Mit ihr fing alles an...

Mit ihr fing alles an...
Die Wolfgangskapelle bei Böbrach: Pilgerwanderung mit Mitgliedern und Freunden des Vereins "Pilgerweg St.Wolfgang". Der Verein erarbeitet derzeit die Wolfgangsweg-Strecke "Regensburg - Böhmen".

Montag, 10. Dezember 2018

Adventskalender "Einöde": 11 Der Hanslbhof, Pension Waldesruh


Der Hanslhof, Pension Waldesruh


Hier gibt es Ferienwohnungen in absolut stiller Lage am Waldrand in Stein. Folgt der Einödwanderer dem Wolfgangsweg, wird er durch den Wald weiter in Richtung Münchshöfen auf über 800 Meter Höhe geleitet. Vor der Votivtafel brennt täglich eine Kerze.
 

 Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann:


Das JA der Maria:
Wo ein Mensch in den Plan Gottes einwilligt, findet er auch zur Einheit mit dem, was ihn umgibt.

Das JA der Maria

Sonntag, 9. Dezember 2018

Adventskalender "Einöde": 10 Langerbauer


Still gelegen in Stein: Der Langerbauer

Die Familien dieses landwirtschaftlichen Anwesens in Stein am Wolfgangsweg heißen bzw. hießen Hauptmann und Schauer. Der Hofname ist Langerbauer. Ein reich verziertes Wegkreuz weist hin auf Walburga und Johann Hauptmann im Jahre 1875. Hier wohnen drei Generationen. Es gibt einen Hausbrunnen und einen schönen Garten.

Aufbau der Votivtafel durch Freunde des Pilgerweg St. Wolfgang
Impuls zur Votivtafel von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann:

Die Würde der Menschen kommt nicht durch Macht, sondern durch die Liebe zum Erblühen.


"Der Rosenkönig" heißt der Titel dieser Holztafel der Künstlerin Dorothea Stuffer


Das reich verzierte Wegkreuz am Wolfgangsweg bei Stein
Einödweg: halten Sie sich an der Roten 12 oder am „W“(Wolfgangsweg) in Richtung Münchshöfen durch den Wald.




Adventskalender "Einödhof": 9 Der Bielmeier Bernhard Hof

Der Bielmeier Bernhard Hof in Ramersdorf
Die schottischen Hochlandrinder vom Bielmeier Bernhard sind ganzjährig auf der Weide.
Und weiter nach Stein...


Dieser Hof im Ramersdorf wird zum ersten mal erwähnt im 11.Jahrhundert.


Heute wird hier unter anderem extensive Landwirtschaft mit schottischen Hochland-Rindern betrieben, die ganzjährig auf der Weide sind.



Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann:


Engel überm Bergdorf


Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein helles Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell. (Jes.9,11)

Votivtafel derzeit am Bielmeier Bernhard Anwesen: Engel überm Bergdorf

Samstag, 8. Dezember 2018

Adventskalender "Einöde": 8 Das Penzkofer-Anwesen


 Das Penzkofer-Anwesen vom Ramersdorf (ocker) steht in enger Verbindung mit dem Gigler-Anwesen (Backofen). 


Am Wolfgangsweg gelangt der Einödwanderer nach dem "Gugatsa"(=Schwabenwirt)  nach einem Kilometer hinauf nach Ramersdorf. Dort liegt nahe der Ortschaft das Penzkofer-Anwesen in enger Verbindung mit dem Gigler-Anwesen. Das Penzkofer Anwesen, welches in einer schönen früher für den Bayerwald sehr typischen Ockerfarbe gehalten ist, ziert ein großer alter Wassergrand mit der in Stein gravierten Jahreszahl 1895. Allerdings weiß Penzkofer Senior von Wasserproblemen wegen der langen Trockenperioden in diesem Jahr zu berichten. Auch ein altes Wegkreuz gehört zum Anwesen. Hier möchte Penzkofer Senior zwei Totenbretter für Jakob Penzkofer und dessen Frau aufstellen lassen. Er sucht noch nach dem genauen Geburts- und Sterbedatum für das Ehepaar.


Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann zum Anwesen:
Nicht nur durch das Mütterliche sondern auch durch das Väterliche wird ein Kind geprägt, gehalten und gestärkt.

