Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet

Sonntag, 29. März 2026

"Ereignis am Guntherweg"- ein großes Gemälde mit einer inhaltreichen Geschichte

 

Der Mönch Gunther mit Buch 
"Gunther kehrt zurück!"

Das Jahr 2026 ist ein Jubiläumsjahr des heiligen Gunther, der - ebenso wie der heilige Wolfgang - vor rund 1000 Jahren hier im Bayrischen- und Böhmerwald gelebt und gewirkt hat. 

Der Guntherweg

 Gunthers Weg führte ihn von Niederalteich nach Lalling, dann nach Rinchnach und später dann auch nach Böhmen. Auf dem Guntherweg kann man heute diese Strecke auch über mehrere Etappen erwandern und stößt überall auf seine interessante Lebensgeschichte und sein Wirken. Vom 30. Mai bis 20. Juni 2026 finden die imposanten Festspiele in Rinchnach statt.

 Einsiedler im hohen Alter

 Im hohen Alter von 94 Jahren zog sich Gunther als Einsiedler in die Böhmischen Wälder zurück, um dort seine letzte Bestimmung zu finden. 

 Inspiration zu einem Gemälde

Gunthers Leben ist voller Legenden. Das hat die Künstlerin Dorothea Stuffer schon vor vielen Jahren zu einem inhaltreichen Gemälde inspiriert und in einigen -  teils jahrelangen Malprozessen hat sie nun die endgültige Bildkomposition gefunden. Wir schauen der Malerin nun virtuell über die Schulter: 

 

"Ereignis am Guntherweg" -  Größe: 130/110 Öl, Wachs, Acryl (hier fast fertig) 

2017 mit wildem Himmel 

Im Arbeitsprozess: Himmel wurde nun blau  - Wolf nicht ganz übermalen, neue Tiere erfinden 

Die Reiterfigur mit Pferd: Pferd bekommt Licht im Gesicht

Sanfter Bayerwald-Wolf und Hirschkuh mit Jungtier 

2017: Toller Himmelwolf "Nordic"

Himmelhirsch am blauen Himmel 

Vorher bunter Himmel und ohne Gesicht

Zwischenstadium des neuen Himmels mit Wolfkopf und Hirschkuh mit Jungtier

Harfenspielerin - unverändert

mit blauer Hirschkuh 

Gunther und die das Bild gemalt hat 

Heilige Elisabeth mit Brotkorb

jetzt mit Apfelblüten-Früchte-Baum 












Mit den Apfelblüten bringt die Malerin den Frühling in das ursprünglich herbstlich gehaltene Gemälde. Ich habe jedoch die roten Äpfel belassen und damit Frühling und Herbst zusammen gefasst. Der Brotkorb der Heiligen Elisabeth steht für miteinander Teilen. 

Hirschkuh: 

Günther Iberl hat mir freundlicherweise diese Geschichte mit der Hirschkuh in ausführlicher Fassung zukommen lassen:

 St. Gunther hat ja die letzten Lebensjahre bei Gutwasser am Guntherfelsen verbracht. Es heißt, am Ende seines Lebens war er schon zu schwach, um aufzustehen. Da kam täglich eine Hirschkuh und nährte ihn mit ihrer Milch. Als der böhmische Herzog Břetislav mit dem Prager Bischof in der Gegend zur Jagd war, verfolgten sie und das Gefolge genau diese Hirschkuh, die sie schließlich zu Gunther führte. Břetislav erkannte ihn als seinen Taufpaten und auch, in welchem Zustand er war. Am nächsten Tag erschien der Bischof mit dem Allerheiligsten, um ihm die Wegzehrung zu geben. Gunther starb, und Břetislav gab die Anweisung ihn nach Prag zu bringen und im Kloster Břevnov bestatten zu lassen.

