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| Aufstieg zur Wolfgangskapelle am Wolfgangsriegel bei Böbrach - Foto: Mariele Triendl |
Vor wenigen Tagen bekam Dorothea Stuffer eine sehr interessante und schöne Mail eines Jakobspilgers, welcher auch Pilgerführer ist. Er erklärte darin sein wunderbares Vorhaben, in etwa drei Wochen in vielen Tagesetappen am Wolfgangsweg zu gehen. Dorothea Stuffer rief den Pilger gestern an, und es entstand eine austausch-reiche Begegnung. In einem weiteren Gespräch mit Hildegard Weiler kann nun dieser Pilger detaillierte Auskünfte für sein Vorhaben bekommen. Dorothea bat um Foto-Dokumentationen unterwegs - und nun sind wir gespannt....
Hier - mit Einverständnis der Pilgers die Mail:
Liebe Dorothea Stuffer,
an
der Schwelle von meinem Beruf als Eisenbahner zum (UN?)-Ruhestand habe
ich schon viele Monate den inneren Antrieb einer mehrwöchigen
Pilgertour.
In der 2. Septemberwoche ist es nun so weit. Ich mache mich auf den Weg – und bin dann mal für 4 – 5 Wochen weg.
Eines
war mir von Anfang an klar: Obwohl ich auch Pilgerwegbegleiter auf dem
Ostbayerischen Jakobsweg bin, möchte ich – ganz allein - andere – neue
Wege gehen.
Vor meinem inneren Auge taucht da schon lange – bisher noch vage – der Wolfgangsweg und der Via Nova auf.
Zu
meinem 60. Geburtstag am 20. September möchte ich ins Salzkammergut
kommen – einfach so nach einer schon lange andauernden Eingebung.
Danach entscheide ich neu über den Weiterweg. Vielleicht geht es Richtung Mariazell oder weiter Richtung Süden.
Warum
schreibe ich Ihnen das: Wir haben uns zwar selbst noch nicht
kennengelernt. Meine Wanderfreunde Josef Altmann und Jakob Pellkofer
haben aber schon viel von Ihnen erzählt.
Können Sie mir Tipps für die ersten Etappen im Bayerischen Wald geben?
Mein
Gedanke ist bisher: Am ersten Tag starte ich in Runding. Von Standort
der ehemaligen Burgkapelle sehe ich nochmals auf meinen derzeitigen
Wohnort Weiding und auf unsere Kreisstadt Cham.
Im Blick ist auch der Lamberg und ich kann die Fahrradetappe des Ostbayerischen Jakobsweges über viele Kilometer erahnen.
Dann
geht es auf dem Bayerweg über den Haidstein zum Hohenbogen. Von dort
sehe ich die Heimat meiner Kindheit sehr gut: Atzlern bei Neukirchen
b.Hl.Blut.
Am Abend möchte ich Kolmstein – und damit den Wolfgangsweg erreichen und neben dem Kolmsteiner Kircherl im Gasthaus Sturmreiter übernachten.
Am nächsten Tag geht es dann auf dem Wolfgangsweg weiter.
Welche Etappenziele können Sie mir für die nächsten Tage empfehlen?
Schöne Grüße
Rudi Simeth
Bilder & Touren
Gustav-Gabriel-Str. 17
93495 Weiding
Und hier unser Vorschlag für die ersten fünf Tages-Etappen vom Kolmsteiner Kircherl bis Niederalteich im Donau-Tal. (Weitere Infos zum Weg in Fortsetzung hier im Wolfgangiblog):
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| Das Innere des Kolmsteiner Kircherls |
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| Schriftband: "Drückt dich ein Weh zur Mutter geh und sag es ihr, gern hilft sie dir" |
Verehrter Pilger, Du hast in unserer Vorstellung gerade das Kolmsteiner Kircherl erreicht, ein Gebet verrichtet und übernachtest nun im Kolmsteiner Hof. Deine bisherige Wegstrecke mündet hier in den St. Wolfgangsweg. Am nächsten Morgen brichst du auf zur
1. Tages-Etappe: Kolmstein-Frath
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| Wegmarkierung am St.Wolfgangsweg in Bayern, noch im Aufbau |
Du gehst die auch mit unserem Wolfgangslogo und den
Blechschafen markierte Strecke
Arrach/Haibühl (Wolfgangskirche) am Wallfahrerweg A1 über
Drittenzell zum
Ecker Sattel rauf -- nach
Arnbruck (Wallfahrts-Kirchlein Mariä Himmelfahrt am Ortsausgang). Du überquerst die Hauptstraße --
Schedlhof --
Röhrlhof --
Lesmannsried -- gehst abwärts nach
Grafenried (
Kapelle) -- Straße überqueren, hoch zur
Frath (
Gasthof und Kapelle). Dort empfehlen wir dir die sehr gute
Gastronomie und Übernachtung.
