Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet

Donnerstag, 16. April 2020

Meditation in einer stillen Zeit am Einödweg

Bildtafel am Waldhof (Einödweg-Langweg)
Spaziergänger bei der Berging-Kapelle, Einödweg-Rundweg 




























"Staade Zeit in der Einöde" - so hieß ein Winterprojekt 2018/19 des Vereins Pilgerweg St.Wolfgang in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kollnburg unter der Schirmherrschaft der damaligen Bürgermeisterin Josefa Schmid. "Moderne Votivtafeln" nennt die Viechtacher Künstlerin Dorothea Stuffer die farbenfrohen Holzbilder, die sie für eine stattliche Anzahl von mehr als 20 Einödhöfen um Kollnburg herum angefertigt und angebracht hat - für die "staade Zeit"...

Ursprünglich sollten diese dekorativen wetterfesten Holzbilder nur für eine kurze Wintersaison hängen bleiben. Doch der "Einödweg", welcher die mit Votivbildern und mit spirituellen Impulsen von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann verzierten Höfe verbindet, besteht immer noch - auf Wunsch vieler. Nun zum meditativen Wandern einladend in einer ganz anderen aktuellen "staaden Zeit" - - -

Der Einödweg ist eine Art Rundweg um Kollnburg.

Die Wanderung beginnt beispielsweise mit einem Einstieg beim Marterl in Öd und geht über den Wimbauern (Anwesen Klimmer) vorbei zum Pröller Nordhang, wo bei der zur Zeit leider nicht geöffneten Bärwurz-Resl ein Engel auf einer Holztafel und Impuls prangt. Nun führt der Weg im Wald am Fuße des Pröller-Nordhangs am "Gogl" vorbei durch den Wald, um bei der Berging-Kapelle wieder ins Offene hinaus zu führen.

Über die Berging-Kapelle geht es mit sehr schöner Aussicht auf die "Walrossrücken" des Bayerischen Waldes links neben der Straße am Wanderweg 4 mit den schönen Findelsteinen am Wald entlang hinauf nach Münchshöfen. Bei der dortigen Kapelle biegt der Weg rechts ein in den Wald nach Stein. Ab Münchshöfen verläuft die Strecke identisch mit dem Wolfgangsweg nach Ramersdorf zum Schwabenwirt und geht dann nach Rechertsried. Weiter nach Kollnburg wanderns kommt man schließlich über Windsprach wieder nach Öd.

Der 2.Teil des Einödweg ist der sogenannte "Einöd-Langweg".

Er führt am Bayerweg von Ogleinsmais (Gnadenhof Erdlingshof) hinauf nach Hochstraß, wo die uralte denkmalgeschützte Holzkapelle, eine Marienkapelle im Besitz der Familie Gudat, mit einer Muttergottes-Votivtafel und einem entsprechenden Impuls auf den "himmlischen Garten der lebendigen Liebe" hinweist. Gegenüber, beim Anwesen von Anton Mader, finden die Vorbeigehenden ein Fürbittgebet für Familien zu einer leuchtenden Antonius-Bildtafel. Und mit etwas Glück erleben sie gerade ein Tagesgeläut der kleinen Turmglocke, welche 3 mal täglich zum Gebet einlädt.

Der Einöd-Langweg endet beim Waldhof mit weitem Ausblick.

"Staade Zeit in der Einöde" - die stille Zeit der inneren Einkehr und Krise eröffnet im Wandern und Betrachten neue Horizonte.


Bei der Gudat-Kapelle: "Maria Frömmigkeit. Wo die Liebe lebt, verwandelt sich alles in einen himmlischen Garten".  Das denkmalgeschützte Anwesen neben der uralten Holzkapelle wird derzeit liebevoll renoviert. 

