Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet
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Freitag, 6. Januar 2023

Ausflugstipp: Unterwegs auf dem Engelweg

 

"Der Engel malt die Ikone fertig, während der Ikonenmaler Alimpij krank darnieder liegt" - Blechszene am Engelweg Fernsdorf-Ayrhof  - "Diese Szene passt zufällig sehr gut zum heutigen Weihnachten in der Ostkirche."

Kurzfristig wurde die Viechtacher Künstlerin Dorothea Stuffer vom "Viechtacher Anzeiger" um ein Foto für einen Wandertipp am Engelweg gebeten. "Sofort machte ich mich auf den Weg und inspizierte viele sich am Weg befindenden Engel, ob und wie sie den Winter bis jetzt überstanden haben. Kamera natürlich dabei. Hier stelle ich euch meine Ausbeute vor. Einige kleine Verbesserungen habe ich unterwegs nebenbei durchgeführt. Für später habe noch eine zweite Renovierung im Blick." Zum Ende des Beitrags können Sie das auserwählte Foto im Pressebeitrag mit Text und Wegbeschreibung sehen.


"mit Engeln durch Blumen gehen"

Ein Engel stärkt Elia mit Brot

Zwei Engel im Apfelbaum: "Gastfrei sein!"

"Engel erfüllen nicht immer unsere Wünsche. Ihre Aufgabe ist es, uns auf den Weg des Heils zu führen."

Schutzengel beim Gasthof Ayrhof


"Engel oder nicht?...."


Engel am Abschnitt Radlweg


Engel am E8, Pandurensteig,18 und 17

"Heiliger Erzengel Michael, hilf!"


Herzens-Engel "Geist und Leib, Himmel und Erde"

Putte und Hühner

Erzengel Michael unter der Steinbrücke

Engel "Fürchte dich nicht!"

Engel "Erst die Rinder, dann die Kinder"

"Wenn Engel sich zurückziehen..."

Zielort: die Herz Jesu Kirche in Ayrhof

 
Ausflugstipp: Unterwegs auf dem Engelweg - Gerade nach Weihnachten und Silvester haben viele frei und Zeit, die Umgebung zu erkunden. Bei den beinahe frühlingshaften Temperaturen, die derzeit herrschen, bietet sich beispielsweise eine kleine, besinnliche Wanderung auf dem Engelweg bei Viechtach an. Gut fünf Kilometer ist die Strecke lang. Am Wegesrand befinden sich immer wieder Engelfiguren, die die Viechtacher Künstlerin Dorothea Stuffer angefertigt hat. Die Figuren sind mit Impulsen von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann versehen. Starten kann man von der Ortskirche in Fernsdorf, von wo man nach Süden in Richtung B85 marschiert. Vor der B 85 biegt man dann nach rechts ab. Hier kommt man an einen Bushäuschen vorbei zum Radweg hinauf. Beim Engel mit Wolf und Schaf "Fürchte dich nicht!" biegt man links ab. Hier kann man den Blick über ein kleines Tal genießen. Anschließend geht man durch die renovierte Unterführung der B 85 hinauf und biegt oben an der Straße rechts ab und folgt der Straße. Hier verläuft der Engelweg identisch mit dem Fernwanderweg E8 (grüner Pfeil auf weißem Grund) und dem Pandurensteig (schwarzes Schwert auf rotem Grund) durch Schwarzgrub. Hinter Schwarzgrub geht man nach links weiter Richtung Hof. Von Hof aus führt eine größere Straße rechts nach Ayrhof zur Herz-Jesu-Kirche - Ziel des Engelweges. Bild: Einer der zahlreichen Engel aus Blech, hier der Erzengel Michael, am Wegesrand)

Samstag, 13. August 2022

Biken auf dem "Wolfgangs-Trail"

Das Wolfgangs-"W" und ein Original Pilgerschaf auf dem Waldweg  Ramersdorf/Münchshöfen

 Eine tolle Strecke downhill mit dem Mountainbike empfehlen wir aktiven Sportlern auf dem "Wolfgangstrail". 