Ereignis am Guntherweg 

P.S.: Blech-Gunther von Dorothea Stuffer mit der Hirschkuh in Zwiesel:

https://www.niederbayern-wiki.de/wiki/Gunther
 

Und hier für Interessierte ein Beitrag von mir über das bevorstehende Jubiläum:

 https://www.wolfgangsweg.de/gunther-kehrt-zurueck-gunther-festspiele-rinchnach-2026/

 

Donnerstag, 26. März 2026

Ein Missionar berichtet

 

Einfachstes Leben im Südsudan - Foto: Frank 

Den Menschen helfen, sie speisen und ihnen das Evangelium nahe bringen

 Freundschaft 

 Seit 15 Jahren ist er Missionar: Frank aus dem Schwarzwald. Im Südsudan hilft er zusammen mit seiner Familie und einigen Glaubensgeschwistern Flüchtlingen, die im Nordsudan bekriegt wurden. Pfarrer Roland Kelber und seine Frau Debora haben ihn eingeladen im Gottesdienst in Viechtach etwas über seine Tätigkeit zu erzählen. Debora hatte ihn bei einem christlichen Seminar kennengelernt. Es entstand - dank e-mail - eine langjährige Freundschaft. 

 Flüchtlinge, Strohhütten, Saaatgut 

 In einer spannenden Präsentation zeigte Frank Bilder des afrikanischen Ortes, wo er tätig ist und berichtete über die dortige Situation. Keine Straßen, kein Strom, ärmste Verhältnisse. Damit diese Menschen wieder ihre traditionelle Landwirtschaft betreiben können, kümmert sich der engagierte Organisator um entsprechendes Saatgut, welches - alles in Handarbeit - verteilt und zur Aussaat bereitgestellt wird. Im Wechsel zwischen staubiger Trockenzeit und nasser Regenzeit wird mit einfachsten Mitteln das Nötigste zur Grundernährung gesät, gepflegt unter Gottes Segen geerntet. 


Verteilung von Saatgut - Foto: Frank
 Berufung und Erfüllung

 Frank fühlt sich als christlicher Missionar berufen. Er investiert all seine Zeit und Kraft in seine Aufgabe. Dabei erfährt er eine große Erfüllung. Die Hinführung und Begleitung in den christlichen Glauben der im muslimischen Glauben verankerten Menschen geht dabei einfühlsam und Schritt für Schritt vor sich. 

Der Friedefürst

 "Alle Menschen tragen in sich eine große Sehnsucht nach Frieden. Jesus ist bei Jesaja der prophezeite Friedefürst. Nur er kann allein den wahren Frieden geben", ist der junge Missionar überzeugt. Jesus habe die 2000 gespeist und ihnen das Evangelium gebracht. "Auch wir helfen den Flüchtlingen zur Speise und verkündigen ihnen das Evangelium." Frank ist zutiefst ergriffen von Jesu Botschaft und Auftrag: Geht hin in alle Welt! Getauft wird in stehendem, etwa einen Meter hohen Gewässern, Tümpeln, die sich in der Regenzeit bilden.

Das Ziel des christliche Glaubens

 Der spannende und bewegende Vortrag mit vielen beeindruckenden Bildern fand im Gemeindesaal statt, in welchen die evangelische Kirchengemeinde während des Gottesdienstes umzog. Danach gab es noch Raum für Fragen oder für weitere Beiträge.
"Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wenn wir mit Jesus rechnen, kommen wir zum Vater." bekräftigte der Referent. Als Abschlusslied vor dem Segen wünschte sich der Glaubensbote das Lied "Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte."  Pfarrer Roland Kelber begleitete alle Lieder mit dem Keyboard.

 

Donnerstag, 19. März 2026

Sich auf das Abenteuer Jesus einlassen


Sich auf das Abenteuer Jesus einlassen 


Die Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde stellen sich vor 
 

Am vergangenen Sonntag Laetare ("Freuet euch!") gestalteten die im kommenden Mai zur Konfirmation angemeldeten Konfirmandinnen und Konfirmanden in der voll besetzten Christuskirche Viechtach den Gottesdienst. 13 Jugendliche haben ein Jahr lang in Begleitung von Pfarrer Roland Kelber als harmonische Gruppe zusammen gearbeitet und sind dem christlichen Glauben dabei nahe gekommen. Dies stellten sie nun in einem abwechslungsreichen Gottesdienst unter Beweis.


