Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet
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Dienstag, 24. Februar 2026

Gunther kehrt zurück - Gunther-Festspiele Rinchnach 2026

Darstellung in Blech bei der Bergkirche Zwiesel 
Gunther und Wolfgang 

Der heilige Gunther lebte um 1000 und hat viel gemeinsam mit dem heiligen Wolfgang, der auch in dieser schwierigen Zeit lebte und wirkte. Beide hielten sich auf in den wilden Wäldern des Bayerischen und Böhmerwaldes, zogen lange Wege durch die Wildnis und waren in Kommunikation mit Wald und den Wildtieren. Beide bevorzugten das einfache Leben, beide waren voller Demut und Gottergebenheit, beide waren Benediktinermönche. Beide bewirkten sie großartige Kultur und rodeten Wälder zur Besiedelung 

Der Weg 
 Gunthers Weg führte ihn von Niederalteich nach Lalling, dann nach Rinchnach und später dann auch nach Böhmen. Auf dem Guntherweg kann man heute diese Strecke auch über mehrere Etappen erwandern und stößt überall auf Gunthers interessante Lebensgeschichte und sein Wirken. 

Festspiele in Rinchnach 

Rinchnach, auch "Kloster" genannt, machte Gunther zur Keimzelle der Besiedelungsgeschichte im mittleren Bayrischen Wald. Und genau dort wird ihm noch heute gedacht: Seit fast 50 Jahren  zählen die Gunther-Festspiele in Rinchnach zu den kulturellen Highlights im Bayrischen Wald. Nach fast 15-jähriger Pause dieser Aufführung kommt es heuer wieder auf die Bühne. 

Vom 30. Mai bis 20. Juni 2026 finden die imposanten Festspiele in Rinchnach statt.

Das Stück wurde nun neu erarbeitet und neu inszeniert von Julian Niedermeier. Mit einem engagierten Team befinden sich bereits jetzt die Vorbereitungen in vollem Gange. Moderne Ton- und  Lichttechnik und sogar eine eigene Festspielmusik sollen uns in die Zeit vor über 1000 Jahren hinein versetzen, in das außergewöhnliche Leben Gunthers und der Menschen um ihn herum. 100 Darsteller werden daran beteiligt sein. Die Freilichtbühne bietet Patz für rund 400 Zuschauer. Die Zuschauer werden schon 2 Stunden vor den Aufführungen und in den Pausen mit passenden Schmankerln und Getränken aus den Verkaufsständen versorgt. 

Rinchnachs Bürgermeiterin Simone Hilz und Kurt König, 1. Vorsitzender des Guntherbund e.V. betonen die große Bedeutung der Festspiele für das kulturelle Leben in der Gemeinde Rinchnach und der Region.  

Beeindruckende Freilichtbühne - Foto aus "Der Bayerwald", Heft 1/2026


Das Leben von Gunther vom Krieger zum Mönch und Einsiedler 

In der unruhigen und widersprüchlichen Welt des Mittelalters zur Jahrtausendwende um 1000 versucht der thüringische Gaugraf Gunther seinen Platz und seine Bestimmung zu finden. Er steigt zu einem erfolgreichen Krieger und klugen Ratgeber des deutschen Kaisers auf, ist bei vielen Machthabern ein gern gesehener Gast, selbst nachdem er mit 50 Jahren all seinen Besitz aufgibt und in den Benediktinerorden eintritt. 

In der von Endzeitstimmung geprägten Zeit der Jahrtausendwende beginnt Gunther mit der Rodung des Bayrischen Urwaldes (Nordwald), gründet und leitet das Kloster Rinchnach und zieht sich schließlich im hohen Alter von 94 Jahren als Einsiedler in die Böhmischen Wälder zurück, um dort seine letzte Bestimmung zu finden.

Sogar sein Tod ist voller legenden. Eine Hirschkuh soll eine Jagdgesellschaft zu dem schwer erkrankten Gunther geführt haben. 

