Mit ihr fing alles an...

Mit ihr fing alles an...
Die Wolfgangskapelle bei Böbrach: Pilgerwanderung mit Mitgliedern und Freunden des Vereins "Pilgerweg St.Wolfgang". Der Verein erarbeitet derzeit die Wolfgangsweg-Strecke "Regensburg - Böhmen".

Freitag, 12. Oktober 2018

Gottes Gaben ohne Reue genießen


            Erntedank 2018 in der Christuskirche Viechtach 
                                               Ein Bericht der Autorin Marion Wittenzellner vom Viechtacher Bayerwald Boten: 

Ein von der Mesnerin Dorothea Stuffer künstlerisch und mit allerlei Gaben der Natur geschmückte Altarraum begrüßte die Gläubigen am Sonntag zum Erntedankgottesdienst in der Evangelischen Christuskirche. Mit all dieser Pracht an Obst, Getreide und und vielem mehr vor ihren Augen dankten die Betenden um Pfarrer Roland Kelber Gott für seine segensreiche Schöpfung trotz der Hitze und Dürre in diesem Jahr.  Dieser Festtag ist laut Pfarrer Roland Kelber auch ein Tag, an dem die Menschen bekennen müssten, wie wenig sie manchmal an die kommenden Generationen denken und wie selbstverständlich sie den Überfluss nehmen. Nach der Ernte komme das Essen - und da könne wirklich jeder mitreden, befand der Seelsorger in seiner Predigt.  Die Esskultur von der Zubereitung bis zu den Tischsitten genieße in allen Kulturen und Religionen eine große Bedeutung. Wenn der Apostel Paulus schreibe, dass nichts von dem verwerflich sei, was Gott geschaffen habe, sondern es mit Dank genossen werde, dann sei das ein gutes Beispiel für die Freiheit der Christen. Auch Jesus habe deutlich gemacht, dass man alle Gaben Gottes mit Maß und Ziel frohen Mutes genießen dürfe.

Allerdings bestehe in der heutigen Überflussgesellschaft die Gefahr, dass sich manche nicht an die einfachen biblischen Weisheiten hielten. Ebensowenig sollten die Menschen sich trotz mancher Skandale und Missstände der Lebensmittelindustrie von übertriebenen Vorsichtsmaßnahmen "versklaven lassen", mahnte der Geistliche. Jeder sollte sich jedoch für gute Lebensmittel, für den Schutz der Schöpfung und für einen gerechten Lohn derer, die die Lebensmitel herstellen, einsetzen. So wünschte Pfarrer Kelber allen Gläubigen in dieser Woche nach jedem Tischgebet stets eine "gesegntete Mahlzeit" und einen dankbaren Genuss ohne Reue.

Nach dem Abendmahl betete der Geistliche dafür, dass die Nahrungsmittelindustrie die Gaben der Schöpfung ernst nimmt, für einen guten Ernteabschluss und angemessene Preise für die Landwirte, für hungernde Menschen und für die Opfer der Naturkathastrophe in Indonesien. Außerdem dankte er allen Spendern, die zur Ausstattung des Erntedankaltars beigetragen hatten. Schließlich spielte Eveline Fleischmann ein Orgel- Solostück.


Sonntag, 7. Oktober 2018

Mit Danksagung essen

Erntedank 2018: Pfarrer Roland Kelber predigt in der Christuskirche Viechtach

Mit Danksagung essen
Erntedank in der Christuskirche Viechtach


In einem Festgottesdienst mit heiligem Abendmahl feierte am vergangenem Sonntag die evangelische Kirchengemeinde das Erntedankfest.

Pfarrer Roland Kelber wies in seiner Predigt darauf hin, dass auch dieses Jahr trotz Hitze und Trockenperioden die Ernte wieder reichlich ausgefallen sei, wie man an der vielfältigen Fülle des kunstvoll geschmückten Altars erkennen könne. Getreide und Heu seien heuer zwar ziemlich knapp, dafür tragen Obstbäume und Weinstöcke umso mehr Früchte, die wir nun genießen dürfen.

