Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet
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Mittwoch, 16. Oktober 2024

Mit dem Bischof auf dem Wolfgangsweg

 

Zusammen mit Bischof Voderholzer (mit Strohhut) zog die Pilgerschar hinauf zur Wolfgangskapelle (Foto: Josef Arweck, VBB)


Mit dem Bischof auf dem Wolfgangsweg 

100 Gläubige bei der geistlich gestalteten Wanderung mit Bischof Rudolf Voderholzer 

von Josef Arweck 

Viele Orte besuchen, die in besonderer Verbindung zum heiligen Wolfgang stehen, hatte sich der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer für das von ihm auf ausgerufene Wolfgangsjahr anlässlich des 1100. Geburtsjahres des Heiligen vorgenommen. 15 solcher "Wolfgangsorte" innerhalb des Bistums Regensburg hat der Bischof ausgewählt. 
Die vorletzte Station auf dieser Pilgerreise führte ihn am 12. Oktober in die Pfarrei Böbrach. In vielfältiger Weise ist Böbrach mit dem Bistumspatron Wolfgang verbunden. Augefälligste Beispiele sind die Wolfgangskapelle und der Wolfgangsbrunnen am Dorfplatz.


 Rund 100 Wolfgangsverehrer aus der Pfarreiengemeinschaft Bodenmais-Böbrach-Bayerisch Eisenstein, aber auch aus benachbarten Pfarreien, hatten sich am Dorfplatz beim Wolfgangsbrunnen eingefunden, um Bischof Voderolzer willkommen zu heißen. Den Willkommensgruß sprach Pfarrer Alexander Kohl, mit dabei die Seelsorger aus dem Pfarrverband, die Pfarrvikare Janusz Kloczko und  und Francis Karippukkattil sowie Diakon Sepp Schlecht und auch mehrere Priester aus den Nachbarpfarreien. Bläser der Knappschaftskapelle Bodenmais umrahmten die Begrüßung musikalisch. 

Bläser der Knappschaftskapelle Bodenmais umrahmten die Begrüßung musikalisch - hier unter der großen Linde am St. Wolfgangshof 


Gleich zu Beginn hatte der Bischof ein Kompliment für Böbrach parat: Nämlich, das Böbrach unter den Wolfgangsorten im Bischof im Bistum Regensburg eine besondere Rolle einnehme, da der Überlieferung nach der Heilige Wolfgang auf seiner Reise nach Prag in der hiesigen Gegend vorbeigekommen ist.  

 Bischof Voderholzer und Gemälde Bischof Wolfgang - Foto: Josef Arweck 

Nach einem kurzen Gebet zog die Pilgerschar betend, singend, zeitweise auch schweigend hinauf zur Wolfgangskapelle. An mehreren Stellen wurden neben Gebeten und Fürbitten die einzelnen Lebensabschnitte des Heiligen Wolfgang betrachtet, so sein Leben als Lehrer, als Mönch und Priester, als Bischof, Hirte und Heiliger. An den Kreuzwegstationen, die den steilen Weg hinauf zur Kapelle säumen, wurde des Leidens und Sterbens Jesu gedacht. In der Wolfgangskapelle selbst verweilte der Bischof kurz zu Gebet und Betrachtung. 

Kreuze aus Holz laden die Pilger ein, sie mit einem Anliegen hinauf zur Wolfgagkapeklle zu tragen. "Den Weg mit Christus gehen."



In der Wolfgangskapelle selbst verweilte der Bischof kurz zu Gebet und Betrachtung. Foto: Josef Arweck

Die Pilgerreise ging weiter hinauf zur Fraht, wo sich die Gläubigen um die Marienkapelle scharten, die als Nebenpatron den Heiligen Wolfgang hat. Da die Frath bereits auf Drachselsrieder Pfarrgebiet liegt, begrüßte hier Pfarrvikar Stefan Brunner den Bischof.  Was schon in der jeweiligen Statio auf dem Weg zur Wolfgangskapelle kurz angesprochen wurde, verdeutlichte Bischof Voderholzer hier nochmals, indem er die Persönlichkeit und das bemerkenswerte Leben des Heiligen ausführlich darlegte. Nach einer bewegten Lebensgeschichte als Lehrer, Mönch, Priester und Missionar wurde Wolfgang 972 Bischof der Diözese. 22 Jahre lang stand er ihr als oberster Hirte vor.  Er gilt als Reformer der Klöster, Gründer der Domschule und damit auch der Domspatzen, Vorbild der Caritas und nicht zuletzt als weitsichtiger Organisator.  Sein segensreiches Wirken, weit über die Bistumsgrenzen hinaus bis nach Ungarn, beweise die europäische Dimension, so der Bischof. Die Errichtung des Erzbistums Prag durch Freigabe von Regensburger Gebiet gehe auf ihn zurück. Wolfgang starb 994 im oberösterreichischen Pupping, im Jahr 1052 wurde er heilig gesprochen.


 Den Abschluss der Andacht und der gesamten "geistlich gestalteten Wanderung" auf den Spuren des Bischofs Wolfgang bildete die Einzelsegnung der Gläubigen mit einer Monstranz, die eine Reliquie des Heiligen birgt.