Günther Iberl hat uns freundlicherweise diese Geschichte mit der Hirschkuh in ausführlicher Fassung zukommen lassen:

 St. Gunther hat ja die letzten Lebensjahre bei Gutwasser am Guntherfelsen verbracht. Es heißt, am Ende seines Lebens war er schon zu schwach, um aufzustehen. Da kam täglich eine Hirschkuh und nährte ihn mit ihrer Milch. Als der böhmische Herzog Břetislav mit dem Prager Bischof in der Gegend zur Jagd war, verfolgten sie und das Gefolge genau diese Hirschkuh, die sie schließlich zu Gunther führte. Břetislav erkannte ihn als seinen Taufpaten und auch, in welchem Zustand er war. Am nächsten Tag erschien der Bischof mit dem Allerheiligsten, um ihm die Wegzehrung zu geben. Gunther starb, und Břetislav gab die Anweisung ihn nach Prag zu bringen und im Kloster Břevnov bestatten zu lassen.

Die Aufführungstermine 

Premiere 30. Mai sowie am 3. - 5. - 6. - 11. - 12. - 13. - 19. - und 20. Juni 2026

Beginn jeweils 20.00 Uhr  - Einlass ab 18.30 Uhr 

Karten online über OK-Ticket und vor Ort im Heimat- und Tourismusbüro Rinchnach.  Preis: 28 Euro




Mittwoch, 1. Oktober 2025

Einladung nach Gutwasser


Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gunther-Verehrer,
 
ich möchte Sie über die diesjährige Feier des St.-Gunther-Festes in Gutwasser (Dobrá Voda) bei Hartmanitz am 11./12. Oktober informieren.

Das Programm:
Samstag, 11.10.: 18.00 Uhr Vesper zum Fest des hl. Gunther
Sonntag, 12.10.: 14.00 Uhr Festmesse zum Patrozinium
Hauptzelebrant: Pfr. Jan Kulhánek
Aus Schüttenhofen (Sušice) werden Fußwallfahrer erwartet. Nach dem Gottesdienst steht das St.-Gunther-Haus gegenüber der Kirche allen Besuchern zur Einkehr und leiblichen Stärkung offen.

Die Priester und Diakone unter Ihnen sind selbstverständlich zur Konzelebration bzw. Assistenz eingeladen!

 
Mit freundlichen Grüßen
 
Günter Iberl


 

Samstag, 12. April 2025

Das Gesicht einer Marienfigur überarbeitet


Hildegard hat eine Marienfigur geschenkt bekommen .

Ihr Anliegen war, das Gesicht zu überarbeiten .

Jemand hatte die Figur mal neu bemalt und sich viel Mühe gegeben.

Doch das Gesicht war nicht so gut gelungen... 

Bei Restaurationen soll man nicht radikal dran gehen. Die "Geschichte" soll möglichst erhalten bleiben. Dorothea Stuffer  versuchte es mit einigen zarten Linien . . . 

Gesicht der Marienfigur vorher

 Nun überarbeitet

Marienfigur, Gipsplastik, Gesicht renoviert

Dorothea Stuffer erzählt:

"Vor etlichen Jahren brachte mal meine Künstlerfreundin Vesna Poprzan aus Kroatien eine ähnliche Jesus-Gipsfigur in mein Haus. Die Farbe war an verschiedenen Stellen abgeblättert, und Vesna hatte den Auftrag, die Figur wieder herzurichten. Ich fuhr mit ihr in eine nahegelegene Galerie, wo der Besitzer auch gute Farben verkaufte. Er sah die Figur und weigerte sich: "Auf solch einen Kitsch will ich nicht meine Farben auftragen lassen!" 

Wir verließen die Galerie und fanden passende Farben bei mir.  Ich will den Galeristen nicht verurteilen und ich verstehe schon, was er fühlte. Doch mir fällt dazu ein, wie der heilige Franziskus mal eine Erscheinung im Traum hatte, wo Jesus zu ihm sagte: "Franz, richte meine zerstörte Kirche wieder her!" Franziskus meine erst, Jesus habe die Kirche San Damiano gemeint. Aber es war ein umfassenderer Auftrag... 

