Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet
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Dienstag, 12. Mai 2026

Das Vaterunser - eine der zentralsten Bibelstellen

Vergissmeinnicht und Lichtnelken schmückten den Altar 

 ZweiKonfirmations-Festgottesdienste am 9. und 10. Mai in der Christuskirche Viechtach

In diesem Jahr gab es eine Besonderheit: Es fanden 2 Konfirmationsgottesdienste
statt!  Die 13 jungen Frauen und Männer hätten nämlich mit ihren Familien den Kirchenraum regelrecht gesprengt! Deshalb teilte Pfarrer Roland Kelber die große Gruppe in zwei Gruppen auf.

 

 Am Samstag begleitete der Posaunenchor den Gottesdienst und am Sonntag
spielte die Organistin Paula Kucerova die Orgel.

Paula Kucerova an der Orgel

Zu Beginn gab es einen feierlichen Einzug, dem die Begrüßung durch
Pfarrer Roland Kelber folgte.


 "Nach fast einem ganzen Jahr
Vorbereitungszeit können wir heute diesen Festgottesdienst feiern. Wir
stellten uns über all die Monate die Frage, wie ich mein Leben Gott
anvertrauen soll. Um was kann ich  Gott bitten? Wie richte ich mein
Leben auf Gott aus? Sicher kann man diese Fragen nie ganz vollständig
beantworten, doch ihr solltet heute so weit sein, dass ihr JA sagen
könnt für ein Leben mit Gott."


In seiner Predigt ging der Geistliche, entsprechend diesem Sonntag
"Rogate" = "Betet!", auf das Vaterunser ein. Wohl alle Anwesenden
dürften dieses Gebet kennen oder wüssten es sogar auswendig.  Die fünf
Verse vom Vaterunser seien von Jesus selbst.  Während der Pfarrer das
Vaterunser als Einleitung vortrug, sprachen  beim ersten
Konfirmationsgottesdienst spontan und sozusagen ungeplant alle laut mit.

Gott- ein liebender Vater

  Unser Gott sei ein persönlicher Gott, der sich uns als guter Vater
zeige. Wir dürften ihn mit "Lieber Papa" ansprechen. Der Allmächtige
ermögliche für jeden einzelnen Menschen ein persönliches Gespräch.

Die Weltreiche haben keinen dauerhaften und keinen verlässlichen Bestand.

Gottes herrliches Reich im Himmel und auf Erden dauere in Ewigkeit.
Viele Menschen würden sich irdischen Mächten anvertrauen. Die Geschichte
von den großen Weltreichen habe jedoch immer wieder gezeigt, dass nichts
oder fast nichts mehr von ihnen vorhanden sei. Manche Menschen würden
sagen, ich will mein eigener Herr sein. Das würde sich jedoch auf Dauer
als eine große Überforderung herausstellen.

Abendmahl mit Gruppe 2 

Das tägliche Brot -  - Schuld - - Vergebung 

"Wenn ich mich nicht selber in den Mittelpunkt stelle, sondern mich dem
guten Vater anvertraue, der mich täglich versorgt, habe ich einen
starken Helfer. Und er kann uns nicht nur unser tägliches Brot geben,
sondern uns auch von unserer Schuld befreien. Es gibt kein anderes
Endlager für unsere Schuld als das Kreuz von Golgatha!" Unsere Schuld
würde uns erdrücken, der Teufelskreis von Schuldzuweisungen an andere
würde kein Ende nehmen und würde ein Zusammenleben unmöglich machen.
Jesus lasse uns unserer Schuld nicht ausgeliefert bleiben.  "Wenn wir
von Gott Vergebung erhalten, können wir auch anderen ihre Schuld vergeben."


Das Böse

Größte Bemühungen ein guter Mensch zu sein sei trotz aller Anstrengungen
zum Scheitern verurteilt. Auch als Christen seien wir immer dem Bösen
ausgeliefert. "Durch die Hilfe des Heiligen Geistes werden wir zum Guten
gebracht. Und wenn Jesus wiederkommt, wird die Welt endgültig von allem
Bösen befreit."

Gemeinschaft und Hoffnung

  Unser Vater sei kein Gebet für mich selber. Es heiße UNSER tägliches
Brot.  Wir seien eine Gemeinschaft von Glaubensgeschwistern. Im
Gottesdienst, durch Gottes Wort und im Heiligen Abendmahl sei es
möglich, dass wir unseren Glauben nähren und am Leben erhalten. Gottes
Reich, seine Kraft und Herrlichkeit bestehe in Ewigkeit. Wenn ihr eure
Hoffnungen auf Gott setzt, dann wird es keine Hoffnungslosigkeit für
euch mehr geben."

Konfirmationsversprechen der Gruppe 1 

Konfirmationsversprechen der Gruppe 2 


Es folgte ein gemeinsames Lied zum Vaterunser und das
Glaubensbekenntnis. Dann traten die Konfirmandinnen und Konfirmanden zum
Altar vor, um ihr Konfirmationsversprechen vorzutragen. Bei der Segnung
sprach der Seelsorger ihnen ihre selbst gewählten Konfirmationssprüche
zu. "Eure Konfirmationssprüche werden euch durchs ganze Leben tragen."
Nun wurden sie selbst gebastelten Konfirmationskerzen feierlich
entzündet und die ab jetzt Konfirmierten überreichten ihren Patinnen und
Paten je eine Rose des Dankes.

