Mit ihr fing alles an...

Mit ihr fing alles an...
Die Wolfgangskapelle bei Böbrach: Pilgerwanderung mit Mitgliedern und Freunden des Vereins "Pilgerweg St.Wolfgang". Der Verein erarbeitet derzeit die Wolfgangsweg-Strecke "Regensburg - Böhmen".

Sonntag, 30. Mai 2010

Die spannende Geschichte vom Kolmstein





Fußwallfahrt nach Neukirchen/hl. Blut
Seit 1533 pilgerten Fußwallfahrer aus dem Bayerischen Wald nach Neukirchen/hl. Blut. Seit dem 30 jährigen Krieg treffen diese Wallfahrer oben am Kolmstein auf einen Pestfriedhof und eine Martersäule.

Der Einsiedler
Ab 1698 wohnt ein Einsiedler in einer niedrigen Klause, er empfängt die Wallfahrer. Neben der Klause befindet sich eine ärmliche Holzkapelle.

Das Gnadenbild
Nach 1737 schmückt die Kopie eines wundertätigen Gnadenbildes (aus Meißen, Blut floss aus Mariens Tränen) die Holzkapelle.

Krise
Seit 1808 verfällt die Holzkapelle immer mehr, weil der momentan dort wohnende Einsiedler wegziehen musste. Der Staat hatte die Klause für andere Zwecke "zweckentfremdet". Somit war auch das Gnadenbild immer mehr der Witterung ausgesetzt und der totalen Zerstörung nahe.

Wunderheilungen und Wallfahrten
Seit 1836 hat eine steinerne Flurkapelle das Gnadenbild wieder aufgenommen. 3 Kreuzwege führen zu der Kapelle, wo inzwischen von einigen Wunderheilungen berichtet wird. Votivgaben werden gespendet.

Maria Einsiedel
Seit 1926. Eine mächtige Steinkapelle mit dem Namen Maria Einsiedel, ins Leben gerufen von Schwester Klara Wartner, empfängt die Wallfahrer. Schwester Klara läutet die Glocke.

Das Kolmsteiner Kircherl
Seit 1928 steht das Kolmsteiner Kircherl. Das Innere des Kirchleins verzieren seit nach dem 2. Weltkrieg die 3 Stoiber-Maler. Mit Engeln, Sinnsprüchen und Ornamenten.

(Fotos und Informationen aus: "Beiträge zur Geschichte in der Pfarrei Haibühl" und von Simone Pritzl, Arrach und vom Touristikbüro Neukirchen/hl.Blut)

Der Pilgerweg St. Wolfgang führt heute von Haibühl über den Kolmstein nach Neukirchen/hl.Blut.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Die Wolfgangstatue in St. Augustinus







Mitten im "Herzstück" des Wolfgangsweges liegt Viechtach mit der Stadtpfarrkirche St. Augustinus. Im Außenbereich an der Westfassade befinden sich drei Statuen (in Steinguß) : St. Wolfgang ,die Patrona Bavariae und der heilige Antonius. Es handelt sich bei der Wolfgangsfigur um einen Abguß des Originals aus dem 17.Jahrhundert, welches, um vor weiterer Verwitterung geschützt zu sein, etliche Jahre im Diözesanmuseum Regensburg ausgestellt war. Anläßlich der 900- Jahr-Feier der Stadt Viechtach wurde auf Initiative der katholischen Kirchengemeinde das Original wieder zurückgeführt und hat seither einen würdigen Platz im Inneren des "Dom des Bayrischen Waldes". Da Viechtach zum Bistum Regensburg gehört und Regensburg ein Wolfgangspatrozinium ist, bot es sich an, hier eine Wolfgangstatue anzubringen. Nun sind es zwei...
Die Radierung der Stadtansicht mit Kirche stammt von Walter Grössl, Viechtach, 1923-2006, und ist im Besitz von Dr. Hans Hauner.
P.S. Eine Ausstellung mit Holzschnitten und Radierungen von Walter Größl ist um die Weihnachtszeit im Kreiskrankenhaus Viechtach geplant. (Sehenswert!)

Die lebendigen "Wolfgangschafe"


Diese "ganz besonderen" Schafe leben am geplanten Pilgerwegzubringer Fernsdorf-Ruhmannsfelden (von dort aus geht ein alter Wallfahrtsweg der Wolfgangibrüder nach Altötting und weiter nach St. Wolfgang/Österreich). Das Video ist sehr kurz und zusammengestückelt und ohne brauchbaren Ton,hat aber dennoch sowas wie eine ursprüngliche Kraft des "einfachen Lebens"...

Dienstag, 25. Mai 2010

Restauriertes Pilgerwegschaf wieder anmontieren




Hier ein kleiner fotographischer Einblick hinter die Kulissen der Schafsmarkierung am Wolfgangsweg. Dorothea Stuffer mit zwei jungen Helfern (Alice und Raffael) und Hund Timmi in Aktion...