Jugendliche gestalten den Gottesdienst


Begrüßung, Vorstellung, die Bibellesung mit selbst gezeichneten Bildern, die Fürbitten, ein stummes Anspiel, ein Video zum Thema Gewissensfragen, den Schlusssegen - alles oblag der Gruppe von Jugendlichen. Sie waren engagiert und mit ganzem Herzen dabei. Die Lieder haben sie selber ausgewählt. Pfarrer Kelber begleitete sie - mitten unter ihnen. Eine Konfirmandin spielte mit ihrer eigenen Gitarre eines der Lieder vortrefflich mit. Zwischendurch applaudierte die Kirchengemeinde spontan. Das selbst erstellte Video über Gewissensfragen wurde aus technischen Gründen in einem kurzen Szenenwechsel im Gemeindesaal gezeigt.

Alles auf eine Karte - Jesus - setzen?

 Bei der gemeinsamen Wochenendfreizeit hatte sich alles um das Thema "Das Abenteuer sich auf Jesus einzulassen" gedreht. Dieses Thema stand auch bei diesem Gottesdienst im Fokus. Der Seelsorger- diesmal ohne Talar - fasste in seiner Predigt die wichtigsten Punkte zusammen. Wenn man etwas Neues ausprobiere, was man noch nie gemacht habe, dann versuche man Menschen zu finden, die das Experiment schon erfolgreich bestanden haben. "Welches Risiko gehe ich ein, wenn ich mein Leben ganz auf Jesus baue?" Hier gebe es seit mehr als 2000 Jahren bis heute wertvolle Glaubenszeugen. So kann zum Beispiel jemand berichten: "Mein ganzer Besitz und all mein Reichtum spielt für mich keine Rolle mehr. Ich habe Jesus!". Keiner von uns sei als Experte geboren und jeder müsse seine ganz eigenen Erfahrungen machen. Wir können aber den Rat von Experten suchen.

In diesem Gottesdienst konnten alle erleben, wie der christliche Glaube jungen Menschen nahe 
gebracht werden kann.


Pfarrer Kelber bedankte sich bei Sandra Weber und bei Iris Marchl, die als sehr gute Pädagoginnen viel dazu beitragen, die Flamme des Glaubens an Kinder weiter zu geben.



Insgesamt sind es heuer 13 Konfirmandinnen und Konfirmanden 

Lieder auf der Gitarre begleiten 

Pfarrer Roland Kelber mit der Gitarre mittendrin

Fürbitten

Bebilderte Bibellesung 

Stummes Anspiel

Kurzer Szenenwechsel: Video "Gewissensfragen" im Gemeindesaal 

Pfarrer Roland Kelber predigt - diesmal ohne Talar



Dienstag, 17. März 2026

Auftaktwanderung am Sonntag, 22. März mit Pilger- und Wanderführer Rudi Simeth

 

In der Presse werden Pilger Rudis Heilsame Wanderungen stets superschön erwähnt.

Liebe Pilger- und Wanderfreunde,

 

am kommenden Sonntag ist es so weit. Wir starten zur ersten "Heilsamen Wanderung 2026 - Heimat spüren - grenzenlos unterwegs sein". Wie im Jahre 2014 begonnen, verbinden wir durch Wanderungen beiderseits der bayerisch-böhmischen Grenze unser beider Heimat. Dazu ein Auszug aus der Pressemitteilung zur ersten Wanderung. 

Der gesamte Artikel war im CHAMLAND aktuell schön gesetzt und ist beigefügt. (Siehe unten) Ebenfalls einige der Höhepunkte - Bilder sagen mehr als Worte. Die Familie Pongratz vom Gasthof zur Linde freuen sich auch schon auf unsere Mittagseinkehr gegenüber den mächtigen Linden vorm Wallfahrtsmuseem. Bis jetzt sind bereits 13 Anmeldungen eingegangen. Auch wir freuen uns auf den Start in den Frühling und die neue Wandersaison.