Engel und Impuls bei der Bärwurz-Resl am Pröller-Nordhang
Blick vom Wimbauer-Kreuz zum Pröller-Nordhang
Moderne Votivtafel am Wolfgangsweg bei Münchshöfen 
Offene Tür. Einöde heißt nicht unbedingt Rückzug, sondern offen sein für die Begegnung mit Mensch, Tier, Natur und Gott. (Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann)


Sonntag, 12. April 2020

Freitag, 10. April 2020

Christusfigur beim Wimbauern aufgestellt

Wiederhergestelltes altes Kreuz mit Figuren beim Wimbauern


Vor wenigen Tagen wurde die von Künstlerin Dorothea Stuffer kürzlich farbig gestaltete Christusfigur (mit Marienfigur und INRI) beim Wimbauern, das ist der Hof von Familie Klimmer, aufgestellt.

 Wir befinden uns hier am Fuße des Pröller-Nordhangs. Hier verläuft auch der in Zusammenarbeit mit dem Verein Pilgewrweg St.Wolfgang und der Gemeinde Kollnburg 2018 eingerichtete "Einödweg".

Bei dieser Gelegenheit ist eine kleine "Pilger-Abordnung" von 2 Personen den Einödweg abgefahren, und man stellte erfreut fest, dass auf fast jedem Hof (außer 2) nach wie vor unbeschadet die "modernen Votivtafeln" mit den wunderbaren Impulsen von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann, prangen. Wir freuen uns zu erleben, dass es unserem Verein mit den verschiedenen Kunstprojekten der letzten 8 Jahre an so vielen verborgenen Orten gelungen ist, die Mystik und Spiritualität des alten Bayerwaldes neu ins Licht zu setzen.

Vom aktuellen Einödweg berichten wir ein nächstes mal.


Dienstag, 7. April 2020

Vorösterlich-österlich am Engelweg unter freiem Himmel

Die Herz-Jesu-Kirche in Ayrhof

Dieses schmucke Kirchlein ist der Zielort des etwa 5 Kilometer langen Engelweges, der sich sanft zwischen der Ortskirche in Fernsdorf und der Herz-Jesu-Kirche in Ayrhof erstreckt. Der Engelweg gehört mittlerweile zu einer festen Einrichtung und genießt nach wie vor große Beliebtheit von Besuchern aus nah und fern. Die bunten ehernen Engelfiguren am Wegesrand mit den inspirierenden Impulsen von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann bieten immer wieder neue Einblicke, Ermutigung und Trost. Von daher ist dieser Weg, den man auch auch streckenweise von einigen hundert Metern gehen kann,  gut geeignet für eine vorösterlich-österliche Meditation unter freiem Himmel. Das sonnige Wetter, was sich für die kommenden Tage angekündigt hat, möge dabei den Engelweg-Spaziergängern über so manche Krise hinweghelfen.

Wegbeschreibung:

Von der Ortskirche in Fernsdorf geht man nach Süden in Richtung Bundesstraße 85. Vor der B 85 biegt man nach rechts ab. Es geht am mit Engeln und Impulsen versehenem Bushäuschen vorbei, zum Radweg hinauf durch ein kleines Waldstück und an den Hochlandrindern vorbei. Beim Engel mit Wolf und Schaf "Fürchte dich nicht!" biegt der Spaziergänger links nach unten ab und genießt den Blick über ein kleines Tal, in dessen Scheitelpunkt der schöne Hof vom "Hoferlbauern" liegt. Sodann geht man durch die renovierte Unterführung der B 85 hinauf und biegt oben an der Straße rechts ab und folgt der Straße. Hier verläuft der Engelweg identisch mit dem Fernwanderweg E8 (grüner Pfeil auf weißem Grund) und dem Pandurensteig (schwarzes Schwert auf rotem Grund) durch Schwarzgrub. Hinter Schwarzgrub gehen die Engelweg-Wanderer nach links weiter auf der Straße am neuen Bushäuschen vorbei und biegen nach etwa 100 Metern links in eine ebenfalls geteerte Straße nach Hof ab. In Hof befindet sich die Kapelle derzeit in Renovierung.  Von Hof aus führt  eine größere Straße rechts nach Ayrhof zur Herz-Jesu-Kirche und zum Gasthof Ayrhof, der derzeit leider geschlossen ist. Doch bei der kleinen Hütte beim Kirchlein sind Bänke und ein Holztisch unter offenem Himmel, wo der Spaziergänger seinen Proviant verzehren kann.