Grußwort an die Konfirmierten von Kirchenvorstand Pro. Dr. Peter Fröhlich 



Grußworte an die Konfirmierten

  Bei der ersten Gruppe sprach Pfarrer Kelber ein Grußwort an die frisch
Konfirmierten und legte ihnen dar, dass sie nun vollwertige
Gemeindemitglieder seien, dass sie Patenschaften übernehmen dürften und
Dienste für Gott in der Welt annehmen dürften. Es gebe auch ein Angebot
für eine Taize-Fahrt durch das Dekanatsjugendzentrum.
Der Seelsorger bedankte sich bei allen, die in der 
Konfirmationsvorbereitungszeit mitgeholfen haben, wobei ein Extadank an
seine Frau Debora ging, die sich intensiv bei der Konfirmationsfreizeit
eingebracht hat.

Bei der zweiten Gruppe trat der Kirchenvorsteher Prof. Dr. Peter
Fröhlich mit einem mitreißenden und hilfreichen Beitrag zum Unterschied
eines Navis und dem "Navi Gott" auf. Die Computerstimme "Alexa" wies als
Navi dem Vortragenden schauspielerisch den Weg zum Ziel, wobei sich
Peter Fröhlich auch mal verirrte oder ihm der Strom ausblieb. "Gott ist
der beste und verlässlichste Navi!" Wenn wir unseren Glaubens-Navi nicht
mehr hören würden, sei Gott trotzdem da und führe uns zum rechten Ziel. 
"In unserer Christuskirche und in allen Kirchen habt ihr außerdem immer
ein Update für euren Glauben!" Diesem Grußwort folgte spontan Beifall
aus der Gemeinde.


Zum Heiligen Abendmahl waren zuerst die Konfirmierten und dann alle
Eltern, Geschwister, Verwandte und am Festgottesdienst Teilnehmende
eingeladen. "Jeder kann hinzutreten. Die Einladung gilt zwanglos an alle
Konfessionen"


Nach dem Dank- und Fürbittgebet und den Abkündigungen wurden die
Gläubigen mit Segen in einen schönen Feiertag entlassen. Ein Extradank
ging an dieser Stelle an Colin Bechthold, der seit seiner Konfirmation
2025 ein Jahr lang nahezu lückenlos den Mesnerdienst verrichtet hat.


Gruppe 1 mit Pfarrer Roland Kelber, Kirchenvorsteherin Johanna Gottschling und Kirchenvorstand Herbert Zankl

Gruppe 2 mit Pfarrer Roland Kelber und Kirchenvorsteherin Sandra Weber 

Die Konfirmierten und ihre Konfirmations-Sprüche 

Samstag

Jason Braun

1.Samuel 16,7

Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an.


Erick Dragunov

Psalm 1,6

Der Herr kennt den Weg der Gerechten. Der Gottlosen Weg aber vergeht.


Tim Kamilov

Lukas 10,20b

Freut euch, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind.


Maximilian Kamilov

Hebräer 10,35

Werft euer Vertrauen nicht weg, denn es soll reichlich belohnt werden!


Elias Keller

Psalm 16,11

Du tust mir kund den Weg zum Leben. Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.


Dennis Kroo

Römer 1,16

Ich schäme mich des Evangeliums nicht, denn es ist die Kraft Gottes, die alle rettet, die daran glauben.



Sonntag

Helene Hastreiter

1.Joh 5,4b

Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat.


Charlotte Kluge

Matthäus 11,6

Selig ist, wer nicht an mir irre wird.


Emiliy Kroo

Kolosser 2,2

In Christus liegen alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis verborgen.


Evelina Schleichmann

2.Thessalonischer 3,3

Der Herr ist treu, der wird euch stärken und vor dem Bösen bewahren.


Pauline Mühlbauer

Johannes 8,32

Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen.


Colin Bechtoldt

Lukas 18,17

Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.


Denis Mons

Psalm 36,10

Bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht.


Das Konfirmationsversprechen

Ich will mein Leben Gottes Führung anvertrauen und mein Leben in seinen Dienst stellen.

Ich weiß, dass Gott mir im Gottesdienst dient, dass ich jederzeit zu ihm reden kann und er mich durch sein Wort jeden Tag persönlich ansprechen will.

Ich vertraue darauf, dass er mich so frei macht zu einem Leben, das erfüllt ist mit Liebe, Hoffnung und Freude.

In der Kraft des Heiligen Geistes bin ich von ihm in die Welt gesandt, um das Evangelium weiterzusagen.

Ich will in der Gemeinschaft der Christen bleiben, die von Gottes und der gegenseitigen Vergebung leben und im Abendmahl mit Jesus verbunden sind.

