Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach

Die Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach
Hier hat vor 1000 Jahren der heilige Wolfgang auf seinem Weg nach Böhmen in wilden Wald übernachtet. Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in Felsen eingebettet

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Aus dem Franken Report

Zitat:

"Auf den Spuren des heiligen Wolfgang - eine Pilgerreise, die ab Röthenbach/St. Wolfgang gut 300 Kilometer quer durch Bayern geht - "

Der Zeitungsartikel wurde von Azubischaf Karla's Mutter im Juni entdeckt. Kontakt läuft. Wir zitieren weiter:

"Ziel einer beliebten Pilgerreise: St. Wolfgang am berühmten Wolfgangsee in Österreich.

Nürnberg/St. Wolfgang:


Der heilige St. Wolfgang war eine legendäre, charismatische, emotionale und geheimnisvolle christliche Figur der ersten Jahrtausendwende. 924 kam der Prophet und christliche Revolutionär in Schwaben zur Welt - und heute nutzen immer mehr Franken ihre Urlaubstage, um auf den Spuren des legendären Geistlichen zu pilgern: Gut 300 Kilometer quer durch Bayern - von Röthenbach bei St. Wolfgang nach St. Wolfgang am Wolfgangsee ( - Wegbeschreibung und Übernachtungsmöglichkeiten - ). Für die Pilgertour sollte man sich wenigstens 14 Tage Zeit nehmen, besser noch 3 Wochen."



Sonntag, 9. Oktober 2011

Wolfgangsheiligtum im Gaubachtal

















Heute sind von dem Jahrhunderte alten Wallfahrtsziel nur noch wenige Zeugnisse vorhanden, selbst die einheimische Bevölkerung kennt den versteckt gelegenen, geheimnisumwitterten Platz nicht mehr.

Es ist ein dem heiligen Wolfgang geweihtes Quellheiligtum im Gaubachstal bei Röthenbach in der Nähe von Nürnberg. Hier erquickten sich die Wallfahrer am frischen, klaren Quellwasser, das auch heute noch aus den Mauern des in den Sandstein gehauenen Felsengewölbes dringt.

Am 29.September 1732 wurde die hier erbaute Wolfgangskapelle durch ein Hochwasser "gänzlich niedergerissen und hinweggeführet, also daß nicht einmal ein Vestigium (Sprur) finden können, wo solche vorher gestanden ist..." heißt es in einem alten Protokoll.

Im Institut für Geologie und Mineralogie an der Universität Erlangen gibt es eine 39 Seiten umfassende neuere Forschung (mit Beschreibung und Bildtafeln) über das Quellheiligtum, durchgeführt von Dr. Alfons Bauer.


(Infos und Fotos aus dem aktuellen Jubiläumsbuch von Puschendorf, die Karte - hier Detail - ist eine im Jubiläumsbuch abgedruckte Karte des Vereins Pilgerweg St. Wolfgang)

Freitag, 30. September 2011

Engel und Erzengel - Michaelistag am 29. September


Lobet den HERRN, ihr seine Engel,
ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet,
daß man höre auf die Stimme seines Wortes!
Lobet den HERRN, alle seine Heerscharen,
seine Diener, die ihr seinen Willen tut!
Lobet den HERRN, alle seine Werke,
an allen Orten seiner Herrschaft!
Lobe den HERRN, meine Seele!
(Ps. 103, 20-22)

Ich habe noch nie gelesen, dass einer verlassen worden sei, welcher gern Werke der Nächstenliebe ausgeübt hat. Denn ein solcher hat viele Fürbitter.

(Die betende Seele ist eine Arbeit von Ramona Felse, Northern Illinois)

Montag, 26. September 2011

Einsiedler lebte an der Wolfgangsquelle von Puschendorf

In den Puschendorfer Kirchenbüchern ist eine Sage erwähnt, wonach an der dortigen Wolfgangsquelle ein Einsiedler namens Ulfilo gelebt haben soll - ganz nach dem Vorbild des heiligen Wolfgang und dessen Einsiedlerzeit.