Nach den Sturmschäden des Winters erstrahlt der Engelweg nach einigen Renovierungsarbeiten von Mitgliedern des Vereins Pilgerweg St.Wolfgang nun in frischem Frühlingsglanz.


Am E8 und Pandurensteig geht es nach Schwarzgrub
Auf dem Weg vor Schwarzgrub hier rechts abbiegen
"Körper und Geist gehören zusammen. Die Berührung durch einen Engel hinterlässt körperliche Spuren. Das Göttliche durchdringt alles."



"Engel oder nicht? Widersprüche bleiben bis ans Ende der Zeiten." (an einer Tür in Schwarzgrub)
Ebenfalls in Schwarzgrub (der Engel links): Der Engel sprach zu Elia: "Steh auf und iss!"
Auch körperliche Stärkungen sind Engelsdienste. (Kittelmann) 


Engel und Lamm bei der Herz-Jesu-Kirche
Auch beim Gasthof Ayrhof prangt ein Engel mit folgendem sehr aktuellem Impuls:
"Ob im Tal oder oben am Berg, draußen oder drinnen, bei Tag oder in tiefster Nacht - die Botschaft des Engels zieht wie ein heilsamer Klang durch die Welt. Sie verheißt Hoffnung und Frieden (Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann).


"Ob im Tal oder oben am Berg, draußen oder drinnen, bei Tag oder in tiefster Nacht - die Botschaft des Engels zieht wie ein heilsamer Klang durch die Welt. Sie verheißt Hoffnung und Frieden." (Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann).



Samstag, 4. April 2020

Übertragung von Messen in Gutwasser im Internet

"Am Gunthersteig" - aus einem Ölgemälde von Dorothea Stuffer

Gerne teilen wir hier mit, dass es in Gutwasser (Dobra Voda, Tschechien) nun aktuell Gottesdienste zum Daheim-Miterleben gibt! Vielen Dank an Günter Iberl:


Liebe Guntherfreunde,

ich möchte Sie gerne darüber informieren, dass Pfarrer Jan Kulhánek jetzt fast täglich in Gutwasser die hl. Messe feiert und diese über youtube live übertragen wird:
Die Voraussetzungen waren in Gutwasser günstig: Eine Kamera war sowieso installiert, man musste sich also nur um den Ton kümmern. Vielleicht haben Sie Interesse an diesem Angebot. Die letzten drei (Werk)tage war es jeweils um 17. 30 Uhr. Die Gottesdienste finden nicht regelmäßig statt, aber Pfarrer Kulhánek informiert vorher immer über Facebook.

Herzliche Grüße aus Regensburg

Günter Iberl

 Hier in Kürze einige Infos zum heiligen Gunther - diesen Asketen des Bayer- und Böhmerwaldes - zeitlich und von der Botschaft her ganz nah zum heiligen Wolfgang stellen:


Gunther, in der älteren thüringischen Literatur und in Böhmen meist als Günther oder Günther der Eremit benannt, lebte der gängigen Überlieferung nach von 955 bis 1045. Von seinen Tod berichten fast alle zeitgenössischen Chronisten.

"Gunther zählte zu den größten Asketen des deutschen Mittelalters und unstreitig zu den berühmtesten Persönlichkeiten seiner Zeit" schrieb der Historiker Hermann Grauert 1898. R. Bauerreis urteilte über Gunther: "Eine der kraftvollsten Erscheinungen um die (1.) Jahrtausendwende".

Dieser zu seiner Zeit hochberühmte Gunther ist heute meist völlig unbekannt.
Nur in Landstrichen und Orten, in denen er gelebt und gewirkt hat, ist sein Leben und Werk noch lebendig bzw. wurde in letzter Zeit wieder in Erinnerung gerufen.