Donnerstag, 26. März 2026

Ein Missionar berichtet

 

Einfachstes Leben im Südsudan - Foto: Frank 

Den Menschen helfen, sie speisen und ihnen das Evangelium nahe bringen

 Freundschaft 

 Seit 15 Jahren ist er Missionar: Frank aus dem Schwarzwald. Im Südsudan hilft er zusammen mit seiner Familie und einigen Glaubensgeschwistern Flüchtlingen, die im Nordsudan bekriegt wurden. Pfarrer Roland Kelber und seine Frau Debora haben ihn eingeladen im Gottesdienst in Viechtach etwas über seine Tätigkeit zu erzählen. Debora hatte ihn bei einem christlichen Seminar kennengelernt. Es entstand - dank e-mail - eine langjährige Freundschaft. 

 Flüchtlinge, Strohhütten, Saaatgut 

 In einer spannenden Präsentation zeigte Frank Bilder des afrikanischen Ortes, wo er tätig ist und berichtete über die dortige Situation. Keine Straßen, kein Strom, ärmste Verhältnisse. Damit diese Menschen wieder ihre traditionelle Landwirtschaft betreiben können, kümmert sich der engagierte Organisator um entsprechendes Saatgut, welches - alles in Handarbeit - verteilt und zur Aussaat bereitgestellt wird. Im Wechsel zwischen staubiger Trockenzeit und nasser Regenzeit wird mit einfachsten Mitteln das Nötigste zur Grundernährung gesät, gepflegt unter Gottes Segen geerntet. 


Verteilung von Saatgut - Foto: Frank
 Berufung und Erfüllung

 Frank fühlt sich als christlicher Missionar berufen. Er investiert all seine Zeit und Kraft in seine Aufgabe. Dabei erfährt er eine große Erfüllung. Die Hinführung und Begleitung in den christlichen Glauben der im muslimischen Glauben verankerten Menschen geht dabei einfühlsam und Schritt für Schritt vor sich. 

Der Friedefürst

 "Alle Menschen tragen in sich eine große Sehnsucht nach Frieden. Jesus ist bei Jesaja der prophezeite Friedefürst. Nur er kann allein den wahren Frieden geben", ist der junge Missionar überzeugt. Jesus habe die 2000 gespeist und ihnen das Evangelium gebracht. "Auch wir helfen den Flüchtlingen zur Speise und verkündigen ihnen das Evangelium." Frank ist zutiefst ergriffen von Jesu Botschaft und Auftrag: Geht hin in alle Welt! Getauft wird in stehendem, etwa einen Meter hohen Gewässern, Tümpeln, die sich in der Regenzeit bilden.

Das Ziel des christliche Glaubens

 Der spannende und bewegende Vortrag mit vielen beeindruckenden Bildern fand im Gemeindesaal statt, in welchen die evangelische Kirchengemeinde während des Gottesdienstes umzog. Danach gab es noch Raum für Fragen oder für weitere Beiträge.
"Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Wenn wir mit Jesus rechnen, kommen wir zum Vater." bekräftigte der Referent. Als Abschlusslied vor dem Segen wünschte sich der Glaubensbote das Lied "Du großer Gott, wenn ich die Welt betrachte."  Pfarrer Roland Kelber begleitete alle Lieder mit dem Keyboard.

 

Dienstag, 13. Januar 2026

Lass es geschehen - Kindergottesdienst und Gottesdienst mit Abendmahl in der Christuskirche Viechtach

Eine Schar Kinder zieht in den Gemeinderaum 

Lass es geschehen!

Kindergottesdienst und Gottesdienst mit Abendmahl in der Christuskirche Viechtach 

"Zachäus, der Mann auf dem Baum"


Eine zahlreiche Kinderschar mit ihren Eltern und Großeltern hat sich am vergangenen 1. Sonntag nach Epiphanias in der Christuskirche zum Kindergottesdienst eingetroffen. Mit der Kindergottesdienstkerze zogen die Kleinen zusammen mit dem Kindergottesdienst-Team hinüber in den Gemeinderaum. Ein spannendes Thema zum Hören, Erleben und Basteln war angesagt: "Zachäus, der Mann auf dem Baum."

Wir können nicht alles verstehen, was Gott vorhat

Die Kirchengemeinde durfte währenddessen die Predigt von Pfarrer Roland Kelber hören und war auch zum Abendmahl eingeladen. In der Predigt stand Jesu Taufe am Jordan durch Johannes den Täufer im Fokus.

Der Altar ist noch weihnachtlich festlich geschmückt

"Lass es geschehen", sagte damals Jesus zu Johannes, der nicht verstehen konnte, wie der Retter der Welt, der doch ohne Sünde war, zu ihm zur Taufe kam. Auch wir können nicht alles verstehen, was Gott vorhat", erklärte der Geistliche.  Alle ohne Ausnahme, die im Dienst Gottes stünden, Pfarrer, Diakone, Kirchenvorstehende und viele mehr stünden keineswegs über den anderen Menschen und bedürften der Erlösung. Jesus hab sich nicht über die Menschen stellen wollen, sondern habe die Taufe des Johannes zur Vergebung der Sünden, diese Salbung, die uns mit Gott verbindet, auf sich genommen. Er habe den ihm zugestellten Auftrag, die Vollmacht, die Bürde, den Leidensweg auf sich geladen, um damit den Himmel für die Menschen wieder zu öffnen. "Man stelle sich das vor, wie eine Deckung eines ungedeckten Schecks, die Übernahme der Erlösung der Welt!"

