Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet
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Donnerstag, 2. Juni 2022

Das Wolfgangsweg- Schreiben an die Gemeinden nochmal überarbeitet

Hildegard Weiler und Marco Göde beim Verfassen eines Schreibens an die Gemeinden am Wolfgangsweg von Böbrach nach Regensburg - die blaue Karte am Tisch bei Hildegard ist vom Vermessungsamt. Marco sortiert die neuen Wolfgangsweg-Broschüren 

 Zu einer überarbeiteten Fassung eines Schreibens an die Gemeinden am Wolfgagsweg zwischen Böbrach und Regensburg traf sich am Mittwoch, den 1. Juni, der Vorstand vom Verein Pilgerweg St. Wolfgang mit Hildegard Weiler, 1. Vorsitzende, Marco Göde, EDV-Experte und Kassier, und Dorothea Stuffer, 2. Vorsitzende. Elke Weber, Schriftführerin, konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein. Hier der entstandene Text, der demnächst rausgehen soll: 

Sehr geehrte Damen und Herren,

anliegend übersenden wir Ihnen ein Exemplar unserer neuen Broschüre zu den Hauptrouten des Pilgerweg St. Wolfgang.


Anlässlich des Jubiläums "1050 Jahre Weihe des Heiligen Wolfgang zum Bischof von Regensburg", dessen Leben und Wirken im diesjährigen Straubinger Kalender, S. 172-177. beschrieben ist, ist es auch unser Anliegen, auf dieses Ereignis aufmerksam zu machen. Der Wolfgangsweg bietet für Interessierte, Pilger und Wanderer die Möglichkeit, dem Wirken dieses Heiligen nachzuspüren. 

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie den Ihre Gemeinde betreffenden Streckenabschnitt des Wolfgangsweges in Ihr touristisches Angebot aufnehmen. Einige am Wolfgangsweg gelegene Gemeinden wie Viechtach, St. Englmar, Arnbruck/Drachelsried (Zellertalkarte) haben den Weg bereits seit mehreren Jahren in ihrer aktuellen Wanderkarte eingepflegt. Hilfreich wäre auch die Anbringung von Hinweis-Schildern auf den Stelen.

Der Wolfgangsweg ist bereits in der Fritsch Wanderkarte und in der topografischen Karte UK50-28 Naturpark Bayrischer Wald, westlicher Teil des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung ausgewiesen. 

Weitere Exemplare unserer Broschüre stellen wir Ihnen gerne auf Wusch zum Auslegen zur Verfügung.


Für Ihre Information zur Eintragung in Ihre regionale Wanderkarte 

1. Wegbeschreibung ab Gallner bis Wiesent:

Blumern - Kühleite - Gallnerberg/Ostbayr. Jakobsweg/E8 - Stubenhof - Stallwang - B20 unterqueren - Haunkenzell - Pilgramsberg (über Kreuzweg) / Jakobsweg / E8 folgen - Kleinneudling - Kesselboden - Kragnmühl - Straße überqueren - am Jakobsweg weiter nach Kragenroth - Utzenzell - Wiesenfelden (Zentrum, Beckenweiher, Touristinfo, Kirche St. Rupert) - weiter auf dem Jakobsweg - Schiederhof - weiter am E8 / Jakobsweg - Hub - Gscheitberg - Abzweigung nach Süden am Wanderweg Nr.11 nach Tiefenthal (Kirche St.Wolfgang und St.Ulrich)  - von dort am Wanderweg Nr.1 nach Wörth a. d. Donau. Ab Ortsmitte von Wörth am Jakobsweg / E8 / Kötztinger Weg nach Wiesent

2. Regensburger Land:

Ab Wiesent dem Jakobsweg / E8 / Kötztinger Weg weiter folgen - Bach a. d. Donau Donaustauf - Tegernheim - durch die Stadt Regensburg zur St. Emmeramskirche. Dort geht der Anschluss nahtlos zum von Dr. Peter Pfarl erstellten "Wolfgangweg" über Altötting nach St. Wolfgang im Salzkammergut, Österreich - oder von der Emmeramskirche weiter nach Kumpfmühl zur Wolfgangskirche  (Bitte um Weg-Empfehlung durch die Stadt)  



Mit den besten Grüßen,

Hildegard Weiler, 1. Vorsitzende des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang
Dorothea Stuffer, 2. Vorsitzende des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang  

Konzentrietr bei der Arbeit 


Donnerstag, 12. Mai 2022

Die Wolfgangsweg-Broschüre ist Wirklichkeit geworden

Hildegard Weiler, Marco Göde und Dorothea Stuffer feiern die Fertigstellung der Wolfgangsweg-Broschüre auf der Wolfgangskapelle.  Foto: "UFO" :)

 Die Wolfgangsweg-Broschüre ist Wirklichkeit geworden!

Seit vielen Jahren hat sich der Verein Pilgerweg St. Wolfgang zum Ziel gesetzt, die Wegstrecke von Regensburg, wo die Gebeine des heiligen Wolfgang in der St. Emmeramskirche bewahrt sind, zur Wolfgangskapelle auf dem Wolfgangsriegel bei Böbrach zu erstellen. "Auf bewährten Wegen Neues wagen" - das ist das Motto des Vereins, dessen Vorsitzende Hildegard Weiler aus Böbrach ist. Sie wohnt direkt am Fuße des zauberhaften und viel besuchten Kreuzweges, der über eine erlebnisreiche "Himmelstreppe" zur romantisch-aufregend unter mächtigen Granitfelsen gelegenen Wolfgangskapelle hinauf führt. An diesem Ort hat der heilige Wolfgang der Sage nach auf seinem Weg nach Böhmen übernachtet. 