St. Gunther gebührt eine Würdigung, wie sie ihm der Rinchnacher Heimatforscher Franz Anderl zukommen ließ: "Im Wechsel zwischen Kontemplation und tätiger Weltzuwendung fand St. Gunther seinen eigenen Frieden und eine über irdische Politik erhabene geistige Freiheit. St. Gunthers segensreiche Wirksamkeit in der Urbarmachung, Glaubensverkündigung und Friedensstiftung ist auf dem Hintergrund des geschichtlichen Wellenganges und gerade des neuerlich keimenden Vertrauens in den Beziehungen zwischen den Deutschen und Osteuropäern zeitlos aktuell, beispielgebend und vorbildhaft."


Die Gunther geweihte Kirche in Dobra Voda (Gutwasser). Hier verläuft auch der sich im Aufbau befindende tschechische Part vom Wolfgangsweg


Der heilige Gunther als Wald-Asket, aus einem Ölgemälde von Dorothea Stuffer
Hier Infos über den heiligen Gunther in Regio-Wiki

Gunther mit Rehen - Blechskuptur bei der Zwieseler Bergkirche von Dorothea Stuffer
Als "Wald-Asket" wird Gunther traditionell auch mit Rehen dargestellt. Hier in Zwiesel, Bergkirche 
Links vorm Eingang der Bergkirche in Zwiesel: Der heilige Wolfgang auf Blech mit Bischofsmütze, Hirtenstab und Kirchenmodell.

Sonntag, 29. März 2020

Das Marterl in Oed - Geschichte und Auffrischung


Oh was ist denn hier passiert? Da liegt jemand unter einem umgekippten Holzwagen!
"Hier verunglückte am 6.Juli 1894 der Bauersknecht Andreas Heigl im Alter von 28 Jahren tödlich. Der Herr gebe ihm die ewige Ruhe."
Ein altes Steinmarterl in Öd zum Gedenken an das damalige traurige Geschehen hier vor Ort.
Daneben sehen wir noch ein Metallkreuz. Doch ganz der Reihe nach!

Auffrischung des Marterls in Oed - dramatisches Geschehen von 1894 in Erinnerung behalten 
Der  Aufzeichner aller Geschehnisse der Region, Hermann Biebl, 84, Kollnburg, hat einen historischen Schatz für den Fundus der Gemeinde von rund 60 wahren Geschichten - lustige und traurige - aufgeschrieben und so für die Nachwelt erhalten. Außerdem hat er alle Marterl und Wegkreuze der Region in einer Sammlung von 350 Bildern und Berichten dokumentiert. Schon sein Vater hat ihm früher viel erzählt und damit sein Interesse nachhaltig geweckt.

In Oed am Fuße des Pröller-Nordhangs gibt es ein steinernes Marterl zum Gedenken an den dramatischen Unfall des Knechts Andreas Heigl. Der junge Mann ist 1896 mit einem Pferdegespann und einem mit Brettern vollbeladenen hölzernen Schanzwagen an selbiger Stelle tödlich verunglückt. Auf steiniger, schmaler, abgründiger Straße ist der Wagen umgekippt, und Andreas Heigl wurde unter der Last von Holz und Wagen erdrückt.

Diese Szene, die auf dem Marterl mit einem kurzen dokumentarischen Text dargestellt ist, wurde im Zuge einer Renovierungsaktion des Trachtenvereins Kollnburg, zu welchem Hermann Biebl seit 1966 als Gründungsmitglied gehört, von mir auf Anfrage des Trachtenvereins hin erneuert. Bei dieser Renovierungsaktion wurde jedes Jahr ein Marterl aufgefrischt.

Das wieder instand gesetzte Oed-Marterl wurde an Christi Himmelfahrt 2010 bei einer feierlichen Einweihung mit Pfarrer Josef Renner neu gewürdigt.


Bericht und Foto von Evelyn Wittentzellner von der Einweihung im VBB von 17.Mai 2010. Dori mit Mantel und Hirtenhut im Gespräch mit Hermann Biebl. Zur Feier waren damals mehr als 80 Mitglieder des Trachtenvereins und Anwohner gekommen. Gebetet wurde für alle, die an diesem Kreuz vorübergehen oder selbst in schwierigen Zeiten ein Kreuz zu tragen haben.  

