Mit ihr fing alles an...

Mit ihr fing alles an...
Die Wolfgangskapelle bei Böbrach: Pilgerwanderung mit Mitgliedern und Freunden des Vereins "Pilgerweg St.Wolfgang". Der Verein erarbeitet derzeit die Wolfgangsweg-Strecke "Regensburg - Böhmen".

Donnerstag, 29. September 2016

Die Entstehung einer Wolfgangsfigur aus Blech - Teil 1


Erste Linien bei der Wolfgangsfigur aus Blech 
Wir befinden uns hier in Viechtach bei der Pilgerstation "Stufferhaus", wo die Künstlerin Dorothea Stuffer mit ihrer Familie lebt und arbeitet. Dorotheas Blech-Werke entstehen zum größten Teil auf der Straße. Dorothea Stuffer bearbeitet mit einfachsten Werkzeugen das 8mm starke Schwarzblech: Blechschere, Hammer, Sandpapier, Rostschutzgrund, Acrylfarben.
Wir beobachten hier, wie eine etwas über lebensgroße Wolfgangsfigur aus Blech bemalt wird. Diese Größe verstärkt die mittelalterliche Ausstrahlung, die "archaische Wirkung"; man denke an gotische/romanische große Steinfiguren bei alten Kirchen.
Foto links: Das Blech ist bereits ausgeschnitten und mit Rostschutzgrund grundiert (grau). Mit großzügigen Linien sind die Konturen von Gewand, Stab, Kirchenmodell (=Attribute des Heilgen Wolfgang) und Schaf angedeutet. Mit einem kräftigen Rot-Ton entstehen erste Farbflächen.


Dem Gewand wird lichtes Blau hinzugefügt.
Gesicht und Hände werden mit Hautfarbe versehen. Das Kirchenmodell soll die Wolfgangskapelle bei Böbrach darstellen. 
Lassen wir uns überraschen, welche Farben Dorothea Stuffer weiter auswählen wird....

Dienstag, 27. September 2016

Darstellungen des Heiligen Wolfgang im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut

Hl. Wolfgang, Hinterglasbild, Neukirchener Schule, Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut.
Hl. Wolfgang, Skulptur im Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut
Der Hl. Wolfgang auf einem Stuhltäfelchen in der Wallfahrtskirche Neukirchen b. Hl. Blut, datiert 1859.
Mit einem Dankeschön für die Fotos an Günther Bauernfeind, Wallfahrtsmuseum Neukirchen b. Hl. Blut

Donnerstag, 22. September 2016

Aus einer Broschüre über die Ruhmannsfeldener Wallfahrt nach Neukirchen beim Heiligen Blut

Hussit will Marienfigur zerschlagen - Blut fließt aus der Wunde
Die Wallfahrt nach Neukirchen beim Heiligen Blut

Die Wallfahrt zur Madonna von Neukirchen beim Heiligen Blut zählt seit Jahrhunderten zu den bedeutendsten bayerischen Marienwallfahrten. Nach der gängigen Fassung der Wallfahrsiegende rettete um 1410 eine fromme Bauersfrau das jetzige Neukirchener Gnadenbild vor den Hussiten vom böhmischen Loucim  nach Neukirchen b.Hl. Blut, wo es schließlich in der Kapelle aufgestellt wurde.  Die Entstehungslegende der Neukirchener wallfahrt wird in die erste hälfte des 15. Jahrhunderts angesiedelt. Ein Hussit entdeckt diese Marienfigur, will sie zerstören und wirft sie in den nahegelegenen Brunnen. Die Figur jedoch kehrt wieder an ihren Platz zurück. Dieser Vorgang wiederholt sich dreimal. Der Hussit versucht dann, die hölzerne Marienfigur mit seinem säbel zu zerschlagen. Er spaltet das Haupt, aus der Wunde fließt Blut. Als der Hussit fliehen will, bewegt sich das Pferd nicht mehr von der stelle. Der Hussit wird bekehrt.

