielt die Volksfrömmigkeit hoch und schätzte sie. 

In die Herzen kommen

Der Wolfgangsweg berührt die Volksfömmigkeit und Lebensart der Menschen und spricht sie an, spricht in die Herzen.

Es gibt ganz viel Wolfgangspatrozinien (auch jenseits des Wolfgangsweges). Als Schutzpatron ist Wolfgang präsent in Aachen, Köln, Nürnberg, Chiemgau und an viele anderen Orten.

Zeugnisse

Ein ganz wesentlicher Beitrag zur Erscheinung des Wolfgangsweges sind die er-lebten Zeugnisse von Menschen, die den Wolfangsweg oder Teile davon gegangen sind , und wenn es nur "Stundenpilger" waren.

Wir wollen an dieser Stelle unseren hochgeschätzten Pilgerbruder Rudi Simeth erwähnen und auch die vielen "namenlosen" Menschen, die am Wolfgangsweg etwas erlebt oder gesehen haben, was ihre Herzen berührt hat.  

An kleinen Gedenkstätten wird man am Wolfgangsweg auch zu anderen Heiigen geführt.
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"Pilgern beginnt mit dem ersten Schritt!" Pilger Rudi Simeth erzählt von seinen Erlebnissen am Wolfgangsweg.

Mittwoch, 4. November 2020

Die Wolfgangskapelle

Pünktlich zum Wolfgangstag in der "Altbayerischen" erschienen: ein erstklassisch recherchierter Text über die Wolfgangskapelle von Josef Arweck 

 

Der bekannte Autor Josef Arweck aus Böbrach kennt die Wolfgangskapelle sehr gut - von alten bis zu neuen Datierungen. Aktuell erscheint in der "Altbayerischen", ein Blatt, welches bayernweit erscheint, ein sehr informativer und anschaulicher Bericht über die Wolfgangskapelle. Josef Arwek hat Hildegard Weiler besucht und unter anderem auch zu den neuen Geschehnissen vor Ort befragt. Es ist uns eine große Ehre, dass die Geschichte der Wolfgangskapelle und die Bemühnungen unseres Vereins Pilgerweg St.Wolfgang hier so wunderbar zum Ausdruck gebracht werden. Vielen Dank an Josef Arwek - auch für die Übermittlung des Textes für unsere Internetseite - und beste Wünsche! -

Hier hat der heilige Wolfgang einst gebetet

ein Bericht von Josef Arweck 


Vor 170 Jahren wurde die jetzige Kapelle auf dem Wolfgangsriegel in der Pfarrei Böbrach errichtet - Bereits seit 1626 stand hier ein hölzerne Kapelle – Auf dem Weg nach Böhmen soll Bischof Wolfgang soll hier Rast eingelegt haben – Von Josef Arweck

Die Kapelle auf dem „Wolfgangsriegel“ hoch über dem Pfarrdorf Böbrach im Mittleren Bayerischen Wald zieht seit Jahrhunderten fromme Pilger aus der Umgebung an. „Gerade jetzt in der Corona-Zeit ist die Zahl der Pilger stark angestiegen“, weiß Hildegard Weiler zu berichten. Sie wohnt im „Wolfgangshof“ am Fuße des Wolfgangsriegels und ist auch Besitzerin der Kapelle.

Einer frommen, wohlbegründeten Sage zufolge ist der heilige Bischof Wolfgang (934 - 994) auf einer Reise nach Prag, welches damals zum Bistum Regensburg gehörte, in diese Gegend gekommen und hat in stiller Zurückgezogenheit an jener Stelle geruht und gebetet, an welcher jetzt die St. Wolfgangskapelle steht. Ein weiteres Indiz hierfür könnte sein: Als im Jahre 1883 die Pfarrkirche Böbrach restauriert wurde, mussten die weiß übertünchten Wände der Kirche abgeschabt werden. An der Nordwand des Presbyteriums fand sich unter einer neunfachen Kalkschicht ein Gemälde, auf dem ein Bischof als Pilger mitten im Wald dargestellt war. Die neunfache Kalkschicht, die das Gemälde überdeckte, deutet sicherlich auf eine Zeit zurück, welche dem heutigen Wolfgang sehr nahe liegt, so dass man nicht ohne Grund in dem pilgernden Bischof den heiligen Wolfgang erkennen darf, wie er die hiesige Gegend durchzog und an der Stelle der heutigen St. Wolfgangskapelle sich aufhielt.