Durch Wind und Wetter sind die Farben im Laufe der Jahre ziemlich verblasst. Nun hat sich Dorothea Stuffer bei strahlendem Sonnenschein kurz entschlossen ans Werk gemacht und dem Dokumentargemälde neuen Glanz verliehen, sodass es trotz tragischen Inhaltes nun wieder nahezu fröhlich leuchtet, und die Vorbeigehenden oder -Fahrenden ermahnt und erinnert.


Die Farben des Marterls waren verblasst und bedurften einer Auffrischung

Dorothea Stuffer sagt: "Wenn man sich überlegt, wie hart damals trotz aller "Romantik" das Leben der Bauern, Hirten, Knechte und Mägde war - schlechte Straßen, keine modernen Gerätschaften, alle landwirtschaftlichen Schwerarbeiten mussten mitabgerichteten Ochsen und Pferden gemacht werden (Xavers Vater übrigens verdiente gut Geld mit dem Abrichten von Ochsen!), keine Supermärkte, weite Wege zu Fuß zur Schule (z.B. die Xavermutter), keine großartige Medizin - - - ich habe einen sehr großen Respekt vor den alten Waidlern!"

"Der damals verunglückte Andreas Heigl stammte aus Kirchaitnach und war bei Johann Mühlbauer, dem Bauernhof gegenüber vom Gasthof zur Bräu als Knecht im Dienst", weiß Hermann Biebl zu berichten. "Für die neue Gestaltung des Marterlbildes im Zuge der damaligen Renovierungsaktion konnte ich den hochtalentierten Matthias Englmeier aus Obersteinbühl gewinnen. Dieser fertigte im Vorfeld eine Bleistiftzeichnung der Szene an."

Die ursprüngliche Votivtafel aus der granitenen Fassung war leider verschwunden, doch Hermann Biebl erinnerte sich an das Votivbild aus Jugendtagen und konnte damit dem Matthias Englmeier  für dessen Zeichnung eine Anregung geben, die ich dann in Farbe umgesetzt habe.
 
Matthias Englmeier ist ein wahres Supertalent und weiß nahezu aus dem Stegreif alle technischen Vorrichtungen zu zeichnen, wie beispielsweise einen alten Ritterhelm, den er für eine Jubiläumsfeier vor den Augen von Hermann Biebl  innerhalb von 10 Minuten exakt aus dem Kopf mit Bleistift aufs Papier gebracht hat.

Und das Eisenkreuz neben dem sagenumwobenem Marterl in Oed?

Es wurde (zunächst als Holzkreuz) aufgestellt zur Erinnerung an den traurigen Auto-Unfall des Andreas Dietl am 3.Juni 1999. Neben dieses Metallkreuz wurde 2010 das Marterl von seinem ursprünglichen Standort um 50 Meter Richting Oed vorverlegt. Nun sind beiden Andreas hier in würdiger Erinnerung. 



Mit Farben unterwegs auf Renovierungs-Tour!

Am Himmelfahrtstag 2010 wurde das renovierte Marterl bei der Segnungs-Andacht feierlich enthüllt. Dazu spielte Philipp Penzkofer besinnliche Töne zur Gitarre:

Feierliche Enthüllung des renovieretn Marterls am Himmelfahrtstag 2010 mit Hermann Biebl, Philipp Penzkofer (Gitarre) und Pfarrer Josef Renner

Das eiserne Kreuz hat Ludwig Saller mit einem Sandstrahler gereinigt, Sonja Hartmannsgruber bemalte den Aufsatz neu. Reinhold Kreusel hat das Grundfest ausgehoben.

Freitag, 27. März 2020

Letzter Schliff Christusfigur


Die farbige Fassung der Christusfigur ist nun fertig gestellt

Auf Wunsch der Auftraggeber der zu bemalenden Christusfigur für das Wimbauer Anwesen in Hinterviechtach am Einödweg hat die Künstlerin Dorothea Stuffer noch einige Überarbeitungen vorgenommen: Die Augen sollten nicht ganz geschlossen sein, die relativ dunklen Striche im Körperbereich sollten abgemildert werden, die Dornenkrone farblich ein wenig reduziert werden. Die Lippen sollten einen Hauch von Rosa haben.