Vor der Kapelle auf der Frath spendete der Bischof den Segen mit der Wolfgangsreliquie. Foto: Josef Arweck, VBB)



Der Heiliege Wolfgang, Blechfigur der Künstlerin Dorothea Stuffer am Fuß des Kreuzweges zur Wolfgangskapelle 

Unterwegs auf dem Kreuzweg zur Wolfgangskapelle - Foto: Josef Arweck 






Sonntag, 13. Oktober 2024

Unter der Linde am St. Wolfgangshof


 

Am 12. Oktober begab sich "auf den Spuren des Heiligen Wolfgang" eine stattliche Schar Gläubige mit dem Regensburger Bischof anlässlich des Wolfgangs-Jubiläumsjahres (1100 Jahre Heiliger Wolfgang) hinauf zur Wolfgangskapelle.




Dienstag, 8. Oktober 2024

1100 Jahre Geburt des heiligen Wolfgang 924 - 2024 - EINLADUNG am 12. Oktober 2024

Die Wolfgangskapelle auf dem Wolfgangsriegel liegt unter Felsen gebettet

 Auf den Spuren des heiligen Bischof Wolfgang mit Diözesanbischof Rudolf Voderholzer

+ Beginn 15.00 Uhr am Wolfgangsbrunnen bei der Pfarrkirche Böbrach

+ Wanderung über den St. Wolfgangshof (Wolfgangslinde) zur Wolfgangskapelle 

+ weiter zur Kapelle auf der Frath

+ Andacht auf der Frath und Einzelsegen mit der Wolfgangsreliquie

+ anschließend Möglichkeit zur Einkehr

+ diverse private Fahrdienste stehen bereit 

Wolfgangsfigur am Wolfgangsbrunnen bei der Ortskirche St. Nikolaus in Böbrach 
Gemälde der Wolfgangskapelle von Dorothea Stuffer (Detail) 



Donnerstag, 8. August 2024

Abendandacht auf der Käsplattn am 7. August 2024

Einige wanderfeste Gläubige finden sich zur Abendandacht auf der Käspattn zusammen.




Pfarrer Roland Kelber berichtet:

Wir haben als Lieder gesungen  "Stern, auf den ich schaue"   "Vertraut den neuen Wegen", "Nun aufwärts froh den Blick gewandt"  "Der Tag mein Gott ist nun vergangen"

Wir lasen den Psalm 121 "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen". 

Bei der Andacht ging es um Verse aus Philipper 3, wo der Apostel Paulus seinen Lauf auf den himmlischen Siegespreis zu beschreibt.
Er ist voller Dynamik, weil er sein Leben an den zwei Fixpunkten festmachen kann: seinem Ergriffensein durch Jesus und dem himmlischen Ziel.
Das ist das Gegenteil von einem ziellosen Jagen und Getriebensein durchs Leben.

Es war ein großes Geschenk, dass die Sonne noch einmal durch die Wolken gekommen ist und der Regen erst nach Ende der Andacht aufkam.

 



Montag, 5. August 2024

Einladung: Abendandacht zum Sonnenuntergang auf der Käsplattn

Gipfelkreuz Käsplattn

 Morgen, Mittwoch, den 07.08.2024, findet um 20.15 Uhr eine Abendandacht zum Sonnenuntergang auf der Käsplattn statt. 

Treffpunkt ist um 19.30 Uhr am Parkplatz Hinterwies. Von dort geht es durch den Wald in einer kurzen Wanderung zum Gipfelkreuz.

Veranstalter: Evangelische Kirchengemeinde Viechtach.


Andacht auf der Käsplattn im Sommer 2022   mit Pfarrer Roland Kelber



Montag, 13. Mai 2024

Auf den Spuren des heiligen Wolfgangs unterwegs - Pfarrei Haibühl unternahm erste Diözesan-Pilgerwanderung mit Bischof Rudolf Voderholzer

Unter dem Hauptaltar mit dem Bildnis des heiligen Wolfgang: Bischof Rudolf Voderholzer zelebrierte in der Pfarrkirche Haibühl die Abschlussandacht.

 Der heilige Wolfgang, Diözesanpatron und Pfarrpatron von Haibühl, feiert im Jahr 2024 seinen 1 100. Geburtstag (924 – 2024). Dieser wird in der Diözese Regensburg groß gefeiert. Mit 14 Wolfgangswanderungen wird diese historische Persönlichkeit entsprechend seinem segensreichen Wirken gewürdigt. Die erste dieser Wanderungen, die unter dem Motto „einfach glauben – leben wagen“ an diesen mutigen Verkünder des Glaubens erinnert und ihn ehrt, fand am Florianstag (4. Mai) in der Pfarrei Haibühl statt. Auf einer Visitationsreise nach Böhmen soll Wolfgang an Haibühl vorbeigekommen sein, deshalb der Kirchenbau ihm zu Ehren. Auf dem Hochaltar findet sich eine Darstellung des Bischofs mit Kirchenmodell. Sein segensreiches Wirken, weit über die Bistumsgrenzen hinaus bis hin nach Ungarn, beweist seine europäische Dimension.                                                                                                                            Rund 100 Frauen, Männer und Kinder schlossen sich dieser Einladung an. Ein Großteil davon (die anderen kamen an den nachfolgenden Stationen dazu) fand sich beim Ausgangspunkt am Eck ein. „Der Himmel macht schön mit“, freute sich Bischof Rudolf Voderholzer angesichts des milden Frühlingswetters und dass es ein Stück des Weges ist, das der heilige Wolfgang vermutlich auch gegangen ist auf seinen Wegen nach Böhmen. Von Seiten der Gemeinde hieß Bürgermeister Gerhard Mühlbauer den Diözesanbischof herzlich willkommen und überreichte ein Präsent.                                                              Bischof, Priester und Gläubige versammelten sich eingangs bei der Kapelle der Familie Mühlbauer. Sodann setzte sich die geistlich gestaltete Gebetsgemeinschaft in Bewegung. Das Seelsorgeamt Regensburg (mit Diakon Peter Nickl) hatte die Wallfahrt sehr gut vorbereitet mit Stationen aus dem Leben des Diözesanpatrons. Diese betrachteten Wolfgang als Lehrer, Mönch, Priester, Bischof, Hirte, sterbender Wolfgang und Heiliger. Gesanglich unterstützte eine Schola des Gemeinschaftskirchenchores Haibühl-Hohenwarth die Liedauswahl.