Der Dreieinige Gott

In diesem Geschehen am Jordan habe Gott sich zum ersten Mal als Dreifaltiger Gott gezeigt, Vater, Sohn, Heiliger Geist. Die Taube sei am Himmel erschienen und sprach: Siehe, das ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe." Damit stelle sich uns ein weiteres Glaubens-Rätsel, welches wir mit unserem Intellekt nicht erklären können: 1+1+1=1.

 "Mit unserem menschlichen Verstand können wir oft die Bibel nicht verstehen, sondern wir sollen vielmehr durch die Bibel unser Denken korrigieren lassen."

Zuhören, erleben und Basteln im Gemeinderaum 

Mit hübschen verzierten Bäumen aus Tonpapier, in welchen Zachäus als Figur sitzt, kamen die Kinder fröhlich in den Kirchenraum zurück.

Die Orgel spielte Petra Schneider-Grössl. Pfarrer Roland Kelber begleitete das Eingangslied "Siehe, ich mache alles neu" mit der Gitarre. 
 

Freitag, 26. Dezember 2025

Genau du bist gemeint! Christvesper in der Christuskirche Viechtach

Krippenspiel in der Christuskirche 

Ein strahlendes Highlight im Zuge des Jubiläums 75 Jahre Christuskirche 2025 war die Christvesper am Heiligabend mit Krippenspiel.


"Uns hat heute die große Lichtertanne den Weg hierher geführt. Damals hat der Stern von Bethlehem den Weg gewiesen", begrüßte Pfarrer Roland Kelber die Weihnachtsgemeinde in der bis auf den letzten Platz voll besetzten Christuskirche. "Stern über Bethlehem zeig uns den Weg" wurde nun an der Orgel angestimmt von Paula Kucerova. Pfarrer Kelber trug die Propheten der Ankündigung Christi Geburt vor und die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium.

 Diese Weihnachtsgeschichte wurde nun sichtbar lebendig durch das von Iris Marchl inszenierte Krippenspiel, musikalisch-technisch unterlegt von Bernhard Marchl. Markenzeichen der Theater- und Religionspädagogin Iris Marchl ist, dass sie die Handlung ihrer Stücke zusammen mit den Krippenspielkindern entwickelt.


Eine lebendige Weihnachtsgeschichte mit sprechenden Tieren und einem freundlichen Gastwirt

Es begann diesmal damit, das Ochs und Esel im Dialog waren. Dazu kamen nach und nach ein Bauer und Gastwirt, Engel schwebten dazwischen, Maria und Josef traten in die Szene, ein Hirte, Schafe und die Könige. Zu erwähnen ist hier beispielsweise, dass der Gastwirt nicht wie in gewohnter Weise zu Maria und Josef schroff und abweisend dargestellt wurde, sondern freundlich:  "Leider ist hier alles voll belegt. Ich kann euch aber gerne einen Platz im Stall anbieten. Ich bringe euch gleich was zum Essen rüber." Ochs und Esel waren zunächst skeptisch ob der beiden Gäste. Doch sie ließen mit sich reden und stellten bald fest, dass der Stall durch die Anwesenheit der Neuankömmlinge spürbar wärmer wurde.

Schafe auf dem Weg zum Stall von Bethlehem 

Pfarrer Roland Kelber liest die Weihnachtsbotschaft und predigt über die Inhalte des Krippenspiels 


Die Fragen des Hirten und ihre Bedeutung 

Die tieferen Aussagen des Krippenspiels griff auch diesmal Pfarrer Kelber seiner Weihnachtspredigt auf.
"Genau Dich meint Gott, hatte der Engel zum einfachen Hirten gesagt. Warum bin gerade ich eingeladen zu Jesus? Genau Dich meint Gott, auch wenn du nur ein normaler Mensch bist, müde erschöpft überarbeitet, mit Fehlern behaftet." Gott, Herr und Schöpfer des Universums, interessiere sich für jeden ganz persönlich. "Und was wird aus meinen Schafen?" hatte der Hirt gefragt. Die Schafe, erläutete der Pfarrer, könnten auch stehen für die vielen Aufgaben. Diese sollten uns jedoch nicht davon abhalten zu Jesus zu gehen. "Was soll ich dem Kind schenken?" hatte der Hirt gefragt. Gott möchte dich überreich beschenken! 

Engel kommen zum Hirten 

Neugierig auf Gott werden 


So mache Gott uns neugierig ihn näher kennen zu lernen in Jesus. Die Könige wurden durch einen Stern aufmerksam auf Jesus. Schon damals hätten die Menschen den Sternenhimmel betrachtet und gefragt, was wohl dahinter stehe. Persönlich Gott kennengelernt hätten die Menschen aber erst durch Jesus.
Gott habe viele Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen. Die ganz reale Welt, sogar das Internet, könne Jesus als Mensch, als ein Du, als lebendiges und sprechendes Gegenüber erschließen. So könnte Jesus zum großen Navi auf dem Lebensweg werden.  "Bitte ihn in dein Lebenshaus hinein!"  Ochs und Esel, die zu Beginn misstrauisch waren, haben gemerkt, dass es wärmer im Stall wurde, wenn sie  enger mit Maria und Josef und dem Kindlein zusammen rücken. "Wie kann ich Gemeinschaft schaffen ohne mich zu bekriegen? Das schafft Jesus! Was dieses Kind alles schafft!"