  Dorothea Stuffer sagt:

Ich muss zugeben, dass die Verbesserungsvorschläge durchaus Sinn machten. Ich habe mich mit großer Vorsicht und Sensibilität ans Werk gemacht, denn solche Verbesserungsmaßnahmen können manchmal in ein bodenloses Verlieren der ursprünglichen Aussage geraten. Doch in diesem Falle hat die Figur wirklich an Aussagekraft dazugewonnen. Sie ist reiner, liebender, lebendiger und sanfter geworden.
Zu Vergleich, vorher:

vorher

Dienstag, 24. März 2020

Alte beschädigte Christusfigur farbig gefasst

Der "Wimbauer " liegt schön im Tal am Fuße des Pröller (Nordhang). Er gehört zu jenem ganz besonderen "Einödweg", den die Künstlerin Dorothea Stuffer in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kollnburg und mit einigen Pilgerhelfern  vom Verein Pilgerweg St.Wolfgang 2017/18 mit etwa dreißig Holztafeln, die iDorothea Stuffer "moderne Votivtafel" nennt, eingerichtet und markiert hat. Auf vielfachen Wunsch wurden die Holztafel vorerst nicht wieder abmontiert. Nun ist Familie Klimmer, das ist "der Wimbauer", an Dorothea Stuffer herangetreten mit der Bitte, eine beschädigte alte Christusfigur mit Marienfigur durch farbige Fassung wieder herzustellen.
Diese guss-eiserne Christusfigur war mal mit Goldbronze angestrichen.
Nach einer Grundierung mit Rostschutzgrund beginnt die Künstlerin mit der Untermalung. "Ich erwende dafür gute lichtechte und wasserfeste Acrylfarben, die zuletzt noch mit einem wetterfesten farblosen Lack übersprüht werden."
Christusfigur "Leidensmann", farbig gefasst

Dorothea Stuffer fühlt sich sehr geehrt, diese Arbeit anvertraut bekommen zu haben. "Sie haben einfach die richtige Erfahrung." sagt Frau Klimmer Senior zu ihr. Wir freuen uns, dass diese wunderschöne Figurengruppe noch vor der Karwoche/Ostern von Familie Klimmer abgeholt und angebracht werden kann. "Zeitlich hilfreich", so die Künstlerin,"für die Fertigstellung dieser Arbeit war sicher auch die allgemeine Auszeit durch die Coronakrise. Möge der Herr seine schützende Hand über uns halten."

Der Wimbauer am Einödweg

Seit 10 Jahren ist dieser stattliche Hof in Hinterviechtach ein Bio-Betrieb mit Michvieh-Haltung und einem modernen Stall mit Freilauf.
Besitzer: Familie Klimmer. Das Anwesen ist sehr alt. Um 1800 wurde es von Klimmer gekauft. Heute wohnen hier 3 Generationen.Der Wimbauer gibt gerne Auskünfte zur Hofgeschichte.

Diese "moderne Votivtafel" ist an der Südseite am Anwesen Klimmer seit Winter 2017 angebracht. "Seit die neue Straße vorbeiführt, sieht man die Tafel besonders gut!" erklärt Frau Klimmer Senior, als sie mir zusammen mit ihrem Sohn, dem Biobauern, die SEHR schwere Christusfigur ins Stufferhaus bringt.

Impuls zur Holz-Tafel von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann:

Im Licht

"Mache dich auf, werde Licht!" (Jes.60,1)

Wenn die Herrlichkeit des Herrn über uns aufgeht, können die Gesichter das Licht widerstrahlen.






Freitag, 20. März 2020

Nochmal einige Auffrischungen am Engelweg

Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann aufgefrischt: Ein Engel steht an der Tür des neuen Jahres und spricht: Fürchte dich nicht!

