Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet
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Dienstag, 4. Dezember 2018

Adventskalender Einödhof: 4 Bielmeier-Albert-Hof

Der Bielmeier-Albert-Hof ist vom Abriss bedroht.
Dieses schöne Anwesen wird es bald nicht mehr geben, denn das alte Wohnhaus muss wegen staatlicher Gesetze abgerissen werden, da es weder landwirtschaftlich genutzt wird, noch wohnen im Holzhaus daneben, welches in den 80ger Jahren gebaut wurde, zum Hof gehörige Dientboten. Der Stadel darf jedoch stehen bleiben. Die alten, noch handgehauenen Balken wurden bereits abgerissen. Im 19.Jahrhundert lebte hier der bekannte Leinenweber Lobmeier, der es zu einem ansehnlichen Wohlstand gebracht hat. Im 2.Weltkrieg wurden im Bielmeier Albert Hof sogar Flüchtlinge untergebracht. Historische Informationen im Museum Viechtach, beim Kilgerwirt in Rechertsried und bei Bielmeier Regine, die das gut in die Landschaft passende Holzhaus daneben bewohnt.

Votivtafel: Engel überm Haus


Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann:


Der Einbruch himmlischer Mächte öffnet Türen zu einer großen Hoffnung.


Bein Montieren der Bildtafel (Monika Bergbauer, Godwin aus Nigeria, Friedel Dreischmeier) ist Regine Bielmeier aktiv mit dabei.

Dienstag, 27. November 2018

Die Andacht auf der Berging Kapelle



Das Innere der Kapelle ist feierlich geschmückt.
Heute fand auf der hochgelegenen Berging Kapelle eine einführende Andacht zum "Advent in der Einöde" statt. Familie Bielmeier hat die Kapelle adventlich mit Tannengrün, Kerzen und Lichterketten geschmückt. Für die ankommenden Gottesdienstbesucher - von denen etliche tatsächlich auch Bewohner der ausgewählten Einödhöfe waren - gab es zur Begrüßung heißen Pusch und selbstgemachte Plätzchen. Ein herzliches Vergelt's Gott an Familie Bielmeier für den freundlichen Empfang!

Über Nacht hatte sich die waldige Gebirgslandschaft in eine adventliche Schneewelt verwandelt, wie man sie aus schönen Bilderbüchern kennt.

Der Traum von der romantischen Einöde wird für eine Stunde und eine zeitlose Ewigkeit wahr....

Die Gäste werden im Unterstand freundlich mit heißem Punsch empfangen.
Vom Unterstand zur Kapelle ziehen. Ganz vorn: Pilger Rudi Simeth aus Weiding in der Oberpfalz.
Pilger Rudi ist zur Andacht eigens aus Weiding in der Oberpfalz angereist und zum Teil im Tiefschnee ein Stück am Einödweg gegangen. Er hat ein paar Lieder im Rucksack dabei und das Klangauge, denn er wurde berufen, den Gottesdienst mitzugestalten. Die Predigt hält Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann. Diakon Hans Kollmer spricht die Fürbitten und spendet den Gläubigen den Segen. Bürgermeisterin Josefa Schmid liest das Bibelwort aus dem Johannesevangelium:


Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.Der Mietling aber, der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht – und der Wolf stürzt sich auf die Schafe und zerstreut sie –,denn er ist ein Mietling und kümmert sich nicht um die Schafe. Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinen und die Meinen kennen mich, wie mich mein Vater kennt und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schafe.Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stall; auch sie muss ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde und ein Hirte werden. (Joh.10,11-16)


Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmenn hält eine wunderbare Predigt zum Thema "Advent in der Einöde".
Die Fürbitten werden von Diakon Hand Kolmer vorgetragen.
Zwischen den Fürbitten ertönen die sanften Klänge aus Pilger Rudis Klangauge.
Das Lied "Es wird scho glei dumpa" - gesungen mit Pilger Rudi, Josefa Schmid und Karla Singer
Beim Video bitte zweimal auf Pfeil klicken:



Volker Sierig ist aus der "Einsiedelei" im Wald nach Münchshöfen zu Fuß durch den Schnee zur Berging-Kapelle am "Einödweg" gegangen.
andächtig
Diakon Hans Kolmer spendet den Segen.
Josefa Schmid hat das Projekt angestoßen.
Dank an alle, die tatkräftig mitgeholfen haben, dass "Advent in der Einöde" verwirklicht werden konnte:

Bürgermeisterin von Kollnburg Josefa Schmid
Gemeide Kollnburg
Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann
Diakon Hans Kollmer
Dorothea Stuffer
Familie Bielmeier von der Bergingkapelle 
Pilger Rudi Simeth
Friedel Dreischmeier
Adelheid
Monika Bergbauer
Xaver Hagengruber
Godwin
Lativ
Presse
alle Einödhof-Bewohner, die am Weg mit dabei sind

Freitag, 16. November 2018

Zwei Aufbautage "Advent in der Einöde"

Die erste Tafel "Der Einzug Jesu" wird am Stadel vom ersten vorgesehenem Hof ("Brandlhof") sturm- und wetterfest angebracht.
Intension des Bilder-Ereignisses der Künstlerin Dorothea Stuffer: "Das Jesuskind wurde in einer Einöde im Verborgenen geboren. Ich denke, jeder ausgewählte Hof hat Maria und Josef aufgenommen!"

Gestern und heute baute das Team um das Bilder-Ereignis "Advent in der Einöde" den Großteil der vorgesehenen 24 Holztafeln an den Stadelwänden der auserwählten Höfe auf: Lativ (Afghanistan), Godwin (Nigeria), Moni (Pilgerhelferin), Friedel (3.Vorstand vom Wolfgangsverein). Bei phantastischem Vorwinter-Sonnenwetter genossen die fleißigen Pilger-Handwerker die Höhengegend am Kollnburger Rund-Wanderweg und am Baierweg und kamen dabei vom lieblichen Tal bis auf ca. 8oo Meter frischkalte Höhe. Morgen ist noch ein "Nachtrag" von drei weiteren Holztafeln vorgesehen. Auch eine einfache Wegmarkierung soll noch erstellt werden.

Die Begegnungen mit den Hofbesitzern war ohne Ausnahme sehr freundlich, warmherzig, offen, vorurteilsfrei, erwartend. So mancher Bauer/Bäuerin hat beim Befestigen der Holztafeln selbst mit Hand angelegt.
Das Bielmeier-Albert-Anwesen muss leider im April abgerissen werden. Besitzerin Regina Bielmeier fotografiert den „Schutzengel überm Haus“.


Hier einige Impressionen:

Godwin, Christ aus Nigeria, denkt tief über die Bilder und deren Impulse nach. "Das tue ich gerne, weil ich Gott loben möchte, der mir bei meiner Flucht geholfen hat."


Beim "Gogl" am schattigen Pröller-Nordhang
Die vier Evangelisten bei der Berging-Kapelle wurden von Familie Bielmeier selbst angebracht.


Jungtiere beim "Hilber" in Öd

Beim Penzkofer-Anwesen am Wolfgangsweg bei Ramersdorf

Lativ und der Kilgerwirt in Rechertsried. Von hier kommt man auf der Roten 12 auf den Wolfgangsweg nach Schwaben - Ramersdorf (Holztafen) - Stein (Holztafel) - Münchshöfen

Das denkmalgeschützte Edenhofer-Anwesen in Rechertsried
Konzentration beim Aufbau. Hier beim "Langerbauer" in Stein.
Am Gnadenhof "Erdlingshof" in Ogleinsmais mit dem Tierpfleger und Leiter Johannes

Höhenlage: Schmid-Anwesen mit Engel

Zufall oder Engel? Pilger Rudi kommt just in diesem Augenblick des Weges! Er will den neuen Einöd-Weg auskundschaften und er-gehen! DANKE!!