Der Wolfgangsweg - eine Lebensaufgabe

"Der Wolfgangsweg ist eine Lebensaufgabe!" betont Hildegard Weiler, "Seit der Jahrtausendwende sind wir intensiv damit beschäftigt, nicht nur Spuren des heiligen Wolfgang ausfindig zu machen, sondern auch die strahlende Persönlichkeit dieser großartigen Leuchte-Gottes-in-dunkler-Zeit ins Gespräch zu bringen."

Kassier und EDV-ler des Vereins, Marco Göde, hatte sich nun der Aufgabe gewidmet, auf wenigen Seiten ein Exzerpt aller wichtigen Gesichtspunkte zum Thema Wolfgangsweg und heiliger Wolfgang in einer bebilderten Broschüre übersichtlich zusammenzustellen: "Die Broschüre soll einfach nur als eine erste Information dienen und ein Anstoß sein. Wer mehr wissen will, kann sich über unsere Homepage und über zusätzliches Kartenmaterial weitere Erkundungen einholen." 

Das nächste Vorhaben des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang ist, dass zeitnah alle Gemeinden, die auf der Strecke nach Regensburg liegen, auf den Wolfgangsweg  hinweisen und auch in ihre regionalen Wanderkarten aufnehmen, wie das bereits in Viechtach, Kollnburg, St. Englmar und Arnbruck der Fall ist. 

Zwei Karten von der Strecke Regensburg - Böbrach 

In einer groben Übersicht, die als herausnehmbare Landkarte den Mittelteil das Mittelstück der Broschüre ziert, hat Marco Göde einen guten Überblick erarbeitet, der als grundsätzliche Orientierung dient. "Die Strecke seht zwar im Detail fest, es steht jedoch den Pilgern frei, den Weg nach eigenem Gutdünken selbstbestimmt zu gehen. Pilgern ist nicht Malen nach Zahlen", erklärt Dorothea Stuffer, 2. Vorsitzende des Vereins. Die Viechtacher Künstlerin hat zur geographischen Karte noch eine bildhafte Landkarte im Mittelalterstil gezeichnet, die zusätzlich einen Eindruck der weitreichenden grenzüberschreitenden Spuren des heiligen Wolfgang vermittelt. Auch die Titelseite, ein echter Hingucker, ist eine mittelalterlich anmutende Zeichnung, auf der Bischof Wolfgang unter den Bögen des Doms sitzt und zum Bayerischen Wald blickt. 

Titelseite der Broschüre 


Hildegard Weiler hält die Broschüre in Händen

Der Vorstand feiert

In einer kleinen Einweihungsfeier wanderten am vergangenen Mittwoch an einen herrlichen Maitag Hildegard Weiler, Marco Göde und Dorothea Stuffer hinauf zur Wolfgangskapelle. Die Broschüre geht jetzt in Druck und wird demnächst an verschieden Stellen ausliegen.

"Ich freue mich sehr," strahlt Hildgard Weiler, "dass unsere Broschüre rechtzeitig zu dem Jubiläum "1050 Jahre Bischofsweihe des heiligen Bischof Wolfgang in Regensburg" herauskommt und überall verteilt werden kann. Bei diesem Anlass wird das Leben und Wirken des heiligen Wolfgang wieder in Erinnerung gebracht."

Marco Göde im Gespräch mit netten Pilgern auf der Kapelle 

Blick ins vielbeschriebene Kapellenbuch 

Ein stets gern besuchter Ort, besonders in den letzten Jahren der Krisen - - 




Donnerstag, 5. Mai 2022

Vorstandsitzung: Verwirklichung der Wolfgangsweg-Broschüre

Marco Göde EDV, Sonja und Hildegard Weiler besprechen den letzten Schliff zur Pilgerweg-Broschüre 

Letzter Schliff 

Am 4. Mai traf sich zum Ingwertee-Frühschoppen der Vorstand vom Verein Pilgerweg St.Wolfgang zu einer abschließenden Besprechung wegen der geplanten Wolfgangsweg- Broschüre. Diese kleine Broschüre vermittelt erste Einblicke in die Persönlichkeit des heiligen Wolfgang, stellt einen Bezug zur heutigen Zeit her und gibt einen Überblick mit den einzelnen Strecken-Etappen Regensburg - Wolfgangskapelle bei Böbrach. Zudem weist das Heft auch auf den Weg nach St.Wolfgang, Österreich am Via Nova hin und deutet auch die Strecke auf den Spuren des heiligen Wolfgang über Neukirchen b.hl.Blut nach Chudenice/Tschechien an. Hierfür hat Marco Göde eine aus der Broschüre herausnehmbare Karte aus mehreren Karte kunstvoll zusammengesetzt, sodass der Verlauf der gesamten Wegstrecke nach Regensburg ersichtlich ist. Interessierte können nun entweder frei ihre eigene persönliche Weg-Planung entwickeln oder den Empfehlungen der Broschüre und der anliegenden Gemeinden bzw. Tourismusbüros folgen. 

