| Krippenspiel in der Christuskirche |
Ein strahlendes Highlight im Zuge des Jubiläums 75 Jahre Christuskirche 2025 war die Christvesper am Heiligabend mit Krippenspiel.
"Uns hat heute die große Lichtertanne den Weg hierher geführt. Damals hat der Stern von Bethlehem den Weg gewiesen", begrüßte Pfarrer Roland Kelber die Weihnachtsgemeinde in der bis auf den letzten Platz voll besetzten Christuskirche. "Stern über Bethlehem zeig uns den Weg" wurde nun an der Orgel angestimmt von Paula Kucerova. Pfarrer Kelber trug die Propheten der Ankündigung Christi Geburt vor und die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukas-Evangelium.
Diese Weihnachtsgeschichte wurde nun sichtbar lebendig durch das von Iris Marchl inszenierte Krippenspiel, musikalisch-technisch unterlegt von Bernhard Marchl. Markenzeichen der Theater- und Religionspädagogin Iris Marchl ist, dass sie die Handlung ihrer Stücke zusammen mit den Krippenspielkindern entwickelt.
Eine lebendige Weihnachtsgeschichte mit sprechenden Tieren und einem freundlichen Gastwirt
Es begann diesmal damit, das Ochs und Esel im Dialog waren. Dazu kamen nach und nach ein Bauer und Gastwirt, Engel schwebten dazwischen, Maria und Josef traten in die Szene, ein Hirte, Schafe und die Könige. Zu erwähnen ist hier beispielsweise, dass der Gastwirt nicht wie in gewohnter Weise zu Maria und Josef schroff und abweisend dargestellt wurde, sondern freundlich: "Leider ist hier alles voll belegt. Ich kann euch aber gerne einen Platz im Stall anbieten. Ich bringe euch gleich was zum Essen rüber." Ochs und Esel waren zunächst skeptisch ob der beiden Gäste. Doch sie ließen mit sich reden und stellten bald fest, dass der Stall durch die Anwesenheit der Neuankömmlinge spürbar wärmer wurde.
| Schafe auf dem Weg zum Stall von Bethlehem |
| Pfarrer Roland Kelber liest die Weihnachtsbotschaft und predigt über die Inhalte des Krippenspiels |
Die Fragen des Hirten und ihre Bedeutung
Die tieferen Aussagen des Krippenspiels griff auch diesmal Pfarrer
Kelber seiner Weihnachtspredigt auf.
"Genau Dich meint Gott, hatte der Engel zum einfachen Hirten gesagt.
Warum bin gerade ich eingeladen zu Jesus? Genau Dich meint Gott, auch
wenn du nur ein normaler Mensch bist, müde erschöpft überarbeitet, mit
Fehlern behaftet." Gott, Herr und Schöpfer des Universums, interessiere
sich für jeden ganz persönlich. "Und was wird aus meinen Schafen?" hatte
der Hirt gefragt. Die Schafe, erläutete der Pfarrer, könnten auch stehen
für die vielen Aufgaben. Diese sollten uns jedoch nicht davon abhalten
zu Jesus zu gehen. "Was soll ich dem Kind schenken?" hatte der Hirt
gefragt. Gott möchte dich überreich beschenken!
| Engel kommen zum Hirten |
Neugierig auf Gott werden
So mache Gott uns neugierig ihn näher kennen zu lernen in Jesus. Die
Könige wurden durch einen Stern aufmerksam auf Jesus. Schon damals
hätten die Menschen den Sternenhimmel betrachtet und gefragt, was wohl
dahinter stehe. Persönlich Gott kennengelernt hätten die Menschen aber
erst durch Jesus.
Gott habe viele Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen. Die ganz
reale Welt, sogar das Internet, könne Jesus als Mensch, als ein Du, als
lebendiges und sprechendes Gegenüber erschließen. So könnte Jesus zum
großen Navi auf dem Lebensweg werden. "Bitte ihn in dein Lebenshaus
hinein!" Ochs und Esel, die zu Beginn misstrauisch waren, haben
gemerkt, dass es wärmer im Stall wurde, wenn sie enger mit Maria und
Josef und dem Kindlein zusammen rücken. "Wie kann ich Gemeinschaft
schaffen ohne mich zu bekriegen? Das schafft Jesus! Was dieses Kind
alles schafft!"
| Maria und Josef |
Die bereichernde und Sinn erfüllte Christvesper endete mit einem Dank an Iris und Bernhard Marchl und an alle Helferinnen.
Nach dem Segen und dem Stille Nacht ging die Gemeinschaft der Gläubigen in die Weihnacht hinaus.
Um 22 Uhr folgte die Christmette mit heiligem Abendmahl.
Am 1. Weihnachtsfeiertag gab es morgens einen Festgottesdienst mit
heiligem Abendmahl und mit dem Posaunenchor.