1610 begab sich ein weiteres wundersames Ereignis.: Dem Mädchen Barbara wird im Traum eine heilsame Quelle geoffenbart. Es findet die Quelle und wird geheilt. Die Quelle wurde gefasst und über dem Brunnen eine Kapelle (heute St.Anna Kapelle) erbaut.

1656 wurde das Franziskanerkloster in unmittelbare Nachbarschaft zur Wallfahrtskirche gegründet. Die Neukirchener Wallfahrt erreichte in dem Jahrhundert nach der Klostergründung ihre Blütezeit. Im Mirakelbuch von 1671 sind 70 Ortschaften - davon etwa ein drittel böhmische - genannt, die in Gemeinschaftsprozessionen nach Neukirchen kamen. Den Höhepunkt bildete die 300-Jahr-Feier 1752, als allein in der Festwoche 420 Messen gelesen und 70 000 Hostien ausgeteilt wurden.

Wallfahrsmuseum: 1992 wurde in der Ortsmitte ein Wallfahrtsmuseum eingerichtet, in dem das Wallfahrtswesen im Allgemeinen und die Neukirchener Wallfahrtgeschichte aufbereitet sind. Auch die Ruhmannsfeldener Wallfahrt ist im Museum ausführlich dargestellt.

Die Ruhmannsfeldener Wallfahrt (seit 1580) geht über folgende Stationen:

Ruhmannsfelden - Prünst - Patersdorf - Teisnach - Gumpenried - Drachselsried - Arnbruck - Eck - Arrach - Haibühl - Kolmstein - Neukirchen

Bezug zum St.Wolfangsweg: Ruhmannsfelden liegt am Wolfgangsweg-Zubringer (in Bearbeitung). Dieser beinhaltet auch die ersten sechs Stationen der oben genannten Ruhmannsfeldener Wallfahrt. Der Wolfgangsweg ist ab Arnbruck bis Neukirchen mit der Ruhmannsfeldener Wallfahrt identisch. Es gibt auch eine Osser-Route, welche Neukirchen links liegen lässt; diese ist steil und vom Wander-Aspekt her sehr schön und anspruchsvoll.

Sowohl von Neukirchen aus, als auch über den Osser führt der Wolfgangsweg hinünber nach Tschechien, wo die Wolfgangsweg-Aufbau- Gruppe-Gruppe OTISK (=Spur) mit uns in Kontakt ist.

Herausgegeben von Pilgerführer Xaver Holler, Ruhmannsfelden, 1997
Verantwortlich für die Broschüre: Pfarrer Helmut Meier, Ruhmannsfelden, Druck: Christian Karl, Viechtach

Broschüre gefunden von Altpfarrer und Vereinsmitglied Ernst-Martin Kittelmann


 Hinweis von Günter Bauernfeind, Wallfahrtsmuseum Neukirchen: Die Bröschüre enthält die Gebete für die Gelöbnis-Wallfahrt von Ruhmannsfelden nach Neukirchen b. Hl. Blut, die zuvor in einem handgeschriebenen Büchlein festgehalten waren, das der damalige Pilgerführer Xaver Holler von seinem Vorgänger übernommen hatte.


Freitag, 16. September 2016

Friedel Dreischmeier, ein engagiertes Vereinsmitglied

Friedel Dreischmeier regelt Vereins-Angelegenheiten beim Notar
Unsr neuer Kassier, der Friedel Dreischmeier, ist ein Glücks-Stern unseres Vereins Pilgerweg St. Wolfgang. Schon zwei Jahre vor seiner Wahl im Mai hat Friedel sich vielfach hilfreich eingebracht bei unseren Wolfgangsweg-Aktionen und Kunstaktionen. Seit Friedel Kassier ist, kümmert er sich außerdem herzens-engagiert um viele Formalitäten, die bei einer korrekten Vereinsarbeit unerlässlich sind. Heute nahm er zusammen mit unserer 2.Vorsitzenden Dorothea Stuffer einen Termin beim Notar wahr, um den neuen Vorstand, bestehend aus Hildegard Weiler (1.Vorsitzende), Dorothea Stuffer, Eva-Maria Herzog (Schriftführerin) und Friedel Dreischmeier (Kassier) offiziell und amtlich perfekt zu machen. Dank und Kompliment für Dein Engagement, lieber Friedel!