Das Ziel ist 2023 

Der Plan ist nun, die elf am Weg nach Regensburg gelegenen Gemeinden nochmal aktuell zu informieren und eine Beschilderung (wo noch nicht vorhanden) anzuregen. Auch möchte der Wolfgangspilgerverein die Gemeinden bitten, möglichst bis 2023, dem Jubiläumsjahr 1050 Jahre Bischofsweihe des Heiligen Wolfgang die jeweiligen Wegstrecken in ihre lokalen Wanderkarten aufzunehmen und eventuell auch zu beschildern, wie das bereits die Gemeinden Viechtach, Kollnbugr, St. Englmar und Arnbruck realisiert haben. 

Die Broschüre als informativer Einstieg für Pilger und Wanderer

Interessierte Wolfgangweg-Pilger sollen mit Hilfe der Broschüre erste Anregungen bekommen, die etwa 150 km lange Strecken Regensburg- Wolfgangskapelle in einzelnen Etappen von durchschnittlich 12 Kilometern pro Tag zu erwandern und dabei Spuren des wunderbaren Heiligen zu entdecken. Auch kurze Strecken können Pilger erleben, eine Weg-Stunde oder zwei, was die Wolfgangspilger "Stundenpilgern" nennen. Nach einer letzten Korrektur in den nächsten Tagen kann der nun so gut wie fertige Entwurf in Druck gehen und an verschiedenen Stellen ausgelegt werden. 

Der Wolfgangspilger-Verein dankt

Wir danken unserem EDV-ler und Kassier Marco Göde für seine unermüdliche und professionelle Arbeit, bewundern Hildegard Weilers intensive Weg-Kenntnis und Wolfgangs-Kenntnisse, freuen uns über die künstlerischen Gestaltungsbeiträge von Dorothea Stuffer und grüßen und danken Schriftführerin Elke Weber, die derzeit leider erkrankt ist und nur per Telefon an der Sitzung teilnehmen konnte. Sie hatte wichtige Impulse gesetzt. Auch möchten wir einen herzlichen Dank an Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann aussprechen, der einen Text für die Broschüre verfasst hat ("Was bedeutet uns der heilige Wolfang heute?"). 

Ernsthaftigkeit und Humor

Hier einige Fotoimpressionen vom  Frühschoppen bei Ingwertee in der Stuffer-Pilgerstation mit Hildegard Weiler und Marco Göde. Bei aller Konzentration und Ernsthaftigkeit den Humor nicht vergessen!





 

Dienstag, 22. Februar 2022

Über das Leben des heiligen Wolfgang - - Arbeit am Wolfgangsweg-Wanderführer

Spruchband, gezeichnet von Dorothea Stuffer, mit einem Text von Sieghild 

Der heilige Wolfgang mit Schafen in Begleitung eines Wolfs auf dem Weg nach Böhmen.


 Das Legendenhafte gehört ganz wesentlich zum Leben und zur Verehrung des heiligen Wolfgang.(Hildegard Weiler)

Legenden werden von Generationen zu Generationen weitergetragen und somit verlieren sie nie ihre Bedeutsamkeit. Der Glaube beflügelt und dringt bleibend in die Herzen ein. (Sieghild) 


Die Wolfgangskapelle (Gemälde von D. Stuffer)
Das Leben des Heiligen Wolfgang

 In Verbindung mit der Wolfgangskapelle steht die Legende, dass der Heilige Wolfgang anlässlich einer Rast unter dem Felsen am Wolfgangsriegel dem Teufel begegnete. Wolfgang brauchte einen Helfer, um dort eine kleine Kirche zu bauen. Als der Teufel plötzlich erschien hat der Heilige Wolfgang ihn dazu bewegt bei dem Bau des Kirchleins mitzubauen.

 Geboren ist Wolfgang im schwäbischen Pfullingen. Durch seine Ausbildung im Benediktinerkloster Reichenau lernte Wolfgang die Reichtümer von Kultur- und Kunst schätzen und wurde Kennen und Förderer dieser europäischen Errungenschaften. Als Lehrer und Erzieher wurde er von berühmten Adeligen seiner Zeit hoch geachtet.

 Stets suchte er die Einsamkeit, wo er im stillen Gebet in der Weite der Wälder mit Gott in Zwiesprache trat. Entgegen Wolfgangs Neigungen rief ihn der Passauer Bischof Pilgrim aus dem Kloster Einsiedeln nach Regensburg, wo er zum Bischof geweiht wurde. Eine seiner wichtigsten Entscheidungen als Bischof war die Abtrennung des Bistums Prag, um diesem eine selbstständige Verwaltung und Entfaltung zu ermöglichen. Auch in anderen Reformen (Klosterreform von Gorze) bewies der Heilige seine Herzensangelegenheit, dass es ihm nicht um persönliche Macht, sondern um ein lauteres und einfaches mönchisches Leben ging. Armen gegenüber öffnete er immer seine helfende Hand, indem er beispielsweise die kaiserlichen Kornspeicher für die Armen öffnete.

 Am Ende seines Lebens tat der Heilige den Wunsch kund, dass er nicht im Verborgenen sterben wolle, sondern die Abschied nehmenden Menschen durften teilhaben an seinem seligen Übergang ins himmlische Reich.

 In allen wichtigen Entscheidungen vertraute er nicht auf seine Klugheit, nicht auf seine Erfahrungen, nicht auf seine Tüchtigkeit und Willensstärke, sondern allein auf Gottes Willen.

Die Wolfgangskapelle


Studien und Texte für den geplanten Wanderführer am Wolfgangsweg


Donnerstag, 10. Februar 2022

Was kann uns der heilige Wolfgang heute sagen?

