Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet
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Sonntag, 12. Juni 2016

Glücksboten laden ein zum „Johannismarsch“ - - Bericht von Marion Wittenzellner, VBB

Glücksboten laden ein zum „Johannismarsch“

Pilgerverein plant am 24. Juni große Wanderung von Böbrach nach Arnbruck – Zum Abschluss Pilgerfest im Glasdorf

Von Marion Wittenzellner, Viechtacher Bayerwald-Bote


Die Vituskapelle in Arnbruck entstand wegen eines Gelübdes während einer Wolfgangswallfahrt , 1648.
Hier mit Blech-Glücksbote: "Pilger Vitus".


Das Aufbauteam des Vereins Pilgerweg St.Wolfgang:vor der Liebfrauenkapelle in Arnbruck: Hildegard Weiler (1. Vorsitzende), Elke Weber, Dorothea Stuffer (2.Vorsitzende), Friedel Dreischmeier, (Kassier) Xaver Hagengruber. Foto: Marion Wittenzellner

Am Johannistag, das ist alljährlich der 24. Juni, lädt der Verein „Pilgerweg St. Wolfgang“ zu einer Wanderung auf dem Wolfgangsweg vom Böbracher Wolfgangsriegel nach Arnbruck ein.

Geführt wird sie vom „Pilgerpfarrer“ Pastor i.R. Ernst-Martin Kittelmann und der Pilgerbegleiterin Hildegard Weiler. Zwei Wochen vor diesem großen Ereignis hat einHelferteam um die beiden Vereinsvorsitzenden Hildegard Weiler und Dorothea Stuffer am gestrigen Donnerstag bereits mit den konkreten Vorbereitungen begonnen. Dazu wurden entlang des Herzstücks der Wanderung zwischen der Arnbrucker Liebfrauenkapelle und dem Glasdorf Weinfurtner einige Birkenkreuze und einige von
der Künstlerin Dorothea Stuffer angefertigte Blechfiguren aufgebaut, die nun als besondere Hingucker mittels beigefügter Hinweisschilder auf den Pilgerpfad des Heiligen Bischofs Wolfgang, welcher ab Böbrach über Arnbruck, Eck und Neukirchen beim Hl. Blut bis hinein nach Tschechien führt, im Allgemeinen sowie natürlich auf den „Johannismarsch“ im Besonderen aufmerksam machen sollen. Unterstützt wurden die fleißigen Arbeiter dabei vom Gemeindeangestellten Adi Schrötter, der ihnen genaue Anweisungen gab, wo sie ihre markanten Vorboten hinstellen dürfen.

Die Böbracher Wallfahrt sei eine alte Tradition, die vor einigen Jahren wiederbelebt wurde, erklärten Weiler und Stuffer. Der Wolfgangsweg-Abschnitt zwischen der Böbracher Wolfgangskapelle und der
Wallfahrtskirche in Neukirchen beim Hl. Blut sei sogar in der Zellertaler Wanderkarte eingezeichnet, die in der Arnbrucker Tourist-Info aufliege. Die katholische Liebfrauenka-
pelle sei ganz bewusst als engerer Ausgangspunkt der Pilgeraktion gewählt, weil das kleine „Kirchei“
2019 seinen 375. Jahrestag feiern kann und weil der Glasdorf-Gründer Oskar Weinfurtner daher den
Wunsch geäußert habe, hier vorab schon eine erste Blechfiguren-Installation anzubringen, die inno-
vativ auf den christlichen Glauben und auf das Glasdorf hinweisen solle. Aus diesem Grunde werde
der Arnbrucker Pfarrer Josef Gallmeier dort am 24. Juni um 16 Uhr für die Pilger auch eine Andacht
zelebrieren.
Anbringen einer Marienfigur an der Liebfrauenkapelle
Maria und Jesus sprengen Grenzen und Rahmen!
Pilger-Helfer-Picknick vor der Liebfrauenkapelle
Besprechung der Kreuz-Standorte mit Adi Schrötter von der Gemeinde Arnbruck
Xaver und Friedel: Birkenkreuze zu ausgewählten Standorten transportieren

Nächste Station im Ort sei dann die evangelisch-lutherische Vituskapelle, wo um 16.30 Uhr ein kur-zes Innehalten mit Pfarrer Kittelmann stattfinde. Weiler und Stuffer zufolge habe diese um 1650 er-
baute Gebetsstätte nämlich ebenfalls einen sehr konkreten Bezug zur Wolfgangsgeschichte, da sie im
Rahmen einer Wolfgangswallfahrt in Erfüllung eines Gelübdes entstanden sei, und da die beiden Hei-
ligen Veit (oder Vitus) und Wolfgang ohnehin in enger Verbindung zueinander stünden. Daher werde
der „Blechpilger Vitus“ hier in den kommenden Wochen alle Besucher und Passanten begrüßen.