Pilger Rudi wandert weiter.
Lobmeier/Bielmeier-Anwesen mit Kapelle
Aufstellen des Pilgerhelferteams fürs Pressefoto beim denkmalgeschützen "Bernhard" mit uralter Holzkapelle auf der "Hochstraß". Zufällig kommt gerade der neue Besitzer Dr. Werner Gudat vorbei mit Hund Oskar (Mitte). Man beachte auch Pilgerhund Snoopy (rechts) und Pilgerhündin Sophie.
Die "Rosenvision" wird am Waldhof am Baierweg angebracht.
Der Waldhof liegt richtig "einödig" in Höhenlage.

Besuchen Sie auch:

http://waldaugen.blogspot.com/2018/11/advent-auf-den-einoden-ein-wundersamer.html 

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Projekt "Advent in der Einöde" - Pilgerverein erkundet alte Bayerwaldhöfe


Gleich alten, ehrwürdigen Bäumen stehen sie in der herben Bayerwaldlandschaft: Die Einödhöfe. Ihre historischen Wegkreuze erinnern  - aus heutiger Sicht - an "Ur-Opa" und "Ur-Oma", die irgendwie mitsamt ihrem Hof den ersten und den zweiten Weltkrieg überstanden haben, oft in bitterer Armut; einige haben es aber durchaus auch zu ansehnlichem Wohlstand gebracht. Gleich alten, ehrwürdigen Bäumen hat jeder Hof seine eigene Biografie. Es erwuchsen und entstehen immer noch Familiengeschichten, Geschichten um und mit dem Hof, die so manche Veränderung, Glück und Freude und auch Wunden und Narben an sich tragen.

Der Hausbrunnen aus eigener Quelle, ein Bauerngärtlein, liebevolle Dekorationen, alte Eingangstür-Steine und freundliche Hofbewohner begrüßten die Künstlerin Dorothea Stuffer und Friedel Dreischmeier von Verein Pilgerweg St. Wolfgang, die sich in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kollnburg aufgemacht haben, einige dieser Höfe zu besuchen und sie mit einem adventlichen wetterfesten Holzbild für die kommende Advents- und Weihnachtszeit zu zieren.

Spirituelle Impulse zu den Holzbildern von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann sind in Bearbeitung.

"Advent in der Einöde" - so soll diese sich in weiter Landschaft wandernd zu erschließende Kunstausstellung heißen.

Wie Persönlichkeiten stehen die Höfe in der Landschaft. Manche haben eine eigene kleine Hauskapelle, und fast alle haben ein historisches Wegkreuz


Regine erzählt uns einige alte Hof- und Familiengeschichten.



  Am Wolfgangsweg liegt vor Ramersdorf der "Penzkofer". Der Hof, der noch mit der Original Ockerfarbe auf den Holzbalken versehen ist, wurde laut Tür-Inschrift 1902 erbaut. Es gibt hier auch einen großen alten Wassergrand mit Namens-Inschrift. "Damit die Quelle nicht versiegt, brauchen wir dringend Schnee auf den Bergen!" Ein Wegkreuz erinnert an Jakob Penzkofer. Mit zwei geplanten Totenbrettern möchte der heutige Penzkofer Senior an die Geburtsjahre und Sterbejahre von Jakob und dessen Frau erinnern. Noch sucht er hierfür nach Informationen.


Der Penzkofer Senior zeigt uns seinen alten Wassergrand.

Das alte Marterl von Familie Hauptmann/Schauer (Langerhof) in Stein liegt am Wolfgangsweg.

Friedel isst Trauben in Stein am Wolfgangsweg.

Alle Hofhunde waren sehr brav!

Liebevoll verziert: Hier begegnen sich alt und neu.

Fast jeder Hof hat ein historisches Wegkreuz.

Von Ramersdorf am Wolfgangsweg hat man einen weiten Blick über die Bayerwaldberge.