Wie der Apostel Paulus sollen uns weder Überfluss noch Mangel soweit beherrschen, dass wir darüber unseren Herzensfrieden aus dem "Kreislauf mit Gott", der uns mit so viel Gutem versorgt, verlieren - so der Pfarrer. Gewisse Nahrungsvorschriften, die sich viele selbst auferlegen, entsprächen nicht dem christlichen Glauben. Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut und vom Schöpfer für uns zur dankbaren Annahme gemacht worden. Jesus, der als einfacher und unbehauster Wanderprediger umherzog, konnte durchaus auch Essen und Trinken genießen, wie man aus der Bibel weiß.

 Pfarrer Roland Kelber führte auf der anderen Seite auch aus, dass Der Philosoph Harari hat in seinen Forschungen festgestellt hat, dass heutzutage tatsächlich mehr Menschen an den Folgen von Überernährung als an Hunger sterben.

Der Pfarrer wies in diesem Zusammenhang ebenfalls darauf hin, dass kriminelle Machenschaften der Nahrungsmittelindustrie die Achtung vor der guten Schöpfung hintanstellten und somit das, was von Gott zum Segen gemacht worden sei, "verschlimmbessert" werde. Dadurch werde die gute Ordnung der Schöpfung empfindlich gestört.

Überall diesen ernsten Problemen solle der Mensch aber trotzdem nicht in Panik geraten. Das Wichtigste seien die Dankbarkeit und die Fürbitte für alle, die Mangel leiden.

Der Altar ist auch dieses Jahr wieder reichlich geschmückt
Christusfigur in einem Rosen-Hagebuttengewölbe mit Weizenähren


Mittwoch, 26. September 2018

Der heilige Wolfgang unterwegs nach Böhmen - ein Gemälde (Detail) von Dorothea Stuffer

Der heilige Wolfgang mit Bischofsmütze und Hackl als Pilgrim auf einem Maulitier

Unterwegs nach Böhmen - als Begleiter ein Wolf oder Wolfspitz - im Hintergrund die Wolfgangskapelle bei Böbrach


Montag, 17. September 2018

Blechschafe am Wolfgangsweg-Herzstück renovieren


Ist das nicht ein süßer Schafbock? (Die Künstlerin ist auch süß! :) ) Er ist seit vielen jahren angebracht am sogenannten "Herzstück des Bayerwald-Wolfgangsweges", am "Sonnenblumenweg", der zwischen Asbach und Staudenschedl verläuft. Hildegard Weiler und Dorothea Stuffer - Gründerinnen des Aufbaus und der Wiederentdeckung von Bischof Wolfgangs Spuren im sogennannten Bayerischen Abschnitt des grenzüberschreitenden Wolfgangsweges, der auch in Böhmen und Österreich läuft - die beiden haben sich letzten Mittwoch bei strahlendem Septemberwetter aufgemacht und mal nachgesehen, wie es den beliebten Blechschafen dort geht. Alles ist soweit in Ordnung, doch ein wenig gibt es doch zu renovieren. Mit Pinsel und leichtem Werkzeug machen sie sich auf den schönen Wegabschnitt, der zum langsamen Gehen etwa eine dreiviertel Stunde dauert.

Wollt ihr uns kurz begleiten? Dann folgt einfach der Fotoserie!

Bei diesem Schaf ist er Einstieg zum "Sonnenblumenweg"
Reich beladener Apfelbaum zur Begrüßung und Wegzehrung
Teich mit Wasserkanal und Enten- es geht immer am Wasser entlang
Nette Enten-Häuschen für die Enten
Wildblumen am Wegesrand
Der Weg verläuft eben dahin
Bank zum Stillehalten und Meditieren.
Hildegard entdeckt: Dieses "Ravenna-Blechschaf" hat sich im Laufe der Zeit wegen Baumfällung selbstaändig gemacht und wurde von einem "Fan" vorsichtig an einem Baumstumpf plaziert.
Dorothea frischt mittels guter wasserfester Farben ein weiteres Schaf ("Milchschaf") wieder auf, und zwar so, dass die alte Patina nichts von ihrer Strahlkraft verliert. Das ist ein wichtiger Aspekt beim Renovieren von Kunst.
Da steht es nun in "altneuer" Frische!
Das Ravennaschaf vom Baumstumpf vorhin bekommt einen wichtigen Platz beim Abstieg-Steig Richtung Staudenschedl. Ein "W" wird auch angebracht.