Maria und Josef

 Die bereichernde und Sinn erfüllte Christvesper endete mit einem Dank an Iris und Bernhard Marchl und an alle Helferinnen. 

Nach dem Segen und dem Stille Nacht ging die Gemeinschaft der Gläubigen in die Weihnacht hinaus.

 Um 22 Uhr folgte die Christmette mit heiligem Abendmahl.

Am 1. Weihnachtsfeiertag gab es morgens einen Festgottesdienst mit heiligem Abendmahl und mit dem Posaunenchor. 



Die Handlung der Krippenspiels zusammengefasst:


Im Krippenspiel geht es darum, dass Ochse und Esel zunächst keinen Platz im Stall einräumen wollen. Nicht für Maria und Josef nebst Jesus, nicht für die Schafe oder für sonst wen. Sie erfahren jedoch, dass es wärmer wird, wenn sie teilen, sowohl den Platz im Stall, als auch den Freiraum in ihrem Herzen. Sie erfahren auch, dass das Kindlein ein ganz besonderes Kind ist, mit besonderer Ausstrahlung.
Zudem geht es um Königinnen, die erkennen, dass die moderne Technik versagen kann und sie sich auf den Stern verlassen müssen, der sie zum neuen König bringt. Dieser ist nicht, wie erwartet, in einem Schloss, sondern in einem Stall und doch weitaus bedeutender als ein weltlicher König. Dieser Heiland lädt alle ein, ob reich oder arm. Und so ist der Hirte zuerst verwundert, dass er in seiner Armut gemeint ist, dass er zum Heiland eingeladen ist! Aber er macht sich froh auf den Weg. Er folgt den anmutigen, sanften Engeln, die ihm die frohe Botschaft klar übermitteln. Beim Stall findet er auch seine Schafe wieder, die bereits bei Jesus sind. Diese haben sich kurz zuvor, keck und süß auf den Weg gemacht. Josef, der auf dem beschwerlichen Weg zum Stall immer wieder Maria hatte aufmuntern wollen, und die liebevolle Maria freuen sich über alle Gäste im Stall.

Iris Marchl



Sonntag, 21. Dezember 2025

Maria war nicht der Typ für eine heutige Casting-Show - Gottesdienst zum 4. Advent mit Pfr. Claudia Sommerauer


 Am 4. Advent hielt in der Christuskirche Viechtach Pfarrerin Claudia Sommerauer den Gottesdienst. 



Schon der Name Sommerauer macht neugierig. Pfarrer Sommerauer, besonders bei den Älteren bekannt mit seinem "Wort zum Sonntag" im Fernsehen, war ihr Schwiegervater.

Claudia Sommerauer, Fachtherapeutin für Psychotherapie und Heilpraktikerin, war 20 Jahre Krankenhauspfarrerin an der Uniklinik in Großhadern und hat seit 14 Jahren in München und hier im Bayrischen Wald in Tafertsried/Gotteszell eine psychotherapeutische Praxis . Dort behandelt und begleitet sie Erwachsene und Kinder. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Frauen, Kinder, Familien, die durch Schwangerschaft und/oder Geburt belastet oder traumatisiert sind.

In ihrer Predigt - bezugnehmend auf den Lobgesang der Maria aus dem Lukasevengelium - richtet die Seelsorgerin den Fokus zunächst auf Maria.

Maria war eine ganz einfache junge Frau 

Eine junge Frau aus Nazareth, die überhaupt nicht herausragte gegenüber den anderen. Nichts besonderes habe sie geleistet, sie sei nicht außergewöhnlich klug oder fromm oder schön oder reich. gewesen. Und doch habe sie erlebt: Gott hat Großes an ihr getan. Und so habe sie ihr geradezu revolutionäres Lied von der von Gott angesehen, erhobenen "niedrigen Magd" gesungen.

In den vielen Bildern werde Maria gern dargestellt als die sanftmütige junge Mutter, ganz und gar auf das Kind ausgerichtet. Ihr Lied dagegen komme selbstbewusst daher: Gott erhebt die Niedrigen!

In unserer christlichen Tradition spiele Maria als die „Gottesmutter“ oder auch „Gottesgebärerin“ eine große Rolle. 
"Viele Mütter der Welt identifizieren sich mit ihr, die unter so schwierigen Umständen gebären muss und ihr Kind schützen will. Eine Mutter, die irritiert ist über den Jugendlichen, der im Tempel lehrt.
Die um den Sohn ringt, wenn sie mit seinen Geschwistern vor der Türe steht und erduldet, wie Jesus ihr eine Abfuhr erteilt. Die bis zuletzt bei ihm bleibt und auch unter dem Kreuz mitleiden wird. Die Pietá, Maria mit dem toten Sohn im Arm, sie ist weltweit und durch die Jahrhunderte ein Sinnbild mütterlicher Liebe."



In der Weihnachtsgeschichte kommen keine Erfolgstypen vor 

Die Predigerin schlägt nun den Bogen weiter zu all den Personen, die in der Weihnachtsgeschichte präsent sind. Es sei wahrhaftig keine Elitetruppe gewesen, die hier versammelt war! Bei jeder Castingshow wären sie wohl durchgefallen. Josef –  in der Geschichte eher als Randfigur angesehen, sei nicht gerade der Gewinnertyp gewesen, ebenso die Hirten, Menschen, die um ihre tägliche Existenz ringen mussten.