Pfarrer Ernst-Martin Kittelmann mit einem der Original Wolfgangslämmer 
Gestern erhielten wir den wunderbaren Beitrag von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann zum Thema "Was kann uns der heilige Wolfgang heute sagen?".  Wir vom Vorstand des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang arbeiten derzeit an einer Broschüre zum Bayerischen Part des Wolfgangsweges. Das Projekt beschäftigt uns seit etwa 20 Jahren, eine erfüllende Lebensaufgabe, stets im Sinne des heiligen Wolfgang, der uns und der Welt so großartige Botschaften gegeben hat und die Menschen bis heute begeistert, schützt und begleitet. 




Das Evangelium erfahrbar machen.

Der St. Wolfgangs-Pilgerweg - ein Weg zur

spirituellen Erneuerung.

Pilgerwege ziehen sich durch unser Land und ganz Europa. Zu ihnen gehört auch der Pilgerweg St. Wolfgang.

Pilgerwege sind Wege der Erinnerung an christliche Persönlichkeiten, die die Geschichte unseres Landes und unserer Kultur mit geprägt haben, und es sind Wege, die daran erinnern, wie das Christentum durch gesunde Lehre in Bildung und Predigt das Leben nicht nur hervorgehobener Personen, sondern eines ganzen Volkes bereichert hat.

Freilich gab und gibt es Missstände,Engführungen und auch unter Amtsträgern für Christen unwürdiges Verhalten. Immer waren Reformen angesagt.

St. Wolfgang wurde zum Reformer dadurch, dass er in die Stille ging und mehrmals der Versuchung höherer Ämter und vermehrter Macht entsagte.

St. Wolfgang war ein begnadeter Pädagoge. Bedeutende Persönlichkeiten, wie der spätere Kaiser Heinrich II., standen in seiner Obhut. Wolfgang konnte sie anhalten zu einem von und durch Christus geprägten Leben.

Nichts anderes wollte er durch seine Predigten erzielen. Obgleich er sich als Redner schwer tat, lockten seine Predigten viele Hörer an. „Wie der süße Duft des Honigs die Bienen anzieht, sagte man, so zog die Lieblichkeit seiner Predigt die Menschen an“ (s. Wolfhart Schlichting, Miniaturen aus der Regensburger Kirchengeschichte, Flacius Verlag, 1983, S. 9).

St. Wolfgang starb am 31.10.994. Gute 500 Jahre später sollte wieder ein Reformator der Kirche geschenkt werden, Martin Luther. Auch ihm ging es um den Kerngehalt des Evangeliums. Wenn die weltweite christliche Kirche ständig der Reformation bedarf, so ist bei der Erinnerung an den großen Regensburger Bischof auch all derer zu gedenken, denen die Erneuerung der Kirche durch das Evangelium ein Herzensanliegen war. Pilgerwege helfen diesem ökumenischen Anliegen auf der Spur zu bleiben.

Es ist Brauch geworden, zum Herzstück des Wolfgangsweges, der Wolfgangskapelle oberhalb von Böbrach, ein Birkenkreuz hinaufzutragen, verbunden mit einem Dank oder einer Bitte. Manchem wurde dadurch die befreiende Kraft des Evangeliums aufs Neue erfahrbar.

Bitt-/Dankkreuze vor der Wolfgangskapelle. Sie wurden von Wanderern den Kreuzweg hinauf getragen  

Besuch aus Österreich: Pilgerweg-Beauftragter Anton Wintersteller am Fuße des Kreuzweges zur Kapelle 


Samstag, 2. Februar 2019

Die Einöd-Broschüre

Die Andacht vor der Berging-Kapelle bei der Eröffnung des Einödweges ist die Titelseite des Heftes.
Seit Mittwoch ist sie nach fieberhafter Arbeit in den vorhergehenden Tagen und Mitternächten nun fertig: eine dokumentarische Broschüre vom Einödweg, der Winterweg entlang 25 Höfen in der Region Kollnburg mit bunten Votivtafeln und spirituellen Impulsen - und zu jedem Hof eine kurze "Biografie".

Da hat sich der Marco schon heftig ins Zeug gelegt und sich nicht gescheut, grafisches Können kombiniert mit Empathie und echter Innerlichkeit einzubringen.

Bei der Lichtmess-Andacht in Hochstraß am kommenden Samstag (15.30 Uhr) wird dieses betrachtens- und lesenswerte Heft zum Verkauf angeboten. Bürgermeisterin Josefa Schmid ist gewiss, dass wir unsere 50 Exemplare (keine Massenware)  sehr bald unter die Leute bringen. 10 Stück hat sich Dorothea Stuffer, Künstlerin und Initiatorin des Einödprojekts, schon mal "geschnappt". -  Auftraggeberin: Bürgermeisterin und Schirmherrin des Wolfgangsweg-Herzstücks Josefa Schmid. Eine tolle, informative, kulturell förderliche und wertvolle Sache! Ein wichtiges Dokument!

Grußworte von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann und Bürgermeisterin Josefa Schmid 
Das Heft umfasst 32 Seiten 

Betrachtungen der Höfe mit den bunten Votivtafeln Tafeln und Impulsen vor winterlichem Hintergrund. Der Schnee ist wirklich da!

Schlussworte und Gedanken von Dorothea Stuffer, Hildegard Weiler, 1.Vorsitzende des Pilgervereins St.Wolfgang, und Pilger Rudi Simeth 
Unser Lob geht an Marco!

