Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet
Posts mit dem Label Kapellen und Kirchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kapellen und Kirchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 18. Dezember 2025

Winter-Zauber-Wald-Spaziergang von Höllhöhe nach Kolmstein

Lichtengel im Wald 

 Mit diesem zauberhaften Engel von Siegfried Weigl  grüßt Pilger Rudi Simeth in die Advents- und Weihnachtszeit hinein. 

Unser lieber Pilgerbruder Rudi hat zu Beginn der Adventszeit eine traumhafte Winterwanderung zum Kolmsteiner Kircherl gemacht und mit Fotos dokumentiert. 

Wir danken für die wunderbaren Impressionen und begeben uns virtuell in die kommende Zeit 🌲  




Unterwegs durch den Wald 

Blick ins weite Land 



Schnee im Winterwald 

Schmuckes Kolmsteier Kircherl mit Schnee gekrönt 

Wolfgangsweg-Schäfchen weisen den Weg 

Kreuzigungsgruppe sanft eingehüllt 

Im Inneren vom Kolmsteiner Kircherl 

Gedenken an die Verstorbenen 

Wir befinden uns am Wolfgangsweg und auf den großen grenzüberschreitenden Pilgerwegen 

Tief verschneit im Wald 

Engel wahrnehmen 


Donnerstag, 15. August 2024

Ferienwanderung am Baumschutz-Engelpfad: IN DER KRAFT

IN DER KRAFT

Wo Bäume fallen, fällt auch der Mensch. Doch Mensch und Natur stehen fest in Gottes Hand. (Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann)

 Wir befinden uns auf einer virtuellen Ferienwanderung am Baumschutz-Engelpfad bei Ramersdorf und betrachten die verschiedenen Stationen mit den lebensgroßen ehernen Engeln und den spirituellen Impulsen von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann 

Dieser starke Erzengel ist an der Ramersdorfer Marienkapelle angebracht

 

Samstag, 10. August 2024

Ferienwanderung am Baumschutz-Engelpfad - die Marienkapelle bei Ramersdorf

  Eine Familie Fendl, die etwas unterhalb der damals noch nicht erbauten Kapelle damals gewohnt hat, wurde schwer in Kummer versetzt, weil 2 Kinder im Alter von 7 und 9 Jahren wegen schlechtem Wasser gestorben waren. Werden die anderen Kinder auch sterben müssen? Und dann kam auch noch ein Feuerbrand. Inständig baten die gläubigen Waldler Mutter Maria um Beistand und Hilfe. Und siehe: Alles wurde gut. - - - -  Zum Dank errichtete die Familie 1859 diese Kapelle. Der Bielmeier Bernhard hat sie später renoviert, denn sie war ziemlich verfallen. Das Anwesen der Familie Fendl ist heute nur noch am alten Backofen zu erkennen. 

Im Jahr 2020 wurde die Kapelle zur Einweihung des Baumschutz-Engelpfades neu gestrichen. Es fand ein Gottesdienst vor der Kapelle unter freiem Himmel statt: das war am Johannistag, 24. Juni 2020.

Diese schöne Marienkapelle mit Aussicht über die Berge des Bayrischen Waldes ist der Einstieg und das Ziel des Rundwegs Baumschutz.-Engelpfad. In den folgenden Tagen möchten wir mit Ihnen in Gedanken und Betrachtung eine meditative Wanderung in 9 Stationen entlang der Engel im Wald machen - in Betrachtung der wunderbaren Impulse von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann. 

Ferienfestival! 🌲🌲🌲🌲🌲🌲 

Die Marienkapelle in Ramersdorf wird von Familie Bielmeier gepflegt und ist gerne besucht


Diese steinerne Tafel befindet sich im Eingangsbereich der Kapelle

  Nochmal zur Geschichte der Kapelle:

Eine Familie mit dem Namen Fendl lebte in ihrem Anwesen in Ramersdorf. Durch einen Blitzeinschlag kam der Dachstuhl des Wohnhauses in Brand. Mit den gefüllten Milchkrügen konnte jedoch das Feuer gelöscht werden. Desweiteren starben mindestens  4 Kinder wegen schlechtem Wasser. Die Fendls baten Maria um Hilfe und wurden von weiteren Todesfällen verschont. Zum Dank erbauten sie 1859 die Kapelle, in welcher heute eine steinerne Inschrift-Tafel über diese Vorgänge informiert. 