Wir machen uns auf den Rückweg.
Der süße Schafbock grüßt in der Stille

         Das war ein schöner erfüllender Pilgerseptembertag!

Freitag, 14. September 2018

Einladung zur Wanderung rund um Neulirchen b. Hl. Blut


Liebe Pilger- und Wanderfreunde,

der warme und trockene Sommer war anregend für viele schöne Rad- und Wandertouren allein, zu Zweit oder in der Gruppe.

Im bevorstehenden Herbst kommt dann eine Wanderzeit, wo es nicht mehr so heiß ist und oft gute Fernsicht herrscht.

Gleich am kommenden Sonntag beginnt eine neue Serie von
Heilsamen Wanderungen mit dem Kneippverein Cham mit dem Motto
Zu Baumdenkmälern und Kraftorten im Landkreis Cham:

Sonntag, 16.09.2018 um 9.30 Uhr

Neukirchen beim Heiligen Blut – Heilige Brunnen und mächtige Linden
Treff: Parkplatz  Kirchstraße, Neukirchen beim Heiligen Blut
Bei den Wallfahrerkreuzen am Weg zur Wallfahrtskirche
Wanderstrecke 9 km –
Leichte Rundwanderung mit spirituellen Impulsen
über Atzlern – Lamberger Mühle – Walching – mächtige Linden beim Wallfahrtsmuseum
Naturbad – Naturlehrpfad – Heiligbrunnkapelle und Wallfahrtskirche
Voraussichtliche Dauer bis gegen 13.30 Uhr – 14.00 Uhr.

Dann abschließende Einkehr im Cafe „Zur Wallfahrtskirche“ möglich.

Ein Kartenausschnitt der vorgesehenen Wanderstrecke ist beigefügt.

Gerne lade ich auch im Namen des Kneippvereins Cham dazu auf diesem Wege ein.

Anmeldung über Vereinshandy: 0151 68197283 oder Mail: info@kneippverein-cham.de
Fragen zur Wanderung gerne an mich – wobei ich eventuell auch eure Anmeldung weiterleiten kann.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen bei dieser oder einer der nächsten Wanderungen – es gibt viel zu erzählen.

Vorschau auf die nächsten Wandertermine:

Waldmünchner Wanderprogramm
Donnerstag, 27. September
„Von Balbersdorf auf dem Pandurensteig nach Cham“
Mit Zugfahrt Waldmünchen Balbersdorf und Zugrückfahrt ab Cham

Kneippverein Cham
Sonntag, 28. Oktober
Um Grafenwiesen und Schönbuchen –
Kapellen und Baumdenkmäler
Mit abschließender Einkehr im Landhotel Buchbergerhof der Familie Stoiber in Thürnhofen.


Schöne Grüße

Rudi Simeth
Bilder & Touren

Gustav-Gabriel-Str. 17
93495 Weiding

Tel:            09977/904510
Mobil:      0173/ 5947879
Mail:         waldaugen@t-online.de
Web:        www.waldaugen.de

Neukirchen b. Hl. Blut, ein wichtiger Wallfahrtsort, liegt am Wolfgangsweg - Foto: Pilger rudi Simeth
Dialog wegen Blog-Veröffentlichung der angekündigten Rundwanderung um Neukirchen Heiligen Blut zwischen den beiden "Pilgergeschwistern" Dorotea Stuffer und Pilger Rudi Simeth:

Dorothea Stuffer: 

Hallo, lieber Pilgerbruder Rudi, die Neukirchen-Rundwanderung ist sehr interessant für den Wolfgangiblog! Hast Du zufällig ein Neukirchen Pilgerfoto? Wo genau berührt ihr dabei den Wolfgangsweg? Wetter soll übrigens traumhaft schön sein, habe ich vernommen!


Pilger Rudi: 

Liebe Dori,

da ich ja in Atzlern geboren und aufgewachsen bin, ist das auch eine besondere Wanderung für mich.
Ein Bild mit den Wallfahrerkreuzen habe ich beigefügt.
Den Wolfgangsweg gehen wir auf dem Radweg neben der Straße ab Lambergmühle bis Walching
Und hinauf zum Wallfahrtsmuseum. Dort stehen dann zwei mächtige Linden.

