Mit ihr fing alles an...

Mit ihr fing alles an...
Die Wolfgangskapelle bei Böbrach: Pilgerwanderung mit Mitgliedern und Freunden des Vereins "Pilgerweg St.Wolfgang". Der Verein erarbeitet derzeit die Wolfgangsweg-Strecke "Regensburg - Böhmen".

Sonntag, 26. Februar 2012

Der Name "Wolfgang"

Kürzlich fragte eine Besucherin aus Japan, die sich für den Pilgerweg Sankt Wolfgang interessiert und auch schon ein Stück gegangen ist (wir berichteten im Post "Winterpilgern"):

"Was bedeutet eigentlich der Name "Wolfgang"?

Interessante Frage! Hier ein Ausschnittt aus dem Internet-Lexikon Wikipedia:

Wolfgang ist ein alter deutscher, männlicher Vorname.

Herkunft und Bedeutung

Wolfgang setzt sich zusammen aus germanisch *wulfa, Wolf, und althochdeutsch gang, Gang, Gehen.

Jacob Grimm versteht den Wolf hier als magisches, heiliges Tier, das den Sieg im Kampf weissagt, und entsprechend Wolfgang als „Heldennamen“.

Die Germanen fürchteten und verehrten gleichermaßen den Wolf als starken und mutigen Kämpfer. „In ein vernichtendes Raubtier fühlte sich der Mann verwandelt, wenn er in die Schlacht eintrat; dann wurde er ‚selbst zum Wolf’“. Möglicherweise zog sich ein Krieger dazu einen Wolfspelz über, in dem Glauben, die Kraft und Gefährlichkeit des Tieres übertrügen sich dadurch auf ihn. Vielleicht hatte er aber auch eine dem Wolf eigentümliche Art des Gehens oder Schleichens.

In der germanischen Mythologie begleiten die beiden Wölfe Geri und Freki den obersten Gott Odin; das hatte sicher Einfluss auf die Namengebung. Als ursprüngliches Namengebungsmotiv vermutet Bach jedoch einen Wunsch der Eltern für ihr Kind: „… dass ihm durch einen Namenzauber die bewunderten Eigenschaften des Tieres (…) zuteil werden möchten“.

Übrigens : das Gemälde (oben) stammt von Annerl Zeitlhöfler aus Viechtach, ein Ölbild, ca. 70 mal 50cm groß

Annerl Zeitlhöfler mit dem Gemälde

Samstag, 18. Februar 2012

Osterbrünnl bei Ruhmannsfelden

Karla Singer läßt grüssen:
"Hallo, liebe Pilgerfreunde, Sankt Wolfgang in der Osterbrünlkapelle begegnete mir auf einem Winterspaziergang." Mit künstlerischem Gespür hat sie ihre Impression zu in einer Collage dargestellt. Vielen Dank, Karla!


Wir lesen nach:
Idyllisch gelegen im Naturschutzgebiet "Leithe" ist die Wallfahrtskapelle Osterbrünnl, die der Gottesmutter Maria geweiht ist. Die um das Jahr 1821 erbaute Kapelle ist ein Kleinod das von Wallfahrtsgruppen, von Brautpaaren, von Hilfesuchenden oder einfach auch von naturliebenden Menschen oft und gerne besucht wird. Interessant ist es im Besucherbuch nachzulesen, wieviele Anliegen und Wünsche hierher getragen werden.

Wir haben vor, mit Unterstützung von einigen umliegenden Bewohnern der Region eventuell einen Zubringer des Pilgerwegs Sankt Wolfgang unter Einbeziehung von Osterbrünnl einzurichten. Vorgespräche/Genehmigungen haben bereits stattgefunden.
In Ruhmannsfelden treffen sich alljährlich die "Wolfgangibrüder" und andere Wallfahrer zu einer Wallfahrt nach Altötting, von dort geht es weiter nach nach St. Wolfgang/Österreich.



Freitag, 17. Februar 2012

Eigenschaften des Heiligen Wolfgang

Eine Hacke, ein Stab, eine Kirche und eine Bischofsmütze - das sind die Attribute des Heiligen Wolfgang. So mancher Mensch möchte da sagen: Nein, mit diesem Machtgehabe der Kirche und dieses Mannes möchte ich im Zuge der vielen Negativberichte über die katholische Kirche nichts zu tun haben!
Weit gefehlt: der Heilige Wolfgang hatte ganz andere Eigenschaften, als so manches Vorurteil möglicherweise vermutet.

Er war nämlich ein richtig interessanter, ja inspirierender Typ!

1. Lebensstil
Er liebte Stille und Einsamkeit, daher lebte er lange Zeit - solange es ihm möglich war - zurückgezogen und einfachst als Wandernder und als Einsiedler.