An der Eingangsfront der Marienkapelle bei Ramersdorf wacht  der ehern Erzengel Michael

Montag, 13. Mai 2024

Auf den Spuren des heiligen Wolfgangs unterwegs - Pfarrei Haibühl unternahm erste Diözesan-Pilgerwanderung mit Bischof Rudolf Voderholzer

Unter dem Hauptaltar mit dem Bildnis des heiligen Wolfgang: Bischof Rudolf Voderholzer zelebrierte in der Pfarrkirche Haibühl die Abschlussandacht.

 Der heilige Wolfgang, Diözesanpatron und Pfarrpatron von Haibühl, feiert im Jahr 2024 seinen 1 100. Geburtstag (924 – 2024). Dieser wird in der Diözese Regensburg groß gefeiert. Mit 14 Wolfgangswanderungen wird diese historische Persönlichkeit entsprechend seinem segensreichen Wirken gewürdigt. Die erste dieser Wanderungen, die unter dem Motto „einfach glauben – leben wagen“ an diesen mutigen Verkünder des Glaubens erinnert und ihn ehrt, fand am Florianstag (4. Mai) in der Pfarrei Haibühl statt. Auf einer Visitationsreise nach Böhmen soll Wolfgang an Haibühl vorbeigekommen sein, deshalb der Kirchenbau ihm zu Ehren. Auf dem Hochaltar findet sich eine Darstellung des Bischofs mit Kirchenmodell. Sein segensreiches Wirken, weit über die Bistumsgrenzen hinaus bis hin nach Ungarn, beweist seine europäische Dimension.                                                                                                                            Rund 100 Frauen, Männer und Kinder schlossen sich dieser Einladung an. Ein Großteil davon (die anderen kamen an den nachfolgenden Stationen dazu) fand sich beim Ausgangspunkt am Eck ein. „Der Himmel macht schön mit“, freute sich Bischof Rudolf Voderholzer angesichts des milden Frühlingswetters und dass es ein Stück des Weges ist, das der heilige Wolfgang vermutlich auch gegangen ist auf seinen Wegen nach Böhmen. Von Seiten der Gemeinde hieß Bürgermeister Gerhard Mühlbauer den Diözesanbischof herzlich willkommen und überreichte ein Präsent.                                                              Bischof, Priester und Gläubige versammelten sich eingangs bei der Kapelle der Familie Mühlbauer. Sodann setzte sich die geistlich gestaltete Gebetsgemeinschaft in Bewegung. Das Seelsorgeamt Regensburg (mit Diakon Peter Nickl) hatte die Wallfahrt sehr gut vorbereitet mit Stationen aus dem Leben des Diözesanpatrons. Diese betrachteten Wolfgang als Lehrer, Mönch, Priester, Bischof, Hirte, sterbender Wolfgang und Heiliger. Gesanglich unterstützte eine Schola des Gemeinschaftskirchenchores Haibühl-Hohenwarth die Liedauswahl.

 Im Gebet und bei den Gebetsimpulsen wurde dargebracht, was das Wohl aller Menschen und die persönlichen Anliegen der Menschen betraf. Als Vorbeter stellten sich Gemeindereferent Tobias Krenn, Karin und Franz Wellisch sowie Gabriele Huber zur Verfügung. Viele stille Impulse ergaben sich für die Pilger auf dem Weg durch die Lebensbetrachtungen und die Wolfgangslitanei. Jeder konnte sich so auf seine Weise besinnen. Die Gemeinschaft untereinander wurde eindrucksvoll erlebt auf dem sechs Kilometer langen Weg, der Station machte bei der „Maria-im Woid-Kapelle“ im Schwobmloch (Familie Simeth), der Hütriegel-Kapelle, der Kapelle auf Gut Kless (Familie Geiger) sowie im Seepark Arrach auf dem Veranstaltungspavillon. Der Bischof suchte immer wieder das Gespräch mit den Teilnehmern.                                                                                                                                                                    Nach drei Stunden am Ziel des Pilgerweges angekommen, in der Pfarrkirche St. Wolfgang Haibühl, zelebrierte Bischof Voderholzer die Abschlussandacht. „Wo man hinschaut, sieht man Spuren des heiligen Wolfgang“, sagte er im Blick auf Altarraum und Hochaltar. Es sei ihm gelungen, das schöne Reliquiar von der Pfarrei Matting ausgeliehen zu bekommen. Wenn man genau hinschaue, erkenne man ein Stück der Rippe des Heiligen. Begeistert erklärte er den Anwesenden die untrüglichen Attribute des Heiligen, das Hackl, Kirchenmodell, Mitra und Bischofsstab. Gerne nahmen die Teilnehmer den Einzelsegen mit der wertvollen Wolfgangsmonstranz entgegen.                                                                 Bischof und Pfarrer dankten den Lektoren, Ministranten, Vorbetern, Lautsprecher-Trägern, den Sängern des Kirchenchores, den Grundstücksbesitzern für das Schmücken der Kapellen und der FFW Haibühl für das Absperren der Straßen. „Heiliger Wolfgang, bitte für uns“, lautete der letzte Bittruf.                                                                                                                      Für das leibliche Wohl und die Begegnung untereinander hatte der Pfarrgemeinderat Haibühl Vorsorge getroffen. Auf dem Kirchenvorplatz waren Bänke zum Verweilen aufgebaut. Ein Büfett mit Getränken, Gebäck, Aufstrichen sowie süßen Köstlichkeiten war vorbereitet. Besondere Beachtung fanden das von Bäckermeister Paul Drexler eigens gestaltete (und gestiftete) Laugengebäck in Form eines Bischofsstabs. Die weiteren Stationen: 5. Mai Gerabach; 12. Mai Eilsbrunn; 9. Juni Glaubendorf; 16. Juni Thalmassing (1000-jährige Wolfgangseiche); 6. Juli Marktleuthen; 14. Juli St. Englmar; 20. Juli Frontenhausen; 14. September Nittendorf; 22. September Oberwinkling; 28. September

