Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Der Evangelist Lukas (18.Oktober)

Verfasser des dritten Evangeliums und der Apostelgeschichte

Im Jahre 50/51 schloss sich Lukas dem Apostel Paulus in Troas an und wurde für etwa 17 Jahre sein treuer Begleiter. Nachdem Paulus im Jahr 67 in Rom enthauptet wurde, soll Lukas auf dem griechischen Peleponnes gewirkt haben und dort sein Evangelium und die Apostelgeschichte verfasst haben. Nach der Überlieferung starb Lukas im Alter von 84 Jahren eines friedlichen Todes.

Unter anderem Patron der Maler, Bildhauer, der Ärzte, des Viehs. Dargestellt ist Lukas meist mit einem Stier, dem Symbol dieses Evangeliums. Oft sieht man ihn auch ein Marienbild malend, was auf seine besondere Liebe zur Gottesmutter hinweist (Weihnachtsgeschichte). Nach der Legende soll Lukas sogar der erste Maler eines Madonnenbildes gewesen sein.

Brauchtum: Lukas ist ein sehr volkstümlicher Heiliger. So ließ man z.B. früher das Vieh Zettel mit Segens-Sprüchen schlucken, die am Lukastag geweiht worden waren, um so Seuchen und Unglück von den Tieren fernzuhalten. Die sogenannten "Lukas-Zettel" legte man früher auch manchmal unheilbar Kranken auf, manchmal auch Frauen bei einer schweren Geburt. Überall auf der Welt gibt es die "Lukas-Gilden", das sind Vereinigungen christlicher Ärzte, die sich mit ethischen Fragen auf dem Gebiet der Medizin befassen.

Montag, 17. Oktober 2011

Rodungsarbeiten

Sankt Wolfgang wird bisweilen auch als "Rodungs-Mönch" bezeichnet. Er rodete vor etwa tausend Jahren einen Wald, um dort eine Kapelle zu bauen.

Wie viele Bäume wird er damals wohl gefällt haben?

Hier sehen Sie die Rodungsarbeiten für das geplante Industriegebiet "Reichsdorf Nord". Das Braune war noch vor einer Woche ein Wald. Der Pilgerweg St. Wolfgang (und andere Wanderwege) wurde wegen dieser Vorgänge im Frühjahr von der Antoniuskapelle aus weiter südlich übers "Eonzentrum"umgeleitet.


Samstag, 15. Oktober 2011

Projekt "Partnerschaft Tschechien - Bayern"

Chudenice/Böbrach:

Anlässlich der Planung der 420 - Jahr Feier im Frühling 2012 der Gemeinde Chudenice in Tschechien besuchte heute ein Mitorganisator dieser Feier, der Musiker und Kirchenmusiker Vitus Aschenbrenner, Hildegard Weiler am Wolfgangshof bei Böbrach. Dabei wurde eine Vereinbarung für das grenzüberschreitende Projekt des Pilgerweg St. Wolfgang unterzeichnet, bei welcher der Verein Pilgerweg St. Wolfgang als Partner für Chudenice fungiert.

Chudenice ist ein alter Wolfgangs-Wallfahrtsort. Dort wurde ein Wolfgangs-Areal mit Burganlage instand gesetzt. Von einer ehemaligen Wolfgangskirche besteht nur noch der Turm. Er ist im Zuge der Renovierung heute ein attraktiver Aussichtsturm geworden. Daneben befindet sich noch eine Wolfgangskapelle. Liebevoll nennt die einheimische Bevölkerung diesen Ort "Bolfanek", das heißt: "Wolfgangchen", Dori: "Wolfgangilein".

Zur Jubiläumsfeier ist eine Festschrift mit einer Weg-Karte des grenzüberschreitenden Pilgerweg St. Wolfgang geplant.

Außerdem lädt Chudenice am kommenden 30. Oktober, das ist ein Sonntag, zu einer Wallfahrt ein. Zur Erinnerung: Der Namenstag des hl. Wolfgang ist am 31. Oktober.

Impressionen des heutigen Tages im Blog "Dorikult".

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Aus dem Franken Report

Zitat:

"Auf den Spuren des heiligen Wolfgang - eine Pilgerreise, die ab Röthenbach/St. Wolfgang gut 300 Kilometer quer durch Bayern geht - "

Der Zeitungsartikel wurde von Azubischaf Karla's Mutter im Juni entdeckt. Kontakt läuft. Wir zitieren weiter:

"Ziel einer beliebten Pilgerreise: St. Wolfgang am berühmten Wolfgangsee in Österreich.