 Im Gebet und bei den Gebetsimpulsen wurde dargebracht, was das Wohl aller Menschen und die persönlichen Anliegen der Menschen betraf. Als Vorbeter stellten sich Gemeindereferent Tobias Krenn, Karin und Franz Wellisch sowie Gabriele Huber zur Verfügung. Viele stille Impulse ergaben sich für die Pilger auf dem Weg durch die Lebensbetrachtungen und die Wolfgangslitanei. Jeder konnte sich so auf seine Weise besinnen. Die Gemeinschaft untereinander wurde eindrucksvoll erlebt auf dem sechs Kilometer langen Weg, der Station machte bei der „Maria-im Woid-Kapelle“ im Schwobmloch (Familie Simeth), der Hütriegel-Kapelle, der Kapelle auf Gut Kless (Familie Geiger) sowie im Seepark Arrach auf dem Veranstaltungspavillon. Der Bischof suchte immer wieder das Gespräch mit den Teilnehmern.                                                                                                                                                                    Nach drei Stunden am Ziel des Pilgerweges angekommen, in der Pfarrkirche St. Wolfgang Haibühl, zelebrierte Bischof Voderholzer die Abschlussandacht. „Wo man hinschaut, sieht man Spuren des heiligen Wolfgang“, sagte er im Blick auf Altarraum und Hochaltar. Es sei ihm gelungen, das schöne Reliquiar von der Pfarrei Matting ausgeliehen zu bekommen. Wenn man genau hinschaue, erkenne man ein Stück der Rippe des Heiligen. Begeistert erklärte er den Anwesenden die untrüglichen Attribute des Heiligen, das Hackl, Kirchenmodell, Mitra und Bischofsstab. Gerne nahmen die Teilnehmer den Einzelsegen mit der wertvollen Wolfgangsmonstranz entgegen.                                                                 Bischof und Pfarrer dankten den Lektoren, Ministranten, Vorbetern, Lautsprecher-Trägern, den Sängern des Kirchenchores, den Grundstücksbesitzern für das Schmücken der Kapellen und der FFW Haibühl für das Absperren der Straßen. „Heiliger Wolfgang, bitte für uns“, lautete der letzte Bittruf.                                                                                                                      Für das leibliche Wohl und die Begegnung untereinander hatte der Pfarrgemeinderat Haibühl Vorsorge getroffen. Auf dem Kirchenvorplatz waren Bänke zum Verweilen aufgebaut. Ein Büfett mit Getränken, Gebäck, Aufstrichen sowie süßen Köstlichkeiten war vorbereitet. Besondere Beachtung fanden das von Bäckermeister Paul Drexler eigens gestaltete (und gestiftete) Laugengebäck in Form eines Bischofsstabs. Die weiteren Stationen: 5. Mai Gerabach; 12. Mai Eilsbrunn; 9. Juni Glaubendorf; 16. Juni Thalmassing (1000-jährige Wolfgangseiche); 6. Juli Marktleuthen; 14. Juli St. Englmar; 20. Juli Frontenhausen; 14. September Nittendorf; 22. September Oberwinkling; 28. September

Oberhausen; 5. Oktober Johannesbrunn; 12. Oktober Böbrach; 19. Oktober Oberempfenbach.

 Vielen Dank für den Bericht und die Fotos an die wunderbare Regina Pfeffer!

Den Anfang nahm das Geschehen am Eck, wo Bürgermeister Gerhard Mühlbauer im Beisein von Ortspfarrer Johann Wutz den Diözesan-Bischof mit einem Präsent willkommen hieß.

Erste Station des Weges war die Kapelle der Familie Karl Mühlbauer am Wanderweg Eck-Mühlriegel gelegen.

Bei der Kapelle am Schwobmloch „Maria im Woid“ wurde Innegehalten.

Den gesamten Weg begleiteten die Blechschafe der Markierung des „Wolfgangsweges“, gestaltet von Künstlerin Dorothea Stuffer.

Durch die aufblühende Natur folgten die Pilger dem Prozessionskreuz.

Die „Hütriegel-Kapelle“ am Ortsrand von Arrach lud zum Verweilen im Gebet ein.

Das Blechschaf und das Symbol des Wolfgangsweges zeigten den Streckenverlauf an.

Eine Gebetsstation war die Kapelle auf Gut Kless.


Freitag, 3. März 2023

Einladung zum Hauskreis in Kollnburg bei Kollmers

Die Kollnburger Kirche "Heilige Dreifaltigkeit" 

 Hallo Hauskreisfreunde!

 

                                           am kommenden Donnerstag, den 9.3.,  haben wir um 18 Uhr wieder einen Hauskreis in Kollnburg. Es wäre schön, wenn du mit dabei sein könntest.

                                           Wir freuen uns!