2. Bescheidenheit
Beispiel: Er wollte nicht Bischof werden, gab aber dann doch auf starkes Drängen der Obrigkeit sein geliebtes Einsiedlerleben aus einer tiefen Demut heraus auf und wurde Bischof von Regensburg.

3. Barmherzigkeit gegenüber den Armen
Kein Bittender ging mit leeren Händen von ihm fort.

4. Gehorsam
Armut, Keuschheit, Gehorsam, diese drei mönchischen Prinzipien prägten Wolfgangs Grundhaltung. Er war aber keineswegs autoritätshörig oder kriecherisch - im Gegenteil. Im Rahmen einer höheren Ordnung jedoch war er gehorsam, ein sicherer Weg im spirituellen Leben.

5.Überzeugungskraft
Wolfgang konnte den christlichen Glauben grenzüberschreitend vermitteln wie eine Quelle den Trost in der Wüste. Die Legende von "Zelena Lhota" in Tschechien, wo durch Wolfgangs Besuch auf einmal nach einer langen Dürreperiode das Land grün und fruchtbar wird, ist ein Beispiel für seine belebenden Begegnungen.

6.Bildung
Der Heilige Wolfgang war ein guter, ja moderner Lehrer und Erzieher. Es ging ihm in der Entwicklung von jungen Menschen darum, dass die in jedem Individuum "von Gott angelegten" Fähigkeiten und Talente mit Hilfe von Bildung und Erziehung bestmöglichst gefördert und herausgebildet werden. In der heutigen Pädagogik kommt man immer mehr weg vom Prinzip der Konkurrenz zwischen den Schülern, sondern man bevorzugt die individuelle Lernförderung des Einzelnen und erzielt damit viel bessere Ergebnisse als durch Angst machende und dadurch blockierende Methoden des Schülervergleichs. Sankt Wolfgang war somit auch aus heutiger Sicht ein ausgezeichneter Pädagoge.

7. Kein Machtmensch
auch nicht als Bischof! Wolfgangs Motto: Selbstbestimmung statt Macht - aus der Abhängigkeit in die Selbstbestimmung.
Beispiel: Er erreichte die Loslösung des Bistums Prag vom Bistum Regensburg - also von "seinem" Bistum sozusagen - und führte Böhmen damit zur Selbständigkeit. Es lag ihm nur an der guten, rechten Sache, es ging ihm nie um Beherrschung und Macht, obwohl er diese von seinem Status und seinem Charisma her durchaus hätte haben und ausüben können.

Fazit: Die Attribute des Heiligen Wolfgang, Bischofsmütze, Hackl, Kirche und Stab brauchen niemanden zu erschrecken, sondern sind Zeichen von innerer Größe, Stringenz und Unterscheidungsvermögen, Sinn für Gemeinschaft und Gemeinwohl und guter Versorgung alles ihm Anvertrauten.





Dienstag, 14. Februar 2012

Wege


Jeder Weg trifft irgendwo auf einen anderen Weg.
(Afrikanische Weisheit)


gilt auch für Tierfährten im Schnee:

Die Hasenspuren (links) führen zu einer größeren Fährte,


Sonntag, 12. Februar 2012

Schafsgeburtstag: Alles Gute den Wolfgangischafen!

Juhu: drei GANZ schwarze Schafe!!!

Am 10. Februar 2006 brachte das schwarze Mutterschaf "Klee" (links oben) ein Zwillingspärchen zur Welt: "Scholastika" und "Don Bosco" (rechts oben). 14 Tage vorher gebar Mutterschaf "Renate" (Rasse Röhnschaf, links unten) auch ein Zwillingspärchen: "Angi" und "Amadeus" (+2010).

So wurden aus zunächst 3 "Wolfgangischafen" sieben Schafe (heute haben wir acht).

Wir gratulieren und freuen uns über Euch! Gute Wünsche für das neue Lebensjahr!

Übrigens:
"Renate" ist 11 Jahre alt und ein sehr gutes, intelligentes Schaf! Klee ist stets dezent, und Don Bosco ist der bravste und liebste Schafbock, den diese Welt je gesehen hat! Scholastika ist ein "Zierschaf", denn sie ist etwas kleiner (Don Bosco musste immer soooo viel fressen) und hat eine weiße Schwanzspitze. Amadeus war ein feinfühliger, wunderbarer Schafbock und ist jetzt beim Heiligen Wolfgang, und Angi ist unsere "Stall-Kanzlerin"! Fee und Jorinde sind später als "gerettet" dazugekommen.