Streckenvorschlag: 

Einstieg beim Pröllerparkplatz bei St. Englmar - am Waldweg hinauf zum Pröllergipfel - Gasthof Hochpröller - Gasthof Hinterwies - durch den Wald nach Münchshöfen - bei der Kapelle am Wolfgangsweg durch den Wald über Stein nach Ramersdorf - Marienkapelle vom Baumschutzengelpfad - durch den Wald zum Schwabenwirt - hinunter nach Hetzelsdorf - über den Pfahl nach Viechtach. 

Organisation mit Hilfe von PKW: 

Von Viechtach aus mit dem PKW die Räder nach St. Englmar bringen - Auto stehen lassen - Downhillaktion am Wolfgangstrail bis Viechtach - In Viechtach mit einem zweiten Auto hinauf zum Parkpklatz St. Englamar fahren und die Autos heim bringen. 

Autofreie Variante bergauf - bergab : 

Bergauf am Wolfgangsweg zum Pröllergipfel: Ab Viechtach über die Antoniuskapelle zum Distelberger Kneippbad  -  Schwaben - Ramerdsdorf - Münchshöfen - Pröllergipfel - und nun downhill zurück.

Johannes und Dominik: Start Wolfgangs-Trail 

Durch den Wald zum Pröllergipfel

Am Pröllergipfel 

Der Pröllergipfel bietet eine herrliche Aussicht über den Bayerischen Wald 

Durch den Wald 

Sportlich über Schotter und so manche Wurzel 

nicht unbedingt immer auf fertigen Wegen 

Ausblicke 

Gut erhaltene Wolfgangsweg-Markierungen, erstellt von dm Viechtacher Wanderwart Walter Raith

Die Marienkapelle mit Engel-Schmuck bei Ramersdorf am Wolfgangsweg, Besitzer: Familie Bielmeier. Links läuft der Waldrundweg Baumschutz-Engelpfad - geradeaus weiter geht es am "W-Trail" hinunter nach Schwaben - Hetzelsdorf - Pfahl -Viechtach 

Herzlichen Dank an Dominik und Johannes für die Fotos 

Freitag, 10. Dezember 2021

Nach neuen Wegen Ausschau halten

Manfred Franze möchte rund um Geiersthal einen Engel-Kapellenweg gestalten

 

In der staaden Zeit nach neuen Wegen Ausschau halten.

Manfred Franze plant den Engel-Kapellen-Weg um Geiersthal.

Manfred Franze ist in Geiersthal aufgewachsen und lebt auch noch heute in diesem schmucken Bayerwaldort. Heimatverbunden und ortskundig kennt er dort alle Wege, Gehöfte, Kapellen und schöne Aussichtsplätze über die
waldigen Hügel und Berge. Nun ist der 59-jährige Geiersthaler von einer neuen Vision inspiriert: Er möchte einen "Engel-Kapellen-Weg" ins Leben rufen.
Auf Suche nach Mitstreitern und Mitplanern traf er beim Verein Pilgerweg St. Wolfgang auf offene Türen. Die Künstlerin Dorothea Stuffer konnte er gewinnen eigens für diesen Weg Engelfiguren aus bemaltem Blech
anzufertigen. Die Gemeinde, den Bürgermeister, den Ortspfarrer und etliche Anwohner und Kapellenbesitzer konnte Manfred Franze ebenfalls sofort für seine Idee gewinnen.