 

                                           Linda und Hans

  

Hauskreis Kollmer

Holzäckerstr. 26

Tel.: 09942 2931


Donnerstag, 20. Oktober 2022

Fulminantes Oktober-Ereignis auf der Wolfgangskapelle

Blauer Holzaltar in der Wolfgangskapelle mit einer interessanten Wolfgangsfigur 

Unterwegs auf Pilgerpfaden

Pfarrei Haibühl unternahm Pilgerwanderung zur Wolfgangskapelle in Böbrach

Kein leichter und einfacher Weg war die Wolfgangswanderung, zu der die Pfarrei Haibühl anlässlich ihres Pfarreijubiläums am Erntedanksonntag eingeladen hatte. Elf Frauen und Männer ließen sich vom unentwegten Dauerregen nicht abbringen und fuhren nach Böbrach, wo sie am Ortsrand beim Wolfgangshof von Hildegard Weiler erwartet wurden. Sie ist nicht nur ausgebildete Pilgerführerin und Vorsitzende des Vereins „Pilgerweg St. Wolfgang“, sondern auch die Besitzerin der idyllisch gelegenen Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel, die das Ziel des Tages war.

Weiler wusste viel Interessantes über den Heiligen, sein Wirken und den Wolfgangsweg, der ein grenzüberschreitender Wallfahrtsweg ist, zu berichten. Sein Wesen und Leben, sein Glauben und seine Lebenshaltung haben Vorbildcharakter wirken seit mehr als tausend Jahren bis heute. Der Schutzpatron zählt zu den beliebtesten Heiligen beim Volk, denn er hielt die Volksfrömmigkeit hoch und schätzte sie. Wolfgang war ein Mönch der Stille, hat immer wieder Macht abgegeben und suchte stets im Gebet den Kontakt zu Gott. Eingebettet in einen riesigen Granitfelsen sei die kleine Kapelle gerade in der Corona-Zeit ein beliebtes Pilgerziel, sagte Weiler. Einer frommen Legende nach ist der heilige Bischof Wolfgang (924-994) auf einer Reise nach Prag, welches damals zum Bistum Regensburg gehörte, in diese Gegend gekommen und hat sich an dieser Stelle ausgeruht und gebetet.

Als Vertretung für die ganze Pfarrei Haibühl hatte sich die Pilgergruppe um Pfarrer Johann Wutz auf den Weg zur Böbracher Wolfgangskapelle gemacht.

Stellvertretend für die Pfarrei waren auch Pfarrer Johann Wutz, die beiden Gemeindereferenten Tobias Krenn und Cornelia Loders sowie Kirchenpfleger Franz Wellisch unter den Haibühler Pilgern. Da die Gebetsanliegen jedes Bittenden noch mehr Intensität bekommen durch das tatkräftige Nachempfinden des Kreuzweges Jesu, lud sich Pfarrer Johann Wutz eines der am Anfang des Kreuzweges bereitliegenden 33 Birkenkreuze auf seine Schultern und trug es glaubensstark bergan, ein Ansinnen, das durch den steilen und durch den Regen rutschig gewordenen Pfad nicht ganz einfach war. Durch den herbstlich gefärbten Wald windet sich der altehrwürdige Kreuzweg mit seinen 14 Granitsäulen nach oben. An jeder Stele wurde kurz verharrt und Gemeindereferent Tobias Krenn setzte nachdenklich stimmende, meditative Gebetsimpulse.

Der Weg wird steiler. Gemeindereferent Tobias Krenn gab mit seinen geistigen Impulsen an den Kreuzwegstationen wertvolle meditative Denkanstöße.

Uralte Granitstufen und altehrwürdige Marterl führen zur Wolfgangskapelle. Glaubensstark trug Pfarrer Wutz das schwere Birkenkreuz bergauf zur Kapelle.


Immer weiter nach oben zur Kapelle. Pilgerweg-Schafe  am Weg

Oben angekommen im Kleinod an der imposanten Felsenwand stimmten die Pilger unter der stimmgewaltigen Führung von Tobias Krenn ein Wolfgangslied an. Gerade wer das erste Mal hier heroben war, zeigte sich beeindruckt von der Lage des Kirchleins hoch über dem Kirchturm der Pfarrei Böbrach. Wolfgang zu Ehren und aus Dankbarkeit wurde das Kapellchen errichtet und gehegt und gepflegt, wusste Krenn. Dann feierte man zusammen eine Andacht, in der deutlich wurde, dass es nicht selbstverständlich ist, ein Leben in Gerechtigkeit und Frieden zu führen. Die aktuelle Krise bereite vielen große Sorgen, so Krenns Worte. „Der heilige Wolfgang war ein Mann, dessen Blick immer auch auf die anderen gerichtet war. Er hatte ein Ohr für ihre Nöte und Sorgen, war da für sie. Was ihm Kraft gab, war sein unerschütterlicher Glaube an Gott“, sagte er. Wer dankbar sein kann für die kleinen Dinge, die scheinbar selbstverständlich sind, wer sich freuen kann an ganz unscheinbaren Dingen, der könne auch heute noch im Übermaß beschenkt werden. Mit passenden Fürbitten, einem gemeinsamen Vater unser und dem Schlusssegen von Pfarrer Wutz endete die Andacht. Hier, wo die Verehrung des hl. Wolfgang lebendig ist, spürte man seine Anwesenheit besonders, waren sich alle einig.