Mittwoch, 31. Juli 2024

Auftrag Kreuzigungsgruppe ausgeführt

 

Vor wenigen Tagen hat Dorothea Stuffer die Renovierung der beiden Figuren der Kraus'schen Kreuzigungsgruppe, Reichsdorf, Wolfgangsweg abgeschlossen.
 

Bis zur Abholung des Besitzers hat sie die ehernen Figuren in ihrer Blechwerkstatt aufgestellt. Es gefiel ihr Jesus in Berührung eines Engels zu platzieren. Kam doch im Garten Gethsemane vor Jesu Kreuzigung ein Engel vom Himmel zu ihm und stärkte ihn für seinen göttlichen Auftrag der Weltenerlösung.

Bevor die Künstlerin diesen letzten Schliff vervollständigt habe, traf sie sich nochmal mit dem Besitzer zu einer kurzen Besprechung über die Farbgebung. Man entschied, dass die Hautfarbe unbedingt korrigiert werden musste. Es war eine Hautfarbe aus dem Fertig-Angebot, die zu rot-stichig war. Dorothea Stuffer  machte sich nochmal ans Werk und mischte selber eine passendere Hautfarbe. 

Für den Nimbus der beiden Figuren entschied sie sich für Blattgold im Gegensatz zu dem vorherigen Gelb.

Dorothea Stuffer hat sich für einen goldenen Heiligenschein entschieden,

auch bei Maria

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




 Der Besitzer war noch unschlüssig, doch die wunderbar erklärenden Worte von Sylvia beseitigen alle Zweifel: 

"Stellen Sie sich vor, Ihnen begegnet ein Heiliger, eine Heilige. Wie sieht der Heiligenschein aus? Niemals Gelb, sondern Gold!"

Mit diesem anschaulichen Argument waren alle Unsicherheiten beseitigt. Der Besitzer nahm die beiden Figuren mit den Worten: "Sie gefallen mir sehr gut!" mit und brachte sie wieder an ihrem Bestimmungsort an.  

Auch Fuchs und Luchs haben Herrn Kraus ausnehmend gut gefallen.

Am Wolfgangsweg

Vor der Renovierung

Zwischenstadium - zu rosa


Freitag, 24. Mai 2024

Fußwallfahrt nach Gutwasser


 Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Gunther-Verehrer,

auf diesem Weg möchte ich Sie über die bevorstehende Fußwallfahrt zum hl. Gunther nach Gutwasser informieren:
Am 2. Juni 2024 ziehen die Fußwallfahrer aus Rinchnach über die Grenze zum hl. Gunther nach Gutwasser! Abmarsch ist auf deutscher Seite um 8.00 Uhr am Scheuereck. Nach einer Zwischenpause in Stubenbach (Prášily) geht es dann weiter nach Gutwasser. Um 14.00 Uhr feiern Pf. Konrad Kuhn von Rinchnach und Ortspfarrer Jan Kulhánek in der St.-Gunther-Kirche in Gutwasser eine deutsch-tschechische hl. Messe für alle Fuß- und Autowallfahrer. Es sind alle herzlich zur Teilnahme eingeladen. In dieser unruhigen Zeit wollen wir im Sinne des hl. Gunther auch verstärkt um den Frieden in Europa und der Welt beten.
Nach dem Gottesdienst steht das St.-Gunther-Haus gegenüber der Kirche wie gewohnt allen Besuchern zur Einkehr und leiblichen Stärkung offen.
Priester und Diakone sind selbstverständlich zur Konzelebration bzw. Assistenz eingeladen.


Mit freundlichen Grüßen

Günter Iberl





Fotos vom Vorjahr (Archiv Dengler), Plakat der Pfarrei Rinchnach

Mittwoch, 27. September 2023

St.-Gunther-Fest in Gutwasser: Einladung zum 7./8. Oktober 2023

Fstmesse zu Ehren des heilige Gunther in Gutwasser, Tschechien, 2022

 Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Gunther-Verehrer
 
hier möchte ich Sie über die diesjährige Feier des St.-Gunther-Festes in Gutwasser (Dobrá Voda) bei Hartmanitz am 7./8. Oktober informieren.