Vereinsmitglied Carola Pätzold sagt:
Friedel ist auch sonst ein gaanz toller Mensch, der sich völlig unspektakulär, jedoch hocheffizient für alle möglichen Dinge und Kreaturen - Mensch und Tier - einsetzt.
Und all dies mit stets sichtbarer Freude, die andere ansteckt!

Er ist ein riesengroßer Glücksfall auch für unsere Schützlinge aus fremden Landen, die ihm unendlich viel bereits verdanken!

Weiterhin Gottes großen Segen und stets Fitness und Gesundheit für alles, was du anpackst, lieber Friedel!
Es ist einfach ein gutes Gefühl zu wissen, dass es dich gibt! ;-)

Sonntag, 11. September 2016

Benefiz-Radelsport im Namen des Heiliegen Wolfgang - Karla Singer berichtet

Bodenmais, Juni 2016: Benefizradeln für Flutpofer in Niederbayern
Unser multiaktives medial veranlagtes Wolfgangsweg-Mitglied Karla Singer mit dem speziellen Wolfgangs-GPS  :) kommt aus Bodenmais. Irgendwann in diesen Sommer passierte es, dass Karla bei einer Benefizveranstaltung mit Mountainbikers sich mutig und wolfgangsaktiv einbrachte. Sie konnte zwei aufgeschlossene Bikerinnen überzeugen, für den Pilgerweg St.Wolfgang zu benefiz-radeln und gewann somit eine Wolfgangs-Spende in Höhe von hundert Euro für Hochwasseropfer in Simbach.

Karla berichtet:

Veeinsmitglied Karla Singer (rechts) mit der Radelsportlerin Ramona aus Osterhofen

Der Bayerische Wald ist ja ein El Dorado für Mountainbiker, aber eine Benefiz-Wettbewerbsveranstaltung fand hier noch nie statt. Bodenmais war am 11. Juni 2016 Gastgeber für 96 Profis für die deutschen Meisterschaften in Mountainbike-Disziplin. Außer den Profis konnten auch Hobbysportler daran teilnehmen, und dabei entstand die Idee für einen guten Zweck zu radeln. Wir erinnern uns alle an die großen Unwetter in Niederbayern. Verschiedene Firmen erklärten sich bereit für jeden geradelten Kilometer mindestens einen Euro zu spenden. Auch wir als Wolfgangsverein wollten helfen. Wir müssten nur jemanden finden, der für uns schwitzte - mit einem von  uns selbstgebastelten Papp-Wolfgangs-Schäfchen mit Spruch am Lenker!!

Da waren Ramona aus Osterhofen und Julia aus Zwiesel. Vier Stunden lang strampelten sie die vorgegebenen 100 Kilometer im Namen des Verein Pilgerweg St. Wolfgang!

Ramona aus Osterhofen radelt für den Pilgerweg St.Wolfgang.
Auch Julia aus Zwiesel radelt Benefiz im Namen des heiligen Wolfgang.

Für manchen Zuschauer war s sicher etwas eigenartig zu sehen, wie über 100 Leute auf der Stelle unter einem schützenden Zeltdach mit Anleitung in den verschiedensten Positionen radelten. Am Abend jagten dann die Profis durch den Ort. Gegen 22 Uhr fand die Siegerehrung statt, und danach wurde der Scheck für besonders Betroffene in Simbach am Inn mit über 6000 Euro überreicht.