Oben angekommen

Die beliebten Gebets-Birkenkreuze

Hildegard Weiler war es ein Anliegen, dafür zu danken, dass dieser spirituelle Ort mit Wort, Lied und Gebet erfüllt wurde. Sie würde sich sehr freuen, wenn der eine oder andere wiederkommt oder es an Bekannte weitersagt. Durch die starke Verehrung des Volkes, die dem hl. Wolfgang Kapellen und Kirchen baute, sei das Andenken immer lebendig gehalten worden, erinnerte sie. Mit einem Eintrag in das Kapellenbuch der Wolfgangskapelle verewigte sich die Haibühler Wallfahrergruppe für die Nachwelt. Gerne leistete man auch einen finanziellen Obolus für die caritativen Anliegen von Hildegard Weiler. Nicht fehlen durfte das Anzünden einer Opferkerze für die ganz persönlichen Anliegen jedes Einzelnen. Wieder wohlbehalten im Tal angekommen, bedankte sich Pfarrgemeinderatssprecherin Nina Vogl mit einer Jubiläumskerze bei Hildegard Weiler. Bevor man zur wohlverdienten Einkehr schritt, wurde noch ein Gegenbesuch in Haibühl vereinbart. Der völkerverbindende Heilige hat einmal mehr seine Strahlkraft bewiesen und die beiden Wolfgangsorte Böbrach und Haibühl zusammengeführt.

Besinnlich in Gebet und Andacht

Als Vertretung für die ganze Pfarrei Haibühl hatte sich die Pilgergruppe um Pfarrer Johann Wutz auf den Weg zur Böbracher Wolfgangskapelle gemacht.

Glaubensstark trug Pfarrer Wutz das schwere Birkenkreuz bergauf zur Kapelle.

Gemeindereferent Tobias Krenn gab mit seinen geistigen Impulsen an den Kreuzwegstationen wertvolle meditative Denkanstöße.

Text und Fotos: Regina Pfeffer

Dienstag, 9. August 2022

"Traumhaft schön" - Abendandacht zum Sonnenuntergang auf der Käsplatte

Ein wunderbarer Sonnenuntergang bot sich von der hohen Sicht der Käsplatte 

 "Traumhaft schön!" - dieses Resultat, in zwei Worte zusammengefasst, stammt von einer Fußpilgerin aus Viechtach, die am vergangenen Mittwoch Abend zur Käsplatte gewandert ist. Die Strecke von etwa 12 Kilometern führte die Andachtbesucherin einer der Sommerveranstaltungen der evangelischen Kirchengemeinde Viechtach am Wolfgangsweg von Viechtach zum Distelberg über Schwaben nach Münchshöfen und von dort auf einem der angegebenen Wanderwege zum Parkplatz Hinterwies. Dort traf sie sich um 19.30 Uhr mit zehn weiteren Andachtsbesucher/innen, die aus verschiedenen Richtungen mit dem Auto gekommen waren. Vom Parkplatz aus ging es zum Gipfelkreuz der Käsplatte. Das Thema des herrlichen stillen Sommerabends war: "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes". Man genoss bei klarem Himmel eine herrliche Aussicht. Lieder und Gebete trugen ins Weite. Die Predigt hielt Pfarrer Roland Kelber.


Blick in Richtung Donauebene mit Pfarrer Roland's Gitarre 

Gipfelkreuz und Licht

Fotos: Andrea Kerscher 


Donnerstag, 7. April 2022

GEHORSAM - vierte Passionsandacht in der Christuskirche Viechtach

Margareta Stöger hält die vierte Passionsandacht 

 Heute, am Donnerstagabend um 19.30 Uhr, fand in der Christuskirche Viechtach die vierte und letzte Passionsandacht statt. Während die christlichen Tugenden Demut, Liebe und Wahrheit Thema in den vergangenen Andachten waren, stand diesmal die Tugend des Gehorsams im Focus. Die Andacht wurde von Margareta Stöger gehalten. Nach einem einleitenden Hinweis zum Thema Gehorsam bezüglich ihrer eigenen Biografie bildete nach dem Lied "Bleibet hier und wachet mit mir" und der Lesung aus dem Johannes-Evangeliums  (Jesus im Garten von Gethsemane) und einem weiteren Lied die Predigt das Zentrum der Andacht. 

"Pfarrer Roland Kelber hat das Thema ausgearbeitet. Ich habe es allerdings ein wenig umgestaltet, sodass es zu mir passt", erläuterte Margareta Stöger vorab. 

Blinder Gehorsam im Gegensatz zum Gehorsam Jesu 

"Viele verbinden mit dem Wort Gehorsam den blinden Gehorsam, Angst vor Strafe, ein Gehorsam, der in der Geschichte immer wieder schreckliche Folgen hatte. Gehorsam scheint von daher für viele ein Gegensatz zu Autonomie, Verantwortung und Freiheit zu sein. Doch der Gehorsam Jesu zu seinem Vater beruht einzig auf seiner Liebe und dem Vertrauen zum Vater. Jesus weiß um seinen Auftrag. Es ist ein freiwilliger Gehorsam, kein erzwungener." 

Gehorsam und Hören stehen in Zusammenhang 

Darauf spannt die Predigerin einen großen Bogen über verschiedene Gestalten aus der Bibel und deren persönlichen Gehorsam. Maria war gehorsam, nachdem ihr der Engel die Pläne des Herrn erklärt hatte. Daraufhin sagte Maria das große "Ja". Manche Schritte des Gehorsams müssten wir aber - so in der Predigt - auch gehen, ohne Gottes Vorhaben zu kennen, wie das Beispiel von Abraham zeige, der sei ganzes Vertrauen in Gott setzte, oder  wie die Fischer, die auf Geheiß Jesu nochmal die Netze auswarfen. Das Wort "Gehorsam" leite sich ab von "Hören". So sagte Samuel: "Rede Herr, denn dein Knecht hört."  Sind wie bereit - stellte Margareta Stöger in den Raum - erstmal still zu werden, inne zu halten mit unseren Vorhaben und auf Gott zu hören? 