"Wir brauchen Engel. Und wir brauchen diese verschwiegenen Waldkapellen, ganz besonders nun in dieser Krisenzeit." sagt Hildegard Weiler, erste Vorsitzende des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang, zu dem nun auch Manfred Franze als aktives Mitglied beigetreten ist. Am 2. Dezember hat der tatkräftige "Projektleiter" alle von ihm bereits ins Visier genommenen Stellen zusammen mit Dorothea Stuffer und Elke Weber vom Vorstand des Wolfgangsvereins bei einer winterlichen Rundfahrt der geplanten Strecke angesehen und seine Idee weiter konkretisiert. Hölzerne Wegweiser, befestigt auf Holzkreuzen,sollen die Wanderer und Touristen
sicher leiten. Für die Engelfiguren möchte er in Zusammenarbeit mit den Schreinern der Gemeinde Geiersthal Präsentier- und Schutzraum reliefartige Holzhäuschen anfertigen, in denen die Figuren wettersicher angebracht werden sollen.

Weiter Blick ins Licht


 
"Der Weg ist etwas 7-8 km lang und wunderschön."

Die Strecke führt von der Geiersthaler Ortskirche St. Margaretha, wo "die drei Maderln" Barbara, Katharina und Margaretha den Altar zieren,
hinauf nach Felburg über den Kreuzweg zur Steinzenkapelle, die dem Erzengel Raffael geweiht ist. Der Erzengel Raffael ist für Heilung bekannt. Auf einem stillen Waldweg gehen die Wanderer weiter Richtung Altnussberg; über den  Felburgweg und den Burgweg erreicht man die  "Hofbei-Kapelle" die der ortsansässigen Bauersfamilie Steer gehört. Von hier hat man einen herrlichen Weitblick über den Schwarzen Regen zur Burgruine Neunußberg.

Die im Wald gelegene Steinzenkapelle ist dem Erzengel Raffael geweiht

 

 Weiter führt der gut ausgeschilderte Weg durch den Wald zur Burgruine Altnussberg wo wir eine zum Teil restaurierte Burgkapelle finden. Durch die Burganlage hinten raus, gelangen wir auf den Wanderweg Richtung Oberleiten. Die dortige wunderschöne Kapelle gehört der Familie Dora Weindl. Auch hier gibt es wieder Weitblick: Viechtach mit dem "Dom den Bayerischen Waldes" liegt eingebettet in anmutige Bayerwaldhügel.


Nun schließt sich die Wanderstrecke zum Katzenstein an. Hier angekommen,
hat man wiederum einen super Ausblick nach Altnußberg und ins "Tal der Geier" - Geiersthal. Wir gehen weiter über Seigersdorf nach Haidberg, wo wir nochmals eine schönen Blick zur gegenüberliegenden Kirche "St. Ägidius" nach Altnußberg und ins Teisnachtal haben.

 "Ich denke, dass viele Wanderer und Touristen den neuen Engel-Kapellen-Weg wahrnehmen werden. Wenn alles nach Plan läuft, können wir möglicherweise schon Ende des Sommers eine geführte Wanderung organisieren."

Dass Manfred Franze alle Stellen in dieser Region so gut kennt und dazu auch so manche Geschichte zu erzählen weiß, freut Hildegard Weiler ganz besonders. "Da haben wir einen neuen Pilgerführer."

 Von Haidberg kehrt man zurück nach Geiersthal und schließt eine romantische Wanderung bei
St. Margaretha ab.
  

Bericht am 9. Dezember im Viectacher Anzeiger / Kötztinger Zeitung 


Von der Hofbeikapelle hat man Sicht auf die Burgruine Neunussberg 

Donnerstag, 20. Mai 2021

Der Gallner am Wolfgangsweg

"Mittelalterliche " Karte auf den Spuren des heiligen Wolfgang, hier der Streckenabschnitt um den Gallner

 Der Gallner mit seiner Höhe von von 709 Metern Höhe ist einer der höchsten Punkte des Pilgerweges St. Wolfgang im Bayerischen Wald. 

Dies stellte Pilger Rudi Simeth aktuell beim Kartenstudium nach einem Dankes-Gang zum Gallner fest. 