Dir, liebe Pilgerschwester eine gesegnete Zeit.

Dein Pilgerbruder Rudi

Montag, 3. September 2018

Am Pröllergipfel angekommen: Pilgerradln am Wolfgangsweg im Bayerwald



Das Pilger-Radfahrziel erreicht: Biker Leonhard
Nicht nur am Pröllergipfel, auch im Herbst angekommen sind am vergangenem Samstag, den 1.September, drei junge Biker. Sie starteten ihre Tour in Viechtach, fuhren übers Kneippbecken den Distelberg hinauf bis zur Distelbergkapelle und immer weiter bergauf über Münchshöfen (950 Meter) zum Pröllergipfel (1048 Meter). Sie berichten, dass der Wolfgangsweg ein wunderschöner vielseitiger und hochinteressanter Weg ist, dessen Spuren sie an verschiedenen Stellen im Bayerischen Wald mit ihren Fahrrädern gefolgt sind, immer entlang der "W"-Markierung, das eine oder andere Blechschaf am Wegesrand grüßend. Fazit der drei jungen Sportfreunde: "Ein tolles Projekt, der Wolfgangsweg im Bayerwald!"

 Am Aufbau des Wolfgangsweges im Bayerischen Wald ab der Wolfgangskapelle bei Böbrach bis zur Grenze nach Tschechien und über Viechtach-Pröllergipfel bis Regensburg arbeitet der Verein Pilgerweg St.Wolfgangseit nunmehr seit16 Jahren. Wir haben viel erreicht und machen weiter!

Mit den Fahrädern am Pröllergipfel angekommen, ab Viechtach immer dem "W" folgend
Der Nebel weckt die Phantasie und stärkt die Impressionen über die Touren des heiligen Wolfgang vor 1000 Jahren. Hier: Biker Johannes
Der heilige Wolfgang wird in alten Darstellungen meist mit einer Bischofsmütze dargestellt. Die Radler haben einen Helm :) Hier: Biker Manuel

Freitag, 31. August 2018

Einladung nach Gutwasser in Tschechien: Die neue Glocke erklingt zum ersten Mal!

Glockeninstallation in Gutwasser

Kurznachricht für alle Gunther- und Wolfgangspilger und -Fans betreffend Dobra Voda/Tschechien:

Die Glocken in der St.-Gunther-Kirche in Gutwasser sind nun fertig installiert. Am Sonntag, den 2.9.2018 sollen sie um 16.00 Uhr im Rahmen einer kleinen gottesdienstlichen Feier zum ersten Mal erklingen. Wer sich Zeit nehmen kann, ist herzlich eingeladen. Im Anhang die Meldung des Pfarrers in tschechischer Sprache.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Iberl

Srdečně zdravím,
na neděli 2. 9. v 16:00 jsem po klopotných posunech naplánoval první slavnostní vyzvánění zvonů. Nevím, ale od někoho jsem dostal něco k historii původních Dobrovodských zvonů - bohužel to nemohu nyní najít. Pokud jste to posílal Vy, můžete mi to ještě přeposlat. 
Pokud můžete, pošlete tuto zprávu - zprovoznění zvonů - dalším lidem.

Děkuji, požehnaný čas, P. Jenda.

Die Glocke wird eingebaut
Feierliche Glockenweihe im letzten Jahr

Dienstag, 28. August 2018

Wege gehen, Spuren hinterlassen

Wege gehen, Spuren hinterlassen
Eine Predigt von Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune - Wiedersehen im nächsten Jahr

Nunmehr bereits zum 11.Mal ist Pfarrer Lothar Le Jeune als Urlauberpfarrer in den Bayerischen Wald gekommen. Der Weg war weit: Hunderte Kilometer liegen zwischen seinem Wohnort Kattendorf nahe Hamburg und der Stadt Viechtach. Um Wege und Spuren ging es auch in seiner letzten Predigt in der Christuskirche Viechtach, bevor er mit seiner Lebensgefährtin Maike Brandes wieder in seine Heimat in den hohen Norden zurückkehrt.