Grenzen des Gehorsams 

Als weiteren Aspekt legte die Lektorin dar, wie sich Jesus und Paulus zum Gehorsam gegenüber der politischen Regierung und allgemein gegenüber Menschen äußerten. Jesus rief zwar zum Gehorsam gegen den Kaiser auf ("Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist"), setzte aber auch deutlich Grenzen ("Gebt Gott, was Gottes ist"). Die Loyalität höre da auf, wo es gegen den göttlichen Auftrag gehe. So äußert sich Paulus: "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen." Der zwischenmenschliche Gehorsam sei also lediglich ein Hilfsmittel und trage zur Ordnung bei. 

Gehorsam führ zum Mut 

"Blicken wir noch einmal zu Jesus. Jesus überwindet durch den Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes seine Angst. Er war ganz im Einverständnis mit dem Vater. Er hatte bekam Mut durch seinen Gehorsam. So soll auch unser Gehorsam in der Beziehung zu Jesus gegründet sein, als innerer Ausdruck der Liebe, freiwillig. Jesus sagt: Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich gebiete."

Dieser erbaulichen Betrachtung folgte ein gemeinsames Lied und eine vertiefende Meditation zum Thema Gehorsam mit Impulsen wie Mut, Vertrauen, Liebe. Eine Schweigeminute, das Vaterunser, der Segen und ein abschließendes Orgelspiel "Oh Haupt voll Blut und Wunden", vorgetragen von Evi Fleischmann, rundeten die bereichernde Passionsandacht ab.


Einladung zum Ostermysterium in der Christuskirche Viechtach 

+ Palmsonntag  Gottesdienst um 9.30 Uhr

+ Gründonnerstag  Gottesdienst um 19.00 Uhr (mit Beichte und Abendmahl)

+ Karfreitag  Gottesdienst um 16.00 Uhr

+ Osternacht  Gottesdienst um 5.00 Uhr (mit Abendmahl)

+ Osterfest   Gottesdienst  um 9.30 Uhr (mit Abendmahl)

Freitag, 1. April 2022

O komm du Geist der Wahrheit - 3. Passionsandacht in der Christuskirche Viechtach

Pfarrer Roland Kelber 
Am vergangenen Donnerstag, 31. März, fand in der Christuskirche Viechtach die dritte von insgesamt vier Passionsandachten statt, in denen Pfarrer Roland Kelber insgesamt vier verschiedene christliche Tugenden in den Fokus stellt. Diesmal ging es um die Tugend der Wahrhaftigkeit.

Wahrhaftigkeit erfordert eine radikale Ehrlichkeit 

"Legt die Lüge ab! Lebt als Kinder des Lichts! Zieht den neuen Menschen an!" energische Worte des Apostel Paulus leiteten die abendliche
Meditation ein.
"Wie gelingt ein Leben in Wahrhaftigkeit?" Diese Frage stellte der Geistliche zunächst in den Raum, um nach einer Gedankenpause die Antwort aufzustellen: "Christliche Wahrhaftigkeit bedeutet, radikal ehrlich im Lichte der Wahrheit Jesu mein Leben betrachten, die Wahrheit ohne auszuweichen an mein Leben heran zu lassen". Am biblischen Beispiel von Pontius Pilatus legte Pfarrer Roland Kelber dar, wie dieser zunächst zwar versuchte im Prozess um Jesu Verurteilung die Wahrheit zu finden, doch als Jesus antwortete, wich Pilatus aus: Was ist Wahrheit? Pilatus schob die Wahrheit weg, ließ sie nicht an sich heran.

Die eigene Schuld ansehen 

Wahrheit bedeute, die eigene Schuld, die eigenen Fehler und Schwächen ungeschminkt zu sehen. "Wenn ich um die Barmherzigkeit und Vergebung Gottes weiß, brauche ich mich nicht mit meiner Schuld zu verstecken", betonte der Pfarrer. Man brauche nach außen hin keine Fassade, kein Image aufzubauen. Wer seinen Wert, den er vor Gott hat, erkenne, könne zu sich selber und zu seiner Erlösungsbedürftigkeit stehen.

Wahrhaftigkeit erfordert Mut

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Betrachtung der Tugend der Wahrheit sei, dass es durchaus auch persönliche Nachteile bringen könne, wenn jemand zur Wahrheit stehe. Und das bedeute auch Mut zur Wahrheit zu haben. In der Nacht von Jesu Verurteilung habe Petrus zwar Jesus verleugnet, später
aber habe er mutig erkannt: In keinem anderen ist das Heil.

Ohne Wahrhaftigkeit kein Vertrauen in der Gemeinschaft

Warum ist Wahrhaftigkeit so eine wichtige Tugend? "Sie bewahrt das Vertrauen als Basis für die Gemeinschaft." Der Teufel vermische ständig Wahrheit und Lüge. Dadurch entstehe eine große Verwirrung und Verunsicherung, Vertrauen werde erschüttert oder gehe ganz verloren.
Hier schlug Pfarrer Roland Kelber einen Bogen zu den "Social Media", wo durch Fehl- und Falschinformationen viel Verwirrung entstehe.