Dass er mit seiner Hand einen riesigen Felsblock über der späteren Kapelle vor dem Abrutschen bewahrte und dieser Handabdruck noch heute bei genauem Hinschauen und mit etwas Phantasie zu sehen ist, dürfte mit Sicherheit ins Reich der Legende gehören. Dagegen ist sicher belegt ist, dass Martin Müller, der Bräu am Eck bei Böbrach, im Jahre 1776 die vormals kleine hölzerne Kapelle abgebrochen und an deren Stelle eine kleine steinerne Kapelle erbaut hat. Die Kapelle hatte 72 Jahre bestanden, als sie wegen Baufälligkeit im Jahre 1849, also vor gut 170 Jahren, abgebrochen wurde und an ihrer Stelle die heutige Kapelle errichtet wurde.


Erste Kapelle um 1600

Wie in einem alten, mittlerweile vergilbten Heftchen aus dem Jahr 1894, das anlässlich des 900jährigen Jubiläums des heiligen Wolfgang im Pustet-Verlag, Regensburg, herausgegeben wurde, berichtet ist, fanden sich beim Abbruch der Kapelle an einem abgehobelten Schalbrett der inneren Dachseite folgende mit Bleistift geschriebenen Sätze: „Im Jahre 1776 ist diese Kapelle neu erbaut worden von dem ehrengeachteten Herrn Martin Müller, Bräu zu Eck, zu Ehren des heiligen Bischofs Wolfgang als sonderbaren Schutzpatron in allen Nöten.“ Und weiter heißt es: „Diese Kapelle ist aber schon vorher von Holz über hundertundfünfzig Jahre allda gestanden und der heilige Wolfgang verehrt worden, und sehr vielen Menschen in großen Nöten und Anliegenheiten geholfen worden.“

Diese Worte dürften von Bernhard Dremel, Mesner und Schullehrer von Böbrach, bei Erbauung der Kapelle im Jahre 1776 an das erwähnte Schalbrett geschrieben worden sein. Beweis hierfür ist ein Vergleich der Schrift mit den noch vorhandenen Handschriften Dremels. Bernhard Dremel wurde am 12. August 1745 in Böbrach geboren und ist als „emeritierter Schullehrer“ im Alter von 84 Jahren verstorben. Er konnte durch mündliche Überlieferung über das Alter der Kapelle wohl unterrichtet gewesen sein. So dürfte die erste hölzerne Kapelle wenigstens schon im Jahre 1626 gestanden sein.

Der Bau der jetzigen Kapelle im Jahre 1849 kam hauptsächlich durch die Bemühungen des Häuslers Joseph Sterr (oder Steer) von Böbrach und des damaligen Cooperators Joseph Hastreiter zustande. In den Jahren 1879 bis 1881 erfolgte auf Initiative des Cooperators Albert Spors die vollständige Restauration der Kapelle sowie eine Erweiterung des Zugangs und des Vorplatzes. Damals wurde auch ein neuer Altar mit einer neuen Statue des heiligen Wolfgang und den Statuen der Heiligen Wendelin und Florian errichtet, während die alte Wolfgangsstatue einen Platz in der Felsenwand außerhalb der Kapelle erhielt.

Ein besonders freudiges Ereignis für die Pfarrbevölkerung war der Besuch des Bischofs von Regensburg, Ignatius von Senestrey, am 30. Juli 1889, der an der Kapelle verweilte. Dabei schenkte der Bischof der Pfarrei eine Reliquie des heiligen Wolfgang. Am 5. Dezember desselben Jahres ertönte erstmals vom Turm der Kapelle die von Dechant Leonhard von Deggendorf gestiftete und zu Ehren des hl. Wolfgang geweihte Glocke. Nach dem 2. Weltkrieg stiftete Alois Muhr von Schrollhof eine neue Glocke, nachdem die alte während des Krieges abgenommen werden musste.


Kreuzweg zur Kapelle

Ein Jahr nach der Errichtung der heutigen Kapelle schuf Cooperator Joseph Hastreiter im Jahre 1850 auch einen zur Kapelle führenden Kreuzweg. Mindestens ebenso mühevoll wie die Errichtung der Kreuzwegstationen dürfte der Bau der steinernen Treppen in dem steilen und unwegsamen Gelände gewesen sein. Gut 100 Jahre nach der Errichtung des Kreuzwegs, nämlich 1959, ließ Ortspfarrer Josef Knorr (Pfarrer in Böbrach von 1957 bis 1963) einen neuen Kreuzweg errichten. Die etwa 1,20 Meter hohen Kreuzwegstationen aus Granit wurden von den Pfarrangehörigen gestiftet. Die Reliefs aus Kunststein sind in den Granitstein eingelassen und zeigen den Leidensweg Jesu von der Verurteilung bis zur Grablegung.