Hier zog Claudia Sommerauer eine Parallele zu Menschen aus unserem Alltagsleben, Erfolglose, Arbeitslose, Ausgegrenzte. "Keine Lichtgestalten der Kino Glamour Glitzerwelt!" Sie und gerade sie würden von dem liebenden Gott angesehen und erhoben. Und all die Reichen, die Gewinner und Erfolgreichen? Auch sie seien nicht ausgeschlossen, wenn sie nur ihr Augenmerk auf  Gott als ihren Helfer richteten. 

In der Geschichte des Christentums setze sich, so die Pfarrerin, die Reihe der nicht perfekten Auserwählten Gottes fort. Petrus, der Jesus aus Angst verleugnet habe, wurde einer der führenden Apostel. Maria Magdalena mit ihrer zweifelhaften Vergangenheit sei wegen ihrer Glaubenstreue in aller Welt und durch die Jahrhunderte in Erinnerung geblieben. Paulus, einstmals Christenverfolger, habe trotz seiner körperlicher Einschränkungen das Evangelium über das Mittelmeer nach Europa gebracht. 

Gottvertrauen

Das Wunderbare am Christlichen Glauben sei, dass niemand für den Christlichen Glauben und seine großartige Botschaft zu gering sei. Gott wisse etwas vom Leid des Lebens, des Alltags, von Schmerz und Trauer. "Gerade deshalb können wir uns diesem Gott anvertrauen. Gott schickt nicht Leid. Gott weiß selbst um Leid und Kummer und gibt uns die Kraft, damit zu leben."

Mir geschehe wie du gesagt hast“, habe Maria zu dem Engel Gabriel gesagt. So werde sie zum Sinnbild von Gottvertrauen.
Josef habe inmitten seiner Zweifel mit Blick auf all die problematischen Umstände zu Maria als seine Frau gestanden und seiner Intuition, seinem Traum, vertraut und floh vor dem mordenden Diktator Herodes nach Ägypten.
Die Hirten hätten nichts vorzuweisen gehabt. Aber sie vertrauen der Botschaft von den Engeln. 

"Es wird nicht sofort alles besser für die Protagonisten. Kein Geldregen kommt über sie, ein Happy End ist nicht in Sicht. Und doch ändert sich ihr Lebensgefühl:  Sie vertrauen und in der Folge erfahren sie: Gott ist da. Gott sieht sie, sieht sie an, wie er Maria gesehen und angesehen hat.
Sie werden zu angesehen Menschen."



Marias Lied weitersingen 

Wir Heutigen seien nun die, die sich öffnen können für Gottes Hoffnung. Wir seien die, die das Lied der Maria weitersingen und dafür Sorge tragen mögen, dass Gottes Liebe Wirklichkeit werde  – wie lang es auch dauern möge, wie klein die Schritte dazu auch seien, wie viele Rückschläge es auch bedeuten möge.

"Wir können einen Teil dazu beitragen, dass eine Spur gelegt wird vom Frieden Gottes schon jetzt in dieser Welt. Jesus begegnet uns in Menschen, denen wir begegnen. Die müssen nicht toll, besonders gut oder schön sein. Es können durchaus oder gerade auch Ausgegrenzte, Kranke, Schwache, Fremde, Verachtete, Menschen mit Behinderung oder schwierige Menschen sein. In ihnen ist Gottes Liebe anwesend."

Mit dieser ergreifenden Predigt konnten die Gläubigen mit einem Gefühl von Glaubensmut und Glaubenskraft den Weg vom 4. Advent nach Weihnachten und weiter gehen. 

Die Orgel spielte Petra Grössl-Schneider. 

Bei dem Lied von Jochen Klepper "Die Nacht ist vorgedrungen" gab Claudia Sommerauer eine kurze Erklärung ab zur damaligen antisemitischen Situation, wo die Familie von Jochen Kleppers Frau deportiert und ermordet wurde. 



Samstag, 13. Dezember 2025

Eine neues Weihnachtsspiel in Vorbereitung mit der Theater- und Religionspädagogin Iris Marchl

Die Theater- und Religionspädagogin Iris Marchl bereitet sein Wochen mit 14 Kindern ein neues Krippenspiel vor. 

 

Vorbereitungen  

Auch in diesem Jahr hat die Religions-und Theaterpädagogin Iris Marchl wieder Kinder für ein Weihnachtsspiel in der Christuskirche Viechtach eingeladen. 14 Kinder nehmen teil. Sie sind zwischen 5 und 11 Jahre alt. Bereits seit Ende Oktober finden jeden Freitag von 16 bis 17 Uhr Proben im Kirchenraum statt.  