Die Vituskapelle mit "Pilger Vitus"

Abschließendes Ziel der nachmittäglichen Pilgerwanderung sei dann das Glasdorf Weinfurtner, wo es um 17 Uhr zusammen mit dem Gastgeber Oskar Weinfurtner und Bürgermeister Hermann Brandl ei-
ne große Abschlussfeier gebe, bei der der evangelischen Vakanzpfarrer Micha Boerschmann einige
Gedanken zum Johannistag vortragen werde.
"Wolfsmensch" vorm Glasdorf Weinfurtner  - aktuell mit Wolfgangsweg-Pilgerkreuz
Hier wird man übrigens auch wieder der ehernen „Glücksboten“-Reitergruppe von Dori Stuffer begegnen, die den letzten Winter in Kirchaitnach (Gemeinde Kollnburg) zugebracht hat und die
jetzt in Arnbruck Halt macht, um dort ebenfalls ihre zwölf positiven Heilsbotschaften zu verbreiten
und dem Dorf wie der gesamten Region Frieden und Wohlstand zu verheißen. Und damit diese wichtige Kunde nur ja auch von allen Menschen vernommen werden kann, werde sie vor Ort sogar mehrsprachig erklärt, bemerkten Weiler und Stuffer. Denn ganz im Sinne des Heiligen Bischofs Wolfgang als großem grenzüberschreitendem „Missionar des Ostens“ sei bei diesem „Johannis-Pilgerfest“ ein Jeder zum Mitgehen und Mitmachen eingeladen, seien es Einheimische, Gäste aus dem Nachbarland Tschechien, Urlauber oder Flüchtlinge, seien es Katholiken, Protestanten oder An-
gehörige sonstiger Glaubensgemeinschaften. Und wer nicht die ganze lange Tour von Böbrach
nach Arnbruck mitmarschieren möchte, der könne gerne bei der Liebfrauenkapelle einsteigen und
den kleinen Weg mitgehen oder aber auch erst an der Feier im Glasdorf teilnehmen.

Für die „große Tour“ wird aus organisatorischen Gründen eine Voranmeldung beim Pilgervereins-
mitglied Elke Weber (ట 0151/20907580) erbeten. Für die Rückfahrt von Arnbruck nach Böbrach wird ein Unkostenbeitrag von fünf Euro erhoben.

Wolfgangsweg-Pilger-Kreuze an verschiedenen Standpunkten am Wolfgangsweg in Arnbruck anbringen 

Ablauf der Wanderung:

12 Uhr: Start beim Wolfgangs-
hof in Böbrach mit einem Angelus-
Gebet;
12.30 Uhr: Besuch der Wolf-
gangskapelle mit Informationen
über den Heiligen Wolfgang von
Hildegard Weiler;
13.30 Uhr: Einkehr auf der
Frath;
16 Uhr: Andacht bei der Lieb-
frauenkapelle mit Pfarrer Josef
Gallmeier;
16.30 Uhr: Innehalten an der Vi-
tuskapelle mit Pfarrer i.R. Ernst-
Martin Kittelmann; Kreuz-Meditation mit Pilger Rudi Simeth
 17 Uhr: Abschlussfeier im Glas-
dorf mit „Nachdenken über Johan-
ni“ mit Pfarrer Micha Boersch-
mann.

Kaffee und Eis auf Kosten des Hauses am Ziel im Glasdorf

Donnerstag, 9. Juni 2016

Aufbruch nach Arnbruck: Die ehernen Glücksboten kommen!


Aufbruch der Glücksbotin "Im Mittelalter unterwegs" zur Liebfrauenkapelle (das "Kirchei") am Wolfgangsweg nach Arnbruck. Die geführte Pilgerwanderung am 24. Juni, dem Johannistag, hat eine wichtige Station sowohl beim "Kirchei", als auch bei der Vituskapelle.  Ziel: Glasdorf. Hier werden die Pilger und Gäste feierlich empfangen.

Andachten bei den genannten Stationen mit Pfarrer Josef Gallmeier, Arnbruck, Pilgerpfarrer Ernst-Martin Kittelmann, Unterried, und Pfarrer Micha Boerschmann, Regensburg.

Impulse und Meditationen unterwegs mit Pilger Rudi Simeth!

Hier warten sie, in der Blechwerkstatt, frisch gestriegelt! Sie scharren mit den Hufen und schnauben ungeduldig! Morgen bricht die zweite Gruppe Glückspferde auf nach Arnbruck, Erste Inszallationen passieren bei der Liebfrauenkapelle und bei der Veitskapelle. Glück zu!