Hier eine der Bildtafeln. Der Impuls dazu heißt: "Sie sieht Jesus noch nicht. Aber er hat sich schon längst zu ihr auf den Weg gemacht."


Donnerstag, 18. Oktober 2018

Österreich trifft Bayern!


Mit dem Österreichischen Wolfgangweg-Symbol auf der Wolfgangskapelle: Anton Wintersteller aus Österreich, Hildegard Weiler, Karla Singer, Friedel Dreischmeier und Dorothea Stuffer mit Pilgerhündin Sophie 


Am vergangenen Dienstag, dem 16. Oktober 2018, fand ein grenzüberschreitendes und länderverbindendes Treffen statt: Der Österreichische Wolfgangweg traf den Bayrischen Wolfgangsweg. Die Idee ging aus von Pilgerführer Anton Wintersteller, unserem Freund "Toni" aus Österreich, dem Pilgerweg-Betreuer und Mitbegründer des Österreichischen Wolfgangweges, welcher von Regensburg nach St. Wolfgang im Salzkammergut führt. Toni hatte sich spontan bei uns gemeldet, um an einem dieser wunderbaren Herbsttage ein Stück mit uns am Bayerwald-Wolfgangsweg zu gehen, dem sogenannten "Herzstück".

 Hildegard Weiler, Dorothea Stuffer und Friedel Dreischmeier vom Vorstand des Bayrischen Vereins Pilgerweg St. Wolfgang fanden denn auch sofort einen passenden Termin und eine passende Strecke: Wir trafen uns am St.Wolfgangshof am Fuße des Wolfgangsriegel bei Böbrach und stiegen hoch am Kreuzweg auf den uralten Granitstufen, hinauf zur Wolfgangskapelle. Danach ging es über einen angenehmen Höhenweg zur Frathkapelle, wo wir im Gasthaus Frath für unser leibliches Wohl sorgten.

Dienstagmorgen am St.Wolfganghof: Hildegard und Toni besprechen Kartenmaterial zu den Wegen des heiligen Wolfgang.

Geschenke werden ausgetauscht. Auch Karla Singer vom Verein Pilgerweg St.Wolfgang ist gekommen.

Ein schöner Brauch: Birkenkreuze zur Kapelle tragen

Aufstieg zur Kapelle: Ein Pilgerfreund von Toni, der Franz aus der Oberpfalz, ist auch dabei.

Viele Kapellenpilger tragen Birkenkreuze (gezimmert von Pilgerhelfer Xaver Hagengruber) hinauf, verbunden mit einem Anliegen, einer Bitte oder einem Dank.

Eintrag ins Kapellenbuch

Kerze anzünden




Abstieg zum Höhenweg zur Frath, Kreuze mit nach unten nehmen

Friedel und Toni bewundern die schöne Christusfigur.
Nach dem Besuch auf der Wolfgangskapelle geht es am Höhenweg hinüber zur Frath.


Unterwegs zur Frath


Die Frathkapelle

Altar der Frathkapelle: links der heilige Wolfgang - Mitte Maria und Jesuskind - rechts der heilige Nikolaus


Vorstand vom Verein Pilgerweg St.Wolfgang auf der Wolfgangskapelle: Karla Singer, Dorothea Stuffer, Hildegard Weiler, Friedel Dreischmeier



Zusammengefasst: Es war eine wunderschöne und reichhaltige Begegnung Wolfgang-Österreich-Bayerwald mit dem, was laut Pilgerführer Anton Wintersteller einen Pilgerweg ausmacht:

1. Das Ziel
2. Die Geschichte
3. Die Erlebnisse und Begegnungen unterwegs 
4. Die Spiritualität

DANKE TONI!

Wir singen im kleinen Chor: 
Laudate omnes gentes auf der Frathkapelle: 



Fotos: Anton Wintersteller, Franz Pöllath, Dorothea Stuffer