Die Wolfgangswegstrecke um den Gallner aus der Bayernkarte - dokumentiert hier von Pilger Rudi Simeth 

Pilger Rudi Simeth teilt uns aktuell mit:

"Von Elisabethszell/St. Englmar – Haibach kommend vereinigt sich der Pilgerweg St. Wolfgang kurz vor dem Gallner Berg mit dem Ostbayerischen Jakobsweg und führt derzeit laut BayernAtlas bis Stallwang. Der Weg könnte aber auf gleicher Trasse wie der Jakobsweg bis Regensburg geführt werden.

 Edeltraud und ich ließen im Auto beim Gallner Bauernhaus zuerst einen Regenschauer vorübergehen und machten dabei leckere Brotzeit.

Dann bei „Nach Regen folgt Sonnenschein“ spazierten wir zum „Gipfelkreuz“. Dies steht nicht am höchsten Punkt des Berges, aber an einer wunderbaren Aussicht auch zum Bogenberg – hinunter nach Stallwang und hinüber zum Pilgramsberg – worüber auch der Jakobsweg führt."

Hierzu einige Foto-Impressionen von Pilger Rudi Simeth unterwegs:

St. Sixtus am Gallner 

Gipfelkreuz Gallner Berg 

Bogenberg

St. Michael, Stallwang 

St. Ursula, Pilgramsberg

Wenn man den Wolfgangweg in acht Etappen - von der Wolfgangskapelle  ausgehend bis nach Regensburg - einteilt, so ist dieser Streckenabschnitt die 4.Etappe in einer Länge von 16 Kilometern:

Haibach - Gallner - Stallwang - Pilgramsberg  (16 Kilometer)


 

Dienstag, 11. Mai 2021

Pilgern am Wolfgangsweg-Herzstück

Alte Steintreppe zur Wolfgangskapelle 

 Lieber Pilgerbruder Rudi, 

welch ein Geschenk!


Welche ein Geschenk hat uns hier der heilige Wolfgang gemacht, als er vor 1000 Jahren bei der Wolfgangskapelle unter den steilen Felsblöcken übernachtet hat!

Welch ein Geschenk war die Eingebung im Jahre 2002,  der wir "Engel vom Wolfgangsweg" - wie du uns liebevoll nennst - folgten und Wolfgangs Spuren nachzeichneten! 

Welch ein Geschenk sind Deine Füße, die dich pilgernd über dieses Herzstück vom seither entstehenden Wolfgangsweg tragen, und weiter und fern seinen Spuren folgen, den großen Pilgerweg Wolfgangsweg durchs Gehen bauend! 

Mit dieser bezaubernden musikalischen Bilderfolge hast du eine Geschichte erzählt, die himmlisch und wahr ist. 

DANKE!

Welch ein Geschenk!







Pilger Rudi Simeth pilgerte vor wenigen Tagen am Herzstück vom Wolfgangsweg. Lassen Sie sich mit einer stimmungsreichen, mit informativen Untertiteln versehenen und musikalisch untermalten Bilderfolge mit hineinnehmen in den großartigen Segen, welcher von der Wolfgangskapelle und dem Weg dahin ("Herzstück") ausgeht: 

Klick hier:


http://www.waldaugen.de/alle-alben/!/oa/7516234/

(Harfenmusik Rosemarie Seitz CD "In Balance")


Sonntag, 25. Oktober 2020

Der Einödweg wird frisch gewartet

Der Einödweg verläuft auf bestehenden Wanderwegen, hier bei Schwaben am Wolfgangsweg mit dem “W” und den typischen Blechschäfchen

 Der Einödweg – eine dauerhafte Einrichtung? – diese Frage wurde kürzlich an Dorothea Stuffer, Initiatorin des Projektes “Einödweg”, gestellt. Bedingung: Wird der Weg, welcher etwa 20 historische Höfe rund um Kollnburg miteinander verbindet, regelmäßig gewartet, so Rudolf Treitinger, Gebietstopograph vom Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (LDBV), dann hätte er durchaus eine Berechtigung in die offizielle Bayernkarte eingetragen zu werden. So könnte demnächst der Einödweg auch in den regionalen Wanderkarten verzeichnet werden, wenn diese wieder aktualisiert werden.