Die Quelle befindet sich im Puschendorfer Wald. Sie wurde durch Grabungen 1989/90 wieder neu entdeckt und hervorgeholt. Hier erquickten sich einst am klaren Quellwasser die Wallfahrer.

Samstag, 24. September 2011

St.Wolfgangs Spuren gehen nach Franken


Foto rechts:
St. Wolfgangskirche in Puschendorf, Franken, Dekanat Fürth, erbaut 1489-1491

Foto links:
Hauptaltar mit St.Wolfgang, Maria mit dem Kinde und Johannes dem Täufer


Die Wolfgangs-Wallfahrten hatten ihren Höhepunkt im 14. und 15. Jahrhundert. Die Wolfgangs-Wallfahrt nach St.Wolfgang/Österreich, gehörte im ausgehenden 15. Jahrhundert zu den "Top Ten" hinter Jerusalem, Rom, Santiago de Compostela u.a.
Während der Jakobsweg inzwischen einer gewissen Vermarktung unterliegt, darf der Weg zum Wolfgangsee getrost als echter Geheimtipp bezeichnet werden.

Die Wolfgangsverehrung breitete sich im gesamten deutsch-sprachigen Raum (und nicht nur da!) aus. Wolfgangskirchen reihten sich wie Perlen an einer Schnur entlang den Pilgerwegen zur Hauptwallfahrt St.Wolfgang/Österreich aneinander und wurden sogar ihrerseits Ziel eigener Wallfahrten.

Die Kirche in Puschendorf haben wir der Gründung von Stadtklausen im 14. und 15. Jahrhundert durch den Kartäuserorden zu verdanken. Die Kartäuser nahmen sich nach ihrer Klosterreform den Bischof Wolfgang, der Jesus radikal als Mönch nachfolgte, zum Vorbild. Dies belebte wiederum die Wallfahrten.

Aktuelles:
Zur Zeit findet ein reger Austausch zwischen "Franken" (Gemeinden, Heimatpfleger, etc.) und dem Verein Pilgerweg St.Wolfgang statt. Eine geführte Pilgerwanderung von Puschendorf (organisiert von Puschendorf) nach Pilgramsberg gab es im vergangenem Monat, ca. eine Woche nach der geführten Pilgerwanderung von Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune nach Zelena Lhota, Tschechien.

Sonntag, 18. September 2011

Therese von Konnersreuth, zum Todestag am 18. September





Sie hatte nicht nur Visionen aus dem Leben von Jesus und von Menschen, von denen Jesus umgeben war, sondern auch von Heiligen, die lange Zeit nach Jesus gelebt haben. So sah sie auch mehrere Male Sterben und Tod des Heiligen Wolfgang an dessen Sterbenstag (31. Oktober). Interessant in diesem Zusammenhang ist, daß sie, wenn der Todestag des Heiligen auf einen Freitag fiel, kein Freitagsleiden hatte (blutende Wundmale). Erklärung für "Insider": sie blutete deshalb nicht, weil das liturgische Fest des Diözesanpatrons Wolfgang Vorrang hat. Die mystischen Leiden (Extase) mußten also zurücktreten hinter den "handfesten" liturgischen Kalender.

Therese sah den Heiligen Wolfgang auf dem Sterbebett den Gläubigen letzte Ermahnungen erteilend und erblickte seine Seele in lichter Gestalt zum Himmel ziehend.

Buchtipp: Visionen der Therese Neumann, 2 Bände, Verlag Schnell und Steiner

Das Gemälde oben ist von Barbara Beeckmans, Belgien

Samstag, 17. September 2011

Gedenkstein des Friedens

Wir befinden uns am Wolfgangsweg in Tschechien, am Zielort "Zelena Lhota" der im vergangenen August geführten Pilgerwanderung.