"Josef und Jesus" heißt diese Holz-Votivtafel von Dorothea Stuffer



Donnerstag, 6. Dezember 2018

Adventskalender "Einöde": 7 Der "Gugatsa"

Der "Gugatsa" liegt mitten im Wald schattig am Wolfgangsweg nach Ramersdorf


Gut markiert 
Der Schwabenwirt wird von den Kennern schon von früher her "Gugatsa" genannt . Dieses interessante Anwesen mit Gastwirtschaft wird von Familie Scötz (Inhaberin Marianne Schötz) betreut. Der Gugatsa war schon immer ein Wirtshaus. Mitten im Wald bei der Ortschaft Schwaben am Wolfgangsweg, an der Roten 6 und an der Roten 12 gelegen, die auch auf den temporären Einödweg weisen, ist dieses Anwesen ein besonderes Ziel. Man kann den "Schwabenwirt" auch von Hagengrub mit dem Auto erreichen.


Impuls von Pfarrer Ernst-Martin Kittelmann zur Votivtafel:

Über den Dächern und den blauen Bergen schwebt die Hoffnung. 


Mittwoch, 5. Dezember 2018

Adventskalender "Einöde": 6 Hofbauer


Der Hofbauer liegt am roten 12er-Wanderweg zum Distelberg über Schwaben nach Stein und Münchshöfen, da verläuft auch der Wolfgangsweg.

Eigentümer des Hofes am Einstieg der Roten 12 bei Rechertsried,  hinauf zum Distelberg und weiter - auch am Wolfgangsweg - bis nach Ramersdorf - Stein und Münchshöfen (markiert!), ist Familie Wittmann. Die Mutterkuh-Haltung soll nächstes Jahr aufgegeben werden. Allerdings werden die Wittmanns Bio-Heu herstellen und auch zum Verkauf anbieten. 
Der Hofbauer liegt am Wanderweg Rote 12 zum Distelberg, das ist auch der temporäre Einöd-Weg nach Münchshöfen.
 Totenbretter am Hofbauer-Anwesen.


Der Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann zum Hofbauer-Anwesen: :

Prophet und Engel

Der Prophet sieht den Engel noch nicht, sondern seine Sehnsucht ist zum Himmel gerichtet. Durch sie ist der Engel jedoch regelrecht gezwungen, zu kommen. 


Prophet und Engel

Adventskalender "Einöde" : 5 Bielmeier, früher Lobmeier


Das Bielmeier Anwesen, früher Lobmeier

 Das Bielmeier-Anwesen, welches früher das Lobmeier-Anwesen hieß, hat eine direkte Verbindung zum bekannten Leinenweber Lobmeier, dessen Geschichte im Museum Viechtach dokumentiet ist. Der heutige Besitzer heißt Karl Bielmeier. Den Hof verziert nicht nur ein altes Gedenkkreuz mit der Aufschrift: "Zum frommen Andenken errichtet von Johann und Rosina Lobmeier, Hebamme und Handelsleute zu Rechertsried im Jahre 1871" - sondern auch eine weit ins Rechertsrieder Tal  grüßende Marienkapelle. Diese wurde auf Grund eines Gelöbnisses im Jahr 1954 errichtet, da Viechtach im zweiten Weltkrieg, Gott sei Dank, nicht von schweren Zerstörungen getroffen worden ist.

Alter Tür-Stein mit dem Namen Lobmeier

Impuls zur Bildtafel: 
Die schützende und segnende Hand des Gottesboten ist auch für die Einöde nicht zu kurz. (Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann)
Die hübsche Marienkapelle grüßt nach Rechertsried

Dienstag, 4. Dezember 2018

Adventskalender Einödhof: 4 Bielmeier-Albert-Hof

Der Bielmeier-Albert-Hof ist vom Abriss bedroht.
Dieses schöne Anwesen wird es bald nicht mehr geben, denn das alte Wohnhaus muss wegen staatlicher Gesetze abgerissen werden, da es weder landwirtschaftlich genutzt wird, noch wohnen im Holzhaus daneben, welches in den 80ger Jahren gebaut wurde, zum Hof gehörige Dientboten. Der Stadel darf jedoch stehen bleiben. Die alten, noch handgehauenen Balken wurden bereits abgerissen. Im 19.Jahrhundert lebte hier der bekannte Leinenweber Lobmeier, der es zu einem ansehnlichen Wohlstand gebracht hat. Im 2.Weltkrieg wurden im Bielmeier Albert Hof sogar Flüchtlinge untergebracht. Historische Informationen im Museum Viechtach, beim Kilgerwirt in Rechertsried und bei Bielmeier Regine, die das gut in die Landschaft passende Holzhaus daneben bewohnt.

Votivtafel: Engel überm Haus


Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann:


Der Einbruch himmlischer Mächte öffnet Türen zu einer großen Hoffnung.