Oberhausen; 5. Oktober Johannesbrunn; 12. Oktober Böbrach; 19. Oktober Oberempfenbach.

 Vielen Dank für den Bericht und die Fotos an die wunderbare Regina Pfeffer!

Den Anfang nahm das Geschehen am Eck, wo Bürgermeister Gerhard Mühlbauer im Beisein von Ortspfarrer Johann Wutz den Diözesan-Bischof mit einem Präsent willkommen hieß.

Erste Station des Weges war die Kapelle der Familie Karl Mühlbauer am Wanderweg Eck-Mühlriegel gelegen.

Bei der Kapelle am Schwobmloch „Maria im Woid“ wurde Innegehalten.

Den gesamten Weg begleiteten die Blechschafe der Markierung des „Wolfgangsweges“, gestaltet von Künstlerin Dorothea Stuffer.

Durch die aufblühende Natur folgten die Pilger dem Prozessionskreuz.

Die „Hütriegel-Kapelle“ am Ortsrand von Arrach lud zum Verweilen im Gebet ein.

Das Blechschaf und das Symbol des Wolfgangsweges zeigten den Streckenverlauf an.

Eine Gebetsstation war die Kapelle auf Gut Kless.


Dienstag, 14. November 2023

Der ganz eigene Wolfgangsweg unseres Pilgerbruders Rudi Simeth: Regen-Flusswanderungen und Wolfgangsfiguren

Pilger Rudi Simeth 
Bäume, Bäche, Flüsse, Kirchen, Marterl, Häuser, Tiere, Wege, Straßen, Menschen, Lieder  - das sind stete Begleiter unseres hochgeschätzten Pilger Rudi Simeth!

 Das ist seine Berufung: Pilgern. Allein oder in der Gruppe, die er führt und begleitet, mit dem Radl oder zu Fuß, immer einen Gesang auf den Lippen. 

Rudi Simeth ist zweimal den großen grenzüberschreiteneden Wolfgangsweg Bayern-Österreich - Böhmen gegangen, einmal zu Fuß und einmal mit dem Rad. 

Er kennt seine Wege, auf die er geführt wird, vom Herzen aus. Er dokumentiert seine Wander-Erlebnisse ganz wunderbar mit Bildern, Untertiteln, Harfenmusik und Gesang. So können wir auch ganz innerlich von unserer Wohnstatt zuhause dabei sein.

Oft trifft Pilger Rudi auf Wolfgangsfiguren! In seinen aktuellen  Regen-Wanderungen am Regenfluss von der Quelle bis zur Mündung - frei gewählt - ist er immer wieder dem Heiligen Wolfgang begegnet. Wir danken für die schönen und wertvollen Fotos: 

Altarbild in der Kirche in Bayrisch Eisenstein mit dem heiligen Wolfgang im Zentrum.

 Fest verwurzelt sein in der Heimat – ja und mit dem tiefen Glauben, dass alles im ewigen Kreislauf ist. Von den sprudelnden Lebensquelle bis zu den (Lebens)Mündungen in etwa GRÖSSERES.

Möge Gottes Segen über allen sein ! 

Ich bin überzeugt davon, dass unsere Erfahrungen bei unseren Lebens-Aufgaben wichtige Impulse sind, damit Gottes heilsamer Segen auf uns und unseren Lieben liegt.

