Mit ihr fing alles an...

Mit ihr fing alles an...
Die Wolfgangskapelle bei Böbrach: Pilgerwanderung mit Mitgliedern und Freunden des Vereins "Pilgerweg St.Wolfgang". Der Verein erarbeitet derzeit die Wolfgangsweg-Strecke "Regensburg - Böhmen".

Donnerstag, 11. August 2016

Zwei Presse-Artikel: Kreuz-Trag-Aktion kommt gut an

Die kleine Pilgergruppe um die Pilgervereins-Vorsitzende Hildegard Weiler (rechts) und den Ideengeber 
Xaver Hagengruber (stehend 3. von links) beim Flurkreuz oberhalb des Wolfgangshofs, wo die Birkenkreuze ab sofort für jeden willigen Kreuzträger bereitstehen. 
− F.: M. Wittenzellner 


Wir freuen uns über die durchweg positive Resonanz bei der Presse und bei den Leuten: Die Birkenkreuze am Fuße des Wolfgangsriegels laden mittels ihrer selbst und zwei schriftlicher Erklärungen vor Ort alle Wolfgangskapellenbesucher ab sofort ein, mit ihrem persönlichen Anliegen zur Kapelle zu steigen - ein gefühltes Gebet.

Hier führen wir unbedingt noch der Pressetext von Marion Wittenzellner an, Autorin des Viechtacher Bayerwald-Boten! Danke!

Herzlichen Dank auch an den "Viechtacher Anzeiger" für die schöne Präsentation mit dem Text von Dorothea Stuffer und dem tollen Sonnenblumen-Kapellen-Gruppen-Foto, welches Weldu (Erithrea) mit der Kamera von Dorothea Stuffer oben auf der Kapelle gemacht hat.

Pressetext von Marion Wittenzellner:

Die Bürde des Kreuzes auf sich nehemen
Aktion des Pilgervereins St.Wolfgang - Kreuztragen entlang der Kreuzwegstationen zur Wolfgangskapelle

Böbrach. An Johanni haben zahlreiche mannshohe Birkenkreuze den Pilgerwanderern den Weg von der Arnbrucker Liebfrauenkapelle zur Glücksboten- Installation im Glasdorf Weinfurtner gewiesen. Nun wurden diese handgemachten Symbole christlichen Glaubens vom Verein „Pilgerweg Sankt Wolfgang“ einem neuen Verwendungszweck zugeführt: Als „Pilgerkreuze“ warten sie seit Montag
beim Flurkreuz wenige Meter oberhalb des Wolfgangshofs in Böbrach darauf, von gläubigen Wanderern, verbunden mit einer Herzensangelegenheit, einem Dank oder einer persönlichen Bitte an Gott, den Kreuzweg hinauf zu einer der 14 Stationen oder bis zur Wolfgangskapelle getragen zu werden.
Aus evangelisch-theologischer Sicht will dieses Kreuztragen zwar keinen Wunderanspruch erheben, andererseits sollte es aber auch nicht als „bloßer Hokuspokus“ abgetan werden. Vielmehr ist es – wie vor Ort auf einem Hinweisschild nachzulesen steht – eine Einübung im Glauben für ein Leben in der
Verbindung mit Christus, so wie etwa auch das Bibel-Lesen oder wie ein Stück weit mit Jesus Christus zu gehen.
Die Idee mit den Pilgerkreuzen hatte Xaver Hagengruber, von dem übrigens auch das gesamte verwendete Birkenholz stammt. Er fand es viel zu schade, die „Wegweiser“-Kreuze einfach wegzuwerfen, und dachte plötzlich an seinen Vater, der früher auf dem Pilgerweg nach Neukirchen beim Hl. Blut selber ein Kreuzträger war. Weil Xaver Hagengruber in seinem Leben durch Gottes
schützende Hand dem Tod bereits drei Mal knapp von der Schippe gesprungen war, war er jetzt auch der erste, der die Bürde auf sich nehmen wollte, ein Dankkreuz zu der kleinen Andachtsstätte am Wolfgangsriegel hinaufzutragen.
Einen Gleichgesinnten fand er in Friedel Dreischmeier, der die Tatsache, dass er just am
Montag gesund und wohlbehalten seinen 79. Geburtstag feiern konnte, obwohl er bereits als Kind auf der Flucht zwischen die deutsch-russische Front geraten war und auch später noch einige gefährliche Situationen zu überstehen hatte, als ein großes Wunder Gottes bezeichnete.
Selbst vier junge Männer aus Eritrea und Nigeria, die hier bei uns als Flüchtlinge Schutz und
Aufnahme gefunden haben, griffen sich jeder ein Birkenkreuz.
Nach einem kurzen Gebet machten sich jene sechs „Auserwählten“ gemeinsam mit der Pilgervereins-Vorsitzenden Hildegard Weiler, deren Stellvertreterin Dorothea Stuffer, Karla Singer und weiteren Pilgerfreunden an den anstrengenden Aufstieg.
An den steinernen Kreuzwegstationen legten sie jeweils einen kurzen Halt ein, was Singer und
Weiler nutzten, um ihren afrikanischen Gästen die Bedeutung der dargestellten Motive zu erklären.
Bei der Wolfgangskapelle angekommen ließ Singer zur Begrüßung die Glocke läuten, während die Kreuzträger ihre „Lasten“ abstellten und sich in das Kapellenbuch eintrugen. Anschließend erzählte Hildegard Weiler den Besuchern noch etwas über das Gotteshaus und über den heiligen Wolfgang, ehe sich das Pilgergrüppchen mit dem Wolfgangslied auf den Lippen frei jedweder Bürde wieder
auf den Weg zurück zum Wolfgangshof machte.

IMPRESSIONEN:

Mit den Kreuzen die alten Granitstufen hinaufsteigen

Chintha Angele (Sri Lanka) betrachtet konzentriert ein Kreuzwegbild

Mit den Kreuzen bei der Wolfgangskapelle angekommen

In der Wolfgangskapelle - links: Steve, Mitte: Karla Singer, rechts: Friedel Dreischmeier

Xaver Hagengruber macht es dem Heiligen Wolfgang nach und hält in den Wolfgangsfelsen ein Schläfchen

Jonas in weiter Sicht über die Berge des Bayerwaldes - dahinter oberhalb im Gestrüpp der schlafende Xaver

Elke Weber, Steve, Mahari und Karla Singer

Weldu bittet mahari, mit ihm ein Foto vor der Schutzmantelmadonna zu machen

Chintha Angele (Sri Lanka), Mahari (Erithrea) und die Künstlerin Dorothea Stuffer

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