Die Predigt 
nacherzählt von Dorothea Stuffer:


Wenn man am Ende eines gelebten Abschnittes steht, blickt man auch zurück auf die Ereignisse und Begegnungen, die man in dieser Zeit erfahren hat. So blicken wir - Maike und ich - auch dieses Jahr wieder zurück auf unsere Zeit hier im schönen Bayerischen Wald. Wir erinnern uns an Wege, die wir hier gewandert sind, die zum Teil  uns Nordländern ganz schön steil und unwegsam vorkommen.

Wir blicken auch auf den Wolfgangsweg, den wir in all den Jahren die wir bereits hierher gekommen sind, ein Stück weit kennenlernen durften. Bischof Wolfgang von Regensburg - eine Leuchte Gottes in dunkler Zeit - ist eine wunderbare Gestalt der Geschichte, und wenn man - wie wir hier am Wolfgangsweg - seinen Spuren folgt, dann kann man vieles entdecken. Man erfährt über sein Wirken, sein Leben, seine Einstellung, seinen Glauben. So möchte ich sogar behaupten, wenn man auf Wolfgangs Spuren geht, dann verinnerlicht man auch etwas von Wolfgangs Persönlichkeit und christlicher Lebenshaltung.


Genauso ist das mit den vielen anderen Wegen, zum Beispiel auch mit dem Jakobsweg.

Als Maike und ich  im Mai in Israel waren, sind wir auch auf den Wegen gegangen, die Jesus gegangen ist. Wenn man das nicht nur rein touristisch, sondern tiefgreifender sieht, kann man in der Tat die Spuren von Jesus in seinem Geist verstehen. Es ist dann wie ein Gehen mit Christus.


Nun fragen wir uns: Wenn wir und Sie auf Spuren gehen , hinterlassen auch wir und Sie Spuren auf den Wegen, die wir gegangen sind, die wir gehen? Natürlich! Mögen es Spuren sein, die anderen Menschen - dem heutigen Bibelwort (Matth.25,40) entsprechend - Spuren der Liebe sein, der Gnade, der Hilfsbereitschaft und Vergebung, sodass andere über unsere Spuren Gottes Wirken entdecken können.

Am Engelweg, den wir mit anderen zusammen letzte Woche gegangen sind, haben wir über die gemeinsame Betrachtung der Figuren und Texte neue Inspirationen erfahren dürfen. Wir gehen nicht immer unsere Wege alleine.  Jesus ist in Israel gegangen, und seine Jünger sind ihm gefolgt und haben selbst wieder Spuren hinterlassen. Dann kamen zu den Jüngern mehr und mehr Jünger dazu, die auch wieder Spuren hinterlassen haben. Auf den Wegen der christlichen Lebensbiografien kommen andere hinzu, alle hinterlassen Spuren, sodass wir das Wunder eines großen Pilgerweg-Netzwerks sehen, wo Menschen zu Glaubensvorbildern und Wegweisern geworden sind, denen wir folgen können und selber wieder Vorbild für andere werden können.


Lothar Le Jeune untermalte am Ende diese schöne Sommer-Predigt noch mit der Geschichte von den "Spuren im Sand" und mit einer weiteren Geschichte von einem Afrikaner Daniel, der gefragt wird, warum er meine, es gebe Gott. Daniel erklärte, dass er Gott und sein Wirken vergleichbar mit den nächtlichen zunächst unsichtbaren Besuche der Tiere um sein Nomadenzelt an den Spuren erkennt, die Gott in seinem Leben hinterlassen hat und hinterlässt.


DANKE LOTHAR UND MAIKE FÜR EURE SPUREN! 

Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune am Engelweg

Gemeinsam singen unterwegs mit Maike Brandes:

Der Altarschmuck für diesen Sonntag bezieht sich auch auf Lothar und Maike! Hier die Interpretation des Blumenschmuckes von der Messnerin selber:

Die Gladiolen sind das Gotteslob, weil sie zum Himmel zeigen. Sie sind aber auch der Abschiedsschmerz wegen der bevorstehenden Abreise von Maike und Lothar. Die weißen Kamillenblüten sind das Brautgewand. Vorne der blaugelbe Strauß bedeutet das Sonnenlicht, welches Maike und Lothar durch ihr Kommen in der dunklen Winternacht als Spur und Hoffnung hinterlassen. 