Wahrheit und Liebe gehören zusammen

Als letzten Punkt betrachtete der Geistliche, wie Wahrheit und Liebe zusammengehören. Die Wahrheit vorzuenthalten sei lieblos. Dabei solle aber die Wahrheit liebevoll gesagt werden, nicht rechthaberisch oder überheblich.

Pfarrer Roland Kelber am E-Piano

 
Wie kommen wir zur Wahrheit? Der Seelsorger riet den Gläubigen zu Jesus als die Wahrheit in Person zu beten. "Jesus verspricht uns, uns in alle Wahrheit zu führen." Nach einem Moment der Stille sangen die Gläubigen das Lied "Oh komm du Geist der Wahrheit", wobei Pfarrer Roland Kelber am E-Piano die singenden Betenden begleitete. Nach einem Gebet mit der Bitte um Wahrheit und Frieden und dem Vaterunser entließ Pfarrer Roland Kelber die andächtige Gemeinschaft mit dem Segen.

Die vierte und letzte Passionsandacht ist am kommenden Donnerstag 7. April mit dem Thema Gehorsam.

Pfarrer Roland Kelber bietet 4 Passionsandachten an 


Freitag, 25. März 2022

Ohne die Liebe ist alles nichts

Pfarrer Roland Kelber in der Christuskirche 
Ohne die Liebe ist alles nichts 

2. Passionsandacht in der Christuskirche Viechtach



Am vergangenem Donnerstagabend fand in der Christuskirche auf dem Weg nach Ostern die zweite Passionsandacht der Themenwochen über die christliche Tugenden statt.

Mit meditativen Klängen, die Pfarrer Roland Kelber am E-Piano ertönen ließ, wurden die Gläubigen im Dämmerlicht der Kerzen empfangen: "Ubi caritas est..." (wo die Liebe ist).

Während die erste Passionsandacht der Demut gewidmet war, sollte an diesem Abend die christliche Liebe im Fokus stehen. Im Hohen Lied der Liebe, 1. Kor. 13, kommt Paulus zu dem Ergebnis: Wenn ich die Liebe nicht hätte, wäre ich nichts. Dem folgend legte der Geistliche dar, dass ohne die Liebe alles nichts sei. Alle tugendhaften Grundhaltungen seien ohne die Liebe leer und nichtig. Die Liebe sei das Wesen Gottes selbst. "Unser Schöpfer und himmlischer Vater schenkt uns seine grenzenlose, bedingungslose Liebe. Wenn uns diese Liebe Gottes trifft, können und wollen wir sie an Gott wieder zurück geben."

Pfarrer Roland Kelber betrachtete nun einige Gestalten aus der Bibel, wie sie sich ganz der Liebe Gottes ergeben haben oder wie sie gescheitert sind. Bei Abraham und bei der armen Witwe könne man eine Liebe zu Gott ohne Fragen nach der Zukunft sehen. Der reiche Jüngling hingegen habe seinen Besitz mehr geliebt als Gott. Nun stellt der Seelsorger den Impuls in den Raum: Wem gehört unsere Liebe? Die Liebe als Tugend überwinde alle Grenzen von Familie, Sprache, Zugehörigkeiten. "Die Liebe, die bis zur Feindesliebe reicht, übersteigt unsere menschliche Vernunft." Es gebe dennoch immer wieder Beispiele für die Feindesliebe z.B. bei verfolgten Christen. "Nur durch den heiligen Geist können wir Gottes Liebe leben. Jesus hat uns so sehr geliebt, dass er für uns Sünder am Kreuz gestorben ist."

Der Betrachtung folgte eine Zeit der Stille, das Vaterunser, die Fürbitten und einige Lieder, die Pfarrer Roland Kelber am E-Piano begleitete. Mit dieser "geistlichen Wegzehrung" wurden die Gläubigen gesegnet und konnten gestärkt den Fastenweg nach Ostern hin fortsetzen.


Hinweise:

+ Die 3. Passionsandacht steht unter dem Thema der Tugend der Wahrhaftigkeit am kommenden Donnerstag um 19.30 Uhr.

+ Am kommenden Samstag ist wieder Friedensgebet um 18.30 Uhr am Stadtplatz vor der Stadtpfarrkirche St.Augustinus, diesmal mit dem evangelischen Posaunenchor.

+ Am kommenden Sonntag spricht im Gottesdienst ab 9.30 Uhr in der Christuskirche eine Referentin von open doors über verfolgte Christen.

Pfarrer Roland Kelber am E-Piano 


Freitag, 18. März 2022

DEMUT - erste Passionsandacht in der Christuskirche Viechtach

Pfarrer Roland Kelber 
In diesen Wochen vor Ostern finden seit dem 17.März jeweils am Donnerstag um 19.30 Uhr Passionsandachten in der Christuskirche Viechtach statt. Insgesamt sind vier Passionsandachten vorgesehen mit vier Betrachtungen über vier christliche Tugenden.


"Tugend,ein Wort, das heute altmodisch klingt, das nicht mehr so oft gebraucht wird", erläutert eingangs Pfarrer Roland Kelber. Tugenden sind laut Pfarrer Roland Kelber eine geistliche Grundhaltung. Sie sind in verschiedenen Facetten biblisch verankert "als Richtlinien, die wir in der Nachfolge Christi nachleben können und sollen."

Thema der ersten Passionsandacht: Die Demut.