Die Instandhaltung der farbenfrohen “modernen Votivtafeln”, wie Dorothea Stuffer die Holzbilder bezeichnet, welche seit 2018 an so manchem Stadel angebracht sind, dürfte laut der Viechtacher Künstlerin kein Problem sein. “Die Tafeln sind wetterfest und gut installiert. Sie sind damals mit eifrigen Pilgerhelfern und dem damaligen Kassier des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang, Friedel Dreischmeier, angebracht worden. Mit den Hofbesitzern stehe ich in gutem Kontakt.” Fast jeder Einödhof wollte die Bildtafeln nach der zunächst 3-monatigen Laufzeit auch nach dem Winter 2018 stehen lassen. “Die bunten Votivtafeln zusammen mit den spirituellen Texten sind wie ein Gruß und Segen für jeden Hof und für alle Wanderer, die hier gehen”,  so empfindet Pilger Rudi Simeth aus Weiding, der hier bereits mehrmals – teils auch mit dem Fahrrad – unterwegs war.

Eine weitere Voraussetzung für einen offiziellen Eintrag des Einödweges ist eine ausreichende Markierung. Hier hat Dorothea Stuffer zusammen mit Pilgerhelferin Elke Weber und Sylvia Dressler in den vergangenen Tagen bereits über 20 Hinweise “Einödweg” an verschiedenen Punkten angebracht beziehungsweise erneuert.

Der Einödweg verläuft auf folgenden Wanderwegen. Die “rote 12”, die “blaue 4”,
 dem “Biker-Weg” und dem Wolfgangsweg.

Er erstreckt sich über etwa 10 Kilometer.

Am Wolfgangsweg führt der Einödweg nach Münchshöfen über 850 Höhenmetern

 

Wegbeschreibung Einödweg-Rundweg:

+ Einstieg Westhang Kollnburg, halbe Höhe,  über den Brandlhof, den Karglhof und das Bielmeier-Anwesen mit Kapelle in Richtung Rechertsried – Oberhofen (Hofbauer-Anwesen – Schwaben (“rote 12”)

+ Am Wolfgangsweg (“W”) von Schwaben über das Penzkofer-Anwesen in Ramersdorf nach Münchshöfen (dazwischen Pension Waldesruh, der Hanslhof)

+ Ab Münchshöfen über die Hauptstraße links hinunter beim “Schmid Gangerl”, dem Anwesen von Hendrik van Beek, – auf der “roten 4” – hinunter nach Hinterviechtach –  Windsprach/Öd – zurück nach Kollnburg

 

Der Einöd-Langweg ist eine Ergänzung zum Einöd-Rundweg. Er umfasst drei Einödhöfe.

+ Der “Greanfeller” (Anton Mader) mit dem hölzernen  Glockentürmchen, welches täglich geläutet wird,

+ Das denkmalgeschützte, renovierte Bernhard-Anwesen (rechts von Greanfeller über der Hauptstraße) mit uralter Holz-Marienkapelle

+ Der Waldhof (Endstation mit Weitsicht)

Der hoch gelegene Waldhof ist das Ziel vom Einöd-Langweg

 

Herbstlicher Blick über den “Gogl” talwärts am Pröller-Nordhang (blaue 4 ) nach Hinterviechtach   

Montag, 16. September 2019

"Auf der Suche nach dem richtigen Weg" - Pressebericht von Pilger Rudis großer Wolfgangsweg-Tour

Ein tolles Interview mit Pilger Rudi Simeth und der Autorin Stefanie Leppert vom Viechtacher Anzeiger war am letzten Wochenende in der Zeitung zu lesen. 
Auf der Suche nach dem richtigen Weg

Pilger Rudi Simeth war wieder auf dem Wolfgangsweg unterwegs – Vom Pilgern im Alltag

Von Stephanie Leppert

Viechtach. Um den Hals trägt Rudi Simeth eine Jakobsmuschel, das Erkennungszeichen der Jakobspilger. Der 64-Jährige aus Weiding (Landkreis Cham) war mit seinem E-Bike wieder unterwegs auf dem Wolfgangsweg.