Gebet
Du bist da. Heute und morgen.
Du bist nah in Schatten und Licht.
Ob ich in Zweifeln wanke oder in Gewißheit gehe,
für Gutes danke oder mich im Unglück sehe.
Du bist das Ziel und du bist der Weg.
Du bist da, ja Du bist nah.
Deine Spur und meine Spur,
meine Hand in Deine Hand,
Deine Liebe und meine Liebe,
Du, Gott, umfängst alles.
Du bist Anfang und Ende.
Du bist da, ja Du bist nah.
Amen.

Montag, 27. August 2018

Pilgern auf dem Wolfgangsweg - Einladung für kommenden Freitag, 31.August 2018

Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch unter einem Felsen, von dem den es eine spannende Sage gibt.
Pilgern auf dem Wolfgangsweg“


Geführte Wanderung am Freitag, 31. August 2018
Im Rahmen des wöchentlichen Wanderprogrammes des Tourismusverbandes Viechtacher Land findet am Freitag, den 31. August, eine ganz besondere Wanderung statt:
Pilgern auf dem Wolfgangsweg“
Um 9.30 Uhr ist Treffpunkt am Bahnhof Viechtach, Bahnhofsplatz 3. Um 9.37 Uhr geht es mit der waldbahn auf einer der schönsten Bahnstrecken Deutschlands entlang des Schwarzen Regens bis zur Haltestelle Gumpenried-Asbach. Auf abwechslungsreichen Wegen führt die Wanderung zur Wolfgangskapelle bei Böbrach – weiter zur Frath, wo Einkehrmöglichkeit besteht. Nach einer Stärkung wird die letzte Etappe nach und zurück zur Halbestelle Gumpenried-Asbach in Angriff genommen. Die Rückfahrt nach Viechtach erfolgt wieder mit der waldbahn.
Die mittelschwere Tour mit ca. 5 Std. Gehzeit bietet wunderschöne Aus- und Einblicke in die Mittelgebirgslandschaft des Bayerischen Waldes.
Anmeldung ist erforderlich bis Donnerstag, 30. August, 16 Uhr:
Tourist-Information Viechtach, Stadtplatz 1, 94234 Viechtach, Tel. 09942/1661.


Textgestaltung:

Viechtach Aktuell / Viechtacher Anzeiger

Thomas Hobelsberger
Mönchshofstraße 25
94234 Viechtach
Tel.: +49 9942 948 89 12
Fax.: +49 9942 948 89 20

Freitag, 24. August 2018

Meditative Wanderung auf dem Engelweg - Rollstuhlfahrer und Kinderwagen sind dabei!


Gruppenfoto von der Engelwegwanderung mit Rollstuhl und Kinderwagen - Leitung Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune (Mitte, mit Hut) und Impulsschreiber Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann (Mitte, ornanges Hemd) und mit Bürgermeisterin Josefa Schmid (beim Kinderwagen) beim Herzensengel 

Am vergangenen Mittwoch fand unter der Leitung von Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune und Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann eine 3-stündige Pilgerwanderung auf dem beliebten "Engelweg" zwischen Fernsdorf und Ayrhof statt. bei hochsommerlichem Wetter traf sich eine stattliche Gruppe von Engelweg-Freunden zur einstimmenden Andacht in der Fernsdorfer Filialkirche, um von hier aus die beschauliche Strecke vorbei an den Engelfiguren der Künstlerin Dorothea Stuffer mit den inspirierenden Impulsen von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann zu genießen.

Start: die Fernsdorfer Dorfkirche

 Besonderheit des immer wieder gerne besuchten, etwa 5 Kilometer langen Pfades diesmal: ein von Betreuerinnen der "Schreinermühle" begleiteter Rollstuhlfahrer, ein junger Mann mit Handycap und ein Kinderwagen mit der 3 Monate jungen Lena und ihren Eltern Manuel und Sophie Stuffer. Die Eignung des Engelweges - auch auf kürzeren Teilabschnitten - für Rollstuhl und Kinderwagen haben bei privaten Unternehmungen schon verschiedene Personen ausprobiert und waren begeistert.