Das Programm:
Samstag, 07.10.: 18.00 Uhr Vesper zum Fest des hl. Gunther mit Mons. Adolf Pintíř
Sonntag, 08.10.: 13.30 Uhr Festmesse zum Patrozinium. Hauptzelebrant: Pfr. Jan Kulhánek. Aus Schüttenhofen (Sušice) werden Fußwallfahrer erwartet.
Nach dem Gottesdienst steht das St.-Gunther-Haus gegenüber der Kirche allen Besuchern zur Einkehr und leiblichen Stärkung offen.

Die Priester und Diakone unter Ihnen sind selbstverständlich zur Konzelebration bzw. Assistenz eingeladen!

 
Mit freundlichen Grüßen
 
Günter Iberl

St. Gunther-Fußwallfahrer 2022


Samstag, 31. Dezember 2022

Der Weg im Wald mit Engeln und dem heiligen Wolfgang

 Der heilige Wolfgang auf dem Weg im Wald, begleitet von Engeln, ganz vorn der Erzengel Michael

 Wohl behütet in guter Begleitung ins neue Jahr - - 

 Engel stehen immer an der Grenze. Zwischen Himmel und Erde, Gott und Mensch, Denken und Verstehen, Geist und Leib, Zeit und Ewigkeit.  So erinnert uns das Bild des Engels daran, ob wir bereit sind, uns über die Schwelle unseres begrenzten Lebens in den weiten Raum Gottes hinübertragen zu lassen. (Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann)
 

Freitag, 30. September 2022

Erzengel Michael am Michaelistag am Wolfgangsriegel installiert

Pilgerhelfer Xaver am Engels-Werk

Hier seht ihr Pilgerhelfer Xaver Hagengruber im flow: handwerklich hochbegabt schraubt er eine lebensgroße Reiterfigur an Hildegards Anwesen am Fuße des Wolfgangsriegel fest.

Schon lange hat sich Hildegard Weiler   gewünscht, dass diese wehrhafte Erzengel-Michael- Figur, Schutz gegen das Böse, an ihrem Haus angebracht wird. "Der heilige Geist ist ein langer Warter, aber ein sicherer Bringer", sagt Xaver gern. Nun ist Hildegards Traum endlich in Erfüllung gegangen.

Anlass für diese Aktion ist eine Erntedankfeier am kommenden Sonntag um 14 Uhr auf der Wolfgangskapelle. Eingeladen zu diesem Berg-Gottesdienst ist jedermann. Unter anderem wird aufgerufen, Nahrungsmittel für Bedürftige mitzubringen. Hildegard versorgt seit Jahren bedürftige Menschen in der Gegend. Sie stellt fest, dass die Armut immer schlimmer wird.

"Michael - Kämpfer gegen das Böse. Seine Gesichtszüge sind sanft. Das bedeutet, das das Böse letztlich nur mit Sanftmut überwunden werden kann." (Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann zu dieser Blechfigur)

 
Erzengel Michael auf blauem Pferd kämpfend - aufgestellt von Xaver Hagengruber und Dorothea Stuffer bei Hildegard Weiler 

 

Ähren zur Kapelle tragen

Für das Erntedankfest am Sonntag trägt Xaver eine Bund Kornähren über die steile Treppe des Kreuzweges zur Wolfgangskapelle hinauf. 

Hildegard reicht eine leckere Küchle-Stärkung









Michaelis-Küchle nach Hildegard:

Pfannkuchenteig aus Hafermilch und einer Mehlmischung aus Buchweizenmehl und Dinkelmehl anrühren. Reichlich Äpfel hinein scheiden und alles in der Pfanne in feinem Öl ausbraten - Guten Appetit mit Hildegards Michaelisküchle!

Abstieg von der Wolfgangskapelle über die uralte Steintreppe 

Im Gespräch

Xaver liebt diesen Ort, an dem der heilige Wolfgang übernachtet haben soll, sehr und wünscht sich, hier mal seine letzte Ruhestätte zu bekommen.