Herzensgrüße von eurem Pilgerbruder Rudi

Die Gruft des heiligen Wolfgang in der Kirche St.Emmeram in Regensburg (Ziel des bayrischen Parts vom Wolfgangsweg von der Wolfgangskapelle bei Böbrach nach Regensburg

Wenn ich deine  schönen Bilder und Erlebnisse, Natur und Kultur, Glaubens-Stätten und alte Bäume und Steine, Wege und Wasser betrachte, erlebe ich, dass überall, wo du, lieber Pilgerbuder Rudi, gehst, HEIMAT ist. Das schaffst du durch dein besingendes Fotografieren und heilsam betrachtendes Wandern. Allein beim Betrachten erlebe ich ein Zuhause-Sein, ein Ankommen beim Unterwegs-Sein..  - Deine Pilgerschwester Dorothea


Liebe Pilgerschwester Dorothea du hast es wieder mal „auf den Punkt gebracht“!

Genau dies scheint meine Bestimmung zu sein:

Mich in immer größeren Umkreisen DAHEIM zu fühlen.

Im meiner geliebten grenzenlosen Heimat – dem Waldgebirge BÖHMERWALD – beiderseits der bayerisch-böhmischen Grenze.

Wenn ich pilgernd radle oder wandere und dabei fotografiere bin ich immer zeitlos im „Hier und Jetzt“ und nehme mit allen Sinnen die geliebte Natur in mir auf.

Dann erlebe ich alles nochmals, wenn ich die Bilder zuhause bearbeite.

Zum 3. Mal, wenn ich diese Bilder online stelle und mit Texten und „selbstgestrickter Musik“ ergänze. 

Links neben dem Marien-Altarbild sehen Sie eine Wolfgangsfigur Rezna/ Zelena Ruda am Regenbach, Böhmen
Man erkennt die Wolfangsfiguren stets an der bBschofsmütze, dem Kirchenmodell in der Hand und dem Bischofstab!

Wertvolle alte Wolfgangsfigur in der Emmeramskirche in Regensburg 

 Möge Gott stets seine schützende Hand über uns und unsere Lieben und über unsere Wege und Aufgaben und unsere Freundschaft halten!

 

Wolfgangskrypta in der Emmeramskirche in Regensburg - (Figur Hl. Wolfgang in der Mitte) 


"Unmögliches wird oft sofort erledigt – Wunder dauern etwas länger.." 

Ein Kirchenfenster mit dem heiligen Wolfgang in der Klosterkirche in Cham

So habe ich mittlerweile als „Fluss-Pilger“ meine/unsere Heimatflüsse endlich von der Quelle des Chamb und des Regen im Böhmerwald bis zu den Mündungen in Cham und Regensburg mit wunderschönen Radwanderungen und einer Fußwanderung an meinem Geburtstag abgeschlossen.

"Durch Wieder-Aufbau Gutes tun (links) ": Blechfiguen mit Erzengel Michael und dem Heiligen Wolfgang in Fernsdorf am Wolfgangsweg-Zubringer "Engelweg" - auch hier pilgerte Pilger Rudi. 


Wolfgangs-Fensterfigur in Lam, gefunden von Rudi Simeth  bei einer Wanderung am Weißen Regen 

Ursel schreibt an Pilger Rudi Simeth: 

Lieber Rudi,

Gerade habe ich Deinen Reisebericht mit Genuss angeschaut und Du bekommst sofort ein großes Lob! Dir gelingt es immer besser, die Touren der Reisewoche festzuhalten in stimmungsvollen Bildern, die der Erinnerung auf die Sprünge helfen und bei mir Begeisterung hervorrufen: Soviel Schönes haben wir gemeinsam erlebt in Eurer wunderschönen Heimatregion. Du hast ein gutes Fotografen-Auge und die Bilder mithilfe deiner Kamera, die du beim Wandern so beiläufig benutzt, sind einfach sehens- und zeigenswert. Dazu die selbst gespielte Musik, die bekannten Lieder auch zum Mitsingen... Ich weiß schon ein paar Menschen, denen ich meine Freude daran weitergeben möchte! Also vielen, vielen Dank für Deine Mühe und Arbeitsstunden dafür, ganz abgesehen von Deiner Reisevorbereitung und der täglichen Begleitung in der Woche. Ja, es war wieder sehr schön mit Dir und Edeltraud bei Familie Stoiber. Liebe Grüße auch an sie! Ich möchte jedenfalls am ersten Schneeschuh-Termin 2024 wieder dabei sein und werde mich bald bei Katka deswegen melden.