Davon gibt es leider kein Foto, nur einen Zeitungsbericht; aber von den fleißigen Sportlerinnen, die natürlich mit Glücks-Schäfchen am Lenker für unseren Verein radelten. Sie waren bei der Siegerehrung der Profis nicht mehr dabei, aber sie fuhren mit unseren Pappschäfchen als DANKE und Glücksbringer nach Hause. Sie hatten noch nie vom Wolfgangsweg gehört, aber das hatte sich an diesem Tag dank unserer umfangreichen Informationen geändert!

Eine Profisportlerin radelt für die "Wolfgangsklinik Bad Griesbach"

Übrigens war bei den Profis auch eine Sportlerin mit dem Aufdruck "St. Wolfgang" auf ihrem Shirt dabei. Wir konnten erfahren, dass einer der Sponsoren die Wolfgangsklinik in Bad Griesbach war. Ein guter Name für eine Klinik, oder?

Ich denke, dem Heiligen Wolfgang hat die Aktion bestimmt gut gefallen, und sein Name und sein Weg sind dadurch wieder etwas bekannter geworden.....

Viele Grüße,
Kala Singer aus Bodenmais

Julia in der Radlermenge mit Pilgerweg-Schild am Lenker. 

Dienstag, 6. September 2016

Interessantes über Kollnburg - aus einem Pressebericht von Marion Wittenzellner

Aus dem ausführlichen und einfühlsamen Bericht der Autorin Marion Wittenzellner über die Kollburger Pilgerwanderung mit Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune, erschienen am 5.September im Viechtacher Bayerwald Boten:


[...] Ortsführer Herrmann Biebl aus Kollnburg lotste die Wallfahrer zunächst zu den höchst willkommenen kulinarischen Schmankerln, die ihnen der Gasthof "Zum Bräu" auf seiner Terrasse zu bieten hatte, und nahm sie anschließend in seiner heiteren Art mit auf einen ebenso spannenden wie kurzweiligen zweistündigen Rundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Burgdorfs.

Ihr erstes Ziel war das Wahrzeichen des Ortes, der Burgturm. Von dem elf Meter hohen Bergfried - neben dem 17,5 Meter tiefen Burgbrunnen und den Grundmauern des Saalbaus das einzige einzige Überbleibsel jener 1153 erstmals urkundlich erwähnten Höhenburg - aus eröffnete sich den Besuchern eine gigantische Fernsicht über die Täler und Höhenzüge des Bayerwalds bis zum Dreisessel. Danach besichtigten sie die nahegelegene frühbarocke Pfarrkirche "Hl. Dreifaltigkeit", die mit ihrem markanten dreigeschossigen Zwiebelturm einen weiteren Blickfang des Dorfes darstellt. Zudem erkundeten sie auch noch den Bibelgarten, einen spirituell-religiösen Meditationsweg im Pfarrgarten mit über 30 imposanten bunten Glastafeln zu diversen Bibeltexten, die von regionalen Künstlern gefertigt wurden. Die Anlage, die auf eine Initiative des früheren Ortspfarrers Josef Renner zurückgeht, lud die Pilger ein, auf einer der Sitzbänke Platz zu nehmen, die dargestellten Motive eingehend auf sich wirken zu lassen und in der Stille zu verweilen, derweil sie von Hermann Biebl mit frischem Trinkwasser versorgt wurden. Dabei wurde ihnen aber bewusst, dass diese Idylle auch ein Mahnmal für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Gottes Schöpfung ist; denn im Gegensatz zu den bewirtschafteten Wiesenflächen der Umgebung wird der Bibelgarten bewusst naturnah gehalten, um der einmaligen Vielfalt an Kräutern, Gräsern, Hauswurzen und Kletterrosen ein Rückzugsgebiet zu gewähren. [...]

Die Pilgergruppe um Maike Brandes (rechts), Pastor Lothar Le Jeune (Zweiter von rechts) und Pilgerführerin Hildegard Weiler (links) mit ihrem Ortsführer Hermann Biebl (Sechster von links) bei ihrem Dorfrundgang zu Füßen des Bibelgartens, der Burg und der Pfarrkirche. - Foto: Marion Wittenzellner