Bein Montieren der Bildtafel (Monika Bergbauer, Godwin aus Nigeria, Friedel Dreischmeier) ist Regine Bielmeier aktiv mit dabei.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Adventskalender "Einöde": 3 Karglhof

Wegkreuz am winterlichen Karglhof

Zum Karglhof gehört ein schönes Wegkreuz "Zur Ehre Gottes errichtet von Josef und Anna Weindl, Bauersleute von Rechertrsried im Jahre 1899". Das schön gelegene Anwesen hat einen Blick auf's stille Riedbachtal und auf die gegenüber liegenden sanften bewaldeten Bergzüge.

Derzeit grüßt die auf der mit "Einödweg" markierten Straße vorübergehenden Wanderer eine Votivtafel mit einem blauen Esel, versehen mit folgendem Impuls von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann:

"Durch die Hoffnung auf Christus hat unsere Knechtschaft ein Ende. Auch Bruder Esel wird von seinen Lasten befreit. Menschen und Tiere dürfen die Herrlichkeit des Herrn schauen."


Ein blauer Esel grüßt die am Karglhof vorübergehenden Wanderer
Der Karglhof bei Rechertsried

Adventskalender "Einöde": 2 Der Brandlhof



Der Brandlhof ist der erste Hof vom "Einödweg" rund um Kollnburg


Den 1.Advent in der Serie "Advent in der Einöde" lässt uns den ersten Hof am Einöd-Rundweg unterhalb von Kollnburg nach Rechertsried betrachten:

Der Brandlhof der Familie Probst. Sie hält hier einige Stück Vieh und auch einige Stallhasen. Derzeit wird das Wohnhaus umgebaut.

Oberhalb des Anwesens steht neben der Straße ein gut erhaltenes, liebevoll hergerichtetes Wegkreuz: "Zur Erinnerung an Alios Schlecht, 1917". Er fiel im ersten Weltkrieg, ein Probst heiratete seine Tochter.

Impuls zur Votivtafel: DER ESELREITER "Auch wenn ich ihn noch nicht sehe, ist er unterwegs und kommt."

Samstag, 1. Dezember 2018

Adventskalender "Einöde": 1 Das Bielmeier-Alfred-Anwesen in Berging

Foto und Bericht von Marion Wittenzellner, Viechtacher Bayerwald Bote

Zum beginnenden Advent heute am 1.Dezember  stellen wir Ihnen hier und heute die Berging-Kapelle am Bielmeier-Anwesen in hoher Lage an der Straße nach Kollnburg unterhalb von Münchshöfen vor. Gegenüber dieser wunderschönen Marienkapelle läuft überigens der Einödweg (rote 14) hinunter am Pröller-Nordhang durch den Wald bis Hinterviechtach. Von dort geht's über Öd zurück nach Kollnburg.

Das Anwesen vom "Bielmeier Alfred" ist ein Milchviehbetrieb. Das Milchauto kommt jeden 2.Tag. Im Stall befinden sich 14 Mutterkühe und etliche Nachzuchtkälber. Auch eine gute eigene Quelle gibt es hier. Die Bielmeiers fahren nur dreimal im Jahr Gülle aus und nehmen damit vorbildlich Rücksicht auf die Natur. Das alte historische  Haus des Anwesens wurde abgebaut und steht nun im Museumsdorf Bayrischer Wald in Tittling.

Die schöne Holzkapelle wurde 1973 von drei Familien errichtet. Zur Zeit ist sie wunderschön adventlich geschmückt mit Lichtern, Tannengrün und kleinen Tierfiguren aus Holz. Es handelt sich um eine Marienkapelle, schon zahlreiche Maiandachten und Oktober-Rosenkränze wurden hier gefeiert.

Foto und Bericht von Thomas Hobelsberger, Straubinger Tagblatt und Viechtacher Anzeiger
Gleich 4 Votivtafeln der Künstlerin Dorothea Stuffer gibt es hier  zu sehen.