Ganz herzliche Grüße mit guten Wünschen für den Herbst und Winter von Ursel


Lieber Pilgerbruder Rudi, 

das hat Ursel ganz wunderbar und von Herzen geschrieben! Bei dir fühlen sich die Pilger wohl und: Sinn-durchströmt!

Ganz herzliche Grüße von deinen "Pilger-Engeln" vom Wolfangsweg! 



Samstag, 14. Oktober 2023

Wandertipp: Auf dem Baumschutz-Engelpfad

Mit Engeln und Totenbrettern geschmückte Marienkapelle bei Ramersdorf 
















Stundenpilgern auf dem Baumschutz-Engelpfad im Marienmonat "Goldener Oktober"

So manches "Baumgeheimnis" eröffnet sich dem aufmerksam betrachtenden Auge auf dem etwa 35-minütigen Rundweg "Baumschutz -Engelpfad" bei Ramersdorf im Bayerischen Wald. Der auch als Lehrpfad bestehende Waldweg führt auf einer Höhe von etwa 700 Metern von der Marienkapelle kontinuierlich talwärts, um dann auf halber Höhe auf einem der angelegten "Rückewege" quer hinüber und wieder hinauf zur Kapelle zu verlaufen. Damit sich die Wanderer jedoch in diesem märchenhaft stillem Mischwald mit verschiedenen Baumgenerationen nicht verlaufen, begegnen sie immer wieder großen und kleinen "Baumschutz-Engeln", angefertigt von  der Künstlerin Dorothea Stuffer mit spirituellen Impulsen zum Thema Bäume von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann.

In Unterstützung von Pilgerhelferin Sylvia Dressler und Vereinsmitglied des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang Xaver Hagengruber wurde der Weg für den Goldenen Oktober nun - wo notwendig - aufgefrischt.

Xaver Hagengruber beim Engel "Warten"

Pilgerhelferin Sylvia Dressler am Waldweg








Am uralten keltischen Kultplatz verweist ein kurzer Text mit einer Wolfgangsfigur auf den heiligen Wolfgang, der vor über 1000 Jahren durch die wilden Wälder Bayerns und Böhmens gezogen ist und die christliche Botschaft in abgelegene Regionen getragen hat. Ganz in der Nähe des Baumschutz-Engelpfades liegt auch das sogenannte "Wolfgangsweg-Herzstück".

Mitten im Wald: Uralter keltischer Kultplatz am Baumschutz-Engelpfad 

Eherne Wolfgangsfigur

Wer aus dieser Wanderung eine kleine Pilgerwanderung machen möchte, besucht zu Beginn oder abschließend die Marien-Kapelle, die Familie Bielmeier zur Einführung des Baumschutzengel-Pfades 2020 renovieren und in einer sommerlichen Gottesdienst-Feier durch Pater Josef einsegnen ließ. Die Geschichte dieser Kapelle ist düster und hoffnungsvoll zugleich und auf einer Tafelinschrift in der Kapelle zu lesen. 

Eine in der an den Außenwänden von Engeln geschmückten Kapelle entzündete Kerze trägt das andächtige Gebet an verborgenem Ort zur heiligen Gottesmutter.

Ein goldener Engel weist mitten im Wald sicher den Weg. Auch sind weiße Markierungspfeile an den Bäumen angebracht. 

Kleiner Engel und Markierungspfeil 

Ungesunde Fichten-Monokultur im Wald neben dem Baumschutzengel-Wald

Hinweise

Lebensgroße Engel und spirituelle Impulse führen durch den gesunden Mischwald mit verschiedenen Baumgenerationen 

natürliche Baumskulptur 

Der "Woid-Engel"

Ein wahres Baumwunder! Diese Fichte ist übrigens bis in die Baumspitze gesund!

 Kurzvideo: Xaver Hagengruber betrachtet einen der "Wunderbäume" am Baumschutz-Engelpfad. 

Klick: 
https://youtu.be/-NIt5en3ECE         

Steintafel mit Inschrift in der Marienkapele bei Ramersdorf 

Eine Familie mit dem Namen Fendl lebte in ihrem Anwesen in Ramersdorf.
Durch einen Blitzeinschlag kam der Dachstuhl des Wohnhauses in Brand.
Mit den gefüllten Milchkrügen konnte jedoch das Feuer gelöscht werden.
Desweiteren starben mindestens 4 Kinder wegen schlechtem Wasser. 
Familie Fendl bat Maria um Hilfe und wurden von weiteren Todesfällen verschont.
Zum Dank erbauten sie 1859 die Kapelle, in welcher heute eine steinerne Inschrift-Tafel über diese Vorgänge informiert. 


Baumschutzengel im Goldenen Oktober. "Zukunft"