Zum Pilgern kam er einst durch eine schwere Erkrankung. „In der Zeit bin ich zu mir selbst gekommen“, sagt Simeth. Das Pilgern war für ihn auch Ausdruck von Dankbarkeit. Bei der Katholischen Erwachsenenbildung Cham ließ er sich zum Pilgerbegleiter ausbilden.

Seitdem war er häufig unterwegs, zu Fuß von Prag bis Eichstätt oder mit dem Fahrrad von Weiding aus bis zum Bodensee. Auch Gruppen begleitet er regelmäßig, das nächste Mal wieder Ende September beim Tagespilgern auf dem Jakobsweg.

„Rudi, du gehst zum Wolfgangsee“

Auf den Wolfgangsweg, der unter anderem quer durch Viechtach führt, hat ihn eine Eingebung gebracht. 2014 war das, kurz bevor es beruflich in die Freistellungsphase ging. „Rudi, du gehst zum Wolfgangsee“ lautete die Eingebung. Dass es einen Wolfgangsweg gibt, wusste er da noch nicht. Im Internet stieß er auf den Verein Pilgerweg Sankt Wolfgang, dessen zweite Vorsitzende Dorothea Stuffer ist.

Auf seine Anfrage, wie er am besten zum Wolfgangsee komme, erhielt er „eine wunderbare, liebevoll gestaltete Mail mit Bildern“, erinnert sich Simeth. Das Engagement der beiden Vorsitzenden Hildegard Weiler und „Dori“ Stuffer hat ihn stark beeindruckt und seitdem ist er immer gern bei Vereinsveranstaltungen dabei. Eineinhalb Tage nach seiner letzten Schicht als Fahrdienstleiter bei der Bahn in Furth im Wald machte er sich im September 2014 zum ersten Mal auf den Wolfgangsweg. „Mit viel zu schwerem Gepäck“, wie er heute weiß. Sein Chef schenkte ihm noch einen Kompass, der ihm seither gute Dienste geleistet hat.

Zum zweiten Mal hat er sich vor etwa einem Monat auf den Wolfgangsweg begeben, am 8. August um 8.08 Uhr. Die Acht symbolisiert dabei für ihn „unendlich“.

Von Weiding aus ging es über Runding und Kolmstein, Haibühl übers Eck nach Böbrach. Den Wolfgangsweg markieren stets das „W“-Logo und die typischen Blechschafe von Dorothea Stuffer. Über die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel führte sein Weg am sogenannten „Herzstück“ nach Viechtach und weiter nach Sankt Englmar.

In Kostenz lud er seinen Akku auf – „den vom E-Bike und den eigenen“, sagt Simeth. Über Weißenkirchen fuhr er dann nach Neuhausen, wo ihn besonders der Himmelsberg beeindruckte.

Der Wolfgangsweg führt weiter nach Metten, wo er die Klosterkirche besuchte. Vom Kraftort Uttobrunn mit der 300-jährigen Linde ging es weiter über Himmelreich nach Deggendorf, wo er in den Genuss eines afrikanischen Trommelkonzerts kam. Entlang der Donau führte ihn die Strecke nach Niederalteich. Von dort ging es weiter nach Vilshofen und Aldersbach.

Simeths Weg ging über die Wallfahrtskirche Sammarei (Sankt Maria) im Markt Ortenburg weiter, bis er schließlich Sankt Wolfgang bei Weng erreichte. Dort ist die Taufkirche von Bruder Konrad. Für Pilger ist es der Ort, wo sie traditionell die Sorgensteine ablegen, die sie bei einer früheren Station aufgenommen haben.