Iris Marchls besonderer Stil 

 Als Theaterpädagogin ist es die Besonderheit der von Iris Marchl erstellten Krippenspiele, dass sie die grundlegende Handlung in kreativer Zusammenarbeit mit den Kindern erarbeitet. "Wir haben dieses Jahr wieder ein eigenes Stück kreiert. Jedes Kind sucht sich eine Rolle aus, die jeder und jede einzelne spielen will. Zusammen überlegen wir uns eine Handlung; die Kinder sind darin sehr einfallsreich, ich schreibe ihre Ideen mit und daheim verfasse ich dann das Stück. Es können noch Kinder quer einsteigen. Das ist durchaus möglich. Die Rolle muss jedoch zum jetzigen Stück passen", erklärt Iris Marchl.

Pädagogische Unterstützung

Bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe ist es hilfreich, wenn pädagogische Unterstützung dabei ist. "Ich bin dieses Jahr sehr glücklich, denn ich bekomme Hilfe von Liane Bechtoldt und Carolina Weber. Das ist wirklich toll. So können wir zwei Szenen gleichzeitig proben. Außerdem haben die beiden geniale Ideen und sind eine großartige Unterstützung."

Ein Erlebnis! 

Jedes Jahr ist es ein Erlebnis für die Kinder, deren Eltern und Großeltern und für die Kirchengemeinde, wie in der bis auf den letzten Platz gefüllte Kirchenraum als Theaterbühne und als Christvesper fungiert. Dazu ist die Architektur sehr gut geeignet. Die heimelige Kirche weist nicht nur eine besonders wohlige Atmosphäre auf, sie kann ganz unterschiedlich gestaltet werden mit den verschiebbaren Bänken. Die Architektur zeichnet sich durch einen Holzständerbau aus, wodurch ein warmer, wohliger Charakter erzielt wird. Der fast quadratische Grundriss betont den Gemeinschaftscharakter der Gottesdienste. 

Die Predigt zum Krippenspiel 

Iris Marchl ist sehr glücklich über das Zusammenwirken mit Pfarrer Roland Kelber. "Pfarrer Kelber greift in seinen Predigten meine Handlungen vom Krippenspiel auf und verdeutlicht die christlichen Inhalte, die darin stecken. Das finde ich jedes Jahr großartig und ich bin sehr gerührt deswegen. Nun bin ich selbst ja  Religionspädagogin und schreibe bewußt ein christliches Krippenspiel. Darüber mache ich mir beim Verfassen im Vorfeld schon auch Gedanken."

 Termin

Die Christvesper mit Krippnespiel ist am Heiligabend um 16.30 Uhr in der Christuskirche Viechtach 

Bei den Proben für das Krippenspiel 2024 


Dienstag, 9. Dezember 2025

Eine offene Gemeinschaft - 75 Jahre Kirchweihjubiläum: Festgottesdienst in der Christuskirche

Ein Teil der anwesenden Gläubigen 

 75 Jahre Kirchweihjubiläum 

Festsgottesdienst am zweiten Advent 2025 in der Christuskirche Viechtach

 Zum Einstimmen in diesen festlichen Vormittag  sang der Projektchorunter Leitung von Paula Kucerowa.       

"Dem, der die Liebe ist, sagen wir Dank. Er hat die Christuskirche erhalten", begann Pfarrer Roland Kelber seine Begrüßung. "Ein großer Zug evangelischer Gläubiger ist am 3. Dezember 1950 von der Sankt-Anna-Kapelle hierher gezogen. Bis zu jenem ersten Advent wurde den evangelischen Christen, die fast alle Flüchtlinge waren, die Sankt-Anna-Kapelle zur Verfügung gestellt. Welch ein feierlicher Gang nun zur neu erbauten Christuskirche!"

Die Festgemeinde sang unter der Begleitung von Paula Kutscherowa an der Orgel ein feierliches Kirchweihlied mit einem Dank für so viel Segen und ermutigende Erbauung, die immer wieder aus den Gottesdiensten gekommen ist. 
In seiner Predigt betonte Pfarrer Roland Kelber, dass zunächst natürlich der Dank unserem Gott gelte, an Christus selbst, der die Christuskirche bis heute erhalten hat und. Der Dank ging auch an alle Menschen, die dazu beigetragen haben, diese Kirche in all den Jahren mit Leben zu füllen. 
 Die Christuskirche wurde als Notkirche konzipiert und aus Bauteilen aufgestellt. So erinnere sie in ganz spezieller Weise an die schrecklichen Notzeiten des Zweiten Weltkrieges, wo eine große Zahl evangelische Heimatsuchenden seit 1942 Zuflucht in Viechtach gesucht und gefunden haben. Dieser inzwischen denkmalgeschützte Bau steht immer noch. Der bekannte Architekt Otto Bartning hat überall in Deutschland Kirchen gebaut. Viele davon wurden wieder abgebaut. 
"Diese provisorische Notkirche erinnert immer daran, dass wir unsere ewige Heimat im Himmel haben. Sie ist kein Selbstzweck, sondern weist auf die gnadenreiche Zukunft hin, die Jesus uns geschenkt hat.  Doch wir müssen unsere Köpfe nicht in den Sand stecken, sondern wir dürften unsere Häupter erheben, weil sich unsere Erlösung naht. Wir müssen nicht in den Abgrund schauen!"
Am Vorplatz der Chistuskirche steht die große, mit vielen Lichtern geschmückte Nordmanntanne 