Nürnberg/St. Wolfgang:


Der heilige St. Wolfgang war eine legendäre, charismatische, emotionale und geheimnisvolle christliche Figur der ersten Jahrtausendwende. 924 kam der Prophet und christliche Revolutionär in Schwaben zur Welt - und heute nutzen immer mehr Franken ihre Urlaubstage, um auf den Spuren des legendären Geistlichen zu pilgern: Gut 300 Kilometer quer durch Bayern - von Röthenbach bei St. Wolfgang nach St. Wolfgang am Wolfgangsee ( - Wegbeschreibung und Übernachtungsmöglichkeiten - ). Für die Pilgertour sollte man sich wenigstens 14 Tage Zeit nehmen, besser noch 3 Wochen."



Sonntag, 9. Oktober 2011

Wolfgangsheiligtum im Gaubachtal

















Heute sind von dem Jahrhunderte alten Wallfahrtsziel nur noch wenige Zeugnisse vorhanden, selbst die einheimische Bevölkerung kennt den versteckt gelegenen, geheimnisumwitterten Platz nicht mehr.

Es ist ein dem heiligen Wolfgang geweihtes Quellheiligtum im Gaubachstal bei Röthenbach in der Nähe von Nürnberg. Hier erquickten sich die Wallfahrer am frischen, klaren Quellwasser, das auch heute noch aus den Mauern des in den Sandstein gehauenen Felsengewölbes dringt.

Am 29.September 1732 wurde die hier erbaute Wolfgangskapelle durch ein Hochwasser "gänzlich niedergerissen und hinweggeführet, also daß nicht einmal ein Vestigium (Sprur) finden können, wo solche vorher gestanden ist..." heißt es in einem alten Protokoll.

Im Institut für Geologie und Mineralogie an der Universität Erlangen gibt es eine 39 Seiten umfassende neuere Forschung (mit Beschreibung und Bildtafeln) über das Quellheiligtum, durchgeführt von Dr. Alfons Bauer.


(Infos und Fotos aus dem aktuellen Jubiläumsbuch von Puschendorf, die Karte - hier Detail - ist eine im Jubiläumsbuch abgedruckte Karte des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang)

Freitag, 30. September 2011

Engel und Erzengel - Michaelistag am 29. September


Lobet den HERRN, ihr seine Engel,
ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet,
daß man höre auf die Stimme seines Wortes!
Lobet den HERRN, alle seine Heerscharen,
seine Diener, die ihr seinen Willen tut!
Lobet den HERRN, alle seine Werke,
an allen Orten seiner Herrschaft!
Lobe den HERRN, meine Seele!
(Ps. 103, 20-22)

Ich habe noch nie gelesen, dass einer verlassen worden sei, welcher gern Werke der Nächstenliebe ausgeübt hat. Denn ein solcher hat viele Fürbitter.

(Die betende Seele ist eine Arbeit von Ramona Felse, Northern Illinois)

Montag, 26. September 2011

Einsiedler lebte an der Wolfgangsquelle von Puschendorf

In den Puschendorfer Kirchenbüchern ist eine Sage erwähnt, wonach an der dortigen Wolfgangsquelle ein Einsiedler namens Ulfilo gelebt haben soll - ganz nach dem Vorbild des heiligen Wolfgang und dessen Einsiedlerzeit.

Die Quelle befindet sich im Puschendorfer Wald. Sie wurde durch Grabungen 1989/90 wieder neu entdeckt und hervorgeholt. Hier erquickten sich einst am klaren Quellwasser die Wallfahrer.

Samstag, 24. September 2011

St.Wolfgangs Spuren gehen nach Franken


Foto rechts:
St. Wolfgangskirche in Puschendorf, Franken, Dekanat Fürth, erbaut 1489-1491

Foto links:
Hauptaltar mit St.Wolfgang, Maria mit dem Kinde und Johannes dem Täufer


Die Wolfgangs-Wallfahrten hatten ihren Höhepunkt im 14. und 15. Jahrhundert. Die Wolfgangs-Wallfahrt nach St.Wolfgang/Österreich, gehörte im ausgehenden 15. Jahrhundert zu den "Top Ten" hinter Jerusalem, Rom, Santiago de Compostela u.a.
Während der Jakobsweg inzwischen einer gewissen Vermarktung unterliegt, darf der Weg zum Wolfgangsee getrost als echter Geheimtipp bezeichnet werden.