                                                                        Lichtmess

Für die Künstlerin und Initiatorin Dorothea Stuffer trifft die Aussage, der Künstler sei ein Werkzeug in Gottes Hand, ganz besonders zu. In all ihren Werken, die sie für die Projekte der vergangenen 7 Jahre gefertigt und den Menschen zugänglich gemacht hat, kommt zum Ausdruck, wie stark bei ihr Herz und Sinn für die göttlichen Inspirationen geöffnet sind.
Und genau diese Herzens- und Geisteshaltung war es, die wir miteinander teilen und die im Jahr 2003 zur Idee, den Wolfgangsweg neu zu beleben, geführt hat. Ziel und Mittelpunkt war bei allen Aktivitäten niemals der quantitative Erfolg, sondern die Freude am Tun und das GNADEN-LICHT, das alles Schaffen durchstrahlt hat und von dem wir uns wünschen, dass es uns nie verlassen möge.

Ein herzliches Vergelt‘s Gott an alle, die mit uns die Freuden und Mühen geteilt haben.


Grußwort von Hildegard Weiler, 1.Vorsitzende vom Pilgerweg St.Wolfgang, Böbrach

Samstag, 17. Mai 2014

Erste Recherchen am St Wolfgangsweg per Telefon: Übernachten in Bach a.d.Donau



Pilger begnügen sich auch gerne mit einem einfachen aber herzlichen Übernachtungsplatz

Trotz des ziemlich schlechten Wetters tut sich was! Sophie und Kathrin sind gemütlich und wohlgerüstet heute Vormittag mit dem Zug nach Regensburg aufgebrochen. Sie wollen die Stadt hinsichtlich "Wolfgangspilger" durchsuchen. Da bis vorgestern eigentlich vorgesehen war, zwei Tages-Etappen am St.Wolfgangsweg zu machen, haben sich fernmündlich bereits sehr freundliche, ja durchaus konkrete Übernachtungmöglichkeiten in Bach a.d.Donau eröffnet.

Plan der ersten beiden Tages-Etappen:
 1. Tag:
Von Regensburg bis Bach a.d.Donau, das sind etwa 15 Kilometer - dort übernachten und dann 
2. Tag:
Von Bach a.d.Donau bis Wörth a.d.Donau, das sind etwa 8 Kilometer.

Die Spuren des Wolfes führen von Regenburg über Wörth weiter nach Pilgramsberg


Sophie hatte drei Gästehäuser in Bach a.d. Donau ausfindig gemacht, die Pilger zu günstigen Preisen in begrenzter Zahl aufnehmen können. Diese Gästehäuser stehen in guter Verbindung zueinander und vermitteln sich gegenseitig bei Bedarf. Das hat Dorothea Stuffer am Telefon in angenehmer Weise dieser Tage bereits erlebt.


Obere Bachgasse 7, 93090 Bach a.d.Donau,
Tel.: 09403/2529, 0171/9281293

Übernachtungs-Kosten pro Person pro Nacht 19 Euro.
Frühstück: 4 bis 4,50 Euro
 Duschen und WC sind über den Flur erreichbar. 
 Jedes Zimmer hat einen Fernseher, Internet-Anschluss, eine kleine Kochgelegenheit mit Toaster und Kaffeemaschine, es gibt auch einen Gemeinschaftsraum mit Fernseher, damit es keinen Streit um die Programme gibt :) oder zum Kennenlernen anderer Übernachtungs-Gäste. 

Familie Gmeinwieser ist sehr daran interessiert, Pilger zu beherbergen und bat darum, ihnen Informationen zum Aufbau des St. Wolfgangsweges zuzusenden.
 Außerdem ist Familie Gmeinwieser von sich aus gerne bereit, in gegebenen Fällen Pilger mit dem Auto zu anderen Übernachtungs-Gelegenheiten innerhalb Bachs zu fahren. 
Familie Gmeinwieser berichtet, dass nicht selten Jakobspilger bei ihnen übernachten. Der Jakobsweg geht in diesem Bereich identisch mit dem St. Wolfgangsweg und ist bereits seit Jahren mit der bekannten Jakobsmuschel markiert.

Heute Nacht - so erzählte Frau Gmeinwieser Dorothea Stuffer (Anstasia: "Pilger-Engelsmutter") soeben am Telefon - heute Nacht habe ein Jakobspilger hier übernachtet, ein junger, durchtrainierter Mann mit Rucksack. Er frühstückte um halb 8 Uhr und sagte, er wolle - trotz des Regens - strammen Schrittes nach Passau weitergehen. 

Sophie und Kathrin freuen sich über den freundlichen Kontakt und wollen zu gegebener Zeit auf jeden Fall hier vor Ort Kontakt aufnehmen. 



2. Familie Reinhard und Charlotte Schedlbauer
Waldweg 12, 93090 Bach a.d.Donau
Tel.: 09403/1624

Dieses Gästehaus liegt direkt am Jakobsweg. das heißt, es liegt auch direkt am St. Wolfgangsweg.
Das Haus liegt mitten in der freien Natur. Hier sagen sich - laut Inhaber - "Fuchs und Hase "Gute Nacht"...

Schaf und Lam sagen sich "Gute Nacht"




Gaststätte "Weinstube Gästehaus Heizer"
Inhaberin: Angela Winkler
Tel.: 09403-954832, 0160/90190328

Dieses Gästehaus wurde und von der Nachbarin Charlotte Schedlbauer, die an diesem Wochenende belegt hat, wärmstens empfohlen. Es liegt gleich neben dem Gästehaus Schedlbauer.
Hier können Pilger sehr empfehlenswert zu Abend essen. 