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| Am Wolfgangsweg bei der Frath |
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| Gut essen und übernachten im Gutsgasthof Frath |
2. Tages-Etappe: Frath - Wolfgangskapelle - Viechtach - und eventeull bis Kollnburg
Am Morgen brichst du nach gutem Frühstück auf der
Frath auf zur
Wolfgangskapelle. An diesem wildromantischem Ort hat der heilige Wolfgang vor über tausend Jahren auf seinem Weg nach Böhmen übernachtet.
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| Die Wolfgangskapelle liegt wildromantisch in steilen Felsen eingebettet. Hier übernachtete vor 1000 Jahren der Heilige Wolfgang |
Du könntest jetzt direkt Richtung Niederalteich über Böbrach über einen geplanten Zubringer Fernsdorf- Teisnach- Ruhmannsfelden gehen, aber wir empfehlen dir das gut markierten "Herzstück" des Wolfgangweges, wo der "Auftrag von oben" für Hildegard Weiler begann...
Moderne Legende, VIDEO HIER
Du gehst also zurück zur
Frath - das sind halt nochmal drei Kilometer, aber du genießt Wald und Aussicht.
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| Blick über die Berge bei der Frath |
Von dort geht es runter nach
Asbach --
Staudenschedl (alte Marienkapelle) --
Schwiebleinsberg --
Kager/Rittmannsberg --
Schönau (Kirche und Grotte)--
Gstadt --
Großenau (Pilger-Kerze)--
Viechtach. In der
St.Augustinuskirche, dem "Dom des Bayerischen Waldes", kannst du links oben auf der Empore eine wertvolle
Figur des Heiligen Wolfgang aus den 17. Jahrhundert bewundern. Du übernachtest in
Viechtach oder in
Kollnburg (siehe 3. Etappe).
Diese Etappe beträgt mit den 6 Kilometern
Abstecher zur Wolfgangskapelle 24
plus 5 (Kollnburg) Kilometer.
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| Die Kirche von Schönau mit einer Wolfgangsfigur als Pilger |
3. Tages-Etappe: Viechtach (oder Kollnburg) - Pröller - St. Englmar - Rettenbach - Kloster Kostenz
Von Viechtach oder Kollnburg geht es hinauf zum
Pröller (
1048m). Du wanderst von
Viechtach übers
Antonikircherl am
Pfahl (
jahrmillionen alte Quarzfelsen) oberhalb Viechtach stets bergauf - links liegt
Kollnburg - und kommst über
Ramersdorf nach
St. Englmar. Das schöne
Kollnburg mit seiner
Kirche und Burg
nähe Viechtach liegt linker Hand vom Weg - wir empfehlen einen kleinen
Abstecher (mit Übernachtung dort statt in Viechtach) von etwa 2 Kilometern.
Wir empfehlen auch, die
Englmarer Wanderkarte der Region zu kaufen, dort siehst du auch schön den Verlauf des Wolfgangsweges in der Region.
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| Das Bergdorf Kollnburg ist sehenswert. |
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| Am Pröllergipfel, 1048 Meter |
Von
St. Englmar geht es entspannt flach durch den Wald nach
Rettenbach (
Wolfgangskirche,
Gutsgasthof Schmelmerhof) -- und ohne größere Steigung weiter
durch den Wald bis zu deiner Übernachtungs-Station, dem Kloster und Bildungszentrum Kostenz.
4. Tages-Etappe: Kostenz - Grandsberg - Weißenberg - Metten
Bei Kostenz genießt du einen wunderbaren Blick ins Donau-Tal:
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| Der weite Blick bei Kostenz ins Doautal mit dem Ort Schwarzach |
Du pilgerst alsdann:
Grandsberg -- über die
Wallfahrtskirche Weißenberg (Gemeinde Schwarzach) --
Penzenried. In
Penzenried kommst du auf den
Via Nova. Du gehst nun bis
Metten (Kloster), wo Du übernachtest.
5. Tages-Etappe: Metten - Niederalteich
Dich begrüßt in dieser Etappe das Donautal.
Die Strecke geht von
Metten, als
Via Nova markiert --
Deggendorf -- nach
Niederalteich, einen spirituellen Ort an der Donau mit seinem
Kloster/Bildungsstätte. Übernachtungsmöglichkeit.
Erstes großes Pilgerziel anvisieren...
Die weiteren
Etappen-Beschreibungen folgen. Du wirst dann - wenn du möchtest -
nicht mehr exakt am
Via Nova gehen....und über
Braunau/Österreich nach
St.Wolfgang am Wolfgangsee pilgern....
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| In Österreich kurz vor St.Wolfgang - eine geführte Pilgerwanderun nach St.Wolfgang mit Pilgerführerin Hildegard Weiler. Hier: Überfahrt mit dem Boot |