Mit ihr fing alles an...

Mit ihr fing alles an...
Die Wolfgangskapelle bei Böbrach: Pilgerwanderung mit Mitgliedern und Freunden des Vereins "Pilgerweg St.Wolfgang". Der Verein erarbeitet derzeit die Wolfgangsweg-Strecke "Regensburg - Böhmen".

Dienstag, 25. Oktober 2011

Bericht über die Pilgerwanderung nach Zelena Lhota am 31. August 2001 mit Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune

Am 13. 10. erschien ein sehr informativer, historisch fundierter Bericht in der PNP, verfaßt von Marion Wittenzellner. Hier eine kurze, stichpunktartige Inhaltsangabe:

* Auf Pilgerpfaden (das sind auf dieser Strecke gemeinsam der Goldsteig, der Jakobsweg und der Wolfgangsweg) durchs Künische Gebirge von Zelena Lhota nach Hamry -

* grenzüberschreitend: Bayern/ Böhmen -

* geführte Pilgerwanderung mit Hildegard Weiler und Urlauberpfarrer Lothar Le Jeune am 31.8. 2011 -

* Start: Zelena Lhota, d.h. Treffpunkt Christuskirche Viechtach, dann mit PKWs nach Neurittteig, von dort mit Bus nach Z.L., ab hier Wanderung -

* Zelena Lotha heißt "Grün"; ursprünglich von künischen (königlichen) Freibauern bewohnt, diese wurden ab dem 12. Jahrhundert vorwiegend aus dem bayerischen Raum zur Erschließung des Waldgebietes am Fuße des Osser als königliche Grenzwächter geholt -

* Leitsatz der künischen Bauern: "Niemands Herr und niemands Knecht, das ist künisch Bauernrecht." -

* 1946 wurden die Nachfahren der künischen Bauern von der sowjetischen Besatzung enteignet und vertrieben -

* Der Name von Zelena Lhota (= Grün): Legende: St. Wolfgang (924 bis 994) bat den HERRN unterwegs nach Prag, hier bei großer Dürre vorbeikommend, um Regen, alles wurde grün. Übrigens : eine Folge der Gründung des Bistums Prag durch Bischof Wolfgang war der Beginn der Selbständigkeit Böhmens -

* 1786 Erbauung der Wolfgangskirche in Zelena Lhota -

* 1994, zum 1000-jährigen Jubiläum des Heiligen, Renovierung der Kirche in Zusammenarbeit des Bistums Regensburg und der einheimischen Bevölkerung -

* 1994 Anbringung eines Gedenk-Kreuzes am Hauptportal der Kirche, demnächst auch ein Original Wolfgangi-Blechschaf als Hinweis für den Wolfgangsweg -

* in Hamry (=Hammern):

* Berührsteine des Künstlers Alois Öllinger, Teil des Skulpturenprojektes "Künisches Gebirge" rings um den Osser -

* 1774 Erbauung der Kirche von Hamry -

* 1993 Renovierung -

* 2009 Installation des Gesamtkunstwerkes "Gemeinsamer Weg" von Alois Öllinger und Richard Weinfurtner mit der Inschrift "Niemands Herr und niemands Knecht", Symbol für die deutsch-tschechische Bevölkerung und des gemeinsamen Aufbruchs -

* Kollerhof (Restaurant/Hotel): Einkehr der Pilger, Anbringung eines Blechschafs geplant -

* der Weg geht nun vorbei an idyllisch gelegenen Gehöften, uralten Obstbäumen und einzigartigen Panorama-Ausblicken über den gesamten Böhmerwald -

* bestens markierter Wanderweg durch die nahezu unberührte Natur im ehemaligen "Todesstreifen" des kalten Krieges

* zurück nach Bayern über den Grenzübergang Helmhof und zum Parkplatz Neurittsteig -




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