Wolfgangsilger essen gern  deftig und gutbürgerlich in urigen Pilger-Gaststätten, zum Beispiel in Angela Winklers Weinstube 


Übernachtung-Kosten pro Person pro Nacht 20 Euro
Frühstück frühestens  :)  ab 8 der 9 Uhr
Dusche über Flur erreichbar.

Und nun lasst uns sehen, was unsere zwei Pilgerinnen aus Regensurg zu berichten haben...


Der Heilige Wolfgang macht sich in Regensburg Notizen zu seinem Weg Richtung Böhmen. Sein Blick weist in den Bayerischen Wald und von dort über die Grenze

Zeichnungen: Dorothea Stuffer




Freitag, 16. Mai 2014

Dauer-Regen angesagt: Recherche der ersten beiden Tagesetappen ab Regensburg verschoben - Dennoch Erkundungen in Regensburg

Pilger übernachten in einer einfachen Scheune (s. Leiter).
Morgen werden sich - Sophie und Kathrin mit gepacktem Rucksack, provisorischer Wanderkarte, Regenkleidung, Stift und Zettel, Kamera und Pilger-Stab und einigen Markierungs-Täfelchen lediglich auf den Weg innerhalb Regensburgs machen: Es ist nämlich kalter Dauer-Regen für das geplante Gebiet der ersten beiden Tages-Etappen von Regenburg über Bach a.d. Donau bis Wörth/Donau angesagt!

Doch auch in Regensburg werden die beiden kreativ für den Wanderführer unterwegs sein!

Welche Sehenswürdigkeiten, welche Einkehrmögichkeiten gibt es, wo ist ein Weg-Kreuz, eine große alte Linde, eine Kirche, eine Statue, eine Kapelle  -  und wie sieht alles vor Ort aus? Das sind interessante Fragen, die das Dreamteam Junior in diesem Sommer an verschiedenen Strecken-Abschnitten des Wolfgangweges zu Fuß beantworten wollen. Denn für einen wirklich brauchbaren Wanderführer nützt die theoretische Erkundung am Schreibtisch und vor dem PC nur wenig.

In einer kleinen Gastwirtschaft auf dem St.Wolfgangsweg wählen Sophie und Anastasia ein einfaches Pilger-Essen aus.
In der vergangenen Woche haben die sogenannten Eisheiligen - das sind Pankratius (12.Mai), Servatius (13. Mai), Bonifatius (14. Mai) und die Kalte Sophie (15. Mai) ihrem Namen volle Ehre erwiesen - Schnee bis auf 800 Meter und eiskalter Wind! Und sie haben sich noch nicht ganz ausgetobt!

Angesagt fürs Wochenende: Kaltes Dauer-Regenwetter
Warten wir nun gespannt auf den Bericht über das verregnete Regensburg! Die geplante Recherche der beiden Tages-Etappen von Regensburg über Bach a. d. Donau bis Wörth ist auf einen anderen Zeitpunkt verschoben.
Hildegard Weiler ist die gesamte Regensburger Strecke schon abgegangen und kennt sich gut aus. Sie steht stets für "Notfälle" zur Verfügung




Montag, 12. Mai 2014

Sophie gibt bekannt: Bald geht's los!

Sophie organisiert eine Wolfgangsweg-Wanderung von Regensburg nach Bach a. d. Donau
Hallo Hallo meine lieben Damen und Herren,

jetzt ist es so weit: wir gehen pilgern :-)

Termin: Samstag 17.05.2014 bis Sonntag 18.05.2014

Geplant sind die 2 ersten Etappen unseres Wanderführers also:
  • Regensburg - Bach a.d. Donau (ca. 22 km) und
  • Bach a.d. Donau - Wörth a.d. Donau (ca. 11 km)
Aus organisatorischen Gründen ist es allerdings einfacher die Etappen andersrum zu machen; spricht von Wörth a.d. Donau  nach Regensburg. Es sieht so aus:

Samstag 17.05.2014
Abfahrt: München um 08:44 Uhr– Ankunft Regensburg um 10:14 Uhr mit der Bahn
Abfahrt Regensburg um 10:20 (HBF/Albertstrasse) - Ankunft Wörth Marktplatz um 11:04 Uhr mit dem Bus 5.
Falls wir den Bus nicht erwischen, nehmen wie den nächsten. Der fährt jede Stunde um xx:20 Uhr.

Dann haben wir den ganzen Nachmittag um nach Bach a. d. Donau zu gehen (ca. 11 km). Ist ja machbar J

Für die Übernachtung schlage ich folgenden Gasthof vor:

Preis ab € 18 p.P./Nacht + € 5 p.P. für das Frühstück. Das Haus liegt fast gleich auf unserem dem Weg.
Die genauen Preise bzw. Verfügbarkeit frage ich an, wenn ich weiß, wie viele von uns mitkommen.

Sonntag 18.05.2014

Wir gehen nach Regensburg (ca. 22 km). Dafür haben wir den ganzen Tag. Die Züge Regensburg-München fahren alle Stunde um xx:44 Uhr bzw. xx:46Uhr (letzter Zug um 22:45Uhr)

Für das Essen, wir können etwas mitnehmen oder wir kaufen vor Ort was. Wir müssen auch schauen, wo man auf dem Weg gut essen kann ;-)
Wer mitkommen möchte, bitte bis zum Freitag 09.05.2014 an mich Bescheid geben, damit ich die Zimmer buchen kann.

Ich freue mich auf eure Rückmeldungen!