Sonntag, 13. März 2016

Abschied von "Don Bosco"

Ernst Barlach, Lithographie 1916: "Der Müde" oder "Der Trost" - abgedruckt im Evangelischen Gesangbuch. Predigt dazu: Pfarrer Micha Boerschmann, Regensburg, in der Christuskirche Viechtach, am Sonntag "Judika" 2016.


Don Bosco: eingeschlafen im Heu


Am 11. März um 19.30 Uhr ist unser lieber Don Bosco gestorben. Don Bosco war 10 Jahre und einen Monat und einen Tag alt und der liebste und bravste Schafbock, den die Welt je kannte.

Wolfgangs-Schafbetreuerin/-Hirtin war damals bei seiner Geburt dabei, als er zusammen mit seiner Schwester Scholastika das Licht der Welt erblickte - das war noch in der sogenannten "Pilgerhütte" in Großenau. Seit 1. November 2006 lebte Don Bosco mit der kleinen "St.Wolfgangs-Herde" am heutigen "Pilgercamp und Gnadenhof Xaverhof" (historisch  bekannt als "der Kapplxaver"), wo Dorothea Stuffer zusammen mit Pilgerhelfer Franz Xaver Hagengruber eine zelt-artige Unterkunft für die wegen Schließung der Station Großenau heimatsuchenden Schafe improvisierten.

Don Bosco war immer dezent, zurückhaltend, friedlich, unaufdringlich und wirklich extrem angenehm und brav. Sein letztes Geschenk war, dass sein warmes Gesicht noch im Sterben Dorotheas eiskalten Hände wärmte.

Don Bosco, du großer schöner Bär, wir vermissen dich. Danke, dass du hier warst.

Weich sei die Erde dir, wenn du auf ihr ruhst, müde, am Ende des Tages. 
Irischer Segenswunsch

Freitag, 12. Februar 2016

Ganz im Sinne des heiligen Wolfgang: die Botschaft verkünden

Pilger-Fackelzug vor der Kirche St.Magdalena in Kirchaitnach - Foto: Josefa Schmid

Im Pressebericht des Viechtacher Bayerwald Boten (am 8.2.2016) schrieb die Autorin Marion Wittenzellner am Schluss ihres Berichtes:

Zum Abschluss der ökumenischen Lichtmess-Feier dankte Pater Joseph Dorothea Stuffer und dem Helferteam für die wunderschöne Glücksboten-Darstellung.

"Don't lose your hope - you came from your land with no hope, but this land will give you the hope of the light!" (verlieren Sie nicht Ihre hoffnung - Sie kamen aus einem Land ohne Hoffnung, aber dieses Land wird Ihnen die Hoffnung des Lichtes geben.) wandte er sich auch noch persönlich an die anwesenden Flüchtlinge, die daraufhin sogar den Mut fanden, in der Fremde vor das Mikrophon zu treten und dem Herrn in ihrer Sprache zu huldigen.

Amine aus Erithrea am Mikrophon n der Kirche St.Magdalena (Foto: Josefa Schmid)

Und in Dorotheas Bericht im Viechtacher Anzeiger (9.2.2016) und Viechtach aktuell (11.2. 2016) war als letzter Satz zu lesen: 

Ein spontaner Höhepunkt der Feier war, als Pater Joseph dem Amine, ein koptischer Christ aus Erithrea , das Mikrophon reichte, und der junge Afrikaner ein christliches Gebet in seiner Landessprache vortrug. So ist es Pater Joseph und der Gemeinschaft an diesem Tag wunderbar gelungen, ganz im Sinne des Heiligen Wolfgang das Licht des Glaubens über Grenzen hinweg zu verbreiten.

Zwei Fotos, aufgenommen an jenem Tag von Bürgermeisterin Josefa Schmid, wollen wir Ihnen hier und heute nicht vorenthalten:

Pfarrer i.R. Ernst-Martin Kittelmann leitete 2015 zwei Pilgerwanderungen am Herzstück des Wolfgangsweges. Hier mit Glücks-Esel und Lichtmess-Fackel in Kirchaitnach.
Hildegard Weiler spricht über Tod, Ruhe, loslassen, Frieden in Gott. - Links Pilger Rudi mit Hut und Pilgermuschel neben seinem Klangauge

Pilger Rudi singt ein Gstanzl der frohen Bauersleut' - Karla Singer und Hildegard Weiler singen den Refrain: HIER

Und hier die beiden Berichte, abfotografiert (zum Vergrößern anklicken) :

Bericht im "Viechtacher Anzeiger" und in "Viechtach aktuell"

Bericht im Viechtacher Bayerwald Boten

Pfarrer Micha Boerschmann (3.v.r.) gestaltete die Andacht bei der 1.Station, den blechernen Glücksboten auf der Wiese unterhalb der Alten Kirchaitnacher Schule - Foto: Marion Wittenzellner