Simeth erklärt, dass Pilgern überkonfessionell ist, und dass jeder seinen eigenen Grund habe, sich auf den Weg zu machen. „Ich finde es wunderbar, dass darunter immer mehr junge Leute sind“, sagt er. „Ich denke, dass sie auf der Suche nach dem richtigen Weg, dem richtigen Lebensweg sind“, ergänzt Stuffer.

Schweigend und ohne zurückzuschauen

Die nächsten Stationen von Simeths Wolfgangsweg-Reise waren Bad Griesbach und Ering am Inn. Am Inn ist die Grenze zu Österreich. Simeth wählte den Weg über Sankt Peter am Hart entlang des Flusses Mattig. Weiter ging es über Obertrum am See, den Irrsee und den Mondsee. „Die Strecke den Mondsee hoch war am schwierigsten“, erinnert sich Simeth. Dann erreichte er endlich den Wolfgangsee, wo er sich eine Zahnradbahnfahrt über den Schafberg gönnte. Hinunter ging es zur Falkensteinkapelle, die der Wolfgangskapelle zum Vorbild diente. Das Kirchlein auf der Falkensteinwand hat eine Besonderheit: eine Durchschlupfstelle. Durch diese zwängen sich die Pilger schweigend und ohne zurückzuschauen und streifen dadurch sinnbildlich ihre Sünden und ihre Lasten ab.

Am Falkenstein gibt es auch die Hacklwurfkapelle, am südlichen Abbruch des Weges zum See gelegen, die sich der Legende nach an der Stelle des Beilwurfes des Heiligen Wolfgang befindet.

Kräuterbuschen von den Goldhaubenfrauen

In Strobl besuchte Simeth am 15. August den Gottesdienst zu Mariä Himmelfahrt und kaufte den Goldhaubenfrauen gesegnete Kräuterbuschen für die Lieben daheim ab. Dazu ging die Rückfahrt über Bad Ischl, Traun und Linz in das Mühlviertel. In Oberneukirchen wollte zum ersten Mal auf seiner Pilgerreise ein Wirt seinen Ausweis sehen – den er daheim vergessen hatte. „Da hätte ich mich fast nicht mehr nach Tschechien getraut“, gestand er.




Man werde mutiger beim Pilgern und vertraue darauf, dass alles schon gut werde. Auf diese Weise hat er aus nächtlichen Wäldern gefunden, weil er dem Ruf einer Eule gefolgt ist und hat einen aggressiven freilaufenden Hund besänftigt, indem er einfach nichts gemacht hat. Diese Lernerfahrungen will Simeth auch in den Alltag übernehmen.



Nach Tschechien ist er dann doch gefahren. Am tschechischen Lipno-Stausee traf er drei Reisende aus dem Landkreis Cham. Weiter ging die Fahrt über den Plöckensteinsee, Neuthal, Haidmühle, Fürstenhut und Buchwald. Von Finsterau aus nahm er den Nationalpark-Radweg nach Frauenau. Über Zwieslerwaldhaus, Ferdinandsthal, Böhmisch Eisenstein, Spitzberg-Sattel und Hammern erreichte er die Wolfgangskirche in Grün (Zelena Lhota). In Rittsteig gab es eine Abschlussandacht, bevor er nach Atzlern weiterfuhr, wo er seiner Mutter den geweihten Kräuterbuschen überreichte. Über Stachesried ging es dann am 20. August wieder nach Hause. „Ich hab damit gerechnet, 800 Kilometer unterwegs zu sein“, sagt Simeth. Insgesamt waren es dann genau 808.


Der Verein Pilgerweg St. Wolfang bedankt sich herzlich bei Pilger Rudi und beim Viechtacher Anzeiger und der Autorin Stefanie Leppert für den Großen Bericht einer Großen Wolfgangspilgertour!