Es geht los!
Gespräch und Lied beim ersten Engel: Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann, Friedel Dreischmeier, Karla Singer und Hildegard Weiler


Die Station "Erst die Rinder, dann die Kinder!"

Diese Station mit den Mutterkuh-Hochlandrindern ist sehr beliebt und interessnat. Es wird fotografiert!

Unter Engelstrahlen
An verschiedenen Stationen hielt - mal unter strahlend blauem Himmel, mal im freundlichen Schatten der Bäume - die streckenweise aus 25 Personen bestehende Gruppe, wobei zwei junge Leute sogar aus Straubing angereist waren, inne um zu singen, persönliche Erlebnisse auszutauschen, zu betrachten, zu beten.

Beim Engel "Fürchte dich nicht!" : Eine Tierfreundin kann berichten, wie sie Trost spürte, als sie eine liebe verstorbene Katze am Engelweg (an dieser Stelle) begraben durfte.

....mal unter strahlend blauem Himmel, mal im freundlichen Schatten der Bäume....

Betrachten, singen, beten, segnen
Hinunter geht's mit Rollstuhl und Kinderwagen zum Hoferlbauern, wo schöne Bilder und Impulse warten.
Beim Bild "Im Gnadenlicht" am Anwesen "Hoferlbauer" rief Pilgerbegleiterin und 1.Vorsitzende des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang, von dem diese Wanderung angeregt worden war, zu einem Geburtstagsständchen für 4 im Monat August geborene Teilnehmer auf, darunter Friedel Dreischmeier (81), Kassier des Vereins, und Xaver Hagengruber (58), der treue Pilgerhelfer des Vereins. Diese beiden Geburtstagskinder hatten vor mittlerweile fast einem Jahr den Engelweg gemeinsam mit dem altbewährten Helferteam der Stuffer-Kunstaktionen in Zusammenarbeit mit der Kollnburger Bürgermeisterin Josefa Schmid aufgebaut. Der Engelweg ist bei dieser Serie das sechste Projekt, ein siebtes ist anvisiert.

Befreiend-inspirierende Betrachtungen mit Altpfarrer Erst-Martin Kittelmenn und Urlauberpfarrer Lothar-le Jeune unter dem Bild "Im Gnadenlicht"

Sehen, staunen
"Es hängt nicht von unserer Leistung ab, wir müssen nicht erst etwas fertigbringen, bevor uns ein Engel hilft", erklärt Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann beim Engelbild "Ein Engel malt das Bild fertig, während der Ikonenmaler krank darnierdeliegt"

Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune erzählt den interessiert zuhörenden Gästen beim Erzengel Michael unter der B85-Unterführung von der Geschichte der Michaeliskirche in Kaltenkirchen, seiner Heimatregion im hohen Norden.

 Bei der Anschlussstelle zum Pandurensteig unterhalb von Weging vor dem Waldstück schließt sich Bürgermeisterin Josefa Schmid der Gruppe an und begleitet die Wanderer ein Stück. Josefa Schmid ist inzwischen nach sehr guter  Zusammenarneit mit dem Wolfgangspilgerverein Schirmherrin des Wolfgangsweges, der hier in einem Zubringer in einem Teilstück verläuft.
Ein schöner Ausflug mit den Engeln!

Unterwegs finden die mittlerweile doch etwas hungrigen und durstigen Engelweg-Wanderer reichlich Äpfel und Zwetschgen und stärken sich nach alter Pilgertradition von diesen Himmelsgeschenken für das letzte Stück bis Ayrhof. Letztes Jahr beim Aufbau hatten in Hof die Helfer von der kurz vor Weihnachten verstorbenen Inge Beck eine heiße Pizza und von freundlichen Nachbarn frische Getränke bekommen. Diesmal gab es die Früchte ihrer Obstbäume. Ein Geschenk der Engel?

Auf dem Weg nach Hof

Schöne reiche Gärten


Angekommen bei der Herz-Jesu-Kirche in Ayrhof




Mit einer zünftigen Einkehr im Gasthaus Ayrhof endete die Sommerwanderung am Engelweg, nicht ohne dass die Gruppe mit neuen Engelwegwanderplänen und -Vorhaben auseinanderging.