Liebe Grüsse,


Sophie

Unser Dreamteam wird also am kommenden Wochenende pilgern! Wer noch mitmachen möchte, soll sich bitte melden. Hier ein supernettes Kurzvideo mit Anastasia, Sophie und Dorothea über so manche Frage, die sich ein Pilger stellt, wenns wirklich ernst wird:



Mittwoch, 16. April 2014

Pilgersitzung "Frühling 2014"

Dreamteam Senior und Deramteam Junior
v.l.n.r.: Dorothea Stuffer, Sophie Cousin, Anastasia Marjaskina, Kathrin Gerle, Hildegard Weiler

"Uns stehen viele Aufgaben bevor, aber gemeinsam werden wir es schaffen!"

 Mit diesen Worten leitete Dorothea Stuffer, 2.Vorsitzende des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang, die erste Pilgersitzung der Saison 2014 am vergangenen Samstag im Stuffer-Haus ein. Sodann hieß sie die drei Übernachtungs-Gäste des Hauses, die für ein Wochenende in den Bayerwald angereist waren, herzlich zur Pilgersitzung willkommen: Sophie Cousin, Anastasia Marjaskina und Kathrin Gerle - kurzum: Das "Dreamteam Junior".

Nebenbei: Das "Dreamteam Senior" besteht aus Hildegard Weiler, 1.Vorsitzende, Dorothea Stuffer, und Carola Pätzold, die an diesem Vormittag leider aus terminlichen Gründen nicht dabei sein konnte. Besonders freut sich das Arbeits-Team über den Beitritt von Katrin Gerle aus München. Sie hatte im Januar das Stufferhaus zusammen mit Sophie Cousin besucht und dabei das Projekt Pilgerweg St.Wolfgang kennengelernt und beschlossen, bei der weiteren Realisierung aktiv mit zu helfen.

In einem eigenen Post werden wir in den nächsten Tagen das Dreamteam Junior vorstellen.

Anastasia, Sophie und Kathrin kommen am Freitag angereist. Begrüßung von Pilgerhund Timmi im Stuffer-Haus

Hildegard Weiler erzählt Katrin zusammenfassend wichtige Stationen aus der Entstehungsgeschichte und den Zielen unseres Vorhabens der Erstellung und Wiederbelebung des Pilgerweg St. Wolfgang in Bayern:


Hildegard Weiler informiert Kathrin über den St. Wolfgangsweg und dessen Anfänge im Verein

Auf zu neuen Ufern - Die Pilger-Bewegung ist nach wie vor hochaktuell und erlebt weiterhin einen ständigen Zuwachs an Interesse. Es geht dabei sowohl um spirituell/geistige Aspekte als auch um ein gewisses politisches Moment. Wo positioniert sich der heutige Mensch in seinem Bewusstsein und in seinem Umgang mit der Natur als Schöpfung im Sinne des heiligen Franziskus ("Bruder Wolf, Schwester Sonne" usw.)?

Hildegard beschreibt den Heiligen Wolfgang, der viele Jahre seines Lebens als Wald-Einsiedler und Pilger, als Bischof von Regensburg und als Missionar einfachst in der Wildnis vor rund 1000 Jahren gelebt hat und diese für uns nun so interessanten Wege gegangen ist. Wir können und sollen uns den Heiligen  Wolfgang als geistigen Wegbegleiter bei unseren Entdeckungen der verschiedenen Strecken vorstellen. Seine Einstellung, sein Stil, seine Art und Gesinnung möge unseren Stil als Wolfgangspilger stets prägen. Wir brauchen für unsere Pilgerwanderungen nicht mühevoll irgend ein "Motto" künstlich herbei zu diskutieren, sondern das Leben von St. Wolfgang ist unser "Motto". Bezüglich der Natur geht es den Wolfgangspilgern geistig nicht um "Gewinn-Maximierung". Es geht vielmehr um eine Verantwortung im Schöpfungs-Sinne für die ganze Menschheitsfamilie. Ein großes Wort - im Kleinen den Samen gesetzt, bei jeder Pilgerwanderung in Gebet und Achtsamkeit.

Wir können die Augen nicht mehr verschließen gegen die vielen Menschen, die unterwegs als Flüchtlinge sind.

Der Heilige Wolfgang ist ein sehr beliebter Volksheiliger und Schutzpatron von Regensburg. Deshalb ist die Wolfgangs-Spiritualität in den tausend Jahren nie eingeschlafen.

Kathrin und Hildegard studieren Karten
Wir begannen mit der Entdeckung der Spuren des Heiligen Wolfgang etwa im Jahr 2003. Die Wolfgangskapelle bei Böbrach, wo Hildegard Weiler wohnt, und die sich auf ihrem persönlichen Wald-Grundstück befindet, sprach Hildegard Weiler innerlich so stark an, dass fast wie über Nacht die "Pilgeridee Wolfgangsweg" entstand. Die Viechtacher Künstlerin Dorothea Stuffer arbeitete damals gerade an einer größeren Zahl bemalter Blechschafe. Diese kamen noch im selben Sommer 2003 zum Einsatz am "Herzstück" Viechtach - Böbrach  und das sofort mit Unterstützung der Gemeinden Viechtach und Böbrach. Seither erwecken die Schafe - nun "kultiges" Alleinstellungsmerkmal des Pilgerweg St. Wolfgang - als Blickfang und Wegweiser das Interesse vieler Einheimischen und Urlauber.