In diesem Zusammenhang muss unbedingt noch erwähnt werden, das ebenfalls in dieser Zeit "Paul" die "höheren Weihen" eines Wolfgangischafes durch Hinzufügen zur Herde als Flaschen-Findelkind bekommen hat. Auch Dir, Paul, unsere Glückwünsche, brav sein!!

Mittwoch, 8. Februar 2012

Es kann weitergehen!

Heute bekamen wir die Zusage vom Naturpark Bayerischer Wald, daß die Markierungsarbeiten für den St. Wolfgangsweg mit weiteren 1000 farbigen Markierungsblättchen unterstützt werden. Wir haben vom Naturpark vor 2 Jahren bereits 1000 Stück der dekorativen Täfelchen bekommen, die übrigens Hildegard Weiler (Foto links) genialerweise entworfen hat.

Wir sagen: Vergelt's Gott!

Danke auch an alle, die in sehr engagierter Weise die Markierungsarbeiten tatkräftig unterstützt haben!

Das St.Wolfgangsweg-Symbol besteht aus einem gelben "W" auf blauen Grund, dazu kommt noch der rote Punkt als "Standort".

Die 3 Pilger-Farben "Rot" "Gelb" "Blau" hat in Form der lustigen "Pilgerampel" ein Vereinsmitglied namens Wilhelm erfunden. Dazu folgender Text: "Zuerst sieht jeder Rot. Dann kommt der Sonnenschein. Und schließlich sitzen alle fröhlich beim Bier zusammen und sind ganz blau".

bei den Markierungstafeln ist noch eine Aufschrift "St.Wolfgangsweg" eingefügt.

Donnerstag, 2. Februar 2012

"Maria Lichtmeß"

Am 2. Februar feiert die gesamte christliche Kirche das Fest der Darstellung des Herrn ("Maria Lichtmeß")

In einem alten Folianten ("Mariamum", Pustet Verlag) von 1863 lesen wir:

"Als nun Maria ihren göttlichen Sohn geboren, so wollte sie in aller Demuth auch das Gesetz des Mosis beachten, welches da lautete, daß alle erstgeborenen Söhne 40 Tage nach der Geburt dem Dienste Gottes gewidmet und wieder (bei armen Leuten mit 2 Tauben) losgekauft werden sollten. Sie brachte also Jesum, ihr innig geliebtes Kind, hinauf nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen.
Und siehe, es war ein Mann in Jerusalem, mit Namen Simeon, der war fromm und gottesfürchtig und wartete auf die Ankunft des Erlösers. Und es war ihm vom Heiligen Geiste geoffenbart, daß er den Tod nicht schmecken werde, außer er habe den Gesalbten des Herrn gesehen. - (Jesus wird in den Tempel gebracht, Simeon nimmt ihn auf seine Arme, erkennt den Messias und spricht nun das berühmte Zitat) -
"Nun Herr, entlassest du deinen Knecht nach deinem Worte im Frieden, denn meine Augen haben dein Heil gesehen, welches du vor dem Angesichte aller Völker bereitet hast: ein Licht zur Offenbarung der Völker und zur Ehre deines Volkes Israel."
Und sein Vater und seine Mutter wunderten sich über diese Dinge, die von ihm gesagt wurden. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria: "Siehe, dieser ist gesetzt zum Falle und zur Auferstehung vieler und zu einem Zeichen, dem widersprochen werden wird. Und deine Seele wird wird ein Schwert durchdringen, aufdaß die Gedanken vieler Herzen offenbar werden." (nachzulesen bei Luk.2,22 - 40).


Kerzenweihe:
Annerl, am Bauernhof aufgewachsen, erzählt, daß sie sich früher an Lichtmeß in der Kirche große, geweihte Kerzen abgeholt haben, zwölf Stück pro Jahr. Diese wurden dann zu besonderen Anlässen angezündet. Annerl erinnert sich, wie ihre Großmutter solche Kerzen angezündet hat und dabei gebetet hat, beispielsweise bei Gewitter. Speziell für Gewitter hatte man auch geweihte schwarze Kerzen aus Altötting. Die Kerzenweihe ist heute noch üblich.

Annerl sagt ein Sprücherl:

Der Tag wächst
an Weihnacht um einen Mückenschritt,
an Neujahr um einen Hahnentritt,
Dreikönig um einen Hirschensprung,
und an Lichtmeß um eine ganze Stund'.

Brauchtum:
an Lichtmeß wurden die Verträge - so erwünscht - der Mägde und Knechte wieder um ein Jahr verlängert.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Heiko liest Psalm 23


Psalm 23

Der HERR ist mein Hirte.
Mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße, um Seines Namens willen.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn Du bist bei mir.
Dein Stecken und Stab trösten mich.
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.
Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.