Samstag, 22. Mai 2010

Das Kolmsteiner Kircherl




















Auf der Wolfgangsweg-Strecke zwischen Heilbühl und Neukirchen liegt in 700 Metern Höhe über dem Neukirchener Ortsteil Kolmstein das Kolmsteiner Kircherl. Es wurde 1926 von der Krankenpflegerin Klara Wartner (19.12. 1872 - 3. 6. 1960) erbaut. Unter ungeheuren Opfern musste das Baumaterial den Berg hinaufgeschafft werden und das Wasser aus dem Wald angefahren werden. "Schwester Klara leistete Übermenschliches. Sie arbeitete als Handlanger, trug Steine und schleppte auf ihrem Rücken drei mal am Tage für die Arbeiter ein Fass Bier mit 32 Litern auf den Berg hinauf. Wenn die Arbeiter Mittagspause hielten,trug sie Wasser für die Pferde, so dass sie kaum Zeit fand, ein Stück Schwarzbrot zu essen, und wenn die Maurer abends Schluss machten, war sie manchmal noch bis Mitternacht zu den Höfen der Nachbarpfarreien unterwegs, um die nötigen Fuhrwerke beizubringen" (Regensburger Bistumsblatt)
Schon früh nahm sie sich der Kranken an, bis über die Grenzen des Landkreises hinaus und bis ins Böhmische hinein. 56 Jahre lang wanderte sie bei jedem Wetter, bei Eis und Schneeverwehungen bergauf und bergab zu den Kranken, hielt ungezählte Nachtwachen und begleitete mit ihrem Gebet viele Sterbende hinüber in die andere Welt. Mehr als 50 Mal wallfahrtete sie zu Fuß nach Altötting. Schwester Klara starb nach längerer Krankheit im Alter von 81 Jahren und fand in dem von ihr erbauten Kirchlein ihre letzte Ruhestätte. Das Kirchlein ist ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel. Es liegt am Goldsteigzubringer am Wanderweg N9 und am Pilgerweg St. Wolfgang.

Am 31. August 2010 findet eine geführte Pilgerwanderung vom Ecker Sattel über Arrach/Haibühl zum Kolmsteiner Kircherl statt.

Freitag, 21. Mai 2010

Blechschafe restaurieren



Nach dem Winter haben einige Blechschafe am Pilgerweg Schaden gelitten und müssen wieder hergerichtet werden. Hier bekommen Sie einen kleinen Einblick in die "Blechgarage" von Dorothea Stuffer. Diese Woche wurden beispielsweise ein Böbracher- und ein Ramersdorfer Schaf wieder frisch bemalt und warten jetzt auf die letzte Lackschicht, bevor sie wieder am Weg installiert werden. Wenn Sie irgendwo ein beschädigtes Blechschaf entdecken sollten, informieren Sie uns bitte.

Montag, 17. Mai 2010

3-Tage- Pilgerwanderung, 3. - 6. Juni 2010


Es geht von Bad Grießbach / St.Wolfgang nach Maria Schmolln über Kößlarn und Eging.
Treffpunkt: Bereits Donnerstag, den 3. Juni zur Einführung und zum gemeinsamen Kennenlernen.
Thema: Die Emmausgeschichte
Titel:Das wünsch ich sehr, daß immer einer bei mir wär.
Pilgerführerinnen:Barbara Heydenreich, Metten , und Hildegard Weiler, Böbrach
Anmeldung : Hildegard Weiler, 09923/803632
Barbara Heydenreich, 0991/9959229

Sonntag, 16. Mai 2010

Segnung des Marterls


So sieht das restaurierte Marterl bei Oed aus. Im Video sehen Sie einen kurzen Ausschnitt aus der Ansprache von Hermann Biebl, Kollnburg.
Fast gleichzeitig wurde auch neben der B85 in Schlatzendorf bei Viechtach ein vom Kunstmaler Hans Höcherl restauriertes Marterl gesegnet. Es ist erfreulich zu beobachten, wie der Sinn für solche Wegkreuze wieder aufwacht; die Stele am Wegesrand zur Ehre Gottes bzw. zum Gedenken an Verstorbene für den Vorbeigehenden: eine Einladung zum Innehalten oder zum Gebet -- das ist ganz die "Pilgeridee", die in der heutigen Zeit wieder mehr an Bedeutung gewinnt. Auch wurde bei den Segnungen um Schutz für alle Vorbeigehenden (Vorbeifahrenden) gebetet.

Samstag, 15. Mai 2010

Informationen zur Wallfahrtskirche St. Ursula

1.Das Pilgramsberger Gnadenbild:

Das ursprünglich wohl aus dem 17. Jh. stammende Gnadenbild ist eine Nachbildung des Altöttinger Typus und wurde 1839 auf den Pilgramsberg übertragen. Die 80 cm hohe Muttergottesstatue auf dem Hochaltar ist aus Lindenholz geschnitzt. Nach einer Überlieferung haben Forstarbeiter im Jahre 1443 die Statue bei Ingolstadt in einem Wald in
einem hohlen Baum entdeckt...