 Der Presse-Hinweis: 

Die ersten Jahre wurden mit grenzüberschreitenden Wanderungen symbolisch auch die inneren Grenzen der Mitwandernden überwunden. Vom Hohenbogenwinkel bis Waidhaus wurde dadurch auch die Heimat von Rudi Simeth und Paul Zetzlmann verbunden. Nach wechselnden Themen und Zielen wie Quell- und Flußmündungswanderungen, sowie Wanderungen zu Kraftorten und Baumdenkmalen steht heuer wieder die Heimat im Mittelpunkt.

Rudi Simeth sieht darin die grenzenlose Heimat - unser schönes Waldgebirge - beiderseits der bayerisch-böhmischen Grenze. Auf Pilgerwegen, Kultur-Denkmalen, an Kraftorten, Seen und Wasserfällen gibt es dabei vieles zu entdecken. Symbolisch kann dabei auch die innere Heimat der Mitwandernden erspürt werden.

Sonntag, 22. März auf dem Jakobsweg und Klangweg von Stachesried nach Neukirchen

Die erste Wanderung startet am 22. März um 9 Uhr am Kunstpavillon in Stachesried, Gemeinde Eschlkam. Über den Jakobsbrunnen in Leming geht es auf dem Ostbayerischen Jakobsweg über Brünst und die Hochstraße mit Klangweg zur Heiligbrunn Kapelle St. Anna. Nach Besichtigung der Wallfahrtskirche Mariä Geburt werden Linden Baumdenkmale und Jakobsstein vor dem Wallfahrtsmuseum in Neukirchen bestaunt. Nach einer Einkehr im Gashof zur Linde wird über das Naturbad und den Naturlehrpfad wieder zum Kunstpavillon zurückgewandert.

Die leichte Wanderung von 14 km Länge mit Unterwegs- Einkehr, Impulsen und auch gemeinsamen Liedern dauert bis gegen 16 Uhr.

Anmeldungen nimmt Rudi Simeth entgegen. (Siehe Info) Bitte an wettergerechte Kleidung, feste Schuhe und Getränke für unterwegs denken.

Auch wegen Höchst-Teilnehmerzahl von 25 immer verbindliche Anmeldung bei Rudi Simeth. Per Mail unter waldaugen@t-online.de oder per Telefon/WhatsApp unter 0173 5947879. Anmeldung bis zwei Tage vorher möglich. Teilnahmegebühr bar vor Ort 10,- Euro. Infos zu den Wanderungen auch im Internet unter:  www.keb-cham.de/projekte/heilsame-wanderungen/ 

 

Schöne Frühlings-Wandergrüße

 

Rudi Simeth, Schloßstr. 12, 93458 Eschlkam-Stachesried









BY – – – Stachesried – Neukirchen

 

Mittwoch, 11. März 2026

Stille Wege

"Stille Wege" - gezeichnet von Dorothea Stuffer (DIN A 4) 

 Unser ältestes Vereinsmitglied Milda Stuffer (94) hat auf ihrer "Festplatte" (Gedächtnis) etliche großartige Wander-Gedichte parat. Wir möchten Ihnen nun in der Fastenzeit davon einige vorstellen und wünschen Ihnen beim Betrachten gute Inspirationen.


Stille Wege musst du suchen, willst du Natur aufspür'n.

Verwunsch'nen Pfaden musst du folgen,

nur schmale Gleise ziehen,

dorthin, wo du frei von Lärm und Hast

noch stille Täler findest,

Berge, die geheimnisvoll

hinter den Wolken sanft verschwinden.

Wenn du den Frieden kosten willst,

den nur Gott vermag zu schenken,

musst du, um ihn zu finden, dein Leben neu durchdenken.