Für Hildegard hat Künstlerin Dorothea Stuffer noch eine Hildegard-Figur mit Kapelle und Rose mitgebracht. Hildegard wünscht sich voller Dankbarkeit, dass diese Figur einst an ihrem Grab angebracht werden soll..

Zum Abschluss betet Hildegard noch die alte Anrufung an den Erzengel Michael uns und alle Seelen vor dem Bösen zu beschützen.


Mittwoch, 5. Januar 2022

Zwei Presseberichte mit viel "Stufferblech"

 

"Ein Engel für den Gewinner" Viechtacher Anzeiger vom 3. Januar, Autorin: Nicole Ernst

 

Wir freuen uns über die Früchte der Wolfangskünstlerin Dorothea Stuffer: zwei schöne aktuelle Zeitungsberichte, die sich auf meine Blechfiguren am Lichterweg beziehen. Der Viechtacher Anzeiger zeigt den Woidwoife und seine Wildtiere (oben) und zwei Engel (unten links) beim Kollnburger Rathaus  und stellt den "Gewinn-Engel" (unten rechts) vor, den die Viechtacher Künstlerin  für einen Lichterweg- Fotowettbewerb auf Bitten der Gemeinde hin zur Verfügung gestellt habe. Die Preisverteilung wird bald stattfinden.

 

Der Viechtacher Bayerwald Bote erfreut mit einer wunderschönen Überschrift und einem Bericht zur Installation vor der Kapelle in Schweinberg: "Am Schweinberg zähmt Franziskus den Wolf" - Sandra Wilhelm installierte in Zusammenarbeit mit Alexandra Fischl künstlerisch eine innen und außen lichtgeschmückte Kapelle, ein Kleinod der Lichter-Stationen vom diesjährigen Lichterweg in und um das Burgdorf Kollnburg. 

 Der Lichterweg bleibt noch bis 6.Januar bestehen, dann ist der engere Kreis der Weihnachtszeit, "die 12 Weihnachtstage" (=25. Dezember bis 5. Januar)  abgeschlossen.

Innen und außen ist die Kapelle im Berg-Weiler Schweinberg weihnachtlich beleuchtet. Mitte oben: Franziskus umarmt Wolf und Schaf.  Die Blechschafe sind schon lange weithin bekannte und beliebte "Wahrzeichen vom Herzstück des Wolfgangsweges". 

Am 4. Januar war dieser Bericht von Marion Wittenzellner im Bayerwald-Boten

Donnerstag, 9. Dezember 2021

MADONNA VON STALINGRAD - LICHT - LIEBE - LEBEN

Die Stalingradmadonna 

 MADONNA VON STALINGRAD - LICHT - LIEBE - LEBEN

ein Beitrag von Hildegard Weiler 


Letzten Monat hat Hildegard Weiler, 1. Vorsitzende des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang, eine wunderschöne, innige Madonna aus Steinmaterial geschenkt und anvertraut bekommen. Es ist eine Kopie der sogenannten Madonna von Stalingrad. Ein Soldat im tödlichen Kessel von Stalingrad hat sie anlässlich des Wartens auf Christus im Advent 1944 geschaffen. Mittlerweile hat Hildegard Weiler die Skulptur weihen lassen. 

Liebe Pilgerfreunde, 

gestern war das Hochfest der Ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria, 8. Dezember.  

Was tut Maria, was lässt sie geschehen? Wie können wir ihr Geheimnis verstehen? Hoffen wie Maria,  hoffen wie ein Kind, hoffen, weil wir alle Kinder Gottes sind. 

Segen zur Zeit der Naherwartung von Christus - -  

Grüße vom St. Wolfgangshof am Fuße des Kreuzweges zur Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel! 

Hildegard Weiler 





Sonntag, 19. September 2021

Hildegard von Bingen - Gedenktag am 17.September

Minitatur auf Blech gemalt von Dorothea Stuffer nach einem alten Vorbild - Hildegard ist in Klausur und empfängt göttliche Inspirationen. Sie hat in dieser Zeit der Klausur lediglich Kontakt mit ihrem Beichtvater, der ihre göttlichen Inspirationen niederschreibt.