2. "Berg der Seligkeit":

Die Ortschaft Pilgramsberg geht auf eine ganz frühere Siedlung zurück und dürfte schon zur Keltenzeit ein kultischer Ort gewesen sein. In alten Schriften wird der Pilgramsberg gerne als "Berg der Seligkeit" bezeichnet, wohl deshalb, weil man von dort in einen weiten Kessel des vorderen Bayerischen Waldes bis hinaus zur Donau blickt.

3. Die heilige Ursula:

Ursula, eine Königstochter aus Cornwall, die sich heimlich dem "himmlischen Bräutigam" verschrieben hatte, wurde zur Verlobung mit einem heidnischen Königsohn gezwungen. Sie konnte sich aber eine Wartezeit von 3 Jahren bis zur Hochzeit ausbedingen. In dieser Zeit unternahm sie mit 11 Jungfrauen eine Pilgerreise nach Rom. Auf der Heimreise wurden sie und ihre Gefährtinnen von Hunnen überfallen und getötet. Die Märtyrerin wird oft dargestellt mit Palme, Krone, Kreuzfahne,Pfeil oder einem Schiff. Sie wird besonders angerufen in Kriegszeiten, gegen Kinderkrankheiten, für einen ruhigen Tod und eine gute Heirat. Als Schutzpatronin dient sie Tuchhändlern, Lehrerinnen und Erzieherinnen.

4. Maria hat geholfen:

Eine der ältesten Geschichten von einer Heilung vor dem Gnadenbild erzählt von einer Mutter, die ihren von einer Pockenschutzimpfung erblindeten Sohn zu Fuß von Wörth bis nach Pilgramsberg getragen hat und das letzte Stück bis zum Altar noch auf den Knien gerutscht war. Als sie vor dem Altar, in innigem Gebet versunken, den Himmel um Genesung ihres geliebten Kindes bat, riss dieses seine Mutter aus der Andacht, indem es plötzlich mit den Händchen auf den Hochaltar zeigte und rief: "Mama, dei dei". In der waldlerischen Kleinkindersprache ist dies der Ausdruck für etwas besonders Schönes. Am 20. Juli 1858, 16 Jahre später, beteuerte Walburga Schiller vor dem Ortsgeistlichen Benefiziat Gottfried Wöhrle und dem Meßner von Pilgramsberg aufs neue die Wahrheit dieser Wunderheilung und erklärte sich bereit,vor jeder Obrigkeit dieses mit Eid zu bekräftigen...

Mittwoch, 12. Mai 2010

Einladung zur Marterl- Segnung




Dieses noch leere Marterl bei Oed wird am Donnerstag, den 13. Mai 2010 um 19.30 Uhr durch Pfarrer und Dekan Josef Renner gesegnet. Es liegt zwar nicht direkt am Wolfgangsweg, aber ganz in der Nähe des Bibelweges, und dieser wiederum wäre durchaus ein Abstecher bei einer geführten Wolfgangsweg- Pilgerwanderung wert, so Hildegard Weiler. Näheres zu diesem Thema demnächst hier.
Außerdem verweisen wir auf
http://dorikult.blogspot.com

Dienstag, 11. Mai 2010

Geführte Pilgerwanderung am 15.Mai 2010



Es handelt sich dabei um eine Kooperationswanderung auf dem Ostbayerischen Jakobsweg und dem Wolfgangsweg. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Kirchplatz Elisabethszell, Ziel ist die Wallfahrskirche St. Ursula in Pilgramsberg, wo ein Gottesdienst mit Pfarrer Dinsenbacher stattfinden wird. Pilgerführein ist Frau Hildegard Weiler, 1. Vorsitzende des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang. Veranstalter ist die Gemeinde Haibach/Elisabethszell. Leitung: Reiner Dietl. Die Strecke beträgt 19 km und führt u.a. über den Gallner, Rückfahrt mit Bus. Auskünfte und Anmeldung Tourist-Info Haibach, Tel. 09963/94303915

Donnerstag, 6. Mai 2010

Die Planung






Dieses Gemälde in Öl-Acryl-Technik auf Holzplatte zeigt ein Planungsgremium , zu dem auch der St. Wolfgang gehört (rechts unten mit Hackl und Kirche), ein offenes, sich im Aufbau befindendes Gebäude, darüber die Wolfgangskapelle. Links oben ist die heilige Hildegard von Bingen abgebildet mit Feuerflammen über dem Kopf als Symbol für eine Inspiration durch den Heiligen Geist. Sie soll wiederum ein Hinweis sein auf Hildegard Weiler, welche die Inspiration, den Wolfgangsweg aufzubauen, empfangen hat und derzeit auch mit viel Herzblut durchführt. Das Gemälde entstand zwischen 2004 und 2010 und stammt von Dorothea Stuffer.