  "Die schlichte Kirche war mir ans Herz gewachsen"
Prof. Dr.  Peter Fröhlich las nun ein Grußwort von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann vor, der leider wegen einer wichtigen anderen familiären Feier nicht persönlich anwesed sein konnte. Pfarrer Kittelmann wurde 1977 beauftragt, die Leitung der Christuskirche zu übernehmen. 40 Jahre lang war er hier Pfarrer. 
"Die schlichte Kirche war mir ans Herz gewachsen und auch die vielen Menschen, die sich hier einbrachten. Es war ein Haus zum Lobe Gottes, voller Begegnungen, Erlebnissen und vieler treuer Menschen, die Bänke zurecht stellten, Kerzen entzünden, den Christbaum aufstellten, Blumen für den Altar brachten oder das Glockenseil läuteten,  Erwachsene. Jugendliche und Kinder. Wir stehen in einer Zeit, wo immer wieder Kirchen geschlossen oder verkauft werden müssen. Die große Nordmanntanne vorne am Kirchplatz war ursprünglich ein kleines Bäumchen. Es ist gewachsen und sehr groß geworden. Jährlich leuchten auf dieser Tanne immer mehr Kerzen in der Advents und Weihnachtszeit weit hinaus. Von dieser Kirche möge immer ein Leuchten hinausgetragen werden.."
Gabriele Atzinger vom Pfarrgemeinderat spricht ein Grußwort 

Gabriele Atzinger betonte die innige Verbundenheit der beiden Konfessionen in Viechtach. Die Gemeinschaft der Christen sei keine Selbstverständlichkeit, sondern ein Geschenk und eine stetige Aufgabe. "Gemeinsamer Glauben wird hier in Viechtach beispielsweise bezeugt im gemeinsamen Weltgebetstag der Frauen oder im Caritativen Adventsmarkt, wo diesmal Menschen im Sudan unterstützt wurden. Immer wieder bringen sich beide Kirchengemeinden gemeinsam zur Unterstützung von Hilfsbedürftigen ein -  eine geschwisterliche Gemeinschaft!"
Brunhilde Weber mit 82 Jahren verabschiedet
Bürgermeister Franz Wittmann richtete seinen Dank an die evangelische Kirchengemeinde mit all ihren Ehrenamtlichen. "Ein großes Engagement, bis heute!"  In diesen Zeiten des Wandels und in Zeiten der Unsicherheit sei das ein besonderes Geschenk. "Das Jubiläum erinnert uns daran, dass wir hier in Viechtach eine offene Gemeinschaft sind von Bildung, Kultur und Solidarität." 
Glückwünsche und je ein kleines Präsent ging an die Gründerin und Leiterin des Projektchors, der in diesem Jahr von Paula Kutscherowa ins Leben gerufen worden ist und an die langjährige Mesnerin Brunhilde Weber. 
Pfarrer Roland Kelber beglückwünscht Paule Kucerova zur Gründung des Projektchors 

Segen für Brunhilde Weber 

 Brunhilde Webers Weg führte sie von Odessa über Sibirien und Kasachstan bis in den Bayerischen Wald. Mit 82 Jahren wurde sie heute, an diesem Jubiläumstag, verabschiedet. Unter Tränen gerührt bedankte sie sich bei ihren beiden Pfarrern Ernst-Martin Kittelmann und Roland Kelber, bei allen Freunden und Glaubensgeschwistern, Helferinnen und Wegbegleitern. Und bei Gott, der sie bis hierher gebracht habe. 
Aktuell hat der Konfirmand Colin Bechtholt bis zu seiner Konfirmation das Mesneramt übernommen, wofür die Kirchengemeinde sehr dankbar ist.

Prof. Dr. Peter Fröhlich präsentierte die Tauftafel 

Prof.Dr. Peter Fröhlich brachte sich nun ein zum angekündigtem Thema der Taufjahrgänge, die in der Christuskirche Viechtach seit ihrer Gründung getauft worden sind. Die älteste Getaufte, die heute anwesend war, war Dorothea Stuffer. Sie wurde. Im Jahr 1954 hier getauft. Der jüngste anwesende Täufling wurde genau 70 Jahre später 2024 in dieser Kirche getauft. Nun wurden unter den anwesenden Täuflingen, mit deren Namen kleine Zettel angefertigt worden waren, das Los gezogen. Erwählt durch das Los wurden 3 Täuflinge, nämlich Dennis, ein Konfirmand, Erich, ebenfalls ein Konfirmand, und der Jüngste Gottesdienstteilnehmer im Alter von 2 Jahren. Bürgermeister Franz Wittmann garantierte den drei Gewinnern eine Jahreskarte für das Freibad. 

Die Lose werden verteilt 


Einen Dank richtete Pfarrer Kelber an all die Mitwirkenden, die sogenannten "Zugroasten", die, ohne hier getauft worden zu sein, sich sehr viel eingesetzt haben.
Zum feierlichen persönlichen Miteinander wurde im Anschluss an den  Festgottesdienst im Gemeindesaal zu einem Buffet eingeladen. Conny Penzkofer und Barbara Wagner hatten die Vorbereitungen für den Empfang getroffen.

Viechtacher Bürgermeister Franz Wittmann 

Fotos: Peter Fröhlich / Dorothea Stuffer