Bei strahlenden Frühlingswetter machen Pilgerhelfer Xaver Hagengruber und  Künstlerin Dorothea Stuffer sich auf eine weitere Renovierungs-Tour am Engelweg zwischen Fernsdorf und Ayrhof. Der feuchte Winter mit verschiedenen Orkantiefs hat zwar keine schlimmen Schäden hinterlassen, doch einige Impulse von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann und zwei oder drei Engel mussten aufgefrischt/renoviert/abgestützt werden. Ein Abbau des Engelweges ist derzeit nicht geplant, da sich der Weg nach wie vor großer Beliebtheit erfreut.


Eine von Xavers Lieblings-Engelstationen

Nach dem Engel "Fürchte dich nicht" führt der Weg sanft mit herrlichem Blick hinunter zum Hoferlbauern. Dort ist an der Scheune neben zwei weiteren größeren Engelbildern der "Ikonenmaler Alimpij" angebracht. Die Hoferlbäuerin hatte gebeten, hier wegen allzu vielen Fußtappern der Engelpilger vorzugehen, indem wir eine oder zwei der Tafeln auf die Nordseite umsetzen oder ganz abbauen. Morgen werden die beiden kreativen Engelweg-Betreuer - wenn möglich - das vornehmen.


Der Ikonemaler Alimpi soll auf die Nordseite umgesetzt werden, da die Besucher immer wieder versehentlich in die liebevoll angerichteten Dekosteine der Hofbesitzerin reintappen.

Eine Geschichte aus den Russischen Heiligenlegenden: "Ein Engel malt das Bild fertig, während der Ikonenmaler Alimpij krank darnieder liegt."


 "Ein Engel malt das Bild fertig, während der Ikonenmaler Alimpij krank darnieder liegt." . . Diese Geschichte hat die Künstlerin Dorothea Stuffer schon immer sehr bewegt: "Ich habe sie nicht nur in Blech gestaltet, sondern auch ein Ölbild und eine Zeichnung dazu angefertigt. Ich sage immer: Seht, bevor der Alimpij sich völlig ermattet auf's Lage gelegt hat, hat er mit letzter Kraft noch den Tieren ein paar Futterschälchen hingestellt."



Nach dem Hoferlbauern geht es Richtung Bundesstraße. Unter dem steinernen Brückenbobogen hindurch führt der Weg hinauf zu einem Waldstück und nach Schwarzgrub und Hof. Die Schwarzgruber erfreuen sich mehrerer Engel und sind auch richtig stolz darauf, wie sie uns kundgetan haben.

Nun gibt es einen neuen Erzengel Michael (neu, mit Tannenbaum) beim Brückenbogen, der ein Jahr lang renoviert worden ist.

Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann:

Michael, Kämpfer gegen das Böse. Seine sanftmütigen Gesichtszüge erinnern daran, dass das Böse mit Sanftmut überwunden werden muss. "Selig sind die Sanftmütigen", sagt Jesus, "denn sie werden das Erdreich besitzen." 


Pilgerhelfer Xaver hagengruber testet den Standort für den Erzengel Michael mit Tannenbaum an der Steinbrücke/Unterführung
Michael, Kämpfer gegen das Böse. Seine sanftmütigen Gesichtszüge erinnern daran, dass  das Böse mit Sanftmut überwunden werden muss. "Selig sind die Sanftmütigen", sagt Jesus, "denn sie werden das Erdreich besitzen." (Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann)
 Als nächstes bekommt der Engel, der in Hof am Apfelbaum schwebt, noch ein frisches Impulsplakat:


Schwebender Engel im Apfelbaum bei dem Weiler Hof




 Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann: 

Gastfrei zu sein vergesst nicht, denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt. (Hebr.13,2)

 Das alte Bushäuschen am Engelweg nach dem Weiler Hof wurde im Winter  abgerissen und ein neues ist hingestellt worden. Der Engel "Fürbitte" passt wie dafür geschaffen!


Engel "Fürbitte", ursprünglich einer der 8 Baumschutzengel



Dorothea Stuffer beim Erzengel Michael