Der Gedenkstein des Friedens wurde nach der Grenzöffnung Ost/West errichtet. Er befindet sich rechts "neben" dem Foto, dies hier ist ein Glasobjekt, welches zu dem Stein ergänzend dazugehört. Es ist entstanden in Zusammenarbeit von Zelena Lhota und Glas Weinfurtner, Arnbruck.

Im Foto sehen Sie das Organisationsteam, das sind Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune (Mitte), Hildegard Weiler (rechts) und Karla Singer (links), alle drei mit den beliebten Wolfgangs-Pilger-T-Shirts.

Donnerstag, 1. September 2011

Pressebericht der Pilgerwanderung nach Pilgramsberg

Wir danken der Passauer Neuen Presse und Frau Wittenzellner für diesen anschaulichen Bericht!
In der Linkliste die Textabschnitte zum Nachlesen:

Mittwoch, 31. August 2011

Pilgerstart nach Zelena Lhota, Tschechien


mit Hildegard Weiler und dem Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune!

Bei herrlichem Spätsommerwetter brach heute morgen eine Gruppe Wolfgangspilger auf nach Zelena Lhota. Treffpunkt: evangelisches Gemeindezentrum Viechtach.

Foto rechts: Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune, Hildegard Weiler, Mariele Triendl, Thomas Richwien, Karla Singer, ein Pilger aus Bodenmais, das lustige Paar "die Bocks" und Maike Brandes.

Foto links: das Organisations- und Leitungsteam bestehend aus Karla Singer, Lothar Le Jeune und Hildergard Weiler.

Mittwoch, 24. August 2011

Zelena Lhota


Am 31. August ist die zweite Meditative Wanderung auf dem St. Wolfgangsweg geplant. Diesmal geht es grenzüberschreitend nach Tschechien, und zwar nach "Zelena Lhota". (Die Markierung dieser Strecke wird von "Otisk" (Spur) geregelt, unserer Partnergruppe in Tschechien.)

Die Organisation und Durchführung der Wanderung obliegt dem mittlerweile bereits bewährten und beliebten Team Urlauberpfarrer Lothar le Jeune, Maike Brandes und Hildegard Weiler.
Heute sind Karla Singer und Hildegard Weiler testweise die Strecke (bei 30 Grad im Schatten!) gegangen.

Zu Ort und Kirche (Wolfgangskirche!) informiert Karla:


"Wir wandern bekanntlich am 31.8. mit Pfarrer Le Jeune auf Wolfgangspuren nach Zelena Lhota, das früher Grün hieß.
Seit der Grenzöffnung zeigen die Vertriebenen jährlich ihre Verbundenheit mit der alten Heimat am Wochenende nach Fronleichnam. (Lam ist übrigens die Partnergemeinde.)

Interessant ist die Sage zur Namensgebung des Ortes:
Als Bischof Wolfgang auf den Weg von Regensburg nach Prag zur Inthronisierung des 1. Prager Bischofs war, kam er auch durch das Dorf Lhota. Er nahm die Gelegenheit wahr und verkündete den heidnischen Bewohnern das Wort Gottes. Damit ihm die Menschen glaubten erflehte er ein Wunder, das auch in Form eines großen Regengußes stattfand. Die ausgetrocknete Gegend erwachte zu neuem Leben. Von da an hieß der Ort "Grün"

Die Kirche soll aus dem 16. oder 17. Jahrhundert stammen und verfiel nach der Vertreibung. Schon toll, dass die Grenzöffnung stattfand. Nicht auszudenken, wenn all diese gesegneten Orte verfallen wären!

Hildegard und ich werden am kommenden Dienstag den Weg ablaufen, damit wir am 31.8. den Weg zur Kirche, Brotzeitstation und wieder heim finden. Aber ich bin da ganz zuversichtlich!"

Dienstag, 23. August 2011

Junge Französin auf dem Pilgerweg

Die junge Dame stammt aus Tours (wo übrigens die Gebeine des Heiligen Martin liegen!) und ist sehr angetan von Bayern und dem Bayerischen Wald.