Was den Wolfgangsweg als grenzüberschreitenden Weg anbetrifft, entstanden bei unserer Arbeit wie von selber Kontakte nach Österreich und Tschechien, wo interessanterweise zur selben Zeit Aktivitäten zur Wiederbelebung der Spuren des Heiligen Wolfgang gestartet wurden.

Die Pilgertasche: Innovativer Wanderführer - entworfen von Hildegard



Anastasia mit der neuen Pilger-Karten-Tasche
Das große Thema der Pilgersitzung "Frühling" war die Erstellung unseres geplanten Wanderführers für die Wegstrecke Regensburg - Böbrach (Wolfgangskapelle) - Ossergipfel.  Hildegard Weiler hatte in einer - wie sie sagt - Eingebung eines Nachts eine Art Tasche gebastelt, in welcher die einzelnen Wanderkarten als Tages-Etappen eingesteckt sind. Es handelt sich dabei um zehn Etappen. So ist für jeden Streckenabschnittt eine Karte einzeln herausnehmbar. Auf jeder Karte befinden sich Informationen über Sehenswürdigkeiten, Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten. Diese sollen noch in diesem Sommer von den jungen Pilgerinnen mit Hildegards und Dorotheas Unterstützung recherchiert werden.

Sophie erstellt einen Sommer-Wanderplan

 Sophie stellte einen Terminplan auf. Im Mai soll zunächst die Strecke Regensburg- Wiesenfelden abgegangen werden. Für Juni wird die Strecke Haibühl- Ossergipfel anvisiert.

Das Dreamteam Junior einigt sich auf Wander-Termine
Gegen Ende der Sitzung setzte das Team noch eine Rund-Mail an die am Weg liegenden Gemeinden auf. Frau Monika Häuslmeier als Tourismusbeauftragte der Stadt Viechtach möchte unter ihrem Namen die Mail an die Gemeinden verschicken und persönlich Kontakt aufnehmen.

Hildegard und Sophie im Gespräch
Weitere Infos zur Wanderführer-Tasche: HIER

Donnerstag, 27. Februar 2014

"Ich habe sehr große Freude an Landkarten!"


Nur mit solch einer Einstellung ist es letztlich möglich, gute Arbeit zu diesem Thema zu machen. "Die Arbeit am geplanten Wanderführer soll keine unangenehme Pflicht sein, die lähmend wirkt, sondern soll richtig Spaß machen. Dann geht auch was vorwärts und es kommen gute Ergebnisse heraus."

Hildegard Weiler geht schon länger mit der Realisierung und Weiterentwicklung des geplanten Wanderführers vom Wolfgangsweg (Strecke Regensburg - Wolfgangskapelle - Osser)  "schwanger", wie sie selber es nennt. Kreative Prozesse entwickeln sich teilweise unbewußt unter dem Herzen oder im Hinterkopf und drängen irgendwann ans Licht. So diese neue Ideee einer Wander-Karten-Mappe (Tasche).

Flexibel, übersichtlich, leicht, variabel.

Wanderkarten-Tasche und Wanderkarten-Buch im Vergleich


Alles wie im ursprünglich anvisierten Buch, aber als herausnehmbare Teile großzügiger, erweiterbar, ergänzbar.

Hildegard hat ein Modell ihres Vorschlags angefertigt und erntet bei ersten Vorstellungs-Gesprächen und Tests nur positive Resonanz.




Wie kam Hildegard darauf?

"Ich wollte eine verbale Wegbeschreibung des sogenannten Herzstücks zwischen Viechtach und Böbrach erstellen. Um exakt arbeiten zu können, nahm ich eine gute Wanderkarte der Region zur Hilfe. Es ist eine professionell gezeichnete Wanderkarte eines speziellen Kartiographen, mit dem ich schon früher mal Kontakt aufgenommen habe. Die Karte, die ich in Händen hatte, hat mir sehr gefallen und plötzlich konnte ich mir vorstellen, sowas ganz mit dem Schwerpunkt "Wolfgangsweg" anfertigen zu lassen. Dann habe ich die Mappe gebastelt und alles entwickelte sich fast wie von selber. Ich hatte sofort ein ausgesprochen gutes Gefühl im Sinne von: "Das ist die richtige Form".

Hildegard Weiler beschäftigt sich gerne mit Wanderkarten

Eine professionell gezeichnete Wanderkarte der Region  ums "Herzstück" gab Anregungen für unseren Wanderführer.


Für jeden der 10 Routen-Abschnitte wäre eine einzelne herausnehmbare Wanderkarte mit allen notwendigen Infos über Gastromonie, Übernachtungsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und Pilgertipps eine gute Orientierungshilfe für die Pilger. Dazu gibt es noch eine handgezeichnete Wanderkarte im Mittelalter-Stil, ein freies Tagebuch-Blatt für eigene Einträge, für Pilgerstempel und und und ...

Wanderkarte "Herzstück", Rückseite mit Wegbeschreibung und verschiedenen Informationen

"Alle kreativen Sachen kommen weniger aus einem einseitigen konzentrierten Nachdenken, sondern ich habe selber bei dem Entwurf unseres Logos erfahren, dass ein Schritt zum anderen kommt. Letztlich entscheidend ist die Inspiration, die Eingebung."

Nach diesem internen Treff der beiden Vorsitzenden des Vereins Pilgerwg St. Wolfgang Hildegard Weiler und Dorothea Stuffer ist nun ein Treffen in größerer Runde aller engagierten Wandeführer-Mitarbeiter(innen) vorgsehen.