 Anlässlich des Gedenktages der heiligen Hildegard von Bingen am 17.September hier ein kleiner Beitrag in unserem Wolfgangsblog. 

Da unsere 1.Vorsitzende vom Verein Pilgerweg St. Wolfgang Hildegard Weiler immer wieder gewisse Parallelen zu dieser großartigen Frau des Mittelalters zeigt, möge dieser Beitrag auch ein Gruß an unsere hochgeschätzte Hildegard Weiler sein. 

"Gott ist ewig, und Ewigkeit ist Feuer, und das ist Gott. Und Gott ist kein verborgenes, kein schweigendes Feuer, sondern ein wirkendes Feuer." (Hildegard von Bingen) 

Bereits 50 Jahre nach ihrem Tod + 1179 beginnt der Weg ihrer Heiligsprechung. Schon zu Lebzeiten wurde sie wie eine Heilige angesehen. Doch das Schiff der Kirche fährt langsam, und so wurde Hildegard erst im Jahre 2012 von Papst Benedikt XVI heilig gesprochen. Ihr Gedenktag ist der 17. September.

Die Äbtissin Hildegard gründete Abteien bei Bingen und Rüdesheim.

Sie war Visionärin und Naturwissenschaftlerin, Dichterin und Ärztin, Mystikerin und Politikerin, Ratgeberin der Großen ihrer Zeit, sie unternahm ausgedehnte Predigtreisen und erstellte ein umfassendes literarisches Werk. Sie komponierte heilige Gesänge, die in ihrem Klang ganz einzigartig sind. "Diese Gesänge sind von Gott eingegeben", sagt Hildegard "denn ich habe nie Gesang studiert, die Gesänge waren einfach da."

„Kosmos, Leib und Seele“ aus dem Liber divinorum operum I.4

Hildegard schaut den Kosmos - nicht als Welten des Zufalls, sondern als Schöpfung. Die Mitte ist Adam, der wohlgestaltete Mensch, der vor der Erdkugel steht mit ausgebreiteten Armen (wie der neue Adam am Kreuz) Der Makrokosmos umgibt ihn in verschiedenen Kreisen, mit guten und bösen, hellen und dunklen Kräften. Alle diese Kreise sind umfasst von Caritas, einer Frauengestalt (roter Kreis). Caritas, die glühende Liebe, über der das Antlitz Gottes steht. Groß steht der Mensch vor Hildegard, groß der Kosmos im positiven und negativen Kräften. Größer ist die Liebe, die alles zusammen hält. Wer auf diese Ganzheit blickt, erfährt Heil. (Bildinterpretation nach Schulz/Lechner/ Herder Verlag)



"Achte mit Sorgfalt darauf, dass durch die Wechselhaftigkeit deiner Gedanken die gründende Kraft, die du von Gott hast, in dir nicht dürr wird." Hildegard von Bingen)

ODER:  https://www.youtube.com/watch?v=mcQ3Y1inEjw


Hinweis:

Es gibt auch einen Hildegard-von-Bingen-Pilgerwanderweg! Er verläuft entlang ihrer Lebensstationen.

Sonntag, 15. August 2021

Marienlied mit Pilger Rudi Simeth

Rudi Simeth vor dem Altar der Waldmarienkapelle

 Unser wertgeschätzter Pilgerbruder Rudi Rimeth hat stets ein Lied auf den Lippen und im Herzen, wenn er auf seinen Wanderungen Kirchen, Kapellen, besonderen Stationen begegnet.


Anlässlich des heutigen Feiertages "Mariä Himmelfahrt" lassen wir Sie nun einem besonderen Marienlied lauschen, welches Rudi Simeth bei der Waldmarienkapelle bei Ramersdorf vorgetragen hat.

https://www.youtube.com/watch?v=o9uS944pAKc



Pilger Rudi singt stets gerne auf dem Weg.