In seiner Ansprache erläutert erläutert der Geistliche, dass es zwei Richtlinien der Demut gibt. Einmal die Demut zu Gott und zum anderen zu den Mitmenschen. Demut vor Gott bedeute, sich nicht nicht für klüger zu halten, als seinen Gott. Wenn Menschen Gott spielen wollen, so wären die Folgen fatal. Das bedeute nicht, dass man sich kleiner machen solle, als man ist. Als Beispiele für Demut im vollen Selbstbewusstsein führte Pfarrer Roland Kelber die biblischen Gestalten Mose, David, Salomo, alle Propheten, Johannes den Täufer und den Apostel Paulus an, der erlebte, wie gerade in seiner Schwachheit die Kraft Gottes besonders stark wirkte.

Demut zum Mitmenschen sei ebenfalls in keinster weise Duckmäuserei, sondern erfordere Mut. Das Wort Demut könne man ableiten von "Dien-Mut", also dem Mut zu dienen. Für diese Lebenshaltung wäre es kontraproduktiv sich kleiner zu machen, als man ist oder andere kleiner zu machen, um selber größer heraus zu kommen. "Vor Gott sind wir Menschen alle auf gleicher Stufe. Jesus hat den Jüngern die Füße gewaschen. Das war ein niedriger Dienst."

Am Ende der Andacht, die von Liedern untermalt war, wobei der Pfarrer selbst am E-Piano die Begleitung spielte, benennt Pfarrer Roland Kelber noch die großartigen Verheißungen, die an die Demut geknüpft sind: Der Demut folgen innere Freiheit, Demut fördert und bewahrt die Gemeinschaft und verleiht Seelenruhe.

Gebete, Lesungen, Lieder und Minuten des Stillschweigens strukturierten die Andacht, aus welcher der Geistliche die erquickten Gläubigen mit einen Segen entließ.

Pfarrer Roland Kelber am E-Piano - - die rosa Blütenzweige sind vom Kreuzweg der Wolfgangskapelle!

 

Sonntag, 2. Januar 2022

Inspirationen, Andachten und ein abschließendes Preisausschreiben am Kollnburger Lichterweg-Projekt

Glastafel (Detail) vor der Kollnburger Kirche
Beginnen wir das neue Jahr mit der  Betrachtung einer Glastafel, die seit Jahren vor dem Pfarrhaus bei der Kollnburger Kirche errichtet ist. Es ist ein Vers in Anlehnung an den 2.Korintherbrief: Mein Vertrauen in Christus erweist sich als Kraft.

 Darunter steht geschrieben: "Pater Josef 5.5. 2015" 

Mit stets wunderbaren Predigten  hat Pater Joseph die Wolfgangspilger-Ereignisse in und um Kollnburg seit vielen Jahren bereichert und mit Glaubens-Tiefe erfüllt. 

Bei der aktuellen Lichterwege-Aktion hat Pater Joseph mit besonderen Andachten mit Liedern, Lesungen und Gebeten  Menschen auf den Weg geleitet. In seiner letzten der 3 Lichterweg-Andachten im schönen Burgdorf Kollnburg hat der tief gläubige Pfarrer aus Indien nochmal mit Nachdruck darauf hingewiesen, worum es bei dem inneren Weg nach Weihnachten geht.

Wie schon in Kirchaitnach und Allersdorf erinnerte der Geistliche abermals daran, dass "Christus, das Licht der Welt, als armes, schutzloses kleines Kind zu uns Menschen auf die Erde gekommen ist, um uns mit seiner Liebe und seiner Wärme zu erfüllen und uns Geduld, Heilung, Frieden, Trost und Segen zu bringen. Weihnachten bedeutet, seine Türen zu öffnen und auch an jene zu denken, die mitten unter uns in Armut, Krankheit, Einsamkeit und Finsternis leben." (Zitat teilweise aus einen Pressebericht von Marion Wittenzellner, VBB,  31.12.21)  

Diese Andacht führte bei abendlichem Lichterschein entlang verschiedenen sehr liebevoll gestalteten Lichterweg-Stationen, wobei immer wieder zur Betrachtung innegehalten wurde. Die letzte Station war bei der Stuffer-Blechkrippe vor dem Kriegerdenkmal. Hier wurde abschließend ein Gegrüßet seist du Maria gebetet.

Zum Auftakt Anfang Dezember und zum Ausklang bei der 3.Andacht war die Blechkrippe beim Kriegerdenkmal in Kollnburg eine wichtige Station. Foto: Evelyn Wittenzellner, Viechtacher Anzeiger  

Hinweis Preisausschreiben:  Die Lichterwege in Kirchaitnach, Allersdorf und Kollnburg laden ein und erhellen die Zeit noch bis zum 6.Januar (Epiphaniasfest) 2022. Hinweisen möchten wir außerdem, dass die Gemeinde Kollnburg eine "Lieblingsfoto- Aktion anbietet: An allen 3 Lichterweg-Abschnitten (Allersdorf, Kirchaitnach, Kollnbug,) sind die Besucher/innen eingeladen jeweils ihr Lieblingsfotos (also insgesamz 3 Fotos!) zu machen und an die Tourist-Information Kollnburg (tourist-info @kollnburg.de) zu senden. Unter den Preisen ist auch ein bemalter Blechengel der Viechtacher Künstlerin Dorothea Stuffer dabei.


Dieser Engel ist einer der Preise bei der Foto-Verlosung 




Auch als kraftspendender Impuls für das neue Jahr geeignet ...