 Die vier Evangelisten


Matthäus verkündet in seinem Evangelium, dass Gott nahe ist. Jedes Anwesen, und sei es noch so klein, ist auch ein Ort der Anwesenheit Gottes. 
Der Evangelist Matthäus


Kraftvoll wie ein Löwe ruft Markus bis in die letzten Winkel der Erde hinein: Die Zeit ist erfüllt!
Der Evangelist Markus



Lukas beschreibt anschaulich, dass Gottes Sohn in einem Stall geboren wurde. Es gibt also Raum und Rettung auch für die Armen.
Der Evangelist Lukas

Johannes spricht in immer neuen Bildern von Jesus. Er ist Licht, Brot, Hirte, aber auch Weg, Wahrheit und Leben.
Der Evangelist Johannes
                       Impulse: Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann


Die Berging Kapelle über den Nebeln

Freitag, 30. November 2018

Gedanken zum "Advent in der Einöde" von Altpfarrer Ernst-Martin Kittelmann

Der Hofbauer am 12er bei Rechertsried, weiter gehts nach Schwaben - Ramersdorf - Stein am Wolfgangsweg


                                   Advent in der Einöde
Frau Dorothea Stuffer ist in diesem Jahr einer besonderen Idee nachgegangen. Jetzt im Advent soll diese Idee realisisiert werden. 24 Einödhöfe, wie sie für den Bayer. Wald typisch sind, werden mit ihren Blechfiguren geschmückt und damit gleichsam markiert. Jedesmal wird eingeladen zum kurzen Verweilen, Betrachten und Innehalten. 24 Gedankenimpulse zu den Bildern können dabei hilfreich sein.
Es gibt sie noch, die Einödhöfe im Bayer. Wald. Wie gut, denn sie können etwas erzählen, was bleibender Erinnerung wert ist.
Mancher Hof hat eine lange Geschichte. Generationen haben darin gelebt, sind vom Hof und seinem Leben geprägt worden oder sie haben das Anwesen geprägt. Ein Ortsfremder tut sich schwer,die Höfe zu finden. Bis vor wenigen Jahren gab es weder Straßennamen noch Hausnummern. Dafür hatte der Hof einen Namen. Man ging also nicht zur Hausnummer zwei, vier oder acht, sondern zum Haiderbauern oder zum Hufschmied, zum Xaver oder zum Sagerer.
Die Einödhöfe sind wie Wegmarken in der Landschaft verstreut. In der finsteren Jahreszeit war das Licht der Laterne wichtig. Sie zeigte den Weg und war ein Zeichen, dass hier gelebt und gearbeitert wurde.
Die Einödhöfe sind Zeugen einer Zeit, in der die Menschen mit Wenigem auskommen mussten. Notwendig war ein Dach über dem Kopf, ein Herd, ein Backofen, ein Stück Wiese und Feld, ein Stall für die Tiere. Damit war die Lebensgrundlage gesichert. Nicht fehlen durfte freilich auch der Brunnen am Haus. Die notwendigsten Einrichtungsgegenstände waren ein Tisch, ein Kasten, eine Truhe, dazu Teller, Krüge, Töpfe und Pfannen. Nicht zu vergessen der Herrgottswinkel. Er fehlte in fast keinem Haus. Dazu gehörte auch der Rosenkranz, das Gebetbuch und andere Andachtsgegenstände. Sie sind heute hoffentlich nicht nur im Museum zu finden.
Das Weihnachtsfest erzählt, dass Gott in einem Stlll zur Welt kam. Man kann sich einen Einödhof dazu denken. Gott findet den Weg zu uns auch im entlegensten Winkel.
Auch die Tiere gehören dazu. Ochs und Esel, Schafe, Hund und Katze. Damit wird keinem Idyll gehuldigt. Doch es darf ein Bild des Friedens sein. Weihnachten in der Einöde ist ein Hinweis darauf, dass Friede dort einzieht, wo die Schöpfung mit Gott eins geworden ist.
Wer sich jetzt im Advent auf den Weg macht, dein Einödweg zu gehen, der findet möglicherweise eine Spur auf dem Weg zu Gott und auch zu sich selbst.
Ernst-Martin Kittelmann, Pfr.i.R.

 Einöd-Impressionen musikalisch meditativ untermalt (bitte 2 mal auf Pfeil klicken):

 Während wir die Einödhöfe betrachten, klingen im Hintergrund die romantischen Töne des Federico Albanese aus dem BR Klassik-Programm
  Die Fürther Konzertreihe PASSAGEN startet am Freitag, 16. November 2018, unter dem Motto "Leinen los!" in die neue Spielzeit. Bei vier Konzerten zwischen Klassik und Jazz, Mittelalter und Gegenwart gastieren im Kulturforum Fürth Musiker und Ensembles aus Skandinavien, Italien, Deutschland und Österreich. Den Auftakt macht der italienische Pianist Federico Albanese mit seinem meditativen Stil aus Minimal Music und Ambient. BR-KLASSIK überträgt alle PASSAGEN-Konzerte per Video-Livestream auf www.br-klassik.de sowie einen Mitschnitt jeweils einige Tage später im Radio.