Die Handlung der Krippenspiels zusammengefasst:
Im Krippenspiel geht es darum, dass Ochse und Esel zunächst keinen Platz im Stall einräumen wollen. Nicht für Maria und Josef nebst Jesus, nicht für die Schafe oder für sonst wen. Sie erfahren jedoch, dass es wärmer wird, wenn sie teilen, sowohl den Platz im Stall, als auch den Freiraum in ihrem Herzen. Sie erfahren auch, dass das Kindlein ein ganz besonderes Kind ist, mit besonderer Ausstrahlung.
Zudem geht es um Königinnen, die erkennen, dass die moderne Technik versagen kann und sie sich auf den Stern verlassen müssen, der sie zum neuen König bringt. Dieser ist nicht, wie erwartet, in einem Schloss, sondern in einem Stall und doch weitaus bedeutender als ein weltlicher König. Dieser Heiland lädt alle ein, ob reich oder arm. Und so ist der Hirte zuerst verwundert, dass er in seiner Armut gemeint ist, dass er zum Heiland eingeladen ist! Aber er macht sich froh auf den Weg. Er folgt den anmutigen, sanften Engeln, die ihm die frohe Botschaft klar übermitteln. Beim Stall findet er auch seine Schafe wieder, die bereits bei Jesus sind. Diese haben sich kurz zuvor, keck und süß auf den Weg gemacht. Josef, der auf dem beschwerlichen Weg zum Stall immer wieder Maria hatte aufmuntern wollen, und die liebevolle Maria freuen sich über alle Gäste im Stall.
| Iris Marchl |
Berührend so innig beschrieben auch für Andersgläubige oder Nichtgläubige den eigentlichen Sinn des Krippenspieles zu lesen. Wunderschön geleitet und bescheiden in seiner Einfachheit auf das Wesentliche reduziert - bringt es den Glauben an alle näher , die offenen Herzens sind; > sind so meine Gedanken dazu - man spürt in der Kirche gerade bei einem Krippenspiel mit Kindern wie reinen Herzens sie in diesem friedvollen Jahresausklang sind.
AntwortenLöschenDarauf sollten und wollen wir uns alle besinnen...
Keine "Glaubensvorschriften", sondern Gemeinschaft wagen, und miteinander das Wunderkind wirken lassen. Es funktioniert, wir können es immer wieder erfahren: Wie der Pfarrer es in seiner Predigt ausgesprochen hat: Was dieses Kind alles schafft!
LöschenEs hört die Not und hilft, klein und strohbedeckt, doch Regent des Universums. Einzige Bedingung: LIEBE - und selbst aus Lieblosigkeit kann es LIEBE machen.
Das war eine besonders schön gestaltete Christvesper, danke fürs zeigen
AntwortenLöschenDas Krippenspiel war wirklich eine Aufführung, die Herzen bewegen konnte!
Löschenwiedermal ein so schönes Krippenspiel von den Kindern in der Kirche!
AntwortenLöschenHerrlich an zuschauen und die Erzählung lässt mich lauschen, es ist ein Erlebnis!
Danke für das Posting! Es berührt mich sehr!
Herzlichen lieben Gruss Elke
Das Krippenspiel war sehr berührend. Es wirkt im ganzen Jahr. Für die Kinder ist es auch ein wichtiges und Zukunft prägendes Erlebnis. Die Leute - groß und klein - haben ganz still und aufmerksam zugesehen. Besser als vor dem TV!
Löschensprechende Tiere,,,wie wunderbar...
AntwortenLöschenDas ist auch eine der speziellen Iris-Krippenspiel-Merkmale. Und die Wahrheit 💫✨🌙 💫✨🌙 💫✨🌙 💫✨🌙 von Weihnachten. Bericht heute in der Presse!
Löschen"Sprechende Tiere und ein freundlicher Gastwirt" war sogar die Überschrift im Pressebericht !!
LöschenBei uns werden leider kaum noch Krippenspiele aufgeführt, was ich sehr schade finde.
AntwortenLöschenEs ist auch ein ziemlich großer Aufwand und sicher auch mit einer Menge Stress (positiver) verbunden. Heute wurden in der Bayerwald-Zeitung mindestens 5 Krippenspiele in der Region (dörflich) präsentiert. Sozusagen ein Elch-Wettrennen :)
LöschenVielleicht, weil hier eben BAYREN ist...
Das ist eine sehr gute Nachricht, das Kind mitten unter uns. Es in einem Krippenspiel immer neu aufleben zu lassen eine Herausforderung, die ist bei euch wunderbar gelungen. Das Wesentliche hervorzuheben ist wichtig, der Kommerz verdeckt schnell die eigentliche Botschaft.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Edith
Ein sehr schöner Kommentar von dir, liebe Edith! Iris und ihre Schar haben das DA-Sein des Christuskindes sehr anschaulich dargestellt, auch der Pfarrer mit seinen Erklärungen dazu. .
LöschenLiebe Grüße!