Montag, 10. Mai 2021

Zum Muttertag Marienfigur

Gesicht der Marienfigur am Engelweg

 Am sonnig-blauen Muttertag 2021 machte sich Künstlerin Dorothea Stuffer mit Pilgerhelferin Sylvia Dressler auf zum Engelweg Fernsdorf-Ayrhof, um die bei Fernsdorf stationierte Marienfigur farblich aufzufrischen. Da sie sehr der Sonnen-Einstrahlung ausgesetzt ist, war es fast ein Wunder, dass  die Farben doch recht stabil geblieben sind. 

"Ich habe lediglich das Gesicht etwas nachgezeichnet (mit Wachs-Ölkreiden) und alles andere etwas stabilisiert (auch mit Wachs-Ölkreiden) Zum Abschluss habe ich die Figur noch stabilisierend-schützend lackiert", erklärt Dorothea Stuffer. Sylvia Dressler betont zweimal: "Das Gesicht ist jetzt sehr schön geworden!" 

Der Himmel war am Muttertag dieses Jahr so blau wie Mariens Schutzmantel, und die Segens-Strahlen leuchten wie liebende Herzen - - -

Marienfigur mit blauem Himmelsmantel und leuchtenden Strahlen des Segens 

Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann

 "Siehe ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast" (Luk.1,38).

Die Antwort, die Maria dem Verkündigungsengel gibt, entspricht voll der Botschaft, die der Engel ihr bringt.  Maria wird zum Spiegelbild des Engels . "Mir geschehe, wie du gesagt hast." Um diesen letzten Gehorsam bitten auch wir im Vaterunser, wenn wir sprechen "dein Wille geschehe".

Samstag, 5. Dezember 2020

Eine große Lichterweg-Wanderung

Pilger Rudi Simeth und Edeltraud Brauner am Lichterweg in Kirchaitnach 

 Eine große Lichterweg-Wanderung

Rudi Simeth und Edeltraud Brauner besuchen die 4 Orte des Kollnburger Lichterweges


Ausstaffiert mit seinem Wanderhut, dem Pilger-Rucksack und einer Orientierungskarte macht sich am 4.Dezember, dem Tag der heiligen Barbara, Rudi Simeth aus Weiding/Oberpfalz auf, um den Lichterweg zu besuchen. Dabei hat er nicht etwa den Plan, an 4 Advents-Wochenenden die vier vorweihnachtlich besonders geschmückten Orte Allersdorf, Kirchaitnach, Schweinberg und Kollnburg je einzeln zu besuchen. Nein, er er-findet und er-wandert den Lichterweg für sich als Teil seines großen Lebenspilgerweges. In einer auf der Karte ausgesuchten Wanderstrecke in zwei Rundweg-Etappen von etwa 14 Kilometern will er die Lichter, Figuren und Impulse, Zäune und Fenster erleben. 

"Diese Pilgewege spiegeln alle mein Leben, beziehungsweise spiegle ich mein Leben in diesen Pilgerwegen. Für meine aktuelle persönliche Situation ist gerade der Lichterweg mit seinem wunderschönen Namen und seiner Aussagekraft sehr passend." 

Für Pilger Rudi Simeth geht es immer auch um das "Heilsame Wandern". Heilsame Wanderungen nennt er nicht nur seine beliebten geführten Quell- und Flusswanderungen. Heilsam wandern heiße, wie die heilige Barbara das Grubenlicht der Bergarbeiter in der Dunkelheit wahrzunehmen und aufleuchten zulassen. 

Bei der "ernsten Krippe" singt Pilger Rudi das Barbara-Lied vom Grubenlicht

Lied Klick hier: https://www.youtube.com/watch?v=azqBNQOb9Ak

Beim heilsamen Wandern seien sogenannte "Lichtgedanken" ein wichtiger Aspekt für jedwede Heilung, sei sie körperlich oder seelisch oder geistig. Von daher passe gerade der Kollnburger Lichterweg wunderbar in die jetzige Zeit, und das nicht nur für Pilger Rudi Simeths ganz eigenen Lebensweg. 