Die Wolfgangsverehrung breitete sich im gesamten deutsch-sprachigen Raum (und nicht nur da!) aus. Wolfgangskirchen reihten sich wie Perlen an einer Schnur entlang den Pilgerwegen zur Hauptwallfahrt St.Wolfgang/Österreich aneinander und wurden sogar ihrerseits Ziel eigener Wallfahrten.

Die Kirche in Puschendorf haben wir der Gründung von Stadtklausen im 14. und 15. Jahrhundert durch den Kartäuserorden zu verdanken. Die Kartäuser nahmen sich nach ihrer Klosterreform den Bischof Wolfgang, der Jesus radikal als Mönch nachfolgte, zum Vorbild. Dies belebte wiederum die Wallfahrten.

Aktuelles:
Zur Zeit findet ein reger Austausch zwischen "Franken" (Gemeinden, Heimatpfleger, etc.) und dem Verein Pilgerweg St.Wolfgang statt. Eine geführte Pilgerwanderung von Puschendorf (organisiert von Puschendorf) nach Pilgramsberg gab es im vergangenem Monat, ca. eine Woche nach der geführten Pilgerwanderung von Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune nach Zelena Lhota, Tschechien.

Sonntag, 18. September 2011

Therese von Konnersreuth, zum Todestag am 18. September





Sie hatte nicht nur Visionen aus dem Leben von Jesus und von Menschen, von denen Jesus umgeben war, sondern auch von Heiligen, die lange Zeit nach Jesus gelebt haben. So sah sie auch mehrere Male Sterben und Tod des Heiligen Wolfgang an dessen Sterbenstag (31. Oktober). Interessant in diesem Zusammenhang ist, daß sie, wenn der Todestag des Heiligen auf einen Freitag fiel, kein Freitagsleiden hatte (blutende Wundmale). Erklärung für "Insider": sie blutete deshalb nicht, weil das liturgische Fest des Diözesanpatrons Wolfgang Vorrang hat. Die mystischen Leiden (Extase) mußten also zurücktreten hinter den "handfesten" liturgischen Kalender.

Therese sah den Heiligen Wolfgang auf dem Sterbebett den Gläubigen letzte Ermahnungen erteilend und erblickte seine Seele in lichter Gestalt zum Himmel ziehend.

Buchtipp: Visionen der Therese Neumann, 2 Bände, Verlag Schnell und Steiner

Das Gemälde oben ist von Barbara Beeckmans, Belgien

Samstag, 17. September 2011

Gedenkstein des Friedens

Wir befinden uns am Wolfgangsweg in Tschechien, am Zielort "Zelena Lhota" der im vergangenen August geführten Pilgerwanderung.

Der Gedenkstein des Friedens wurde nach der Grenzöffnung Ost/West errichtet. Er befindet sich rechts "neben" dem Foto, dies hier ist ein Glasobjekt, welches zu dem Stein ergänzend dazugehört. Es ist entstanden in Zusammenarbeit von Zelena Lhota und Glas Weinfurtner, Arnbruck.

Im Foto sehen Sie das Organisationsteam, das sind Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune (Mitte), Hildegard Weiler (rechts) und Karla Singer (links), alle drei mit den beliebten Wolfgangs-Pilger-T-Shirts.

Donnerstag, 1. September 2011

Pressebericht der Pilgerwanderung nach Pilgramsberg

Wir danken der Passauer Neuen Presse und Frau Wittenzellner für diesen anschaulichen Bericht!
In der Linkliste die Textabschnitte zum Nachlesen:

Mittwoch, 31. August 2011

Pilgerstart nach Zelena Lhota, Tschechien


mit Hildegard Weiler und dem Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune!

Bei herrlichem Spätsommerwetter brach heute morgen eine Gruppe Wolfgangspilger auf nach Zelena Lhota. Treffpunkt: evangelisches Gemeindezentrum Viechtach.

Foto rechts: Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune, Hildegard Weiler, Mariele Triendl, Thomas Richwien, Karla Singer, ein Pilger aus Bodenmais, das lustige Paar "die Bocks" und Maike Brandes.

Foto links: das Organisations- und Leitungsteam bestehend aus Karla Singer, Lothar Le Jeune und Hildergard Weiler.