Auf Initiative der bereits genannten Kapellenbesitzerin Hildegard Weiler und einer Freundin, der Künstlerin Dorothea Stuffer aus Viechtach, wurde im Jahre 2003 der „Verein Pilgerweg St. Wolfgang e. V.“ gegründet. Sein Ziel ist es, die Gestalt des heiligen Bischofs Wolfgang neu zu sehen und sein Wirken auf die heutige Zeit zu übertragen. Dass auch heute noch viele Menschen den Heiligen anrufen und auf seine Fürsprache vertrauen, beweisen die zahlreichen Eintragungen im „Kapellenbuch“, das in der Kapelle aufliegt.


Pilgerverein gegründet

Der Verein „Pilgerweg St. Wolfgang“ will auch die Möglichkeit geben, gemeinsam mit anderen Interessierten und Förderern jene Wege zu verfolgen, die an den heiligen Wolfgang erinnern und die Stätten seines Wirkens durch einen markierten Pilgerweg miteinander verbinden und aufzeigen. Es gibt eine Reihe von Wolfgangswegen, etwa den von Bayern ins Böhmsische hinein, von Neukirchen Heilig Blut nach Regensburg (St. Emmeram) und nach St. Wolfgang in Oberösterreich. „Herzstück“ des hiesigen Pilgerweges ist die etwa 15 Kilometer lange Wegstrecke von Viechtach nach Böbrach zur Wolfgangskapelle. Den Pilgerweg markieren Schäfchenfiguren aus Blech, die von der Künstlerin Dorothea Stuffer geschaffen wurden.

Neu hinzu kam der Brauch, Birkenkreuze entlang des Kreuzweges hinauf zur Wolfgangskapelle zu tragen, verbunden mit einem Anliegen, einer Bitte oder einem Dank für erhaltene Hilfe, „und so ein Stück weit den `Kreuz-Weg` mit Christus zu gehen“, wie Kapellenbesitzerin Hildegard Weiler es ausdrückt.


Unterschriften unter den Fotos: 

Beliebtes Ziel von Pilgern und Wanderern: die Wolfgangskapelle auf dem Wolfgangsriegel hoch über dem Pfarrdorf Böbrach gelegen.


Ein einfacher Holzaltar mit einer Figur des hl. Bischofs Wolfgang ziert das Innere der Kapelle. a


Mächtige Felsbrocken ragen über die Kapelle.


Eine Gedenktafel erinnert an den Besuch des Bischofs von Regensburg im Jahre 1889.


Steil und steinig ist der Kreuzweg hinauf zur Wolfgangskapelle.


Manche Pilger nehmen die Last eines Birkenkreuzes mit auf dem Weg zur Kapelle.


Blechschafe markieren den Pilgerweg, die von der Künstlerin Dorothea Stuffer geschaffen wurden.


14 Kreuzwegstationen auf dem steinigen Weg zur Kapelle. Auf den Reliefs ist der Leidensweg Jesu dargestellt: hier die fünfte Kreuzwegstation: „Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen“.


Hildegard Weiler, Kapellenbesitzerin und Vorsitzende des Pilgervereins, ist von der Gestalt des heiligen Bischofs Wolfgang fasziniert.


Ein im Felsen aufgemaltes Kreuz soll jene Stelle markieren, an der der hl. Wolfgang der Legende nach mit seiner Hand den Felsen vor dem Herabstürzen aufgehalten hat.


Fotos: Josef Arweck



Lebensdaten des heiligen Wolfgang


- Geboren 924 in Pfullingen bei Reutlingen

- Erziehung in der Klosterschule auf der Reichenau

- Wirkte später als Lehrer und Leiter der Domschule in Trier

- 965 wurde Wolfgang Mönch der Benediktinerabtei Einsiedeln und wurde danach zum Priester geweiht

- 972 Ernennung zum Bischof von Regensburg, wo er 20 Jahre wirkte

- Höhepunkte seines Wirkens waren die Abtrennung des Bistums Prag, die Reform der Klöster und sein soziales Wirken

-Wolfgang verstarb am 31. Oktober 994 in Pupping bei Linz

- Begraben ist Wolfgang in St. Emmeram in Regensburg

- 1052 erfolgte seine Heiligsprechung.


Ein großer Bericht über die Wolfgangskapelle erschien dieses Jahr auch in der Lokalpresse 

Ein großer Bericht von Josef Arweck über die Wolfgangskapelle erschien dieses Jahr auch in der Lokalpresse.