Versuche trotz des Alltags schwer Last

unbeirrt von andern

durch Chaos und Verwirrungen

deinen Weg zu wandern,

bis du wieder Kraft und Mut und Glauben hast.




Dienstag, 3. März 2026

Heilsame Wanderungen - Pilger Rudi Simeth lädt ein


Liebe Pilger- und Wanderfreunde,

 

angesichts der kriegerischen Turbulenzen in der Welt hat es mich die letzten Tage in die einsamen Grenzregionen gezogen, wo wir deutlich die Sinnlosigkeit und Folgen aller Kriege erkennen. Dabei konnte ich aber auch die schon wieder aufblühende Natur im besonderen Licht des Vorfrühlings bewundern. Und dies fast übergangslos nach einer für uns Wintersportler traumhaften Schneewoche in den Faschingsferien. Da war ich mit einer harmonischen Gruppe vom Arber bis zum Gibacht auf unseren Heimatbergen unterwegs. Teilnehmende Generations übergreifend von 42 - bis 89 Jahren!

Mit einigen Bildern lasse ich euch in den Vorfrühling mitgehen:







Start der Heilsamen Wanderungen 2026 am Sonntag, 22. März

Rechtzeitig zum Frühlingsanfang starten wir dann mit den heilsamen Wanderungen.

Die erste Wanderung von meiner Heimat startet - wie QiGong- vom Kunstpavillon in Stachesried um 9 Uhr. Auf dem Ostbayerischen Jakobsweg und Klangweg Richtung Neukirchen und über den Naturlehrpfad zurück.

Es sind dafür bereits fünf Anmeldungen eingegangen.

 

So wünsche ich euch jetzt ein friedliches Miteinander "im Kleinen" - in unserem unmittelbaren Umfeld. Das ist unser mögliches Wirken für das "große Ganze"

 

Mit frohen Wandergrüßen

 Rudi Simeth, Schloßstr. 12, 93458 Eschlkam-Stachesried

 Mobil:  0173 5947879

Mail:    waldaugen@t-online.de




Dienstag, 24. Februar 2026

Gunther kehrt zurück - Gunther-Festspiele Rinchnach 2026

Darstellung in Blech bei der Bergkirche Zwiesel 
Gunther und Wolfgang 

Der heilige Gunther lebte um 1000 und hat viel gemeinsam mit dem heiligen Wolfgang, der auch in dieser schwierigen Zeit lebte und wirkte. Beide hielten sich auf in den wilden Wäldern des Bayerischen und Böhmerwaldes, zogen lange Wege durch die Wildnis und waren in Kommunikation mit Wald und den Wildtieren. Beide bevorzugten das einfache Leben, beide waren voller Demut und Gottergebenheit, beide waren Benediktinermönche. Beide bewirkten sie großartige Kultur und rodeten Wälder zur Besiedelung 

Der Weg 
 Gunthers Weg führte ihn von Niederalteich nach Lalling, dann nach Rinchnach und später dann auch nach Böhmen. Auf dem Guntherweg kann man heute diese Strecke auch über mehrere Etappen erwandern und stößt überall auf Gunthers interessante Lebensgeschichte und sein Wirken. 

Festspiele in Rinchnach 

Rinchnach, auch "Kloster" genannt, machte Gunther zur Keimzelle der Besiedelungsgeschichte im mittleren Bayrischen Wald. Und genau dort wird ihm noch heute gedacht: Seit fast 50 Jahren  zählen die Gunther-Festspiele in Rinchnach zu den kulturellen Highlights im Bayrischen Wald. Nach fast 15-jähriger Pause dieser Aufführung kommt es heuer wieder auf die Bühne. 

Vom 30. Mai bis 20. Juni 2026 finden die imposanten Festspiele in Rinchnach statt.