Zusammen mit Edeltraud Brauner macht er sich also auf naturbelassenen Pfaden und Wanderwegen auf. Die erste Etappe erstreckt sich über 14 Kilometer von Kirchaitnach nach Schweinberg bis nach Allersdorf.

Die Strecke von Schweinberg nach Allersdorf ist dem Lebenspilger schon vertraut: "Da war ich schon zweimal unterwegs mit den Prosdorfer Wallfahrern nach Altötting."Pilgern und Wandern ist für Rudi Simeth wie ein Lebensauftrag. Die Wege ziehen sich für ihn wie die Songlines der Aborigenes durch seine Biografie und setzen Spuren, die eine tiefe Bedeutung haben.

Ab und zu halten die beiden Wanderer an, um die Schönheit der sanft beschneiten Gegend zu betrachten und ihre Gebete hinaus zu schicken über die Bergrücken des Bayerischen Waldes. So manches "Gstanzl" erklingt einsam unter freiem Himmel. 

"Und einen Kirschzweig werden wir auch von unterwegs mitnehmen", sagt Edeltraud Brauner.  "Der Zweig kommt zuhause in eine Vase und wird als Barbarazweig an Weihnachten erblühen wie ein Licht in der Dunkelheit."

Den zweiten Teil der Lichterweg-Wanderung werden sich die beiden zu gegebener Zeit vornehmen. "Am liebsten bei Schnee und sonne und noch vor Weihnachten." Mit dem gesammelten Fotomaterial  möchte der Pilger und Dokumentationskünstler eine im Internet abrufbare Präsentation zusammenstellen (wird demnächst hier im Blog vorgestellt). 

“Schafe – nur idyllisches Beiwerk zur Weihnachtsbotschaft oder vielmehr Hinweis auf eine Haltung des Glaubens?!  Denn: “Schafe können sicher weiden, wo ein guter Hirte wacht (nach einer Kantate von Johann Sebastian Bach)  – Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann


Pilger Rudi Simeth bei der Hirtenszene vor Kirchaitnach 

Donnerstag, 1. Oktober 2020

Patrozinium in Gutwasser - Dobra Voda

Die Gunther geweihte Kirche in Gutwasser

 Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Gunther-Verehrer
 
mit dieser Information möchte ich Sie über die diesjährige Feier des St.-Gunther-Festes in Gutwasser (Dobrá Voda) bei Hartmanitz am 10./11. Oktober informieren.
Das Programm:
Samstag, 10. Oktober: 18.00 Uhr Vesper
Sonntag, 11. Oktober: um13.30 Uhr Hl. Messe
Ortspfarrer Jan Kulhánek, wird den Festgottesdienst feiern. Aus Schüttenhofen (Sušice) werden Fußwallfahrer erwartet.

Aktuelle Situation
Selbstverständlich steht in diesem besonderen Jahr alles unter einem gewissen Vorbehalt: Wie die Pandemie-Situation zum Zeitpunkt des Festes aussieht, kann nicht sicher vorhergesehen werden. Zur Zeit besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für die Tschechische Republik. Bitte informieren Sie sich – wenn Sie teilnehmen wollen - vor der Anreise über die aktuelle Situation. Die Festmesse selber wird sicher gefeiert werden, außer es kommt zu einer Lage wie im März dieses Jahres.

 
Mit freundlichen Grüßen
 
Günter Iberl

Gunther und die Hirschkuh, Darstellung in Blech an der Zwieseler Bergkirche 

Der heilige Gunther, geboren um 955, gestorben am 9.Oktober am Gunthersberg bei Gutwasser, Tschechien (Dobra Voda), war ein Einsiedler, der in den Urwäldern des Bayerwaldes und des Böhmerwaldes lebte. Wie der heilige Wolfgang hat er seinen Feiertag im Oktober. Auch lebte er in derselben Zeitepoche wie Wolfgang - mitten in vielen Wirren einer schwierigen Zeit - - -


Blecharbeit an der Zwieseler Bergkirche von Dorothea Stuffer