Das Stück wurde nun neu erarbeitet und neu inszeniert von Julian Niedermeier. Mit einem engagierten Team befinden sich bereits jetzt die Vorbereitungen in vollem Gange. Moderne Ton- und  Lichttechnik und sogar eine eigene Festspielmusik sollen uns in die Zeit vor über 1000 Jahren hinein versetzen, in das außergewöhnliche Leben Gunthers und der Menschen um ihn herum. 100 Darsteller werden daran beteiligt sein. Die Freilichtbühne bietet Patz für rund 400 Zuschauer. Die Zuschauer werden schon 2 Stunden vor den Aufführungen und in den Pausen mit passenden Schmankerln und Getränken aus den Verkaufsständen versorgt. 

Rinchnachs Bürgermeiterin Simone Hilz und Kurt König, 1. Vorsitzender des Guntherbund e.V. betonen die große Bedeutung der Festspiele für das kulturelle Leben in der Gemeinde Rinchnach und der Region.  

Beeindruckende Freilichtbühne - Foto aus "Der Bayerwald", Heft 1/2026


Das Leben von Gunther vom Krieger zum Mönch und Einsiedler 

In der unruhigen und widersprüchlichen Welt des Mittelalters zur Jahrtausendwende um 1000 versucht der thüringische Gaugraf Gunther seinen Platz und seine Bestimmung zu finden. Er steigt zu einem erfolgreichen Krieger und klugen Ratgeber des deutschen Kaisers auf, ist bei vielen Machthabern ein gern gesehener Gast, selbst nachdem er mit 50 Jahren all seinen Besitz aufgibt und in den Benediktinerorden eintritt. 

In der von Endzeitstimmung geprägten Zeit der Jahrtausendwende beginnt Gunther mit der Rodung des Bayrischen Urwaldes (Nordwald), gründet und leitet das Kloster Rinchnach und zieht sich schließlich im hohen Alter von 94 Jahren als Einsiedler in die Böhmischen Wälder zurück, um dort seine letzte Bestimmung zu finden.

Sogar sein Tod ist voller legenden. Eine Hirschkuh soll eine Jagdgesellschaft zu dem schwer erkrankten Gunther geführt haben. 

Günther Iberl hat uns freundlicherweise diese Geschichte mit der Hirschkuh in ausführlicher Fassung zukommen lassen:

 St. Gunther hat ja die letzten Lebensjahre bei Gutwasser am Guntherfelsen verbracht. Es heißt, am Ende seines Lebens war er schon zu schwach, um aufzustehen. Da kam täglich eine Hirschkuh und nährte ihn mit ihrer Milch. Als der böhmische Herzog Břetislav mit dem Prager Bischof in der Gegend zur Jagd war, verfolgten sie und das Gefolge genau diese Hirschkuh, die sie schließlich zu Gunther führte. Břetislav erkannte ihn als seinen Taufpaten und auch, in welchem Zustand er war. Am nächsten Tag erschien der Bischof mit dem Allerheiligsten, um ihm die Wegzehrung zu geben. Gunther starb, und Břetislav gab die Anweisung ihn nach Prag zu bringen und im Kloster Břevnov bestatten zu lassen.

Die Aufführungstermine 

Premiere 30. Mai sowie am 3. - 5. - 6. - 11. - 12. - 13. - 19. - und 20. Juni 2026

Beginn jeweils 20.00 Uhr  - Einlass ab 18.30 Uhr 

Karten online über OK-Ticket und vor Ort im Heimat- und Tourismusbüro Rinchnach.  Preis: 28 Euro




Dienstag, 10. Februar 2026

Hinauf zur Wolfgangskapelle: Blechtiere unterwegs

 

Auf dem Kreuzweg zur Wolfgangskapelle 

begegnet uns eine Herde Blechtiere 

 



Entspannt stehen oder sitzen die Tiere im Hochwald 

Der Ziegenhirt 

Pferde, Alpakas, Schafe friedlich zusammen 

Zwei Winter unbeschadet in freier Natur 

Kletterschaf über Stock und Stein 

Kreuzwegstation 

Der Erzengel Michael wacht über die Szene und übers Land 

Begegnung